Brehms Tierleben, Band 10: Die Niederen Tiere
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bei welcher sie sich entwickeln können, schwankt zwischen bedeutenden Grenzen (0 Grad bis + 30 Grad Celsius). Aber bei 30 Grad erschien die junge Larve schon 24 Stunden nach der Eiablage, bei 16—20 Grad erst nach mehreren Wochen.
Auch aus den Salinen in der Nähe von Triest verschaffte sich Professor von Siebold Artemien und ihre Eier, woraus er monatelang Brut ausschließlich weiblichen Geschlechtes zog. Er konnte daran die Beobachtungen über die Lebensweise ergänzen, die wir um so lieber mitteilen, als sie auch auf die übrigen Blattfüßer viel Licht werfen. „Die Hauptpflege“, erzählt er, „welche ich von meiner Seite dieser Artemienbrut angedeihen ließ, bestand darin, daß ich Sorge trug, in den Wannen die Seewassermenge, welche bei der Wärme meines geheizten Arbeitszimmers, des Aufbewahrungsortes jener Wannen, stark verdunstete, durch Hinzugießen von Meerwasser zu ersetzen, nachdem ich den Salzgehalt dieses Ersatzwassers mittels destillierten Wassers bis zu einem gewissen Grade verdünnt hatte, wobei ich es niemals unterließ, diese sehr verdünnte Salzlösung vor dem Hinzugießen mehrmals hintereinander in einem Glasgefäß stark zu schütteln, um dieses Wasser noch mit etwas atmosphärischer Luft zu imprägnieren. „Um die Herbeischaffung von Futter für meine Artemienkolonien glaubte ichmich nicht bekümmern zu dürfen, da ich bemerkt hatte, daß der Verdauungskanal der von mir erzogenen Artemien stets mit Schlammbestandteilen in ununterbrochenem Zusammenhang von der Mundhöhle bis zum After angefüllt war. Man sieht diese Salzkrebschen sehr häufig und andauernd mit dieser Schlammaufnahme beschäftigt, wobei sie dicht über dem Grunde des Wassers, mit dem Rücken ihres Leibes den lockeren Schlamm berührend, hin und her schwimmen und letzteren durch die raschen, regelmäßigen Bewegungen ihrer nie ruhenden Ruderfüßchen aufwühlen. Der aufgewühlte Schlamm gleitet alsdann dicht am Munde vorbei und wird auf der Mittellinie des Bauches entlang von vorn nach hinten fortgetrieben. Jedenfalls werden auf diese Weise die Artemien, wie die übrigen Phyllopoden, gewisse Bestandteile des aufgewühlten Schlammes mit ihren Mundorganen nach Willkür festhalten und verschlucken. Sehr häufig bemerkte ich, daß diese Tierchen bei diesem Geschäft längere Zeit an einer und derselben Stelle des Grundes verweilten, und daß sie alsdann ihren ganzen Körper senkrecht in die Höhe richteten. Auch in dieser Stellung, gleichsam auf dem Kopfe stehend, setzten fie ununterbrochen die Bewegungen ihrer Rudersüße fort, durch welche sie den aufgewühlten Schlamm ebenfalls an ihren Mundteilen vorbeitrieben und nach und nach eine förmliche Grube aushöhlten, in welche sie ihr Kopfende immer tiefer einbohrten. Verschiedene Individuen drehten sich bei dem Umherschwimmen auf dem schlammigen Grunde plötzlich um ihre Längsachse, so daß sie den Boden mit der Bauchfläche berührten. In dieser Lage verweilten die Artemien alsdann längere Zeit auf einer und derselben Stelle, oder sie krochen, Furchen durch den Schlamm ziehend, langsam weiter. Gewiß wurden bei diesem Benehmen, welches unter fortwährenden Ruderbewegungen stattfand, Futterstoffe von den Artemien aufgenommen und verschluckt. „Außerdem schwammen diese lebhaften Salzkrebschen, wahrscheinlich wenn sie sich gesättigt fühlten, im freien Wasser ihrer Behälter nach allen Richtungen ziemlich rasch hin und her, überschlugen sich öfter, wie es schien, aus Übermut, stießen zuweilen, als wollten sie sich necken, aneinander und fuhren sodann blitzschnell wieder auseinander. Bei diesem rastlosen Durchschwimmen ihrer Wasserbehälter werden diese Tierchen wahrscheinlich keine Gelegenheit vorübergehen lassen, die im freien Wasser flottierenden Futterstoffe, welche ihnen vor das Maul kommen, festzuhalten und zu verschlucken; dieses fortwährende Verschlucken von Schlammteilen ist den Salzkrebschen jedenfalls Bedürfnis, zumal da ihre Ver: dauungsorgane gewiß nur einen sehr geringen Teil dieser als Futter aufgenommenen Stoffe werden assimilieren können. Schon die außerordentlichen Fäcesmengen, welche die Artemien ¼ẽůuö*-ÄR
fortwährend auf den Grund ihrer Wasserbehälter fallen lassen, deuten auf die ungeheure Gefräßigkeit dieser Tierchen hin. „Mittels des hier mitgeteilten Verfahrens ist mir die Aufzucht der Artemien⸗Embryos, welche der aus Triest übersendete Schlamm in sehr reichlicher Anzahl geliefert hat, auf das vortrefflichste bis zur vollständigen Geschlechtsreife gelungen. Immer waren es nur einzelne Individuen, welche in den verschiedenen Behältern von meinem Beobachtungsmaterial mit Tode abgingen.“ b
Im Jahre 1874 veröffentlichte ein russischer Forscher, Schmankewitsch, über Artemia salina aus den Salzquellen bei Odessa eine interessante und wichtige Arbeit. Bei Ber: reißung eines Dammes wurde eine große Menge Salzkrebschen in einen mit abgesetztem Salze erfüllten Teil des Kujalniker Limans geschwemmt. Während nun nach Wiederherstellung des Dammes das Salzwasser durch Verdunstung sich konzentrierte, verwandelte sich die Artemia salina von Generation zu Generation in die aus konzentrierterem Wasser bekannte Artemia Milhausenii, die man wegen Mangels der Schwanzlappen und Schwanzborsten und wegen ihrer geringeren Größe nach diesen Beobachtungen als eine unter ungünstigen Lebensverhältnissen degradierte Form ansehen kann. Schmankewitsch erzielte diese Umwandlung auch durch künstliche Zucht bei langsamer Verdichtung des Salzwassers in den Zuchtgefäßen, und es gelang ihm, durch die entgegengesetzte Behandlung, d. h. durch stufenweise Verdünnung des Salzwassers, die Artemia Milhausenii in Artemia salina überzuführen. Bei der künstlichen Zucht der letzteren in nach und nach verdünntem Salzwasser bekam unser Forscher eine mit dem Kennzeichen von Branchipus Schaefferi versehene Form, „welche man gleichsam als eine neue Art Branchipus ansehen konnte. „Überhaupt find also die Arten des Genus Artemia zur fortschreitenden Ausbildung bei stufenweise verringerter Konzentration des Salzwassers geeignet, und finden sie die hierzu nötigen Bedingungen in der Natur in denjenigen Salzpfützen, welche nach einer gewissen Anzahl von Jahren durch fortwährende Auswaschung des salzhaltigen Bodens in Süßwasserpfützen übergehen können. Und wirklich lebt die Artemia salina auch in solchen Salzpfützen in der Nähe der Limane, in welchen bei geringer Konzentration des Wassers noch Branchipus spinosus, bei noch mehr abnehmender Dichtigkeit aber Branchipus ferox und eine andere sonderbare Art Branchipus mit hakenförmig eingebogenen Schwanzlappen, Branchipus medius, lebt.“ Weitere chungen erstreckten sich auf den Einfluß, welchen Temperaturerhöhung und die verschiedenen Grade des Salzgehaltes des Wassers auf die Fortpflanzungsverhältnisse ausüben. Man muß mit Blindheit geschlagen oder aus Liebe zur Stabilität verstockt sein, wenn man solche Beispiele nicht als vollgültige Beweise für die Veränderlichkeit der Art, dieses Angelpunktes der Abstammungslehre, gelten lassen will.
Ein weiteres, sehr merkwürdiges Phyllopod ist der Kiefenfuß (Apus). Der Körper der zwei in Mitteleuropa lebenden Arten ist von obenher durch eine breite, schildförmige Schale bedeckt, auf welcher vorn die beiden fast miteinander verschmelzenden Augen liegen. Sie haben nicht weniger als 60 Paare von Kiemenfüßen, wovon jedoch beim Weibchen das elfte in zwei Brusttaschen zur Aufnahme der Eier umgeformt ist. Sie leben in kleineren stehenden Gewässern, bei deren Eintrocknen die Tiere alle absterben, während der Fortbestand durch die im festgewordenen Schlamme sich erhaltenden Eier gesichert ist. Man kannte von ihnen bis zum Jahre 1856 die Männchen nicht. Der Entdecker derselben hatte seine besondere Freude, daß dies Ereignis gerade mit der hundertjährigen Jahresfeier der ersten über den „krebsartigen Kiefenfuß“ (Apus cancriformis) erschienenen Monographie zusammentraf. Im Jahre 1756 hat nämlich der seiner Zeit berühmte Naturforscher, der
„evangelische Prediger“ in Regensburg, Schäffer, „anfangs in der lateinischen und itzo in der deutschen Mundart“ die erste sorgfältige Abhandlung über den Kiefenfuß gegeben. Trotz vierjähriger genauer Studien des Tieres war es ihm nicht gelungen, Männchen zu entdecken. Cine interessante Anekdote erzählt Schleiden vom Apus cancriformis, ich habe aber nicht erfahren können, wo er sie her hat. Als Goethe einmal in der Umgegend von Jena spazieren ging, brachte man ihm einen lebenden, eben gefangenen Kiefenfuß, der seine Aufmerksamkeit außerordentlich fesselte. Er wollte mehr davon haben und bot für den nächsten einen Speziesthaler, für den dritten einen Gulden und so weiter bis auf 6 Pfennig herab. Aber obwohl viele Leute auf die Suche gingen, wollte es doch nicht gelingen, einen zweiten zu erhaschen. Eine andere Gattung mit sitzenden Augen ist Limnadia, deren Körper von einer großen zweiklappigen, beiderseits am Rücken befestigten Schale ganz eingeschlossen ist.
Der ausgezeichnete Kenner vieler und auch dieser niederen Tiere, Professor Leydig in Würzburg, schildert sehr anziehend die allgemeinen Lebensverhältnisse der Familie der Wasserflöhe, Kladoceren oder Daphniden (Cladocera). „Frühmorgens, dann namentlich an warmen, ruhigen Abenden, auch ebenso bei bedecktem Himmel schwimmen diese Tierchen, von denen die größten selten über 6mm Länge haben, zunächst der Ober— / \ fläche des Wassers, senken sich aber in die Tiefe, jo-
A \ bald die Sonne etwas stark den Wasserspiegel be: 6 N scheint. Manche Arten lieben es überhaupt mehr, sich nahe an dem schlammigen Grunde aufzuhalten 1 als in die Höhe zu steigen. Schon dadurch, daß fie
| gewöhnlich scharenweise die stehenden und lang:
sam fließenden Gewässer bevölkern, ja selbst, wie Kiefenfuß (Apus). Natürliche Größe. wenigstens mancher beobachtet haben will, durch ihre übergroße Menge dem Wasser eine bestimmte Färbung verleihen, mußten fie die Aufmerksamkeit der Naturforscher seit langem auf sich ziehen; doch versteht es sich in anbetracht ihrer geringen Körpergröße von selbst, daß immer nur solche Beobachter eine nähere Kenntnis von ihnen nehmen konnten, welche den Gebrauch des Mikroskopes nicht verschmähten. Aber gerade für jene Zoologen, welche nicht bloß die Außerlichkeiten eines Tieres berücksichtigen, sondern auch für den inneren Bau und die Lebenserscheinungen sich interessieren, ist das Studium dieser Geschöpfe ein höchst anziehendes. Kann man doch bei vielen, begünstigt durch die große Durchsichtigkeit der Hautbedeckungen, den ganzen Organenkomplex am lebenden unverletzten Tiere durchschauen, ähnlich fast wie an jenen Maschinenmodellen, welche unter durchsichtiger, glänzender Umhüllung die Zusammensetzung und das Spiel der einzelnen Teile dem Blicke des Beschauers nicht vorenthalten. Und auch der Nichtzoolog ist angenehm überrascht, wenn er an einem unter dem Mikroskop ihm vorliegenden Tiere die Bewegungen des Auges, des Nahrungskanals, das pulsierende Herz, die den Körper durchperlenden Blutkügelchen und so vieles andere Lebende und Bebende gewahr wird. „Indessen nicht jeder fühlt die Neigung oder, um nicht gar zu Jagen, hat die Herab: lassung, die organischen Körper um ihrer selbst willen zu studieren, und insbesondere in
den tierischen Geschöpfen, mit dem Dichter zu reden, ‚den höchsten Gedanken, zu dem die Natur schaffend sich aufschwang, nachzudenken“; vielmehr bestimmt sich das Interesse für die Tierwelt bei den meisten doch eigentlich nur danach, ob die Tiere dem Menschen auch wahre Dienste leisten. Um so mehr macht es mir daher Vergnügen, auch solchen Naturfreunden eine Mitteilung über die Daphniden geben zu können, welche ihnen diese kleinen, schwer sichtbaren Existenzen werter erscheinen lassen dürften, als sie vielleicht es vorher waren. Während eines längeren Aufenthaltes an den bayrischen Gebirgsseen und am Bodensee habe ich nämlich gefunden, daß die Kladoceren und Cyklopiden (unter den Kopepoden) die fast ausschließliche Nah: rung der geschätztesten Fische dieser Seen ausmachen. Die Saiblinge und die Renken (Blaufellchen am Bodensee) leben von solchen kleinen Krebsen. Ich öffnete eine große Anzahl von genannten Fischen mit Rücksicht auf diesen Punkt, und immer bestand der Inhalt des Magens ohne
IW andere Beimischung aus der⸗ NNN NN PIENT gleichen mikroskopischen Kru⸗ =———ggI 2 stentieren. Letztere müssen fo: ——= e——
7 mit, was die Zahl der Indi⸗ ——7 viduen betrifft, als die Haupt⸗,—- bevölkerung der bezeichneten ——= Gewässer angesehen werden. Bedenkt man, welche Bedeutung z. B. das Blaufellchen (Coregonus Wartmanni), von dem jährlich über 100,000 im Bodensee gefangen werden, für die Anwohner dieses Sees hat, so wird man zugestehen müssen, daß die kaum gewür⸗ Wasserfloh (Acanthocereus). Stark vergrößert. digten kleinen Muschelkrebse, insofern sie die Masse von Fischen ernähren, dem Menschen, wenngleich indirekt, von großem Nutzen sind.“ Das Aussehen der Wasserflöhe ist sehr eigentümlich. Über den mit einer zweiklappigen Schale versehenen Rumpf ragt ein gewölbter, beschnabelter und von einem besonderen Helme bedeckter Kopf (A) hervor. Unter dem Ende des Schnabels liegen die inneren Fühlhörner, in zarte, nervöse Tastfäden ausgehend. Gleich unter der oberen Wölbung befindet sich das große Auge (O), das durch eine Anzahl Muskeln gedreht werden kann. Die äußeren Fühler (J) find zu mächtigen, ästigen Ruderorganen umgestaltet, durch deren Schläge die hüpfende, flohähnliche Bewegung geschieht. Sehr versteckt unter dem Kopfhelm und der vorderen Bucht der Schalen liegen die aus Oberlippe, Ober- und Unter: kiefer bestehenden Mundteile. Die zweiklappige Schale (S) ist eine Hautausbreitung desjenigen Körperabschnittes, welcher der Brust der Insekten entspricht. Gerade bei unseren Tieren läßt sich eine gewisse Ahnlichkeit mit den Flügeln der Insekten nicht verkennen,
mit denen man auch, und wohl mit ebenso vielem Recht, die Seitenteile des Panzers der Zehnfüßer verglichen hat. Nur bei einzelnen durchsichtigen Insektenlarven kann man am lebenden Tiere so genau das Herz (E) und seine Thätigkeit beobachten wie an den Wasserflöhen. Es liegt in der Mittellinie des Körpers am Rücken und hat meist die Form einer rundlichen Blase. Mit einer mundähnlichen Spalte schnappt es in raschem Pulsieren das Blut mit den Blutkörperchen auf, um es auf der anderen Seite durch eine zweite Spalte wieder auszuspeien und fortzutreiben. Als Atmungsorgane dienen die blattförmigen Anhänge der 4—6 Paar Beine. Auch diese Krebse haben einen dem „Schwanz“ des Flußkrebses entsprechenden Nachleib, welcher frei unter der Schale liegt und mit Krallen oder zwei Schwanzborsten (C) endigt. Er wird als ein kräftiges Ruderorgan benutzt. Die männlichen Wasserflöhe sind durchgängig kleiner als die weiblichen und zeichnen sich bei den meisten Arten durch anders gestaltete, innere Antennen und ein zum Festhalten umgebildetes, erstes Beinpaar sowie gelegentlich auch durch sehr schöne blaue oder rote Schmuckfarben aus. Die Weibchen bringen, wie seit langem bekannt, zweierlei Eier hervor: Sommereier und Wintereier. Letztere sind unter anderem durch stärkere schützende Hüllen unterschieden. Das Erscheinen der Sommer- oder Ephippium des Acanthocereus. Stark Wintereier hängt übrigens viel weniger von der Jahrese zeit als von dem Erscheinen der Männchen ab, und diese treten immer auf, wenn die Bedingungen der Ernährung im Rückgang begriffen sind. Die sogenannten Sommereier entstehen nämlich und entwickeln sich zu neuer Brut, ohne befruchtet zu sein, erinnern also an jene Eier der Bienenkönigin, aus welchen die Drohnen hervorgehen, oder an jene „Keime“ der Blattläuse, aus welchen sich die Sommer: generationen entwickeln. Sobald in bestimmter Jahreszeit die Daphniden-Männchen auftauchen, gibt es „Wintereier“. Die Verpackung derselben in das von seinem Entdecker Jurine für eine krankhafte Bildung gehaltene sogenannte Ephippium (Sattel) ist sehr merkwürdig. Es löst sich nämlich die ganze Schale oder ein Teil derselben ab und umschließt als Schutzhülle ein, zwei oder ein ganzes Paketchen von Eiern. Insofern sie nun in dieser Verpackung trotz des Austrocknens der Gewässer und trotz des Frostes den Winter überdauern, ist die Benennung „Wintereier“ allerdings bezeichnend. Sehr interessante Beobachtungen machte Weismann an Moina rectirostris, welche in lehmigen Pfützen nicht selten ist. Hier sind bei den Weibchen beide Eierstöcke in Thätigkeit: der eine produziert ein Winterei und der andere mehrere kleinere Sommereier. Werden die Tiere nun nicht von Männchen begattet, dann zerfällt das Winterei im Eierstock, und seine Substanz wird resorbiert, hingegen gelangen die unbefruchteten Sommereier zur parthenogenetischen Entwickelung.