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Tourismus in Österreich 2025

Quelle: Statistik Austria, WIFO. Schätzung. Nominelle Größen. Kennzahlen Freizeitwirtschaft Kennzahlen Tourismus (Urlaubs- und Geschäftsreisen in- und ausländischer Gäste) Direkte Effekte Direkte und indirekte Effekte (Modell WIFO)
Freizeitwirtschaft: Aufwendungen privater Haushalte in Österreich, die weder touristischen, beruflichen noch regelmäßig notwendigen Zwecken dienen, z. B. Kino, Tennis, Konzertbesuch am Wohnort. Tourismus und
Freizeitwirtschaft
im Jahr 2025 Direkte und indirekte Effekte (Modell WIFO)

Alle Rechte vorbehalten Wien, 2026 Rückmeldungen zum vorliegenden Bericht übermitteln Sie bitte an die Abteilung
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Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) Sektion Tourismus Stubenring 1, 1010 Wien Bildnachweis (alphabetische Reihung): Alpbachtal Tourismus / shootandstyle.com (Umschlag), BMWET / Haiden&Holey (S. 5),
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Österreich Werbung / Philipp Geiko (S. 77 oben), Österreich Werbung / Jörg Lehmann (S. 78 oben), Österreich Werbung / Ben Leitner (S. 75 unten), Österreich Werbung / Peter Maier (S. 29),
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Österreich Werbung / Michael Venier (S. 75 oben), Österreich Werbung / Jakob Zeiler (S. 78 unten), SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental / Dietmar Denger (S. 79) Layout / Erstellung: glanzlicht GmbH Druck: BMWET Inhalt Vorwort 5 Tourismusbilanz 2025 9 EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung 2024 / 1028 (STR-VO)  25 360 Grad Tourismus-Analyse  26 Indikatoren 29 Zukunftsgerichtetes Indikatorensystem 30 Volkswirtschaftliche Bedeutung 31 Preisliche Wettbewerbsfähigkeit 33 Pro-Kopf-Einnahmen im internationalen Reiseverkehr 35 RevPAR – Revenue Per Available Room 37 Fiktive Entschuldungsdauer 38 Ankünfte 39 Nächtigungen 40 Aufenthaltsdauer 41 Energiemix in Beherbergung und Gastronomie 42 Anteil erneuerbarer Energieträger in Beherbergung und Gastronomie 43 Energieverbrauch pro Nächtigung 44 Österreichisches Umweltzeichen 45 Arbeitsmarkt 46 Gästezufriedenheit 51 Tourismusakzeptanz 53 Reiseverhalten der österreichischen Bevölkerung 58 Österreichische Hotel- und Tourismusbank 59 Österreich Werbung 68

Tourismus in den Bundesländern 79 Tourismus in Österreich 80 Tourismus im Burgenland 82 Tourismus in Kärnten 83 Tourismus in Niederösterreich 84 Tourismus in Oberösterreich 85 Tourismus in Salzburg 86 Tourismus in der Steiermark 87 Tourismus in Tirol 88 Tourismus in Vorarlberg 89 Tourismus in Wien 90

5 Tourismus in Österreich 2025 Vorwort 2025 – Österreichs Tourismus überzeugt mit Qualität, Resilienz und internationaler Stärke. Die Nachfrage nach „Urlaub in Österreich“ war auch 2025 ungebrochen: Mit 157,3 Mil- lionen Nächtigungen und 48,2 Millionen Gästeankünften wurde erneut ein Erfolgswert erreicht. Das entspricht einem Plus von 1,9 % bei den Nächtigungen und 3,1 % bei den Ankünften gegenüber 2024. Wachstumstreiber waren insbesondere internationale Gäste, aber auch der Inlandstourismus entwickelte sich weiterhin positiv. Diese Zahlen zeigen klar: Österreichs Tourismus behauptet sich erfolgreich im inter - nationalen Wettbewerb. Die hohe Qualität des heimischen Angebots, die Vielfalt der Regionen und die Leistungsbereitschaft der Betriebe machen Österreich zu einer der wettbewerbsfähigsten Tourismusdestinationen Europas. Der Tourismus ist damit nicht nur Aushängeschild unseres Landes, sondern auch ein zentraler Wirtschaftsmotor und Beschäftigungsgarant in den Regionen. Der Sommer 2025 zeigt aber auch: Tourismus ist heute mehr denn je ein internationaler Wettbewerbsmarkt. Gäste erwarten höchste Qualität, digitale Services, nachhaltige Angebote und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Genau deshalb braucht es Rahmen- bedingungen, die Investitionen ermöglichen, Betriebe stärken und Leistung belohnen. Unser Anspruch muss sein, dass Österreich nicht nur eines der schönsten Urlaubs - länder der Welt bleibt, sondern auch eines der wettbewerbsfähigsten. Denn Tourismus sichert Wohlstand, regionale Wertschöpfung und hunderttausende Arbeitsplätze in V. r. n. l.: Bundesminister
Wolfgang
Hattmannsdorfer Staatssekretärin
Elisabeth Zehetner Tourismus in Österreich 20256 ganz Österreich. Die Bundesregierung hat 2025 gezielt Maßnahmen gesetzt, um den Tourismusstandort Österreich und die Leistungsfähigkeit der Branche weiter zu stärken. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Arbeitsmarkt. Mit praxisnahen Regelungen für Abgaben auf Trinkgelder wurde mehr Rechtssicherheit im Steuer- und Sozialver - sicherungsrecht geschaffen. Zusätzlich wurden steuerliche Vorteile für Überstunden verlängert sowie Sonn- und Feiertagszuschläge wieder steuerfrei gestellt. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wurde außerdem das Saisonkontingent für den Tourismus auf 5.500 Personen erhöht und um ein zusätzliches Westbalkan-Kontingent von 2.500 Personen ergänzt. Auch bei den Energiekosten wurden gezielte Entlastungen umgesetzt. Die Senkung der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbarenförderbeitrags haben insbesondere ener - gieintensive Tourismusbetriebe spürbar entlastet. Parallel dazu wurde die gewerbliche Tourismusförderung des Bundes noch stärker auf nachhaltige und zukunftsorientierte Investitionen ausgerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Absicherung familiengeführter Betriebe und der Stärkung des Unternehmertums im ländlichen Raum. Das Unterstützungsangebot für Betriebsübergaben wurde gezielt ausgebaut. Mit einer neuen Förderschiene wird unter anderem die Erstellung von Businessplänen zur Vorbereitung von Betriebsübergaben unterstützt. Ziel ist es, der nächsten Generation von Unternehmerinnen und Unter - nehmern den Einstieg zu erleichtern und touristische Wertschöpfung in den Regionen langfristig abzusichern. Der Tourismus blieb damit auch 2025 eine tragende Säule der österreichischen Wirt - schaft. Mit einer Wertschöpfung von 33,1 Milliarden Euro leistete die Branche mehr als 6,5 % des Bruttoinlandsprodukts. Unter Einrechnung der Freizeitwirtschaft verdoppelt sich diese volkswirtschaftliche Bedeutung nahezu. Gleichzeitig steigt auch die Be - schäftigung weiter: 228.634 Menschen waren 2025 in Hotellerie und Gastronomie unselbstständig beschäftigt. Diese Entwicklung zeigt: Tourismus schafft Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Perspek - tiven weit über die klassischen Tourismusregionen hinaus. Gerade für viele ländliche Räume ist der Tourismus ein zentraler Stabilitäts- und Wachstumsfaktor. 7 Tourismus in Österreich 2025 Um die Branche bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten, wurde 2025 auch die Er - arbeitung der neuen Tourismusstrategie des Bundes – der Vision T – gestartet. Ziel ist es, den österreichischen Tourismus bis 2035 strategisch weiterzuentwickeln und langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. Grundlage dafür war eine umfassende 360 Grad Tourismus-Analyse, an der sich mehr als 4.000 Personen beteiligt haben. Aufbauend darauf wurden gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Tourismuswirtschaft zentrale Handlungsfelder diskutiert. Der Prozess ist zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Berichtes noch nicht abgeschlossen; aktuelle Informationen finden sich auf der Home - page des BMWET. Die Vision T soll künftig als gemeinsamer strategischer Orientierungsrahmen für Bund, Länder und Regionen dienen. Gerade im föderalen Tourismussystem Österreichs braucht es gemeinsame Zielbilder, klare Prioritäten und ein koordiniertes Vorgehen, um Kräfte zu bündeln und Investitionen bestmöglich zu steuern. Die Vision T versteht sich daher nicht als starres Regelwerk, sondern als gemeinsamer Zukunftsplan für einen starken, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Tourismusstand - ort Österreich. Dabei ist klar: Die Zukunft des Tourismus entscheidet sich nicht allein über Nächti - gungszahlen, sondern über Wettbewerbsfähigkeit, Qualität, Innovation und regionale Wertschöpfung. Genau daran arbeitet die Bundesregierung gemeinsam mit der Branche. Allen Unternehmerinnen und Unternehmern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Beteiligten, die zum erfolgreichen Tourismusjahr 2025 beigetragen haben, gilt unser herzlicher Dank. Ihr Einsatz, ihre Innovationskraft und ihre Leistungsbereitschaft machen Österreich Jahr für Jahr zu einem der erfolgreichsten Tourismusländer Europas. Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer Staatssekretärin Elisabeth Zehetner

Tourismus in Österreich 2025 8

9  Tourismus in Österreich 2025 Tourismusbilanz 2025

Tourismus in Österreich 202510 Tourismusbilanz 2025 Neue Höchstwerte bei Ankünften und Nächtigungen Die heimische Touris - muswirtschaft profi - tierte 2025 von mehr Gästen (+3,1 %) und mehr Nächtigungen (+1,9 %), das Wachstum der Auslandsnachfrage überstieg jene des Inlands Im Jahr 2025 setzte sich die positive Entwicklung der österreichischen Tourismus - wirtschaft bei Gästeankünften und Übernachtungen fort. Die Gesamtübernachtungen erreichten mit 157,3 Mio. einen neuen Höchstwert, der den Wert von 2024 um 1,9 % über- traf und um etwa 3,0 % über dem Vorkrisenniveau von 2019 lag. Sowohl die inländische Nachfrage (40,5 Mio. Übernachtungen, +0,5 %) als auch die internationale (116,8 Mio., +2,4 %) trugen zum Wachstum bei, wobei letztere dynamischer expandierte. Die Ankünfte stiegen ebenfalls markant um rund 3,1 % auf 48,2 Mio., getrieben von ausländischen Gästen (+4,1 %; inländische Gäste +1,0 %). Nachdem die Zahl der Gäste stärker zunahm als jene der Nächtigungen, verringerte sich die Aufenthaltsdauer leicht von 3,30 auf 3,27 Nächte, die im Durchschnitt in einer einzigen Unterkunft verbracht werden. Die Erholungsphase nach der Pandemie gestaltete sich nach Saisonen durchaus unter - schiedlich: Die Wintersaison 2024 / 25 verzeichnete 72,4 Mio. Übernachtungen, ein Zuwachs von 1,8 % gegenüber 2023 / 24. Inländische und ausländische Gäste steigerten dabei ihre Nächtigungen im selben Ausmaß, wobei die internationale Nachfrage mit 77,2 % im Winter dominanter waren als im Sommer (71,4 %). Die Ankünfte wuchsen im letzten Winter um 3,1 % auf 20,6 Mio. und übertrafen damit erstmals das bisherige Höchstniveau des Jahres 2019 (+1,0 %; Binnennachfrage +1,1 %, Ankünfte aus dem Ausland +0,9 %). Die Übernachtungen waren hingegen noch um 0,7 % geringer als im Winter 2018 / 19. In der Sommersaison 2025 wurden 83,4 Mio. Übernachtungen registriert (+2,2 % gegen- über Sommer 2024), wobei ausländische Gäste (+3,0 % auf 59,5 Mio.) das Wachstum antrieben, während die Binnennachfrage nur mäßig wuchs (+0,4 % auf 23,9 Mio.). Die Ankünfte erhöhten sich um 2,7 % auf 27,1 Mio. Beide Indikatoren lagen damit deutlich über dem Vergleichszeitraum 2019 (Übernachtungen +5,6 %, Ankünfte +5,9 %), was die robuste und frühe Erholung der Sommersaison seit 2023 unterstreicht. Die saisonale Entwicklung des Tourismus in und nach der Krise verlief somit sehr unter - schiedlich: Während in der Sommersaison 2020 krisenbedingt nur etwa ein Drittel der Nächtigungen verloren ging und schon zwei Jahre danach fast gleich viele Nächtigungen gezählt wurden wie im Sommer 2019, gingen im Winter 2020 / 21 lockdownbedingt mehr als 90 % der Nächtigungen verloren, auch im Winter 2021 / 22 fehlten noch beinahe 30 % gegenüber der präpandemischen Saison 2018 / 19. Seit der Wintersaison 2022 / 23 verläuft der Aufholprozess aber im Winter schneller als im Sommer (durchschnittliches jährliches Wachstum bis zum Winter 2024 / 25 +2,2 %; im Vergleich: durchschnittliches jährliches Wachstum Sommer 2023 bis 2025: +1,5 % p. a.). 11 Tourismus in Österreich 2025 Ausländische Nach - frage bestimmt nach wie vor das Wachstum des heimischen Touris - mus Im Jahr 2025 setzte sich das Wachstum der Nächtigungszahlen in Österreich über nahezu alle Herkunftsmärkte hinweg fort. Die ausländischen Märkte, insbesondere Europa, blie - ben dabei die tragende Säule des heimischen Tourismusgeschehens: Die Nächtigungen ausländischer Gäste nahmen um 2,4 % auf 116,8 Mio. zu, die EU-Mitgliedstaaten allein (ohne Österreich) stellten zusammen 95,8 Mio. Nächtigungen und steigerten damit ihr Aufkommen gegenüber 2024 um 1,2 %. Ihr Anteil an der gesamten ausländischen Nach - frage belief sich auf 82,0 % (2024: 83,0 %). Das inländische Gästesegment wuchs mit +0,5 % wie gewohnt deutlich verhaltener als die internationale Nachfrage und steuerte 25,7 % zum gesamten Nächtigungsvolumen bei. Deutschland als mit Abstand bedeutendster Quellmarkt – auf ihn entfielen 50,1 % aller ausländischen bzw. 37,2 % der gesamten Nächtigungen – konnte sein hohes Niveau mit 58,6 Mio. Nächtigungen knapp behaupten (+0,2 %), blieb damit aber weit hinter dem Wachstumstempo der meisten übrigen Auslandsmärkte zurück. Die Niederlande als zweit- wichtigster ausländischer Herkunftsmarkt entwickelten sich mit 11,3 Mio. Nächtigungen und einem Plus von 1,6 % etwas lebhafter. Besonders dynamisch präsentierten sich erneut die mittel- und osteuropäischen Nach - barländer: Die MOEL 5-Gruppe (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn) steigerte ihre Nächtigungen um durchschnittlich 5,7 % auf 10,7 Mio., wobei Polen (+7,3 %), die Slowakei (+6,4 %) und die Tschechische Republik (+6,1 %) die stärksten Impulse lieferten. Auffällig war zudem der kräftige Anstieg der portugiesischen Gästezahlen (+10,2 %), der aber mit 0,2 % der ausländischen Nächtigungen kaum ins Gewicht fällt, ebenso Norwegen (–1,5 %), während die Schweiz als traditionell starker Nachbarmarkt mit –1,3 % leicht nachgab. Nächtigungen in Österreich nach Monaten Quelle: Statistik Austria.

Tourismus in Österreich 202512 Die Fernmärkte entwickelten sich 2025 zum eigentlichen Wachstumsmotor des öster - reichischen Tourismus, mit einem Gesamtzuwachs von 11,5 % übertrafen sie die Dynamik der europäischen Märkte bei weitem. Allerdings ist ihr Anteil an den ausländischen Nächtigungen mit 5,3 % (und damit nur einen Prozentpunkt unter dem Wert von 2019) österreichweit noch immer gering und fällt nur in einigen Regionen (wie z. B. Wien: 17,9 %) stärker ins Gewicht. Besonders hervorzuheben sind die Zuwächse aus Japan (+18,9 %), China (+14,7 %) und Indien (+14,6 %) sowie den Golfstaaten Saudi-Arabien (+15,0 %) und Vereinigte Arabische Emirate (+13,9 %). Auch die USA (+7,9 %) setzten ihre Aufwärtsentwicklung fort und erhöhten ihren Anteil an den ausländischen Nächtigungen um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 %. Der Gesamtanteil der Fernmärkte am internationalen Nächtigungsaufkommen kletterte auf 5,3 % und nähert sich damit dem Vorkrisenniveau merklich an. Beherbergungsangebot 2024 / 25 Zahl an touristischen Unterkünften und Betten in Österreich 2024 / 25 zum vierten Mal in Folge gestiegen, Auslastung leicht höher Im Durchschnitt des Tourismusjahres 2024 / 25 (November 2024 bis Oktober 2025) bestanden in Österreich knapp 73.200 Beherbergungsbetriebe (ohne Campingplätze; +1,8 % gegenüber 2023 / 24) und gut 1,20 Mio. Betten (+0,7 %). Regional weitete Ober - österreich seine Bettenkapazitäten prozentuell am stärksten aus (+3,2 %) – bei 4,4 % mehr Betrieben. Diese Entwicklung im Bundesland wurde vor allem vom Boom bei gewerblichen Ferienwohnungen getrieben (Betten +19,3 %, Betriebe +20,2 %). Die Zahl touristischer Unterkünfte expandierte in der Steiermark mit +4,6 % am kräftigsten. Im nachfragestärksten Bundesland, Tirol, blieb das Beherbergungsangebot bei Betrieben und Betten im Jahresabstand stabil. Räumlich sind die Beherbergungskapazitäten in Österreich auf die tourismusintensiven Regionen im Westen Österreichs konzentriert. Im Tourismusjahr 2024 / 25 vereinten Tirol und Salzburg mit rund 355.600 bzw. 236.100 Betten gemeinsam knapp die Hälfte (49,2 %) des heimischen diesbezüglichen Angebotes auf sich (2023 / 24: 49,5 %). Die Dominanz ist historisch gewachsen und spiegelt die starke touristische Ausrichtung dieser Bundesländer wider. Auch die Zahl der Campingplätze expandierte zuletzt kräftig auf bundesweit 764 (+35 Plätze bzw. +4,8 % im Vorjahresvergleich). Die größten absoluten Zuwächse gab es in Niederösterreich (+12 auf 85 Plätze, +16,4 %) und der Steiermark (+10 auf 162 Plätze, +6,6 %), relativ gesehen stieg das Camping-Angebot in Wien am stärksten (+50,0 % von 2 auf 3 Plätze). Das Tiroler Camping-Angebot war als einziges leicht rückläufig (–1,8 % auf 107 Plätze), in Kärnten blieb es mit 136 Plätzen unverändert. Langfristig zeigt sich innerhalb der touristischen Unterkunftsformen vor allem eine struk- turelle Verschiebung zugunsten gewerblicher Ferienwohnungen: Im 10-Jahresvergleich wuchs die Zahl an Betrieben dieses Typs signifikant von insgesamt rund 4.400 (2014 / 15) 13 Tourismus in Österreich 2025 auf gut 12.500 im Tourismusjahr 2024 / 25 an (+183,5 %), während das gesamte Angebot „nur“ um 15,7 % expan dierte. Damit machte dieses Segment zuletzt bereits 17,0 % aller Beherbergungsbetriebe (einschließlich Campingplätzen) aus (2014 / 15: 6,9 %). Gleichzeitig ging der Anteil klassischer Privatquartiere (auf Bauernhof und nicht auf Bauernhof) in den letzten zehn Jahren von 20,9 % auf 13,5 % zurück und auch die große Zahl an priva - ten Ferienwohnungen (zuletzt ca. 37.000) erbrachte langfristig kaum Positionsgewinne (von 47,3 % auf aktuell 50,0 %). Die traditionelle Hotellerie verlor seit 2014 / 25 ebenfalls Marktanteile: Hotels, Gasthöfe und Pensionen machten 2024 / 25 nur noch 14,7 % aller Unterkünfte aus (–5,1 Prozentpunkte); die Betriebszahl dieses Beherbergungstyps sank in diesem Zeitraum um 13,8 % auf knapp 10.900. Diese Entwicklungen lassen auch zukünftig weitere Verschiebungen hin zu flexibleren, individuelleren Unterkunftsformen erwarten. In Bezug auf die Bettenkapazitäten dominiert aufgrund der Betriebsgrößen jedoch die Hotellerie nach wie vor deutlich – diese stellte zuletzt mit gut 621.000 Betten 51,6 % des Gesamtbestands ohne Camping (2014 / 15: 54,5 %), dahinter folgten private Unterkünfte mit 24,3 % (–3 Prozentpunkte im 10-Jahresabstand) und gewerbliche Ferienwohnungen, deren Marktanteil in diesem Zeitraum markant von 8,7 % auf 15,7 % expandierte. Ein ähn- liches Bild zeigen auch die Wachstumsraten der Bettenbestände seit 2014 / 15: Während in gewerblichen Ferienunterkünften die Kapazitäten um durchschnittlich 7 % pro Jahr aufgestockt wurden, erfuhr die Hotellerie nur eine marginale Ausweitung von 0,3 %. Im Durchschnitt aller Beherbergungstypen nahm die Bettenzahl um jährlich 0,9 % zu. Entwicklung des Bettenbestands in heimischen Beherbergungsbetrieben nach Unterkunftsart Quelle: Statistik Austria; Bestandszählung zum Stichtag 31. Mai. – ¹) Privatquartiere und private Ferienwohnungen / -häuser (jeweils auf und nicht auf Bauernhof). – ²) Jugendherbergen, Kinder- und Jugenderholungsheime, private und öffentliche Kurheime, bewirtschaftete Schutzhütten, sonstige Unterkünfte.

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