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Arbeitnehmerveranlagung | 9 Stufen der Bruttobezüge in 1 000 Euro Insgesamt darunter mit ANV 1) in % Männer darunter mit ANV 1) in % Frauen darunter mit ANV 1) in % 15 bis unter 18 450 517 80,3 141 272 73,6 309 245 83,3 18 bis unter 20 239 393 77,8 80 186 71,9 159 207 80,8 20 bis unter 25 591 483 72,5 218 069 67,4 373 414 75,5 25 bis unter 30 586 925 75,7 247 791 72,5 339 134 78,0 30 bis unter 35 586 063 76,8 288 594 75,8 297 469 77,8 35 bis unter 40 555 653 75,7 313 665 75,6 241 988 75,9 40 bis unter 50 921 909 74,3 571 908 74,9 350 001 73,4 50 bis unter 70 925 729 71,7 602 899 72,2 322 830 70,8 70 bis unter 100 450 196 68,2 319 125 68,6 131 071 67,3 100 bis unter 150 171 703 59,5 132 722 60,0 38 981 58,0 150 bis unter 200 41 018 47,7 32 897 47,8 8 121 47,2 200 und mehr
27 419 39,3 23 377 39,0 4 042 40,8 Insgesamt 7 400 428 67,5 3 709 736 65,9 3 690 692 69,2 Q: STATISTIK AUSTRIA. – Lohnsteuerstatistik und Arbeitnehmerveranlagung (ANV).

  1. 56 601 Fälle, für die keine Daten in der Lohnsteuerstatistik vorhanden sind, wurden nicht berücksichtigt. Insgesamt war der Anteil der Personen mit ANV in den mittleren Einkommensgruppen besonders hoch und erreichte hier Werte bis um die 80 %. Sein Maximum lag bei der Bruttobezugsstufe „15 000 Euro bis unter 18 000 Euro“. Bei höheren Bezügen sank ihr Anteil wieder; dies vor allem, weil Personen mit hohen Bruttobezügen überproportional oft auch einkommensteuerpflichtig sind und daher nicht in den ANV-Daten aufscheinen. Arbeitnehmerinnen ließen anteilsmäßig häufiger als männliche Arbeitnehmer eine Veranlagung durchführen. Bei den Pensionierten beantragten auch in absoluten Zahlen mehr Frauen als Männer eine ANV. Außerdem ist festzustellen, dass Personen mit Pensionsbezug insgesamt seltener eine Veranlagung beantragten als unselbständig Erwerbstätige. Unter bestimmten Voraussetzungen wird für Veranlagungsjahre ab 2016 eine antragslose Arbeitnehmerveranlagung von der Finanzverwaltung durchgeführt. Für das Berichtsjahr 2023 wurden 1 605 508 der insgesamt 4 998 339 Veranlagungen auf diese Weise automatisch vollzogen, was 32,1 % entspricht. Bei Frauen war der Anteil mit 36,1 % höher als bei den Männern mit 28,0 % und bei den Pensionierten (53,4 %) wesentlich höher als bei den Arbeitnehmer:innen (23,2 %). Interessant ist der – trotz der automatischen Arbeitnehmerveranlagung – relativ geringe Anteil an Personen mit ANV in den unteren Einkommensgruppen. So gab es 229 198 Personen mit anrechenbarer Lohnsteuer und steuerpflichtigen Bezügen von maximal 11 693 Euro, für die keine ANV durchgeführt worden war. Dies kann daran liegen, dass die ANV noch nicht beantragt wurde. In diesem Einkommensbereich müsste die Lohnsteuer rückerstattet werden und gegebenenfalls auch noch eine Steuergutschrift (Negativsteuer) erfolgen, wenn es keine weiteren Einkünfte gab.

Arbeitnehmerveranlagung | 10 5 Steuerrückzahlungen und Nachforderungen im Überblick
Die von Statistik Austria publizierte Lohnsteuerstatistik5 beruht auf den Daten aus den Lohnzetteln vor einer eventuellen ANV, d. h. es sind nur bestimmte steuermindernde Freibeträge berücksichtigt, und eine Korrektur der ursprünglich einbehaltenen Lohnsteuer bei nicht ganzjährigen bzw. unterschiedlich hohen monatlichen Bezügen ist noch nicht erfolgt. In der ANV können zusätzliche Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden; dies sowie Änderungen bei der Berücksichtigung von Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag, erhöhtem Pensionistenabsetzbetrag, Familienbonus Plus, Pendlereuro und Pendlerpauschale und die richtige Berücksichtigung nicht ganzjähriger bzw. unterschiedlich hoher monatlicher Bezüge bei der Steuerberechnung führen dann zu anderen Werten für die Freibeträge und für die einbehaltene Lohnsteuer. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass die berücksichtigten Freibeträge, die einbehaltene Lohnsteuer und die Nettobezüge laut Lohnsteuerstatistik durch die ANV revidiert werden. Die Steuerrück- und -nachzahlungen sind in Tabelle 2 dargestellt, wobei die 56 601 Fälle, für die zwar eine ANV vorlag, die jedoch nicht in der Lohnsteuerstatistik aufscheinen, nicht berücksichtigt wurden. Tabelle 2: Daten zur Arbeitnehmerveranlagung 2023 (Stand: Mitte Oktober 2025)
Personen mit Arbeitnehmerveranlagung und steuerlicher Wirkung Anzahl Anteil an ANV gesamt in % Anteil an Teilmasse der LSt-Statistik in % Rück- (+) / Nachzahlung (-) in 1 000 € Rück- (+) / Nachzahlung (-) durchschn. in € Mit Arbeitnehmerveranlagung 1) 4 998 339 100,0 67,5 +3 559 811 +712 Arbeitnehmer:innen 3 518 969 70,4 72,6 +3 216 723 +914 Pensionist:innen 1 479 370 29,6 58,0 +343 089 +232 mit Steuerrückzahlung 4 637 176 92,8 62,7 +3 991 475 +861 Arbeitnehmer:innen 3 293 250 65,9 67,9 +3 432 272 +1 042 Pensionist:innen 1 343 926 26,9 52,7 +559 204 +416 mit Steuernachzahlung 263 394 5,3 3,6 -431 664 -1 639 Arbeitnehmer:innen 162 047 3,2 3,3 -215 549 -1 330 Pensionist:innen 101 347 2,0 4,0 -216 115 -2 132 ohne Gutschrift/Nachzahlung 97 769 2,0 1,3 0 0 Arbeitnehmer:innen 63 672 1,3 1,3 0 0 Pensionist:innen 34 097 0,7 1,3 0 0 Q: STATISTIK AUSTRIA. – Lohnsteuerstatistik und Arbeitnehmerveranlagung (ANV).

  1. 56 601 Fälle, für die keine Daten in der Lohnsteuerstatistik vorhanden sind, wurden nicht berücksichtigt. Laut Tabelle 2 ergab die ANV 2023 für 4 637 176 Personen eine Steuerrückzahlung von in Summe 3 991,5 Mio. Euro; demgegenüber hatten 263 394 Personen zusammen 431,7 Mio. Euro an Steuern nachzuzahlen. Bei 97 769 Personen ergab sich weder eine Rück- noch eine Nachzahlung. Somit wurden insgesamt rund 3 559,8 Mio. Euro an Steuern rückerstattet, d. h. durchschnittlich 712 Euro je

5 Zu den Ergebnissen für 2023 siehe Statistik Austria (2024): „Statistik der Lohnsteuer 2023“.

Arbeitnehmerveranlagung | 11 Person mit ANV. 58,7 % der Steuerrückzahlungen (2 088,4 Mio. Euro) gingen dabei an Männer. Der größte Teil der Rückzahlungen (90,4 %) entfiel auf Arbeitnehmer:innen; Männer erhielten dabei durchschnittlich 1 072 Euro Steuerrückzahlung, Frauen nur 742 Euro. Bei den Pensionierten waren die Verhältnisse umgekehrt: Männliche Pensionisten bekamen im Durchschnitt 196 Euro Steuerrückzahlung, während sich bei Pensionistinnen ein Wert von 257 Euro ergab. Die Steuerrück- bzw. -nachzahlungen führten auch zu Veränderungen der durchschnittlich einbehaltenen Lohnsteuer, die in den verschiedenen Bruttobezugsstufen unterschiedlich ausfielen. Tabelle 3 zeigt die Veränderungen der Werte gegenüber der Lohnsteuerstatistik 2023. Dabei fällt auf, dass die absolute Entlastung mit steigendem Einkommen bis zur Bruttobezugsstufe 12 000 Euro bis 15 000 Euro, wo sie auch ihr Maximum erreichte, zunahm und dann wieder abfiel. Die relative Entlastung stieg ebenfalls mit zunehmenden Bruttobezügen bis zu ihrem Maximum bei Bruttobezügen von 12 000 Euro bis 15 000 Euro. Bei weiter steigenden Bezügen zeigte sie dann einen starken Abfall. Die starke relative Entlastung in den unteren Bruttobezugsstufen war zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Negativsteuer zurückzuführen. Tabelle 3: Einbehaltene Lohnsteuer vor und nach Arbeitnehmerveranlagung 2023 nach Bruttobezugsstufen
Stufen der Bruttobezüge in 1 000 Euro Steuer- pflichtige lt. LSt- Statistik Einbehaltene LSt
lt. LSt-Statistik Einbehaltene LSt
lt. ANV Veränderung durch ANV je Steuerpflichtige/r in 1 000 Euro je LST- Pflichtige/r
in Euro 1 000 Euro je LST- Pflichtige/r
in Euro in Euro in % 0 bis unter 2 491 523 5 475 11 -15 368 -31 -42 -380,7 2 bis unter 4 268 020 14 525 54 -21 036 -78 -133 -244,8 4 bis unter 6 214 028 18 235 85 -29 782 -139 -224 -263,3 6 bis unter 8 205 620 23 986 117 -40 410 -197 -313 -268,5 8 bis unter 10 178 514 31 148 174 -53 393 -299 -474 -271,4 10 bis unter 12 180 920 37 593 208 -70 496 -390 -597 -287,5 12 bis unter 15 313 795 71 655 228 -159 745 -509 -737 -322,9 15 bis unter 18 450 517 112 377 249 -208 240 -462 -712 -285,3 18 bis unter 20 239 393 95 459 399 -54 692 -228 -627 -157,3 20 bis unter 25 591 483 477 701 808 140 889 238 -569 -70,5 25 bis unter 30 586 925 1 016 087 1 731 684 352 1 166 -565 -32,6 30 bis unter 35 586 063 1 617 206 2 759 1 313 550 2 241 -518 -18,8 35 bis unter 40 555 653 2 040 435 3 672 1 766 317 3 179 -493 -13,4 40 bis unter 50 921 909 4 726 218 5 127 4 247 550 4 607 -519 -10,1 50 bis unter 70 925 729 7 746 965 8 369 7 287 381 7 872 -496 -5,9 70 bis unter 100 450 196 6 749 173 14 992 6 530 081 14 505 -487 -3,2 100 bis unter 150 171 703 4 765 920 27 757 4 701 936 27 384 -373 -1,3 150 bis unter 200 41 018 1 915 478 46 698 1 906 569 46 481 -217 -0,5 200 und mehr
27 419 3 062 375 111 688 3 042 739 110 972 -716 -0,6 Insgesamt 7 400 428 34 528 012 4 666 30 968 201 4 185 -481 -10,3 Q: STATISTIK AUSTRIA. – Lohnsteuerstatistik und Arbeitnehmerveranlagung (ANV).

Arbeitnehmerveranlagung | 12 Interessant sind die Unterschiede zwischen den unselbständig Erwerbstätigen einerseits und den Personen im Ruhestand andererseits: Bei ersteren gab es in jeder Bruttobezugsstufe insgesamt Steuerrückzahlungen, während bei den Pensionierten ab einem Jahresbruttobezug von 50 000 Euro bis 200 000 Euro durch die ANV Nachzahlungen anfielen. Die Ursache dafür dürfte sein, dass sie zu ihrem gesetzlichen Pensionsbezug zusätzliche und relativ hohe Bezüge (Firmenpension, sonstige Zusatzpension, Nebenverdienst etc.) hatten, für die ursprünglich zu wenig Lohnsteuer einbehalten worden war, weil keine gemeinsame Versteuerung aller Bezüge erfolgte.
Tabelle 4: Einbehaltene Lohnsteuer vor und nach Arbeitnehmerveranlagung 2023 Bruttobezugsstufen und Bezugsdauer
Stufen der Bruttobezüge in 1 000 Euro Steuer- LSt- pflichtige lt. Statistik Einbehaltene LSt je Steuerfplichtige/r in Euro lt. LSt-Statistik Einbehaltene LSt je Steuerfplichtige/r in Euro lt. ANV Veränderung durch ANV je Steuerpflichtige/r in € ganzj. Bezüge nicht ganzj. Bezüge ganzj. Bezüge nicht ganzj. Bezüge ganzj. Bezüge nicht ganzj. Bezüge 0 bis unter 2 491 523 1 16 -9 -42 -10 -58 2 bis unter 4 268 020 12 75 -36 -99 -48 -173 4 bis unter 6 214 028 23 126 -87 -173 -110 -298 6 bis unter 8 205 620 28 231 -159 -245 -186 -476 8 bis unter 10 178 514 50 338 -283 -320 -333 -658 10 bis unter 12 180 920 57 454 -393 -384 -450 -838 12 bis unter 15 313 795 62 633 -558 -391 -620 -1 023 15 bis unter 18 450 517 112 911 -509 -239 -621 -1 149 18 bis unter 20 239 393 215 1 170 -285 11 -501 -1 159 20 bis unter 25 591 483 652 1 568 197 440 -455 -1 127 25 bis unter 30 586 925 1 649 2 265 1 158 1 221 -491 -1 044 30 bis unter 35 586 063 2 722 3 106 2 252 2 138 -470 -968 35 bis unter 40 555 653 3 646 4 028 3 189 3 046 -457 -982 40 bis unter 50 921 909 5 108 5 559 4 612 4 492 -496 -1 067 50 bis unter 70 925 729 8 351 9 114 7 867 8 110 -485 -1 004 70 bis unter 100 450 196 14 990 15 066 14 513 14 043 -477 -1 024 100 bis unter 150 171 703 27 765 27 298 27 410 25 944 -355 -1 355 150 bis unter 200 41 018 46 732 45 384 46 549 43 800 -182 -1 584 200 und mehr
27 419 110 303 143 734 109 706 140 272 -597 -3 462 Insgesamt 7 400 428 5 494 1 233 5 038 646 -456 -587 Q: STATISTIK AUSTRIA. – Lohnsteuerstatistik und Arbeitnehmerveranlagung (ANV).
Neben der Betrachtung nach Bezugsstufen ist eine Analyse nach der Bezugsdauer hilfreich. Prinzipiell wird monatlich eine Lohnsteuer einbehalten, die dem auf das Jahr hochgerechneten Monatsbezug entspricht. Hat eine Person dann nicht das ganze Jahr über Bezüge, so lohnt sich eine ANV im Allgemeinen, da die tatsächlichen Bezüge zwangsläufig unter den hochgerechneten Bezügen für das entsprechende Jahr liegen. Aufgrund des progressiven Steuertarifs ist die einbehaltene Lohnsteuer höher als die tatsächlich anfallende. Tabelle 4 ist zu entnehmen, dass die durchschnittliche einbehaltene Lohnsteuer für Personen mit nicht ganzjährigen Bezügen in den meisten Bezugsstufen laut Lohnsteuerstatistik höher war als jene für Personen mit ganzjährigen Bezügen. Nach erfolgter ANV war dies in einigen Stufen noch immer so, allerdings mit erheblich geringeren Unterschieden.