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42 Tourismus in Österreich 2025 Indikator: 53 % Strom 20 % Öl 11 % Fernwärme 9 % Erneuerbare 7 % Gas Energiemix in Beherbergung und Gastronomie Energetischer Endverbrauch Beherbergung und Gastronomie im Jahr 2024:
13,4 Petajoule Quelle: Statistik Austria, Umweltbundesamt. Energetischer Endverbrauch Österreich im Jahr 2024: 1.043 Petajoule Um die ökologische Dimension im Indikatorenset abzubilden, wurden vom Umweltbundes- amt drei Indikatoren erarbeitet, die die Entwicklung in diesem Bereich darstellen. Damit wird die Tourismusbranche in die Bestrebungen Österreichs zur Langfriststrategie bis 2050 eingebunden und mit den Zielen des Nationalen Energie- und Klimaplans verknüpft. Im Jahr 2024 (letztverfügbare Daten) entfiel der Großteil des österreichischen End - energieverbrauchs auf Erdölprodukte, die vor allem als Kraftstoffe im Verkehr sowie als Heizöl in der Industrie und in Gebäuden eingesetzt werden. Erdgas wird vorwiegend in der Industrie genutzt, während erneuerbare Energieträger (Holz, Solarthermie) vor allem in Gebäuden verwendet werden. Strom und Fernwärme werden in allen Bereichen eingesetzt. Die Sektoren Beherbergung und Gastronomie hatten im Jahr 2024 einen Anteil von 1,3 % am österreichischen Endenergieverbrauch. Strom ist Hauptenergieträger In den Sektoren Beherbergung und Gastronomie entfällt mehr als die Hälfte des Energie- verbrauchs auf Strom. Erdölprodukte und Erdgas decken gemeinsam über ein Viertel der Energienachfrage. Der Anteil direkter erneuerbarer Energieträger liegt bei 9 %. Quelle: Statistik Austria, Umweltbundesamt.

43 Tourismus in Österreich 2025 Quelle: Statistik Austria, Umweltbundesamt. Indikator: 65 % Anteil erneuerba - rer Energieträger Anteil erneuerbarer Energieträger
in Beherbergung und Gastronomie 2024 betrug der Anteil erneuerbarer Energieträger in Beherbergung und Gastronomie 65 % und liegt damit schon jetzt über dem Ziel des im Jahr 2024 veröffentlichten Na - tionalen Energie- und Klimaplans für 2030 (57 %). Im Zeitraum 2008–2024 stieg er von 37 % um 28 Prozentpunkte. Gründe für die Anstiege seit 2022 waren vor allem die höhere Produktion von Strom aus Wasserkraft sowie ein starker Ausbau von Wind und Photovoltaik. In den letzten 15 Jahren wurde der Anteil erneuerbarer Energieträger deutlich erhöht. Für eine weitere langfristige Steigerung des Anteils gilt es, den Ausbau erneuerbarer Energieträger in der Branche zu forcieren. Zum Vergleich: In Österreich gesamt lag der Anteil erneuerbarer Energieträger im Jahr 2024 bei 43 %. Anteil erneuerbarer Energieträger in % Zur Methodik: Auf Basis der Daten der Energiegesamtrechnung der Statistik Austria wurde vom Umweltbundesamt der Anteil erneuerbarer Energieträger für Beherber - gung und Gastronomie berechnet. Dabei wurden Strom und Fernwärme zu jenem Teil als erneuerbar eingerechnet, der im jeweiligen Jahr dem Anteil
der österreichischen Erzeugung aus erneuerbaren Quellen (Wasser, Wind, Photovoltaik, Biomasse) am österreichischen Verbrauch entspricht.

44 Tourismus in Österreich 2025 Indikator: 24 kWh Energieverbrauch Zusätzlich zum Anteil erneuerbarer Energieträger am Endenergieverbrauch wird ein weiterer Indikator, nämlich das Verhältnis des Energieverbrauchs zur Anzahl der Näch - tigungen, als Nachhaltigkeitsmaß berechnet. Dieser Wert zeigte im Jahr 2020 aufgrund der COVID-19-Krise eine deutliche Abkehr vom langjährigen Trend, da die Zahl der Nächtigungen um über ein Drittel einbrach. Dieser Einbruch setzte sich im Jahr 2021 fort. Seit 2022 steigen die Nächtigungen aber wieder und hatten 2024 mit 154,3 Mio. einen neuen Rekordwert erreicht. Der Energieverbrauch pro Nächtigung lag im Jahr 2024 im langjährigen Trend. In der Beherbergung sank der Verbrauch von 18,1 kWh pro Nächtigung im Jahr 2008 auf 6,9 kWh im Jahr 2024. Inklusive Gastronomie reduzierte sich der Wert von rund 51 kWh pro Nächtigung auf rund 24 kWh. Gegenüber dem Vorjahr sind die Werte gleichgeblieben. Der signifikante Rückgang gegenüber 2008 ist sowohl auf steigende Nächtigungszahlen als auch auf einen sinkenden Energieverbrauch zurückzuführen. Energieverbrauch pro Nächtigung (kWh / Nächtigung) Quelle: Umweltbundesamt. Energieverbrauch pro Nächtigung

45 Tourismus in Österreich 2025 Indikator: 814 Tourismus- und
Kulturbetriebe 15 Destinationen Österreichisches Umweltzeichen Gerade in den letzten Jahren wurde eine gute Balance von ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Maßnahmen für ein zukunftsgerichtetes Wirtschaften immer be - deutender. Im Tourismus hat Österreich bereits vor Jahrzehnten als weltweit erstes Land Standards für nachhaltig wirtschaftende Tourismusbetriebe definiert und 1996 das Österreichische Umweltzeichen als Nachhaltigkeitszertifikat geschaffen. Ursprünglich nur auf Gastronomie und Beherbergung fokussiert, ist es 30 Jahre später auch für Reiseangebote, Meetings und Events sowie Kulturbetriebe, ebenso für Desti - nationen nicht mehr wegzudenken. Die Kriterien bieten Tourismusbetrieben und -des - tinationen insbesondere eine Richtschnur für die Umsetzung ökologischer und sozialer Maßnahmen mit Mehrwert für die ökonomische Wertschöpfung. Zusätzlich ermöglicht dieses Nachhaltigkeitssiegel, das von unabhängigen Dritten geprüft wird, nachhaltigere Angebote im Markt zu positionieren und sichtbar zu machen. Gerade in den letzten Jahren kam es zu starken Zuwächsen bei der Nachfrage nach der Zertifizierung mit dem Umweltzeichen – sowohl von Betrieben als auch von Destinationen. Bei den touristischen Betrieben (Gastronomie, Beherbergung, Tagungs- und Eventlocati - ons und Kultur) gab es mehr als eine Verdopplung seit Dezember 2018. Insgesamt machen die Produkte und Angebote aus dem Tourismus und der Freizeitwirtschaft über die Hälfte aller Umweltzeichen-Zertifizierungen aus. Mittlerweile sind über 800 Betriebsstandorte, 15 Tourismusdestinationen und gesamt über 3.700 Veranstaltungen zertifiziert. Zahlreiche weitere haben den Prozess der Umsetzung begonnen. Umweltzeichen für Tourismus-, Gastronomie- und Kulturbetriebe (UZ 200) Umweltzeichen für Tourismus-, Gastronomie- und Kulturbetriebe (UZ 200) nach Betrieben Quelle: VKI (Werte jeweils im Dezember). Quelle: VKI (Werte jeweils im Dezember).

46 Tourismus in Österreich 2025 Indikator: 228.634 Unselbstständig Beschäftigte Arbeitsmarkt Beherbergung und Gastronomie bilden die beiden Kernbranchen im Tourismus. Die Nachfrage nach touristischen Dienstleistungen nahm in den letzten Jahren stetig zu. Die Wertschöpfung der Branche erhöhte sich, was sich auch in einem Beschäftigungs - zuwachs widerspiegelt. Das Beschäftigungsniveau liegt, trotz steigender Arbeitslosigkeit und sinkendem Stellenangebot, auf einem erneuten Hoch. Zusammengefasst stehen der wiederholte Zuwachs bei der Beschäftigung und ein vergleichsweise niedriges Niveau der Arbeitslosigkeit für die positive Entwicklung in der Branche. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten lag im Jahresdurchschnitt 2025 mit 228.634 Personen auf dem höchsten Stand der letzten 10 Jahre, wobei das Beschäftigungsniveau von Drittstaatsangehörigen in diesem Zeitraum, mit einem Plus von 72 %, besonders gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Beherbergungs- und Gaststätten - wesen um +1.869 bzw. +0,8 % mehr Personen beschäftigt. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten hat vor allem in Wien (+1.440 bzw. +2,8 %) zugenommen, während sie in den anderen Bundesländern, außer dem Burgenland, Kärnten und Oberösterreich nur leicht gestiegen ist. Die Beschäftigungsstruktur der Branche sticht aufgrund ihres hohen Frauenanteils (53 %) und ihres hohen Anteils an Ausländerinnen und Ausländern (60 %) hervor. Unselbstständig Beschäftigte, Lehrstellensuchende und beim AMS gemeldete offene Lehrstellen im Wirtschaftsabschnitt Beherbergung und Gastronomie 2014 bis 2025 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Unselbstständig Beschäftigte 1) 220.420 178.025 186.717 217.472 224.711 226.765 228.634 Anteil Frauen 56 % 56 % 55 % 55 % 55 % 54 % 53 % Anteil Männer 44 % 44 % 45 % 45 % 45 % 46 % 47 % Anteil Ausländerinnen und Ausländer 52 % 50 % 51 % 55 % 57 % 59 % 60 % Lehrstellensuchende 1,2,3 412 527 311 315 388 451 475 Offene Lehrstellen AMS 1,2 1.658 1.287 1.646 2.264 1.969 1.608 1.415

  1. Jahresdurchschnittsbestand
  2. Sofort verfügbar
  3. Ohne Einstellzusage Quelle: AMS Data Warehouse. 47 Tourismus in Österreich 2025 Trotz der guten Gesamtsituation waren 2025 im Jahresdurchschnitt 41.140 Personen (+1.861 Personen bzw. +4,7 %) aus dem Beherbergungs- und Gaststättenwesen arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulung. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist gegen - über dem Vorjahr mit Ausnahme von Kärnten und dem Burgenland in jedem Bundesland gestiegen. Die Nachfrage nach touristischen Dienstleistungen schwankt saisonal und ist regional unterschiedlich. Auch bei der Verfügbarkeit von Fachkräften gibt es regional große Unter- schiede. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist 2025, mit 7.717 beim AMS gemeldeten offenen Stellen, im Vergleich zum Vorjahr um 1.678 bzw. −17,9 % zurückgegangen und lag im Gegensatz zu 2024 unter dem Niveau von 2019. Auch die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen ist um −193 bzw. −12 % auf 1.415 gesunken. Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte Kontingente Zur Deckung eines vorübergehenden zusätzlichen Arbeitskräftebedarfs im Tourismus kann die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten - schutz Kontingente für die Zulassung befristet beschäftigter Saisoniers aus Drittstaaten festlegen. Das Kontingent für das Jahr 2025 betrug ganzjährig 4.985 (2024: 4.295 bzw. ab Juni 4.495). Wie in den Jahren zuvor war zu den Saisonspitzen eine Überschreitung der Kontingente um bis zu 50 % möglich. Saisonkontingente Quelle: BMASGPK.

48 Tourismus in Österreich 2025 Die Kontingente im Jahr 2025 waren regional unterschiedlich ausgelastet. Der größte Bedarf an Saisonarbeitskräften aus Drittstaaten bestand in den Bundesländern Tirol und Salzburg und österreichweit in den Wintermonaten Dezember, Jänner und Februar sowie in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Das AMS war bemüht, die Zulassung der Saisonarbeitskräfte im Rahmen einer flexiblen Kontingentbewirtschaftung bestmöglich zu steuern, indem ein freiwerdender Kontingentplatz bei Bedarf umgehend nachbesetzt wurde. Die Höhe der jährlichen Saisonkontingente wurde in den letzten fünf Jahren (2021 bis 2025) nahezu vervierfacht. Dennoch versucht das AMS angesichts der in allen Bundes - ländern steigenden Arbeitslosigkeit im Tourismus auf offene Stellen vorrangig arbeitslos gewordene Inländerinnen und Inländer und integrierte Ausländerinnen und Ausländer zu vermitteln. Stammsaisoniers Saisoniers, die in den letzten fünf Kalenderjahren mindestens drei Jahre im Rahmen von Saisonkontingenten beschäftigt waren, können sich beim Arbeitsmarktservice (AMS) als sogenannte Stammsaisoniers registrieren lassen. Für diese Personengruppe können Beschäftigungsbewilligungen außerhalb der Saisonkontingente und ohne Arbeitsmarktprüfung erteilt werden. Im Jahr 2025 schwankte die Zahl der beschäftigten Stammsaisoniers im Jahresverlauf; der Höchststand wurde im Dezember mit insgesamt 1.762 Personen erreicht. Rot-Weiß-Rot-Karte Auch 2025 waren Tourismusberufe wieder auf der jährlichen Mangelberufsliste zu fin - den, die Fachkräften aus Drittstaaten die dauerhafte Zulassung zum österreichischen Arbeitsmarkt ermöglicht. Zu den Mangelberufen zählten beispielsweise Gaststättenkö - chinnen und Gaststättenköche und auf der regionalen Liste die Kellnerinnen und Kellner sowie die Hotel- und Restaurantfachleute. Im Jahr 2025 hat das AMS für die Branchen Beherbergung und Gastronomie insgesamt 2.298 positive RWR-Karten-Gutachten für Fach- und Schlüsselkräfte ausgestellt. Seit 2022 haben Stammsaisoniers unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, für eine ganzjährige Beschäftigung eine Rot-Weiß-Rot-Karte als Stammmitarbeiterin und Stammmitarbeiter zu beantragen. Für die Tourismusbranche hat das AMS im Jahr 2025 insgesamt 98 positive Gutachten für Stammmitarbeiterinnen und Stammmitarbeiter ausgestellt. Personen aus der Ukraine Personen aus der Ukraine mit einem „Ausweis für Vertriebene“ haben seit 21. April 2023 freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Sie können bewilligungsfrei jede be - liebige Beschäftigung aufnehmen. 2025 haben 1.466 beim AMS vorgemerkte Vertriebene mit Fremdenverkehrsberufen eine Beschäftigung aufgenommen. Im Jahresdurchschnitt 49 Tourismus in Österreich 2025 2025 waren insgesamt 5.626 (2024: 4.520, 2023: 3.661, 2022: 2.006, 2021: 460) Personen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft (kein Rückschluss auf Vertriebenenstatus möglich) im Beherbergungs- und Gaststättenwesen beschäftigt. Aktive Arbeitsmarktpolitik: Dienstleistungen und Angebote des AMS Wie auch in den Jahren davor, lag der Fokus der aktiven Arbeitsmarktpolitik primär auf der Vermittlung von Arbeitskräften und der Besetzung offener Stellen. 2025 konnten 79.027 offene Stellen (+599, +0,8 %) und 4.021 offene Lehrstellen (−442, −9,9 %) über das AMS besetzt werden. Neben der klassischen Vermittlung wird mit der überregionalen Vermittlung versucht, das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage zwischen den Bundesländern auszu - gleichen und damit den dringenden Bedarf an Arbeitskräften in den Tourismusregionen zu decken. Konkret werden unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen Arbeitslose aus der Tourismusbranche aus jenen Bundes - ländern mit einem Überangebot an Arbeitskräften in Bundesländer mit Personalmangel vermittelt. In der überregionalen Vermittlung spielen Veranstaltungen wie Jobbörsen (auch virtuell) eine wichtige Rolle, da sich hier Betriebe mit ihren Jobangeboten vorstellen können und ein direkter Austausch zwischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und Arbeit - suchenden ermöglicht wird. Generell stellt die Kooperation der Geschäftsstellen über die Bundeslandgrenzen hinaus, in Kombination mit der engen Zusammenarbeit mit den Tourismusbetrieben, einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die überregionale Vermittlung dar. Aus der engen Zusammenarbeit in den letzten Jahren entstanden beispielsweise Qualifizierungsangebote mit Praktikumsteilen, die im Westen Österreichs absolviert werden. Jugendliche und vor allem junge Asylberechtigte werden zu einer Lehre im Westen Österreichs motiviert und in Kooperation mit Tourismusbetrieben auf die betriebliche Ausbildung vorbereitet und vermittelt. Arbeitskräfte aus Europa werden via EURES (101 Personen in der Saison 2025 / 2026), dem europäischen Jobnetzwerk, für öster - reichische Tourismusunternehmen vermittelt. Neben der Vermittlung wird der Schwerpunkt auf Beschäftigungsförderungen, Quali - fizierungen und Beratungsdienstleistungen gelegt. Branchenbedingt und aufgrund der regionalen Unterschiede forciert das AMS auch verstärkt Kooperationen mit Unter - nehmen. Tourismusbetriebe werden in Personal- und Betriebsfragen von externen Be - ratungsunternehmen im Auftrag des AMS unterstützt. Insgesamt wurden 37.478 (−1.206 bzw. −3,1 % geg. 2024) Personen mit Mitteln der aktiven Arbeitsmarktpolitik unterstützt. 62 % der geförderten Personen nahmen an Qualifizierun- gen teil, 54 % erhielten Unterstützungen (darunter fällt die Kinderbetreuungsbeihilfe und Tourismus in Österreich 202550 die Betreuung in externen Beratungseinrichtungen) und 10 % erhielten Beschäftigungs - förderungen wie die Eingliederungsbeihilfe. 2025 wurden insgesamt 23.354 Personen (−2,9 % geg. 2024) in Qualifizierungsmaßnahmen einbezogen. Die vom AMS finanzierten Qualifizierungen reichen von Anlern- über Spezia- lisierungskursen bis zu Vorbereitungskursen für den Lehrabschluss in Tourismusberufen. Das Schulungsangebot des AMS wird stets an die Entwicklungen am Arbeitsmarkt an - gepasst. Für den Tourismusbereich heißt das konkret, dass auf große Flexibilität bei den Kurszeiten und auf modulare Angebote vor allem in Kombination mit Berufserfahrung fokussiert wird. Der Fokus sämtlicher Qualifizierungsmaßnahmen wird schwerpunktmäßig auf zukunftsorientierte Qualifikationen ausgerichtet. Dazu gehören vor allem auch die im Tourismus immer stärker gefragten Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit wie z. B. Verkauf und Online-Marketing. Ausblick 2026: Tourismusbeschäftigtenfonds Mit dem Jahr 2026 wurde ein Tourismusbeschäftigtenfonds zur Verbesserung und Siche- rung der Beschäftigung von Arbeitskräften im Wirtschaftszweig Tourismus eingerichtet, der im Laufe des Jahres seine operative Tätigkeit aufnehmen soll. Aufgabe des Fonds ist, im Bereich Tourismus beschäftigte und arbeitsuchende Arbeits - kräfte mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang und Hauptwohnsitz in Österreich bei der Aufnahme, Absicherung und Verfestigung ihrer Arbeitsverhältnisse zu unterstützen und branchenspezifische Qualifizierungen sowie Sonderunterstützungen bei Arbeits - unfällen und während Zeiten der Arbeitslosigkeit zu ermöglichen. Auf Leistungen des Fonds besteht kein Rechtsanspruch. Zur Erfüllung dieser Aufgabe wird der Fonds folgende (Dienst-)Leistungen für Arbeits - kräfte erbringen: • Unterstützung einer Beschäftigungsaufnahme im Tourismus, beispielsweise durch die temporäre Gewährung von Zuschüssen, • Leistungen zur Finanzierung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, • Leistungen zur Sicherung bestehender Beschäftigungsverhältnisse, zur Verbesse - rung der Beschäftigungsqualität und zur Bindung an die Branche. 51 Tourismus in Österreich 2025 Gästezufriedenheit Indikator: 1,6 Gäste- zufriedenheit Die Gästezufriedenheit wird mit T-MONA gemessen. Der Tourismus-Monitor Austria ist ein Gästebefragungsprojekt, das seit 2004 besteht und von der Österreich Werbung gemeinsam mit dem für Tourismus zuständigen Bundesministerium und der Wirtschafts - kammer Österreich, dem Marktforschungsunternehmen MANOVA und den neun Landes - tourismusorganisationen entwickelt wurde. T-MONA erhebt umfangreiche Informationen über die Gästestruktur und das Reisever - halten von Urlauberinnen und Urlaubern in Österreich aus dem In- und Ausland. Ziel ist es, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern im Tourismus eine fundierte Basis für strategische Analysen, die Überprüfung der eigenen Positionierung sowie eine daten- basierte Entscheidungsgrundlage für Marketing und Angebotsentwicklung zu bieten. Die Gesamtzufriedenheit lag im Tourismusjahr 2024 / 25 bei 1,6 Im Fragebogen wird die Zufriedenheit mit Einzelaspekten des Urlaubs sowie mit dem Aufenthalt insgesamt erhoben und kann mit 1 = „äußerst begeistert“ bis 6 = „eher ent - täuscht“ bewertet werden. Quelle: Österreich Werbung. im Winter • 31 % Berge • 27 % Attraktivität des Skigebietes • 21 % Schneesicherheit auf den Pisten • 17 % Landschaft / Natur • 16 % Regionale Speisen / Getränke • 16 % Angebot an Wanderwegen im Sommer • 50 % Berge • 36 % Landschaft / Natur • 35 % Angebot an Wanderwegen • 29 % See / Fluss • 25 % Sehenswürdigkeiten / Ausflugs- ziele • 22 % Gute Luft / Klima Was waren die wichtigsten Gründe für die Wahl der Destination? Wie reisten unsere Gäste an?