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Brehms Tierleben, Band 1: Die Säugetiere I

PDF document794 original pagesPublished 1890
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Im Sommer stellt sich die Mopsfledermaus im Freien ein, wenn kaum die Dämmerung begonnen hat, bei guter Witterung ebensowohl wie bei Sturm und Regen, fliegt dann meist an Waldrändern und in Baumgärten, seltener zwischen den Gebäuden der Dörfer umher und richtet ihre Jagd hauptsächlich auf kleine Schmetterlinge. Sie fliegt sehr hoch und rasch in mannigfaltigen Biegungen und jähen Wendungen, nach Altum durchschnittlich in einer Höhe von etwa 10 m, bisweilen aber auch weit niedriger, etwa 3 m über dem Boden,

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zumal wenn sie Gebüsche abtreiben will; in der Stadt hält sie gewöhnlich in der Höhe der Dächer inne. Die beiden Jungen kommen ziemlich früh zur Welt, sind deshalb auch im Herbste bereits vollständig ausgewachsen und den Alten ähnlich geworden.

Unter unseren einheimischen Arten ist die Mopsfledermaus am wenigsten zornig und bissig, fügt sich am leichtesten in die Gefangenschaft und hält in ihr, falls man es an einer genügenden Menge lebender Kerbtiere nicht fehlen läßt, recht leidlich aus. Selbst alt eingefangene gewöhnen sich rasch an den Pfleger, verlieren binnen wenig Tagen alle Scheu und werden bis zu einem gewissen Grade zahm.

Blattnasen oder Blutsauger (Istiophora oder Phyllorhina und Phyllostomata) heißen die Mitglieder der letzten Hauptabteilung der Flattertiere.

Alle hierher gehörigen Arten unterscheiden sich von den übrigen durch häutige Najen-aufsätze, deren Form mannigfachem Wechsel unterworfen ist, im wesentlichen aber aus einem mehr oder minder entwickelten Hautblatte auf der Nase besteht. Wenn dasselbe vollständig ist, wird es zusammengesetzt durch das Hufeisen, den Längskamm und die Lanzette, während es in seiner einfachsten Form als eine quer über die Nasenspitze verlaufende Hautfalte sich zeigt. Hinter den Nasenlöchern kommen außerdem bei den Mitgliedern unserer Gruppe vielfache eigentümliche Vertiefungen und Löcher und um die Nasenhäute, auf Lippen und Wangen regelmäßig gestellte Fleischwarzen vor, welche eine bestimmte Rolle spielen müssen, da sie erfahrungsmäßig den Tieren wichtiger als die Augen sind. Höchst wahrscheinlich schärfen sie den Geruchs- und Gefühlssinn; doch liegt hierüber ein Schleier, welcher bis jetzt noch nicht gelüftet werden konnte. J „Auch manches andere Organ“, jagt Koch, „wurde bei den Blattnasen Gegenstand sinnender Betrachtung, ohne daß es gelungen wäre, den Zweck seines Daseins zu ergründen. So hat das Weibchen dieser Tiere außer den beiden jedem Handflügler zukommenden Brustwarzen noch zwei durchbohrte zitzenförmige Anhängsel unmittelbar über den Geschlechtsteilen, welche eine Lymphe absondern und nach den Beobachtungen Jäckels zum Ansaugen der Jungen dienen. Mögen diese Organe einen Zweck haben, welchen sie wollen, jedenfalls müssen sie als verkümmerte Bauchzitzen betrachtet werden.“ Gestalt und Entwickelung der Flughäute schwanken beinahe in ebenso weiten Grenzen wie bei den Glattnasen; ein genaues Eingehen auf diese Formverschiedenheit gehört jedoch nicht in den Bereich unserer Darstellung. Die Blattnasen sind zahlreich über alle Erdteile verbreitet, kommen aber nur in heißen und gemäßigten Ländern derselben vor. Manche werden inmitten großer Wälder, in hohlen Bäumen, an alten Stämmen und zwischen breiten Blättern von Palmen und anderen großblätterigen Pflanzen versteckt gefunden; die meisten verbergen sich bei Tage in Felsenhöhlen, in den Trümmern verfallener Gebäude, in dunkeln Gewölben oder auch in dem Gebälke der Dächer. Gewisse Arten der Familie leben einzeln, andere, namentlich die höhlenbewohnenden, in ungeheueren Scharen zusammen. Mit Eintritt der Dämmerung erwachen sie aus ihrem Schlafe und fliegen oft die ganze Nacht durch. Der Flug ist bei den einen niedrig und schnell, bei den anderen höher und langsamer. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich in Kerbtieren, zumal Abend- und Nachtschmetterlingen, Käfern, Haften, Mücken, Eintagsfliegen; wohl die meisten von ihnen aber sind Blutsauger und überfallen Vögel und Säugetiere, auch selbst den Menschen während des Schlafes. Obgleich gegenwärtig vielfache Beobachtungen über das Blutsaugen vorliegen, schwebt doch noch ein eigentümliches Dunkel, so

recht im Sinne der Vampirsage, über dieser auffallenden Thätigkeit unserer Flattertiere. Wahrscheinlich sind alle Blattnasen Blutsauger, jedoch bloß unter Umständen, und hieraus erklärt sich die Verschiedenheit der Berichte über ihr Treiben, welches ja ohnehin nur schwer beobachtet werden kann. Es dürfte zweckmäßig sein, einige Angaben der Reisenden über das Blutsaugen der Blattnasen hier zusammenzustellen, ohne die nächtlichen Thaten, wie von seiten der meisten Reisenden geschehen, auf die eine oder die andere Art zu beziehen. Denn die Mitteilungen widersprechen sich in hohem Grade, und unter allen mir bekannten ist keine einzige, welche mit untrüglicher Bestimmtheit eine gewisse Art der ausländischen Blattnasen bezichtigte. Die ältesten mir bekannten Angaben finde ich in meinem lieben alten Gesner. „In Darienen der Landschafft deß newen Lands worden die Hispanier in der Nacht von den Flädermäußen geplaget, welche, so sie einen schlaffenden vnversehens gebissen hatten, blutet er sich zu todt, dann man hat etliche von diesem Schaden todt gefunden. So dieses Thier einen Hanen oder Henne vnder offenem Himmel gefunden, hefftet es ihm den Angel in seinen Kamm vnd bringt ihn vmb, als Petrus Martyr schreibet. In mehrertheils Orten Parie oder Indie haben die Hispanier Flädermäuß, so nicht kleiner dann die Turteltauben gewesen, gefunden, welche angehends der Nacht auf sie schossen vnd sie mit irem vergifften Bisß taub machten also, daß sie da hinweg zu fliehen gezwungen worden, als obgenannter ausweiset. Solche Flädermäuß sollen auch in Vraba, der grösten Insel deß newen Lands in einem Maß gefunden werden, nicht kleiner dann die obgenannten, thun auch gleichen schaden, als etliche Hispanier erfahren haben. Ancisus der Vogt oder Feldtherr, so dann ausgeworffen war, als ich ihn fraget von diesem vergifften Bisß, sagt er mir, daß er Sommerszeit, als er von Hitz wegen den Schenkel entdeckt, von einer Flädermauß in eine Versen gebissen war, welches jm nicht mehr Schaden gebracht hab, dann wenn er von einem andern vnvergifften Thier verletzt worden. Andere sagen, der Biß sei gantz vergifft, aber mit Meerwasser bestrichen, werde er von stund an heil, als der obgenannte lehret.“

Genaueres berichtet der Spanier Azara, welcher den Blutsauger „Mordedor“, zu Deutsch Beißer, nennt. „Zuweilen“, sagt er, „beißen sie sich inden Kamm und in die Kinnlappen der schlafenden Hühner ein, um ihnen Blut auszusaugen, und die Hühner sterben daran gewöhnlich, zumal wenn die Wunden, wie fast immer geschieht, sich entzünden. Ebenso beißen sie Pferde, Esel, Maultiere und Kühe regelmäßig in die Seiten, die Schultern oder in den Hals, weil sie dort mit Leichtigkeit sich festhalten können. Dasselbe thun sie mit dem Menschen, wie ich bezeugen kann, weil ich selbst viermal in die Zehen gebissen worden bin, während ich unter freiem Himmel oder in Feldhäusern schlief. Die Wunde, welche sie mir beibrachten, ohne daß ich es fühlte, war rund oder länglichrund und hatte eine Linie im Durchmesser, aber so geringe Tiefe, daß sie kaum die ganze Haut durchdrang. Man erkannte sie durch aufgetriebene Ränder. Meiner Schätzung nach betrug das Blut, welches nach dem Bisse floß, etwa dritthalb Unzen. Allein bei Pferden und anderen Tieren mag diese Menge gegen drei Unzen betragen, und ich glaube, daß sie schon wegen des dicken Felles größere und tiefere Wunden an ihnen hervorbringen. Das Blut kommt nicht aus den Hohl- oder Schlagadern; denn bis dahin dringt die Wunde nicht ein, sondern bloß aus den Haargefäßen der Haut, aus denen sie es unzweifelhaft schlürfend und saugend herausziehen. Obgleich die mir beigebrachten Bisse einige Tage ein wenig schmerzten, waren sie doch von so geringer Bedeutung, daß ich weder ein Mittel dagegen anzuwenden brauchte, noch an meinem Gehen verhindert wurde. Weil sie also keine Gefahr bringen und die Tiere bloß in jenen Nächten Blut saugen, in denen ihnen andere Nahrung fehlt, fürchtet und verwahrt sich niemand vor ihnen. Man erzählt, daß sie ihr Opfer mit den Flügeln an derjenigen Stelle, wo sie saugen wollen, fächeln, damit die Tiere nichts fühlen sollen.“

Die übrigen volkstümlichen Anschauungen über den Vampir bestreitet Azara auf das nachdrücklichste. „Folgt auf die brennende Hitze des Tages die Kühlung der hier immer gleich langen Nacht“, schildert Humboldt, „so können die Rinder und Pferde selbst dann nicht der Ruhe sich erfreuen. Ungeheuere Fledermäuse saugen ihnen während des Schlafes vampirartig das Blut aus oder hängen sich am Rücken fest, wo sie eiternde Wunden erregen, in welchen Mücken, Dasselfliegen und eine Schar stechender Kerfe sich ansiedelt.“ In seiner Reisebeschreibung gedenkt derselbe Forscher nur einige Male der von ihm selbst beobachteten Blutsauger. „Ungeheuere Fledermäuse, wahrscheinlich der Sippe der Blattnasen (Phyllostoma) angehörig, flatterten wie gewöhnlich einen guten Teil der Nacht über unseren Hängematten; man meint jeden Augenblick, sie wollen sich einem ins Gesicht einkrallen.“ An einer anderen Stelle heißt es: „Bald darauf wurde unsere große Dogge von ungeheueren Fledermäusen, welche um unsere Hängematten flatterten, vorn an der Schnauze gebissen oder, wie die Eingeborenen sagen, gestochen. Sie hatten lange Schwänze wie die Molossen; ich glaube aber, daß es Blattnasen waren, deren mit Warzen besetzte Zunge ein Saugwerkzeug ist, welches sie bedeutend verengern können. Die Wunde war klein und rund; der Hund heulte kläglich, nicht aber aus Schmerz, sondern weil er über die Fledermäuse, als sie unter unseren Hängematten hervorkamen, erschrak. Dergleichen Fälle ereignen sich weit seltener, als man im Lande selbst glaubt. Obgleich wir in den Ländern, wo die vampirähnlichen Fledermausarten häufig sind, so manche Nacht unter freiem Himmel geschlafen haben, sind wir doch nie von ihnen gebissen worden. Überdem ist der Stich keineswegs gefährlich und der Schmerz meist so unbedeutend, daß man erst aufwacht, wenn die Fledermaus sich bereits davon gemacht hat.“

Rengger fügt den Angaben Azaras das Nachstehende hinzu: „Ich habe wohl hundert Male die Verletzung der Maulesel, Pferde und Ochsen untersucht, ohne über die Art, wie sie hervorgebracht, zur Gewißheit zu kommen. Die beinahe trichterförmige Wunde hat gewöhnlich einen Viertelzoll im Durchmesser, zuweilen etwas mehr, und je nach dem Teile des Körpers eine Tiefe von einer bis zu zwei Linien. Sie reicht niemals durch die Haut hindurch bis auf die Muskeln. Man bemerkt an ihr keinen Eindruck von Zähnen wie bei Bißwunden, hingegen ist ihr Rand immer sehr aufgelockert und angeschwollen. Ich kann daher nicht glauben, daß die Blattnasen (Phyllostoma) und die Blattzüngler (Glossophaga) zugleich vermittelst eines Bisses den Saumtieren diese Wunden beibringen, wobei übrigens jedes schlafende Tier erwachen und sich seines Feindes entledigen würde. Biel-mehr vermute ich, daß sie erst durch Saugen mit den Lippen die Haut unempfindlich machen, wie dies durch Aufsetzen von Schröpfköpfen geschieht, und dann, wenn sie angeschwollen ist, mit den Zähnen eine kleine Offnung zu stande bringen. Durch diese bohren sie nun, wie mir wahrscheinlich ist, ihre ausdehnbare, gleichfalls zum Saugen dienende Zunge allmählich in die Haut hinein, wodurch die trichterförmige Aushöhlung entsteht. Die Unmöglichkeit, daß die Fledermäuse zu gleicher Zeit saugen und ihre Flügel bewegen, ist uns durch die Beschaffenheit der letzteren vergegenwärtigt. Da die Flügelhaut bis an das Fußgelenk herab mit den Beinen verbunden ist, wird es den Tieren unmöglich, sich mit den Füßen festzuhalten und zugleich die Füße zu gebrauchen; sie müßten also in der Luft schwebend saugen. Ich wenigstens sah die Fledermäuse immer auf die Pferde sich niedersetzen, wobei sie notwendig die Flügel einziehen mußten. Auch wählen sie, um besser sich festhalten zu können, die behaarten oder die flachen Teile der Tiere und bringen daher den Pferden am Halse, auf dem Widerriste und an der Schwanzwurzel, den Mauleseln am Halse und auf dem Widerriste, den Ochsen auf den Schulterblättern und am Halslappen die Wunde bei. Diese hat an sich nichts Gefährliches, da aber zuweilen vier, fünf, sechs und noch mehr

Fledermäuse in der nämlichen Nacht ein Saumtier ansaugen und dies sich oft mehrere Nächte hintereinander wiederholt, so werden die Tiere durch den Blutverlust sehr geschwächt und zwar um so viel mehr, als neben dem Blute, welches die Fledermäuse aussaugen, immer noch 2— 3 Unzen (etwa 60— 90 g) aus jeder Wunde nachfließen. Auch legen die Schmeißfliegen nicht selten in die Wunden, und diese werden dann zu großen Geschwüren. Davon, daß Blattnasen auch Menschen ansaugen, kenne ich kein weiteres Beispiel als dasjenige, welches Azara von sich selbst anführt.“ „Die berüchtigten, oft besprochenen Blutsauger“, sagt Burmeister, „denen man ohne Grund so viel Übles nachgesagt hat, sind fast überall in Brasilien zu Hause und verraten ihre Anwesenheit fast täglich durch Bisse an Reit- und Lasttieren. Allein sie richten hierdurch nur höchst selten Schaden oder Verlust an, weil die Blutmasse, welche sie den Tieren entziehen, sehr gering ist. Besonders in der kalten Jahreszeit, wo den Fledermäusen die Kerbtiere fehlen, bemerkt man die Bisse und zwar immer an ganz bestimmten Stellen, namentlich da, wo die Haare des Tieres einen Wirbel bilden und die Fledermäuse leicht bis auf die nackte Haut kommen können. Ich fand die meisten Bißwunden am Widerriste, besonders bei solchen Tieren, welche daselbst durch Reibung nackte oder blutrünstige Stellen hatten. Ein zweiter Lieblingsplatz ist die Schenkelfuge oben neben dem Becken, wo die Haare auseinander stehen; auch unten am Beine beißen sie gern, selten unter dem Halse. Am Kopfe, an Nase und Lippen kommen nur ausnahmsweise Wunden vor. Solange der Gaul oder der Esel noch wach ist, läßt er die Fledermäuse nicht heran; er wird unruhig, stampft, schüttelt sich und verscheucht den Feind, welcher ihn umschwirrt; nur schlafende Tiere lassen sich ruhig besaugen. Daß die Blattnasen dabei mit den Flügeln fächeln, ist eine Fabel. Mitunter werden saugende Fledermäuse von den Wächtern der Tropa, welche von Zeit zu Zeit nach den Tieren sehen, ergriffen, so eifrig und arglos sind sie bei ihrem Geschäfte. Von Bissen an Menschen habe ich keine sichere Erfahrung; mir ist niemand vorgekommen, der gebissen worden wäre. Wie die Fledermaus beißt, läßt sich nicht mit völliger Sicherheit angeben. Man weiß nur, daß sie sich mit halbgeöffneter Flügelweite niedersetzt, die Haare etwas auseinander schiebt, das warzige Kinn fest niederdrückt und nun zu saugen beginnt. Die Wunde ist ein kleines, flaches Grübchen, welches nicht wie eine scharfe Stichwunde aussieht. Ich glaube, daß die Offnung meist erst bemerkt wird, nachdem die Fledermaus eine Stelle der Haut etwas emporgesogen hat und nun die Spitze ein-oder abbeißt, aber mit den zwei spitzen Ober- und mittleren Schneidezähnen, nicht mit den Eckzähnen, welche dazu gar nicht sich eignen. Die Nachblutung, welche erfolgt, ist nie stark. Ein schmaler, getrockneter Blutstreifen ist alles, was man von ihr bemerkt. Von Fällen, daß das Tier an Blutverlust gestorben wäre, habe ich nie gehört. Geschwächt werden sie wohl nach täglich wiederholten Verlusten etwas, besonders weil gerade in der kalten Jahreszeit nirgends reichlich Futter zu haben ist; aber derTod erfolgt bei solchen Tieren niemals als durch Überladung von seiten der Besitzer, woran das Tier wahrscheinlich ohne eee zu Grunde gegangen wäre.“ An diese Berichte schließen sich am besten die eingehenden Mitteilungen Hensels an, dessen Angaben vollen Glauben verdienen, obschon Hensel zuweilen von falschen Voraussetzungen ausgeht. „Man hat“, sagt er, „in Brasilien oft Gelegenheit, an Pferden und Maultieren die Bißwunden zu sehen, welche ihnen blutsaugende Fledermäuse beigebracht haben. In Rio de Janeiro, wo der Hitze wegen alle Pferdeställe offen sind, muß man des Nachts in diesen Lampen anstecken und wehende Tücher aufhängen, um die Blutsauger zu vertreiben. Ich selbst habe an meinen eigenen Reit- und Lasttieren sowie auch an denen anderer zahlreiche Bißwunden beobachtet und gefunden, daß sie alle genau von derselben Beschaffenheit sind. Sie gleichen nämlich keineswegs den Wunden, welche ein Raubtier

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