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Tourismus in Österreich 202522 Diese unterschiedliche Wachstumsdynamik hinterließ deutliche Spuren in der globalen Marktanteilsstruktur. Europa festigte seine führende Position und erhöhte seinen Welt - marktanteil von 50,8 % (2019) auf 52,1 % (2025). Noch markanter fiel der Anteilsgewinn des Nahen Ostens aus, dessen Gewicht am globalen Tourismusaufkommen von 4,9 % auf 6,5 % kletterte. Auf der Verliererseite stand vor allem der asiatisch-pazifische Raum, dessen Marktanteil von 24,7 % (2019) auf 21,7 % (2025) zurückfiel – ein Spiegelbild der schleppenden Erholung nach den besonders langen pandemiebedingten Reise - beschränkungen in Teilen der Region. Auch Amerika und die Karibik büßten geringfügig an globalem Gewicht ein (2019: 14,9 %, 2025: 14,3 %). Quelle: Statistik Austria, UN Tourism. Weltregionen: vorläufige Werte, Österreich: endgültige Werte (Stand Februar 2026). – 1) Marktanteil: ohne Österreich. Ankünfte internationaler Nächtigungsgäste – Entwicklung und Marktanteile 2025

23 Tourismus in Österreich 2025 Ausblick 2026 Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als äußerst krisenresiliente Branche erwiesen. Selbst einschneidende Ereignisse wie der Ausbruch von COVID-19 konnten den langfristigen Wachstumspfad des weltweiten Tourismus nicht nachhaltig beeinträchtigen. Sinkende Transportkosten, steigende globale Einkommen sowie die Verbreitung sozialer Medien förderten sowohl die Reiselust als auch die finanziellen Möglichkeiten zu reisen – selbst unerwartete Ereignisse konnten diesen Trend nicht dämpfen. Von dieser Entwicklung profitierte auch Österreich. Es ist daher davon aus - zugehen, dass sich der Wachstumskurs des Tourismus grundsätzlich fortsetzen wird. Neben den bekannten mittel- und längerfristigen Herausforderungen des heimischen Tourismus – insbesondere Arbeitskräfteknappheit, die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe in Beherbergung und Gastronomie, Übertourismus sowie die Auswirkungen des Klimawandels – beeinträchtigt aktuell das Kriegsgeschehen im Nahen und Mittleren Osten als weiteres unerwartetes Ereignis die Entwicklung der Branche. Direkt davon betroffen ist die touristische Nachfrage aus dieser Region, die bereits deutlich gesunken ist. Dabei hatte sich dieses Marktsegment in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt: Die Zahl der Ankünfte von Gästen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien hat sich seit 2011 mehr als vervierfacht. Obwohl diese beiden Märkte zusammen mit weiteren arabischen Ländern in Asien (Jemen, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman und Syrien) an den gesamten Ankünften in Österreich im Jahr 2025 lediglich rund 1,1 % betrug (2011: 0,5 %), sind in einzelnen Tourismusregionen merkbare wirtschaftliche Einbußen zu erwarten. So lag zuletzt der Anteil in Wien mit 2,2 % bereits deutlich höher, ebenso in der Stadt Salzburg (1,5 %); in der Region Zell am See/Kaprun stammten sogar 14,7 % der Gäste (Ankünfte) aus dem arabischen Raum. Gleichzeitig dürfte auch die Nachfrage von österreichischen und anderen europäischen Touristinnen und Touristen nach Reisen in arabische Länder zurückgehen. Davon betroffen sind voraussichtlich auch bedeutende Destinationen wie Ägypten, das in relativer Nähe zu den Konfliktgebieten liegt. In welchem Ausmaß Österreich davon als Ersatzreiseziel profitieren kann, bleibt jedoch offen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass alternative Reiseentscheidungen häufig zugunsten südeuropäischer Destinationen ausfallen, da diese hinsichtlich klimatischer Bedingungen und des touristischen Angebotes – insbesondere im Segment von Bade- und Pauschalreisen – stärker mit klassischen Reisezielen im Nahen Osten vergleichbar sind als etwa alpine oder Seen-Destinationen in Österreich. Zu den wichtigsten mittelbaren Effekten des Konfliktes im Nahen und Mittleren Osten zählen steigende Energiepreise und damit verbundene höhere Transportkosten, die sowohl Pkw-Fahrten als auch Flüge verteuern. Dies dämpft einerseits die Reisetätigkeit insgesamt, begünstigt andererseits jedoch näher gelegene Reiseziele. Österreich könnte Tourismus in Österreich 202524 dadurch im Sommer 2026 nicht nur für heimische Gäste, sondern auch für Reisende aus den Nachbarländern – insbesondere aus Deutschland sowie aus Mittel- und Osteuropa – an Attraktivität gewinnen. Von steigenden Transportkosten sind insbesondere Fernreisen betroffen, vor allem im Verkehr mit Asien. Neben höheren Kerosinpreisen führen auch sicherheitsbedingte Umleitungen im Flugverkehr – sowohl infolge von Luftraumsperren als auch aufgrund erhöhter Risiken beim Überflug von Konfliktgebieten – zu längeren Flugrouten und damit zu zusätzlichen Kostensteigerungen. Entsprechend ist mit spür - baren Rückgängen bei der Zahl asiatischer Gäste in Österreich zu rechnen. Darüber hinaus dürfte die infolge des Krieges – insbesondere durch steigende Energiepreise und gestörte Lieferketten – zu erwartende Abschwächung des globalen Wirtschafts - wachstums die derzeitige positive Entwicklung des Tourismus zusätzlich beeinträchtigen. 25  Tourismus in Österreich 2025 EU-Verordnung zur Kurzzeitver­ mietung 2024 / 1028 (STR-VO) Die EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung sieht den Austausch von Daten bei touris­ tischen Kurzzeitvermietungen über Buchungsplattformen vor. Ziel ist die Erhöhung der Transparenz bei der Abwicklung von Vermietungsangeboten über Online-Plattformen durch entsprechende Registrierungsverfahren in den Mitgliedstaaten. Unterkünfte sollen entsprechende Registrierungsnummern erhalten, die bei Inseraten auf Online-Plattformen anzugeben sind. Plattformen müssen dann im Gegenzug monatlich Buchungsdaten an die zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten übermitteln. Die entsprechende EU-Verordnung ist im Mai 2024 in Kraft getreten, es war jedoch eine Übergangsfrist von zwei Jahren vorgesehen, damit die Mitgliedsstaaten entsprechende Vorkehrungen treffen konnten. Es handelt sich bei der gegenständlichen Verordnung allerdings um eine sogenannte Opt-in Verordnung, das bedeutet, dass die nationale Umsetzung nicht verpflichtend ist. Wichtiges Instrument zur Umsetzung ist die einheitliche digitale Zugangstelle (Single Digital Entry Point), über diese Informationsdrehscheibe wird zukünftig der Datenaus­ tausch zwischen den Plattformen und den zuständigen österreichischen Behörden erfolgen. Diese Schnittstelle wird derzeit im Auftrag des BMWET errichtet. Die Zuständigkeit zur Durchführung der in der Verordnung vorgesehenen Registrierungs­ verfahren liegt aufgrund der kompetenzrechtlichen Regelungen in Österreich bei den Bundesländern. Die Tourismussektion im BMWET hat in den letzten beiden Jahren einen intensiven Dialog mit den Bundesländern und weiteren Stakeholdern geführt, um eine weitgehend einheitliche Umsetzung der Verordnung in den Bundesländern zu erzielen. Die Entscheidung, ob und wann die Verordnung umgesetzt wird, verbleibt allerdings bei den einzelnen Bundesländern. Nach aktuellem Stand werden erste Bundesländer voraussichtlich mit Beginn 2027 die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung der Verordnung schaffen. Vorerst bedeutet das, dass es in Österreich zumindest 2026 keine Verpflichtung zur An­ gabe einer Registrierungsnummer bei Inseraten auf Online-Plattformen geben wird. Die aktuellen rechtlichen Anforderungen an Vermieterinnen und Vermieter (Gewerbeordnung, Regeln zur Privatzimmervermietung, Raumordnung etc.) bleiben von der EU-Verordnung unberührt und sind weiterhin zu erfüllen.

Tourismus in Österreich 202526 360 Grad Tourismus-Analyse Tourismus in Österreich
aus verschiedensten Blickwinkeln In Vorbereitung des Strategieprozesses zur Vision T wurde eine umfassende Studie zur Situation im Tourismus erstellt: Mit Unterstützung des MARKET Instituts wurden mehr als 4.200 Personen zu touristischen Zukunftsthemen befragt. Diese hohe Anzahl an Rückmeldungen konnte im Sommer 2025 durch repräsentative Telefoninterviews und eine allgemein zugängliche Online-Befragung erreicht werden. Ziel der 360 Grad Tourismus-Analyse war eine breit angelegte Meinungsumfrage, denn: Tourismus geht uns alle an! Dementsprechend wurden Rückmeldungen vielfältiger
Zielgruppen eingeholt und nach Kategorien aufbereitet (österreichische Bevölkerung, Einheimische in Tourismusregionen, Gäste, Tourismusbeschäftigte und sowohl touristische als auch nicht-touristische Betriebe). Auf der Homepage des BMWET sind sowohl die Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse als auch ein Link zur Gesamtfassung der Studie abrufbar: www.bmwet.gv.at/tourismusstrategie

27  Tourismus in Österreich 2025 Wichtige Ergebnisse der 360 Grad Tourismus-Analyse Attraktivität von Österreich als Urlaubsland • Österreich wird von beinahe allen Befragten als attraktives Urlaubsland wahr­ genommen. • Das bestätigen 93 Prozent der Bevölkerung, 98 Prozent der Tourismusbetriebe, 96 Prozent der Tourismusbeschäftigten und 99 Prozent unserer Gäste. Typische Merkmale von Österreich als Urlaubsdestination • Österreich überzeugt vor allem mit der Schönheit seiner Natur, Berge und Seen. • Das unterstreichen etwa 76 Prozent der Bevölkerung und 84 Prozent unserer Gäste. • Dahinter folgt bereits die unverwechselbare Kulinarik Österreichs. Einstellung der Bevölkerung zum Tourismus • 55 Prozent der Bevölkerung stimmen „voll und ganz“ (höchster Wert auf einer vier­ stufigen Skala) zu, dass Tourismus ein zentraler Bestandteil der österreichischen Wirtschaft ist. • Ebenso ist die Hälfte der Bevölkerung fest davon überzeugt, dass sich Österreich als Ganzjahresdestination für in- und ausländische Gäste eignet. Stimmung unter Einheimischen in Tourismusregionen • Nur 6 Prozent der Einheimischen in Tourismusregionen glauben, dass die Belas­ tung durch Tourismus gegenüber dem Nutzen überwiegt. • Neben wirtschaftlichen Vorteilen und Arbeitsplätzen wird vor allem der Ausbau von Verkehrs- und Infrastrukturangeboten begrüßt. Größte Herausforderungen aus betrieblicher Sicht • Tourismusbetriebe nennen Inflation und Teuerung sowie den Mangel an qualifizier­ ten Arbeitskräften als größte Herausforderungen. Dahinter folgen der Klimawan­ del, Veränderungen im Reise- und Buchungsverhalten sowie Betriebsübergaben. • 58 Prozent der Tourismusbetriebe sind jedoch zuversichtlich, dass sie künftige Krisen „leicht“ bzw. „eher leicht“ bewältigen können. Perspektive der Tourismusbeschäftigten • Der Kontakt mit Menschen, Abwechslungsreichtum und internationale Jobchancen sind die Hauptmotive für einen Job im Tourismus. • 92 Prozent der Tourismusbeschäftigten wünschen sich allerdings ein positiveres Image von Tourismusberufen.

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29  Tourismus in Österreich 2025 Indikatoren

Tourismus in Österreich 202530 Zukunftsgerichtetes
Indikatorensystem Im Plan T – Masterplan für Tourismus wurde die Erarbeitung eines neuen zukunftsge - richteten Indikatorensystems verankert, welches alle drei Dimensionen der Nachhaltig - keit abbilden und somit eine gesamthafte Betrachtung der Entwicklung des Tourismus ermöglichen soll. Dieses neue Indikatorensystem wurde erstmals im Tourismusbericht 2019 veröffentlicht und bildet auch die Struktur für den nun vorliegenden Bericht. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf den Tourismus-Satellitenkonten (TSA). Mit diesen wird die Wertschöpfung errechnet und die monetäre Größenordnung der Tourismus - wirtschaft sichtbar. Die TSAs bilden nicht nur den Nächtigungstourismus, sondern auch den Tagestourismus ab und zeigen die Verflechtung des Tourismus mit anderen Wirtschaftssektoren. Basierend auf TSA-Berechnungen können die Gesamtausgaben auf verschiedene Kategorien aufgeteilt werden, was die Vielschichtigkeit der Verbund - wirtschaft Tourismus verdeutlicht. Aufgrund der Datenbasis können die TSAs nur mit einem Jahr Verzögerung berechnet werden. In diesem Bericht werden jedoch auch TSA-Schätzungen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Daneben gibt es in jeder der drei Dimensionen wieder folgende Auswahl an Indikatoren, die die Entwicklung der Branche in diesem Bereich abbilden: • Wirtschaftliche Indikatoren: Volkswirtschaftliche Bedeutung, Preisliche Wett - bewerbsfähigkeit, Pro-Kopf-Einnahmen im internationalen Reiseverkehr, RevPAR – Revenue Per Available Room, Fiktive Entschuldungsdauer, Ankünfte, Nächtigungen, Aufenthaltsdauer • Ökologische Indikatoren: Energiemix in Beherbergung und Gastronomie, Energie - verbrauch pro Nächtigung, Österreichisches Umweltzeichen • Soziokulturelle Indikatoren: Arbeitsmarkt, Gästezufriedenheit, Tourismusakzep - tanz, Reiseverhalten der österreichischen Bevölkerung 31 Tourismus in Österreich 2025 Indikator: 6,5 % Beitrag zum BIP Volkswirtschaftliche Bedeutung Schätzungen auf Basis der Tourismus-Satellitenkonten für Österreich zufolge stiegen die touristischen Ausgaben in- und ausländischer Gäste im Jahr 2025 voraussichtlich um 5,8 % auf insgesamt 41,5 Mrd. Euro (nominell). Die daraus resultierenden direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte beliefen sich auf 33,1 Mrd. Euro (+5,4 % im Vergleich zu 2024), was einem Beitrag von 6,5 % zum BIP entspricht (2024: 6,4 %). Real geht das WIFO für 2025 von einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten touristischen Gesamt - wertschöpfung sowie einem diesbezüglichen BIP-Beitrag von 5,7 % (nach 5,8 % im Jahr 2024) aus. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Österreich Touristische Wertschöpfung (nominell) 2018 2023 2024 2025 Schätzung Direkte Effekte1) Mio. Euro 16.860 19.919 21.673 22.756 Veränderung zum Vorjahr in % . . +8,8 +5,0 Anteil am BIP in % 4,4 4,2 4,4 4,4 Direkte und indirekte Effekte 1) Mio. Euro 23.519 29.068 31.381 33.079 Veränderung zum Vorjahr in % . . +8,0 +5,4 Beitrag zum BIP in % 6,1 6,1 6,4 6,5

  1. Berechnungen mittels Input-Output-Modell des WIFO (ASCANIO). Quelle: Statistik Austria, WIFO. Urlaubs- und Geschäftsreisen. 2018: Stand laut RTSA vom
    Oktober 2025, 2023–2025: Stand März 2026; für die Berichtsjahre 2019 bis 2022 sind aktuell keine Daten auf vergleichbarer Basis verfügbar. Hauptergebnisse der Tourismus-Satellitenkonten für Österreich Touristische Nachfrage (nominell) in Mio. Euro 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Schätzung Ausgaben ausländischer Gäste 19.080 20.011 11.728 8.203 18.525 22.558 24.002 25.491 Übernachtungsgäste 1) 15.764 16.424 10.041 6.860 15.451 18.899 20.134 21.356 Tagesreisende 3.316 3.587 1.688 1.343 3.074 3.659 3.868 4.135 Ausgaben inländischer Gäste 10.134 10.465 6.999 8.069 12.641 13.644 14.822 15.573 Urlaubsreisende 8.790 8.947 6.184 7.113 10.779 11.651 12.913 13.553 Übernachtungsgäste 1) 6.546 6.778 4.871 5.498 8.371 9.362 10.575 11.157 Tagesreisende 2.244 2.168 1.314 1.615 2.408 2.289 2.338 2.397 Geschäftsreisende 1.345 1.518 815 956 1.862 1.993 1.908 2.019 Übernachtungsgäste 1) 937 1.070 537 659 1.264 1.589 1.513 1.606 Tagesreisende 408 448 277 297 598 404 396 413 Imputierte Mieten für Wochenend- häuser und Zweitwohnungen 153 130 243 225 278 349 377 394 Gesamtausgaben 29.367 30.605 18.970 16.498 31.444 36.550 39.201 41.457
  2. Hierzu zählen alle Ausgaben, die im Rahmen von Nächtigungen in entgeltlichen Unterkünften laut amtlicher Nächtigungs - statistik, Nächtigungen bei Bekannten und Verwandten, auf Festivals, in Unterkünften der Kurzzeitvermietung (z. B. AirBnB) getätigt werden, sowie weiters auch alle Ausgaben von Personen, die zu touristischen Zwecken am Zweitwohnsitz nächtigen; bei Letzteren werden lediglich die imputierten Mieten separat ausgewiesen. Quelle: Statistik Austria, WIFO. Basierend auf „Recommended Methodological Framework (RMF) 2008“;
    Urlaubs- und Geschäftsreisen. Tourismuskonsum 2025 von schätzungsweise 41,5 Mrd. € dürfte 33,1 Mrd. € an direkter und indirekter Wertschöp - fung und damit 6,5 % der Wirtschaftsleis - tung erbracht haben (nominell) 32 Tourismus in Österreich 2025 Das System der Tourismus-Satellitenkonten (TSA) ermöglicht eine Aufschlüsselung der touristischen Ausgaben nach ihrer güterspezifischen Verwendung. Im Berichtsjahr 2024 beliefen sich die Ausgaben für tourismustypische Güter und Dienstleistungen nominell auf 33,5 Mrd. Euro (+7,5 % gegenüber dem Vorjahr), ihr Anteil am gesamten Tourismus - konsum erhöhte sich geringfügig um 0,2 Prozentpunkte auf 85,5 %. Überdurchschnittlich wuchsen innerhalb dieser Gruppe das Beherbergungswesen (+10,6 % auf 13,2 Mrd. Euro) sowie Kultur- und Unterhaltungsdienstleistungen (+10,9 % auf 3,9 Mrd. Euro). Schwächer entwickelten sich hingegen Restaurant- und Gaststättendienste (+3,8 %; 8,9 Mrd. Euro), die damit besonders unter der Spargesinnung der Gäste litten, der Personentransport (+5,0 %; 6,2 Mrd. Euro) sowie Reisebüros und Reiseveranstalter (+5,4 %; 1,3 Mrd. Euro). Diese unterschiedliche Wachstumsdynamik spiegelte sich in einer Verschiebung der Gewichtung innerhalb des Tourismuskonsums wider: Das Beherbergungswesen gewann 1,0 Prozentpunkt hinzu und zeichnet nunmehr für 33,7 % des tourismustypischen Konsums verantwortlich. Auch Kultur- und Unterhaltungsdienstleistungen legten zu (+0,3 Pro- zentpunkte auf 9,8 %). Demgegenüber verloren Restaurant- und Gaststättendienste 0,8 Prozentpunkte (auf 22,7 %) sowie der Personentransport 0,3 Prozentpunkte (auf 15,9 %). Andere Konsumgüter und hochwertige Waren büßten mit einer im Vergleich zum touristischen Gesamtkonsum geringeren nominellen Zuwachsrate (+5,9 % zu Ø +7,3 %) geringfügig an Gewicht ein (−0,2 Prozentpunkte auf 14,5 %). Struktur des Tourismuskonsums laut TSA für Österreich 2024 Anteile in % Quelle: Statistik Austria. Basierend auf „Recommended Methodological Framework (RMF) 2008“; Urlaubs- und Geschäftsreisen; vorläufige Werte.