Tourismus in Österreich 202514
Die durchschnittliche Bettenauslastung (ohne Camping) stieg in beiden Saisonen im Jah-
resabstand in etwa in gleichem Maße, und zwar im Winter 2024 / 25 um 0,5 Prozentpunkte
auf 35,4 % und im Sommer 2025 um 0,6 Prozentpunkte auf 35,8 %. Die Vorkrisenwerte
konnten jedoch jeweils noch nicht erreicht werden (Winter 2018 / 19: 37,7 %, Sommer 2019:
36,5 %). Insbesondere in Wien blieb die Kennzahl deutlich unter dem präpandemischen
Niveau, wobei der Aufholprozess in der Wintersaison rascher vonstattengeht. Dies ist
möglicherweise auf das weiterhin starke Wachstum des Bettenangebotes (+6,2 % gegen-
über Winter 2023 / 24) zurückzuführen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Beherbergungsangebot in Ös -
terreich im Tourismusjahr 2024 / 25 weiter expandierte – sowohl bei Betrieben als auch
Betten. Regional bestehen jedoch zum Teil große Unterschiede: Oberösterreich und
die Steiermark verzeichneten die stärksten Zuwächse, während in Tirol das Angebot
weitgehend stabil blieb. Strukturell setzte sich auch zuletzt der langjährige Trend eines
verstärkten Ausbaus von gewerblichen Ferienwohnungen und Campingplätzen fort,
während die traditionelle Hotellerie weiter an Bedeutung einbüßte. Die Bettenauslastung
zeigte sich insgesamt steigend und nähert sich langsam dem Vorkrisenniveau an – ins -
besondere in der Sommersaison.
Reiseverkehrsbilanz 2025
Der Reiseverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Leistungsbilanz
und dokumentiert den außenwirtschaftlichen Beitrag von grenzüberschreitenden Reisen.
Sie öffnet eine monetäre Perspektive auf das Tourismusgeschehen und ergänzt damit die
Beherbergungsstatistik, die mit Ankünften und Nächtigungen ausschließlich Mengengrö -
ßen in entgeltlichen Unterkünften abbildet und damit unter anderem Tagesreisen außer
Acht lässt. Mit einem nominellen Aktivsaldo von schätzungsweise +10,7 Mrd. Euro im Jahr
2025 zählte der Reiseverkehr einschließlich des internationalen Personentransportes zu
den bedeutendsten Exportbranchen der österreichischen Volkswirtschaft und leistete
einen substanziellen Beitrag zum außenwirtschaftlichen Gleichgewicht des Landes: Der
Überschuss im Reiseverkehr sorgte im Jahr 2025 nicht nur für einen positiven Saldo bei
den Dienstleistungen insgesamt (+4,4 Mrd. Euro; Dienstleistungen ohne Reiseverkehr
i.w.S. –6,3 Mrd. Euro), sondern überkompensierte auch die Negativbilanz im Waren -
außenhandel (–6,6 Mrd. Euro).
Die Reiseverkehrsbilanz erfasst einerseits die in Österreich getätigten Ausgaben von
Personen mit ausländischem Hauptwohnsitz (Reiseverkehrsexporte) und andererseits die
im Ausland anfallenden Reiseaufwendungen österreichischer Haushalte (Reiseverkehrs -
importe). In beiden Fällen fließen auch Ausgaben im Zuge häufiger Grenzübertritte sowie
jene von Nicht-Touristinnen und Nicht-Touristen wie Pendelnden, Saisonarbeitskräften
oder Studierenden in die Erhebung ein. Einnahmen aus dem inländischen Tages- und
Nächtigungstourismus scheinen in der Reiseverkehrsbilanz nicht auf, sondern werden
nur in den Tourismus-Satellitenkonten erfasst.
15 Tourismus in Österreich 2025
Die internationalen Reiseverkehrseinnahmen Österreichs (einschließlich des interna -
tionalen Personentransports) kletterten im Jahr 2025 nominell um 6,1 % auf rund 28,7
Mrd. Euro und markierten damit – großteils inflationsgetrieben – einen neuen Höchst -
wert. Parallel dazu stiegen die Ausgaben österreichischer Reisender im Ausland, also
die Tourismusimporte, um 3,2 % auf knapp 18,0 Mrd. Euro (inklusive internationalem
Personentransport). Der daraus resultierende Aktivsaldo der Reiseverkehrsbilanz belief
sich demnach auf +10,7 Mrd. Euro und übertraf den Vorjahres wert damit um 11,4 %. Preis-
bereinigt präsentierte sich die Bilanz jedoch deutlich verhaltener: Der reale Saldo aus
Einnahmen und Ausgaben verbesserte sich gegenüber 2024 zwar geringfügig (+1,8 %),
verharrte mit +2,4 Mrd. Euro (zu Preisen von 1995) aber auf einem im langfristigen Ver -
gleich niedrigen Niveau.
Im Abgleich mit dem Vorkrisenjahr 2019 zeigt sich ein differenziertes Bild: Die nominellen
Reiseverkehrseinnahmen lagen 2025 um 24,1 % über dem damaligen Wert, die Ausgaben
für Auslandsreisen der Österreicherinnen und Österreicher stiegen im selben Zeitraum
sogar um 43,6 %, womit der nominelle Aktivsaldo das Vorkrisenniveau leicht übertraf
(+1,1 %). Real fiel der Saldo hingegen um 57,7 % niedriger aus als 2019 – ein deutlicher
Hinweis darauf, dass die hohen nominellen Überschüsse in erster Linie auf Preissteige -
rungen zurückzuführen sind.
Reiseverkehrsbilanz Österreichs
Quelle: OeNB, Statistik Austria, WIFO; WDS – WIFO-Daten-System, Macrobond. Einschließlich
internationaler Personentransport; 2025: Schätzung, 2026: Prognose (Stand März 2026).
Tourismus in Österreich 202516
Tourismuskonsum
belief sich 2024 auf
39,2 Mrd. Euro – ein
Zugewinn von 7,3 %
im Vergleich zum Jahr
davor
TSA – Tourismus-Satellitenkonten für Österreich
Der touristische Gesamtkonsum belief sich nach den Berechnungen auf Grundlage der
Tourismus-Satellitenkonten für Österreich im Jahr 2024 auf 39,2 Mrd. Euro, ein Plus
von 7,3 % gegenüber 2023. 61,2 % dieser Ausgaben wurden von ausländischen Gästen
getätigt, die in Österreich nächtigten oder im Rahmen von Tagesreisen ins Land kamen,
37,8 % konnten dem Inlandstourismus zugerechnet werden. Insgesamt stammten 82,2 %
der Ausgaben von Übernachtungsgästen, 16,8 % wurden im Zuge von Tagesreisen ge -
tätigt, der Rest entfällt auf imputierte Mieten für Zweitwohnsitze. Nach Schätzungen
des WIFO dürfte sich der gesamte touristische Konsum 2025 um 5,8 % auf 41,5 Mrd. Euro
erhöht haben. Trotz überdurchschnittlich hoher Teuerungsraten im Tourismus wuchs der
diesbezügliche Konsum 2025 real um 1,1 %.
Das TSA-Konzept berücksichtigt nur die unmittelbar zwischen (End-)Verbrauchs- und
Produktionsseite entstandenen Umsätze und die daraus abgeleitete, direkte Wertschöp-
fung. Die durch die Ausgaben aller in- und ausländischen Tages- und Nächtigungsgäste,
die sich in Österreich zu privaten und dienstlichen Zwecken im Jahr 2024 aufgehalten
haben und somit als Touristinnen und Touristen gelten, generierte Wertschöpfung belief
sich demnach auf 21,7 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 8,8 % im Vergleich zum Jahr 2023.
Daraus ergibt sich ein Anteil am nominellen Bruttoinlandsprodukt von 4,4 %, um 0,2 Pro-
zentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Der höhere touristische Konsum des Jahres 2025
zieht nach Schätzung des WIFO eine Wertschöpfung von 22,8 Mrd. Euro nach sich, ein
Zuwachs von 5,0 % im Vergleich zu 2024 bei gleichbleibendem Anteil am Bruttoinlands -
produkt von 4,4 %.
33,1 Mrd. Euro an
direkter und indirekter
touristischer Wert -
schöpfung (Schätzung
2025, nominell)
Im Gegensatz zu den direkten Effekten können die durch die touristische Nachfrage
in vorgelagerten Bereichen ausgelösten indirekten Wirkungen nicht einfach gemessen,
sondern nur mithilfe von Modellrechnungen abgeschätzt werden. Dem WIFO steht mit
dem regionalen Simulationsmodell ASCANIO, dem unter anderem sektorale Lieferver -
flechtungen und eine tourismusrelevante Bewertung der Güterstruktur auf Basis der
VGR-Konsumstatistik zugrunde liegen, eine solche Basis zur Verfügung.
Laut den Modellschätzungen wurde durch die Ausgaben in- und ausländischer Urlaubs-
und Geschäftsreisender in Österreich im Jahr 2024 eine nominelle touristische Gesamt -
wertschöpfung von rund 31,4 Mrd. Euro erzielt (direkt und indirekt; +8,0 % gegenüber
dem Vorjahr). Damit entfiel auf die Tourismuswirtschaft ein Anteil von 6,4 % am preis -
unbereinigten BIP (2023: 6,1 %). Für 2025 wird ein Anteil von etwa 6,5 % und ein Wert -
schöpfungsvolumen von rund 33,1 Mrd. Euro erwartet (+5,4 % zu laufenden Preisen). Auch
preisbereinigt zeigen vorläufige Berechnungen des WIFO im Jahr 2024 gegenüber dem
Vorjahr einen Anstieg der gesamten touristischen Wertschöpfung um 2,3 %, womit sich
auch der Anteil des Tourismus am realen BIP von 5,7 % auf 5,9 % erhöht. Für 2025 wird
ein Wachstum der realen Gesamtwertschöpfung um 0,5 % erwartet, bei einem unver -
änderten Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung von 5,7 %.
17 Tourismus in Österreich 2025
Von den 2024 ca.
177.000 in typischen
Tourismusindustrien
Erwerbstätigen (Voll -
zeitäquivalente) waren
über 70 % in Beherber -
gung und Gastronomie
beschäftigt
Ein höherer touristischer Konsum geht in der Regel mit einer stärkeren Nachfrage nach
Arbeitskräften in Tourismusbetrieben einher, um das gestiegene Gästeaufkommen
bewältigen zu können. 2024 führte der Anstieg der touristischen Konsumausgaben zu
einer Zunahme der tourismustypischen Beschäftigung (einschließlich unselbstständig
und selbstständig Erwerbstätiger, gemessen in Vollzeitäquivalenten) um 4,8 %. Das
direkte Beschäftigungsvolumen belief sich auf rund 177.000 Vollzeitäquivalente, womit
die Tourismusunternehmen etwa 4,3 % aller (Voll -)Arbeitsplätze in Österreich stellten
(2023: 4,1 %).
Von diesem Beschäftigungsvolumen entfielen 36,7 % auf das Beherbergungswesen
und 34,0 % auf die Gastronomie. Diese Kernbereiche des Tourismus vereinten somit
über 70 % der tourismustypischen Beschäftigung auf sich. Weitere 13,8 % entfielen auf
den Personentransport (einschließlich der Vermietung von Transportmitteln), 9,4 % auf
Dienstleistungen der Kultur und Unterhaltung, und 6,1 % auf Reisebüros und -veranstalter.
Struktur der Erwerbstätigen in charakteristischen Tourismusindustrien 2024
Anteile in % (auf Basis von Vollzeitäquivalenten)
Beschäftigungswirkungen des Tourismus in Österreich
2025 wird ein weiterer Anstieg der den Tourismusunternehmen zuordenbaren Erwerbs -
tätigkeit um 3,3 % auf ca. 182.000 Vollzeitarbeitsplätze erwartet, womit der Anteil an
der Gesamtbeschäftigung auf 4,4 % steigen würde.
Betrachtet man die Beschäftigung über die tourismustypischen Sektoren und Unter -
nehmen hinaus, so lassen sich im Jahr 2024 insgesamt rund 206.000 Vollzeitäquivalente
direkt dem öster reichischen Tourismus zuschreiben. Werden zusätzlich die indirekten
Beschäftigungseffekte und damit die gesamte touristische Wertschöpfungskette be -
rücksichtigt, stehen etwa 284.000 Vollzeitarbeitsplätze in Zusammenhang mit dem
Tourismus. Dies entspricht einem Anstieg um 4,3 % gegenüber 2023 und einem Anteil
von 6,9 % an der Gesamtbeschäftigung.
Quelle: Statistik Austria, Berechnungen WIFO.
Tourismus in Österreich 202518 Freizeitkonsum von nominell 49,7 Mrd. Euro generierte 2024 34,1 Mrd. Euro an direkter und indirekter Wert - schöpfung Auch die für 2025 geschätzten Mehrausgaben der Gäste dürften zu einem zusätzlichen Personalbedarf geführt haben: Die Zahl der Vollzeitäquivalente ist voraussichtlich auf 292.000 gestiegen, was einem Plus von 2,8 % und einem Anteil von 7,1 % an der Gesamt- beschäftigung entspricht. Freizeit-Satellitenkonten für Österreich Das Volumen der Freizeitwirtschaft wird durch die Aufwendungen privater Haushalte für Güter und Aktivitäten bestimmt, die weder touristischen, beruflichen, noch regelmäßig notwendigen Zwecken dienen. In Abgrenzung zum touristischen Geschehen spielen zudem die räumliche Entfernung vom Wohnort sowie die Häufigkeit des Besuchs be - stimmter Orte eine Rolle (als freizeitrelevant gilt die „gewohnte“ Umgebung, die auch weiter entfernte Orte miteinschließt, wenn diese regelmäßig frequentiert werden, wie zum Beispiel der Arbeitsort bei Pendlerinnen und Pendler). Besuche von Zweitwohnsitzen und Wochenendhäusern werden jedoch dem TSA-Konzept entsprechend immer dem Tourismus zugerechnet. Die Freizeitwirtschaft in dieser spezifischen Definition kann keinen bestehende Daten - quellen entnommen werden, sondern bedarf des vom WIFO eigens entwickelten Schätzkonzeptes, dem die VGR-Konsumstatistik, Erhebungen zur Konsumstruktur der inländischen Bevölkerung, Studien zur Zeitverwendung aus Österreich und Deutschland sowie eigene fundierte Annahmen zugrunde liegen. Auf Basis dieses Konzeptes wurden aktuell die Ausgaben der österreichischen Bevöl - kerung für freizeitrelevante Güter und Dienstleistungen im Jahr 2025 ermittelt sowie historische Werte mit den neuesten Daten revidiert. Der Freizeitkonsum belief sich somit zuletzt auf nominell 49,7 Mrd. Euro, um 3,5 % mehr als 2023. Mit einer allgemeinen Teuerung (VPI) von 2,9 % verblieb preisbereinigt jedoch nur ein leichter Zuwachs von 0,5 %. 2025 dürften die Freizeitaufwendungen um nominell 2,6 % auf gut 50,0 Mrd. Euro gewachsen, real jedoch unter der Marke von 2024 geblieben sein (–0,9 %; Schätzung). Mithilfe von Modellrechnungen des WIFO (Input-Output-Modell ASCANIO) können auf Basis von Umsatz, sektoralen Lieferverflechtungen und freizeitrelevanter Bewertung der Güterstruktur ausgehend von der VGR-Konsumstatistik auch das infolge des nicht- touristischen Freizeitkonsums ausgelöste Wertschöpfungsvolumen abgeschätzt werden. Die diesbezüglichen direkten Effekte beliefen sich 2024 auf nominell 25,4 Mrd. Euro (+4,1 % im Jahresabstand) und einen Anteil am BIP von 5,1 % (wie 2023). 2025 dürfte die unmittelbare Wertschöpfung der Freizeitwirtschaft Schätzungen des WIFO zufolge auf 26,1 Mrd. Euro (+2,9 %) gestiegen sein und der BIP-Anteil neuerlich 5,1 % erreicht haben (jeweils zu laufenden Preisen). 19 Tourismus in Österreich 2025 Die heimische Nachfrage nach freizeitrelevanten Gütern und Dienstleistungen löste auch bei Zuliefernden der leistungserbringenden Betriebe Wertschöpfung aus. Rechnet man diese ebenfalls modellhaft abgeschätzten indirekten Effekte den direkten hinzu, ergab sich 2024 ein Gesamtvolumen von nominell 34,1 Mrd. Euro (+3,9% gegenüber dem Vor - jahr). Der diesbezügliche Beitrag zum BIP lag wie auch schon 2023 bei 6,9%. Für 2025 rechnet das WIFO mit einer Gesamtwertschöpfung der Freizeitwirtschaft von 35,1 Mrd. Euro (+2,8%) und 6,8% der Wirtschaftsleistung (laufende Preise). Preisbereinigt war die freizeitinduzierte Wertschöpfung im Vorjahresvergleich sowohl 2024 (–0,1%) wie auch 2025 (–1,6%; Schätzung) rückläufig; der Anteil am realen Bruttoinlandsprodukt dürfte sich damit von jeweils 6,8% in den Jahren 2023 und 2024 auf zuletzt 6,7% (2025) ver - ringert haben. Beschäftigungsef - fekte 2024: 5,2 % der Erwerbstätigen direkt dem Freizeitkonsum zurechenbar (auf Basis von Vollzeitäquivalen - ten) Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Freizeitwirtschaft in Österreich Freizeitrelevante Wertschöpfung (nominell) 2018 2023 2024 2025 Schätzung Direkte Effekte Mio. Euro 20.975 24.348 25.350 26.096 Veränderung zum Vorjahr in % . . +4,1 +2,9 Anteil am BIP in % 5,5 5,1 5,1 5,1 Direkte und indirekte Effekte Mio. Euro 27.861 32.851 34.132 35.100 Veränderung zum Vorjahr in % . . +3,9 +2,8 Beitrag zum BIP in % 7,3 6,9 6,9 6,8 Der Konsum im Freizeitbereich der österreichischen Bevölkerung nimmt weiters Einfluss auf die Beschäftigung. Diese Effekte wurden mittels des WIFO-Simulationsmodells (ASCANIO) quantifiziert. 2024 waren dem Freizeitsektor laut Modellsimulation knapp 214.000 Vollzeitäquivalente an selbstständig und unselbstständig Erwerbstätigen zuzurechnen (+1,0 % gegenüber dem Vorjahr). Dies entsprach wie schon 2023 einem Anteil von 5,2 % an der Gesamterwerbsbevölkerung. Wird zusätzlich die Beschäftigung in vorgelagerten Wirtschaftsbereichen (indirekte Effekte) berücksichtigt, resultierte die freizeitabhängige Nachfrage 2024 in insgesamt gut 284.000 Vollzeitstellen, was eine Steigerung von 0,8 % gegenüber 2023 darstellte. Mit 6,9 % der österreichischen Gesamtbeschäftigung erreichte der Freizeitsektor 2024 denselben Wert wie im Vorjahr. Quelle: Berechnungen mittels Input-Output-Modell des WIFO (ASCANIO). 2018: Stand laut RTSA vom Oktober 2025, 2023–2025: Stand März 2026; für die Berichtsjahre 2019 bis 2022 sind aktuell keine Daten auf vergleichbarer Basis verfügbar. Tourismus in Österreich 202520 Österreich behauptet seine Marktposition im europäischen Tourismus trotz leicht unterdurchschnittli - chem Wachstums 2025 (+4,0 % zu Ø +4,2 %) Mit geschätzt 25,3 Mrd. Euro Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr (nomi - nell, ohne internationalen Personentransport) behauptete Österreich 2025 seinen Platz unter den führenden europäischen Tourismusdestinationen und rangierte wie im Vorjahr auf Rang 8 unter 32 europäischen Ländern (EU 27, Island, Norwegen, Schweiz, Türkei, Vereinigtes Königreich). Der nominelle Marktanteil belief sich auf 3,8 % und blieb damit gegenüber 2024 nahezu unverändert, lag jedoch merklich unter dem Wert von 2019 (4,1 %). Angesichts des in den vergangenen Jahren markant gestiegenen Preisniveaus gewinnt die preisbereinigte Betrachtung zunehmend an Wichtigkeit: Real belief sich Österreichs Marktanteil 2025 auf 3,3 % – ebenfalls geringfügig niedriger als 2024 und deutlich unter dem Vorkrisenwert von 3,9 % (2019), aber nach wie vor auf Rang 9 unter den europäischen Ländern. Die Spitzenposition im europäischen Einnahmenranking nahm 2025 abermals Spanien ein, das seinen Marktanteil nominell auf 15,8 % (+0,23 Prozentpunkte gegenüber 2024) und real auf 15,1 % (+0,26 Prozentpunkte) ausbaute. Dahinter folgten das Vereinigte Königreich (Marktanteil: nominell 12,4 %, real 12,8 %) und Frankreich (nominell 11,7 %, real 11,6 %). Die deutlichsten Positionsgewinne im mittelfristigen Vergleich seit 2019 erzielten die Türkei (+1,02 / +2,55 Prozentpunkte; nominell bzw. real), Portugal (+0,69 / +0,73 Prozentpunkte), Spanien (+1,48 / +1,34 Prozentpunkte) und das Vereinigte Königreich (+1,51 / +0,65 Pro- zentpunkte). Den ausgeprägtesten Rückgang der Exportmarktanteile im Zeitraum 2019 bis 2025 verzeichnete Deutschland (nominell / real: –1,97 / –1,91 Prozentpunkte), gefolgt von Polen (–0,47 / –0,86 Prozentpunkte) und den Niederlanden (–0,63 / –0,73 Prozentpunkte). Auch Italien als bedeutendes Tourismusland verlor Marktanteile (nominell –0,38 Prozentpunkte, real –0,24 Prozentpunkte). Die 2025 nominell gestiegenen Ausgaben in diesem Bereich führten zu erhöhten Be - schäftigungseffekten: unmittelbar entstanden knapp 215.000 Vollzeitäquivalente (+0,4 %), während die Kennzahl zur kombinierten Wirkung (direkte und indirekte Effekte) über 284.000 erreichte (+0,2 %). Wie schon in den beiden Jahren davor, stellten die direkt im Freizeitsektor Beschäftigten auch 2025 schätzungsweise 5,2 % der Gesamterwerbs - bevölkerung dar, während der Sektor insgesamt – ebenfalls wie 2023 und 2024 – 6,9 % zur nationalen Beschäftigungsbilanz beitrug (jeweils auf Basis von Vollzeitäquivalenten). Tourismus in Europa und Position Österreichs 21 Tourismus in Österreich 2025 Zahl der internationa - len Übernachtungs - gäste mit 1,52 Mrd. erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau Tourismus weltweit – Ankünfte internationaler Nächtigungsgäste Der globale Tourismus präsentierte sich 2025 in robuster Verfassung und knüpfte naht - los an die Wachstumsdynamik der Vorjahre an. Mit 1,52 Mrd. grenzüberschreitenden Ankünften wurde das Vorkrisenniveau von 2019 (1,47 Mrd.) erstmals spürbar übertroffen (+3,7 %), nachdem bereits 2024 eine weitgehende Normalisierung eingetreten war. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr belief sich auf +4,0 %. Das Wachstum verlief jedoch regional höchst unterschiedlich. Während Europa mit 793,8 Mio. Ankünften aus dem Ausland (+3,8 % gegenüber 2024) seine Stellung als weltgrößte Tourismus region untermauerte und das Vorkrisenniveau um 6,4 % übertraf, kämpfte der asiatisch-pazifische Raum trotz eines kräftigen Zuwachses von +6,3 % auf 330,7 Mio. internationale Ankünfte weiterhin mit dem Aufholprozess – das Niveau von 2019 (362,1 Mio.) wurde noch um 8,7 % verfehlt. Der amerikanische Kontinent ein schließlich Karibik trat mit 218,1 Mio. grenzüberschreitenden Ankünften (+0,6 %) nahezu auf der Stelle und blieb damit knapp unter dem Vorkrisenwert. Besonders auffällig war hingegen die an - haltend starke Expansion im Nahen Osten, der mit 99,8 Mio. Auslandsankünften (+3,3 %) sein Volumen gegenüber 2019 um beachtliche 39,3 % steigerte. Ankünfte internationaler Nächtigungsgäste – Langfristige Entwicklung nach Weltregionen Quelle: UN Tourism. 2025: vorläufig, 2026: Mittlere Prognose aus zwei Szenarien (Stand Februar 2026).