Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel
Alpenlerche (Otocorys alpestris). ½ natürl. Größe.
weiß gesäumt, die Deckfedern der Armschwingen und größten Flügeldecken auch am Ende so umrandet, die Schwanzfedern, mit Ausnahme der beiden dunkelbraunen, fahlbraun gesäumten Mittelfedern, schwarz, die beiden äußersten außen weiß. Der Augenring ist dunkelbraun, der Schnabel bläulichgrau, der Fuß hornbraun. Beim Weibchen ist das Gelb im Gesichte und auf der Kehle blässer, die schwarze Querbinde auf dem Kopfe nicht vorhanden, der schwarze Flecken auf den Kopfseiten und dem Kropfe mehr beschränkt und durch schmale hellere Federspitzen etwas verwischt, auch die Brust mit verwaschenen dunkeln Schaftstrichen gezeichnet. Die Alpenlerche trägt ihren Namen nicht von den Schweizer, sondern von den Nordischen Alpen. Sie ist ein Kind der Tundra und gegenwärtig in diesem Gebiete überall Brutvogel, demgemäß ebensowohl in der Neuen wie in der Alten Welt zu Hause. Durch
Alfred Walter wissen wir aber, daß sie vereinzelt sogar Transkaukasien im Sommer bewohnt und ebenso an der Ostseite des Kaspischen Meeres, bei Krasnowodsk, vorkommt. „Hier also“, schreibt Walter, „lebt der Vogel noch mehr als 20 meunter dem Meeresspiegel.“ Flügge und bereits gescharte Junge gab es Ende Mai. Früher gehörte die Alpenlerche auch in Nordwesteuropa zu den Seltenheiten; seit etwa 50 Jahren aber hat sie sich mehr und mehr verbreitet, und gegenwärtig ist sie in Nordskandinavien eine regelmäßige Erscheinung. In Finnmarken oder Norwegisch-Lappland lebt sie, nach meinen Beobachtungen, keineswegs auf den höheren Gebirgen, sondern von der Seeküste an bis zu höchstens 150 m Höhe aufwärts, findet sich hier aber nur auf steinigem Grunde, in menschenleersten Einöden ebensowohl wie in unmittelbarer Nähe von Wohnungen. Wenige Schritte hinter dem Hause des Kaufmannes und Naturforschers Nordvy traf ich ein nistendes Pärchen an, das um Mitte Juli bereits zum zweiten Male Junge erzeugt hatte. Der kundige Vogelfreund sagte mir, daß diese schöne Lerche noch während seiner Knabenjahre zu den seltensten Erscheinungen gehört habe, allgemach aber eingewandert sei und jetzt als Sommervogel überall vorkomme. Ende Oktober verläßt sie die Tundra Lapplands, um Mitte September ihre nordsibirischen Brutstätten; hier kehrt sie schwerlich vor Anfang des Mai, dort in der Mitte des April zurück. Zu Ende dieses Monates haben die in Finnmarken hausenden Paare das Nest bereits gebaut und gewöhnlich auch schon Eier. Gelegentlich ihrer Winterreise besucht sie gegenwärtig regelmäßig Deutschland, namentlich die Ostseeküste, und es scheint, daß dies, seitdem sie sich in Finnmarken angesiedelt, viel öfter geschieht, als es früher der Fall war. Nach mündlichem Berichte des jüngeren Schilling gehört sie in neuerer Zeit auf Rügen und den benachbarten Inseln, namentlich auf Hiddensöe, zu den Erscheinungen, welche jeder Winter bringt; nach Versicherung kundiger Freunde wandert sie alljährlich durch Ost⸗ und Westpreußen; ebenso hat sie Gätke sehr häufig auf Helgoland in Scharen von 60, 80—100 Stück beobachtet. Solche Wanderscharen werden unzweifelhaft alljährlich Südskandinavien durchreisen, so wenige von ihnen daselbst auch beobachtet wurden, und sie werden ebenso im Inneren Deutschlands viel häufiger erscheinen, als man glaubt, wahrscheinlich aber von Gebirge zu Gebirge fliegen und deshalb sich der Beobachtung entziehen. Am Ob begegneten wir in dem sehr günstigen Herbste des Jahres 1876 vom 20. September an zahlreichen Zuggesellschaften, die am kiesigen Stromufer und in den Dörfern Nahrung suchten. Wieweit sie im Winter nach Süden oder Südwesten hin vordringt, bedarf noch der Feststellung. Radde fand sie um diese Zeit auf den Hochsteppen Dauriens, im Gouvernement Cherson und in Bessarabien; Barthoͤlemy-Lapommeraye erwähnt, daß sie einige Male in der Provence, Graf Salvadori, daß sie wiederholt in Italien vorgekommen ist. In ihrem Wesen und Betragen hat die Alpenlerche so große Ahnlichkeit mit der Feldlerche, daß ich keinen wesentlichen Unterschied wahrnehmen konnte. Doch sah ich jene niemals singend in die Luft steigen, vielmehr entweder von Steinen oder Baumzweigen herab ihr einfaches, aber ansprechendes Liedchen vortragen; laut Collett steigt jedoch auch sie und singt dabei ganz anders als im Sitzen. Die Nahrung besteht aus Pflanzenstoffen, zumal Sämereien, und Kerbtieren, namentlich aus den in allen Tundren so überaus häufigen Mücken und deren Larven, mit denen auch die Jungen aufgefüttert werden. Das verhältnismäßig kunstreiche Nest wird zwar ebenfalls in einer Vertiefung des Bodens angelegt, innen aber mit feinen Halmen und selbst mit Pflanzenwolle und zarten Samenhülsen sehr nett ausgelegt. Das Gelege enthält 4—5 Eier, die etwa 22 mm lang, 17 mm dick und auf gelblichem Grunde mit außerordentlich feinen Strichelchen von etwas dunklerer Farbe, am dicken Ende oft kranzartig, gezeichnet sind. Einige Eier zeigen auch wohl schiefergraue Schalenflecken oder dunkelbraune Haarzüge. Das Nest ist schwer aufzufinden, weil die Tundra sehr gute Versteckplätze bietet. Ob nur die Weibchen oder 15* Alpenlerche: Verbreitung. Wesen. Fortpflanzung. 227
abwechselnd beide Geschlechter brüten, weiß ich nicht, wohl aber, daß die Alpenlerche Störungen nicht verträgt, vielmehr infolge deren Nest und Eier verläßt. Gefangene Alpenlerchen sind anmutig in einem kleinen Raume, viel anmutiger noch in dem Gesellschaftsbauer, vertragen sich mit anderen Vögeln nicht nur vortrefflich, sondern scheinen sogar an deren Gesellschaft Freude zu haben, dauern auch lange Jahre aus. * Die Haubenlerche, Schopf-, Kamm-, Zobel-, Weg-, Kot- und Hauslerche (Galerita cçristata, abyssinica und boysii, Alauda cristata, undata, matutina, senegalensis, galerita, Lulula cristata, Heéterops cristatus, Certhilauda boysii, Abbildung S. 218), vertritt eine ihr gleichnamige Gattung (Galerita), deren Merkmale in dem gedrungenen Baue des Leibes, dem starken Schnabel, den mittelhohen Füßen mit fast geraden Sporen an der Hinterzehe, den großen, breiten und stumpfen Flügeln, dem sehr lockeren Gefieder und der Holle oder Haube auf dem Kopfe begründet sind. UÜber die Färbung des Gefieders läßt sich schwer etwas Bestimmtes sagen; denn die Haubenlerche ändert sehr ab, und wir wissen heutigestags noch nicht, ob wir auf diese Abweichungen Arten zu begründen oder ob wir es nur mit Unterarten zu thun haben. Die bei uns in Deutschland wohnenden Lerchen dieser Art sind oberseits auf rötlich lehmbraunem Grunde dunkelbraun, die Schopffedern schwarz geschaftet, Zügel und ein undeutlicher Augenstreifen hell isabell, die Kopfseiten lehmbräunlich, die Unterteile isabellweißlich, auf Brust und Seiten ins Rötliche ziehend, auf Kropf und Brust mit breiten, verwaschenen, dunkeln, auf den unteren Schwanzdecken mit solchen, jedoch mehr verwaschenen Schaftflecken geziert, die Schwingen dunkelbraun, außen und am Ende schmal, innen breit rostfarbig gerandet, die letzten Armschwingen und Flügeldecken außen und am Ende breit lehmbräunlich, die schwarzbraunen Schwanzfedern außen und am Ende schmal gesäumt, die beiden äußersten an der ganzen Außenfahne roströtlich. Das Auge ist tiefbraun, der Schnabel hornbräunlich, die Wurzelhälfte des Unterschnabels und der Fuß horngelblich. Die Länge beträgt 18, die Breite 33, die Fittichlänge 9,5, die Schwanzlänge 6,5 em. Unsere Haubenlerche bewohnt mit Ausnahme des hohen Nordens fast ganz Europa, einen Teil Asiens und einen beträchtlichen Teil Afrikas, tritt im Süden häufiger auf als im Norden und ist in Spanien und Nordafrika die häufigste Art dieser Familie, verbreitet sich aber auch in Deutschland, den Hochstraßen folgend, von Jahr zu Jahr weiter und nistet sich allmählich da ein, wo sie früher fehlte. „Von ganz hervorragendem Interesse“, schreibt W. Marshall, „ist die Einwanderung der Haubenlerche nach Mitteleuropa; sie ist ein häufiger Standvogel vom Fuße der chinesischen und mongolischen Gebirge, durch Turkistan (als eigne Lokalrasse Galerita magna), Persien, das transkaspische Gebiet bis nach Südrußland, aber sie fehlt in Westsibirien, und wahrscheinlich bildet hier der Uralfluß, vielleicht schon die Wolga, die Ostgrenze. Von ihren südöstlichen Heimatländern ist sie auf drei, möglicherweise auf vier Einfallslinien nach Europa gekommen: vielleicht vor einigen Jahrtausenden schon auf der südlich von den Alpen gelegenen, von Bulgarien und Kleinasien um das Mittelmeerbecken herum bis zum Atlantischen Ozeane, und sie hat hier eine ganze Reihe von Rassen gebildet, die sich durch Färbung, Größe, merkwürdigerweise auch durch Gesang und andere Lebensgewohnheiten (z. B. setzt sie sich in Portugal, wo sie häufig ist, nach E. Rey, gern auf Bäume, was sie hierzulande niemals thut!) sowohl untereinander als auch von der cisalpinen unterscheiden. Von diesen Eindringlingen werden auch in diesem Falle die Stücke der südlichen Steiermark abstammen und die wenigen der Schweiz, in der die Haubenlerche, nach Tschudi, mehr den wärmeren Gegenden angehört und sich nur sehr vereinzelt in den wilden Bergthälern Graubündens zeigt.
„Die zweite Einfallspforte, die unser Vogel zur Einwanderung nach Westen wählte, ist sozusagen das Eiserne Thor; aber auf dieser Straße ist er noch nicht sehr weit donauaufwärts gekommen: 1864 war er noch nicht bei Arnsdorf im Wienerwaldkreise, wo er aber schon 6 Jahre später anfing, häufiger zu werden, und 1879 tritt er häufig in der Umgegend Wiens auf. „Die dritte Einzugslinie könnte man die norddeutsche nennen; sie geht entlang der Oder (vielleicht auch eine vierte entlang der Weichsel) und wendet sich dann westlich, um zunächst der Seeküste zu folgen. Bei Petersburg fehlt die Haubenlerche noch, in Schweden und in England ist sie nur ein seltener Irrgast, im Schleswigschen läßt sie sich nur im Winter, dann aber häufig sehen, brütet jedoch schon 1850 in Holstein, 1856 einzeln auf Sylt; seit 1820 tritt sie in Oldenburg auf, anfangs sehr selten, aber bereits 1853 ist sie sehr zahlreich. Seit 1840 ist der Vogel in der Priegnitz häufig geworden, und 7 Jahre später erschien er bei Seppenrade in Westfalen als Brutvogel. Am Ende des vorigen Jahrhunderts war das Tier in ganz Thüringen nur Wintergast und ist noch in Südthüringen nur während strenger Winter eine seltene Erscheinung, während es im Nordwesten bei Schlotheim unweit Mühlhausen schon 1854 häufig brütete. Bei Neuwied fand es sich bereits 1841 als Brutvogel, und 1878 war es bis Saarbrücken vorgedrungen. „Es ist die Haubenlerche in höherem Grade ein Steppentier als die übrigen von Südosten her vorgedrungenen Vögel, und es ist eine sehr richtige Beobachtung, daß sie mit Vorliebe den großen Heerstraßen westwärts folgt und mit Vorliebe in deren Nähe brütet, denn diese haben den ganz ausgesprochenen Charakter so öder Steppen, wie die chinesische und mongolische sind. Aber gerade durch diese Gewohnheit hat der immerhin fremdartige, den Fahrwegen entlang trippelnde Vogel mit auffälliger Stimme und Kopfbefiederung die Aufmerksamkeit des Volkes auf sich gelenkt: so glaubt in Thüringen der gemeine Mann, die Haubenlerche sei 1813 während der Freiheitskriege im Gefolge der Russen eingezogen, wie ja das auch ähnlich von der Küchenschabe behauptet wird. „Südlich von einer Linie, die von Metz bis in die Leipziger Gegend gezogen wurde, scheint der Vogel in Deutschland nistend nicht gefunden zu werden: er fehlt wenigstens im Westerwald, bei Barchfeld im Werrathale und bei Neuburg in Schwaben; bei Klingenbad in Bayern, auch in der nördlichen und westlichen Schweiz bis Genf zeigt er sich nur im Winter.“ Im Süden Europas findet man die Haubenlerche in und bei den Dörfern ebensowohl wie auch auf der einsamen, menschenleeren Ebene oder im Gebirge; in Deutschland bevorzugt sie die Nähe des Menschen, kommt im Winter in das Innere der Dörfer und Städte und wird zum Bettler vor Scheuer und Küche.
Im Süden Spaniens vertritt sie die Lorbeerlerche (Galerita theclae), welche sich durch kürzeren Schnabel, längere Haube, schmale, scharf ausgeprägte dunkle Bruststrichelung, dunkel gefleckte Unterbacke und in der Endhälfte der Innenfahne roströtliche äußere Schwanzfedern unterscheidet. Außer der Begattungszeit ist die Haubenlerche ein stiller Vogel, der sich nur durch seine Allgegenwart bemerkbar macht, im übrigen aber höchst anspruchslos erscheint. Von der Feldlerche unterscheidet sie sich leicht durch ihre gedrungene Gestalt und die spitzige Haube, welche sie fast immer aufgerichtet trägt. Im Sitzen und Laufen, auch im Fluge ähnelt sie den übrigen Verwandten sehr. Ihre Stimme ist ein leises „Hoid hoid“, welchem ein helles, angenehmes „Qui qui“ zu folgen pflegt. Der Gesang zeichnet sich durch Abwechselung aus und hat seine Vorzüge, obwohl er weder mit dem der Feldlerche noch vollends mit dem der Heidelerche verglichen werden kann. A. von Homeyer rühmt besonders das Lied der Lorbeerlerche und sagt: „Das Klagende der Heidelerche ist ihr nicht nur eigen, sondern sie übertrifft diese liebe Sängerin gerade in dieser Eigentümlichkeit noch bedeutend. Auch der
Ton ist durchaus verschieden von dem der deutschen Haubenlerche: er ist so weich, so klagend, so silberrein wie bei der Heidelerche, aber noch schwermütiger. Der Vortrag steht mit dieser Tonweise im engsten Zusammenhange: ich kenne kaum etwas Schöneres als den gefühlvollen Gesang dieser Lerche, während im Vergleiche damit der oft schreiende Ton und die Sangesweise unserer Haubenlerche mir oft zuwider war. Als ich jener Gesang hörte, wollte ich ihn durchaus nicht für den einer Haubenlerche halten.“ Die Nahrung der Haubenlerche ist gemischter Art. Im Herbste, im Winter und im Frühlinge begnügt sie sich mit Gesäme aller Art; im Frühjahre pflückt sie zarte Grasspitzen und andere grüne Kräuter ab. Das Nest wird auf Feldern, trockenen Wiesen, in Weinbergen, Gärten und an ähnlichen Orten, oft sehr nahe bei bewohnten Gebäuden, in vielbesuchten öffentlichen Gärten, selbst auf Bahnhöfen, angelegt, steht aber immer verborgen und ist schwer zu finden. In seiner Bauart unterscheidet es sich wenig von anderen Lerchennestern; die 4—6, seltener 3 Eier, deren Längsdurchmesser 22 und deren Querdurchmesser 15 mm beträgt, sind auf gelbem oder rötlichweißem Grunde mit sehr vielen aschgrauen und gelbbraunen kleinen Punkten und Flecken über und über bestreut. An einem von ihm gepflegten Haubenlerchenpaare hat Liebe Beobachtungen gesammelt, welche die Fortpflanzungsgeschichte dieser und vielleicht aller Lerchen in unerwarteter Weise aufklären. Das Weibchen brütet allein, sitzt aber, wenn die Witterung nicht zu kalt ist, während des Tages wenig auf den Eiern, sondern verläßt sie etwa alle halbe Stunden, um sich zu putzen und um Nahrung zu suchen, da es vom Männchen nicht gefüttert wird. Nach 13 Tagen schlüpfen die Jungen aus und werden, obgleich sie nur spärlich mit Flaum bedeckt sind und die violettschwärzliche Haut allenthalben durchschimmert, doch wenig gehudert. Nur des Nachts oder bei rauhem Wetter sitzt die Alte fest auf dem Neste. Das Männchen beteiligt sich bloß mittelbar bei der Fütterung, indem es Kerbtiere zusammensucht, mit dem Schnabel zubereitet und sodann dem Weibchen vorlegt, damit dieses sie verfüttere. Am 9. Tage laufen die Jungen aus dem Neste und kehren nicht wieder dahin zurück. Ihr Gang ist zuerst ein unbeholfenes Hüpfen, und erst vom 12. Tage ab lernen sie nach Art ihrer Eltern laufen. Des Nachts verstecken sie sich in einer Boͤdenvertiefung, werden hier aber von der Alten nicht gehudert, sondern vom Männchen mit einigen Halmen und dürren Blättern zugedeckt. Auch jetzt füttert der Vater nur selten selbst und begnügt sich damit, der Mutter die für die Jungen bestimmte Atzung vorzulegen. Er beteiligt sich aber anderweitig bei der Fütterung. Wenn nämlich die Mutter mit vollem Schnabel ankommt und vergeblich nach den Jungen sucht, ruft er sie mit lauter Stimme, worauf jene leise, aber deutlich genug, um von der Mutter gehört zu werden, antworten. Am 14. Tage nach dem Ausschlüpfen versuchen die Jungen ihre Schwingen, und am 16. Tage können sie schon über ziemlich weite Strecken hinweg fliegen. Sobald sie selbständig geworden sind, schreiten die Eltern zur zweiten und dann zu einer dritten Brut. Die Haubenlerche genießt insofern ein glücklicheres Los, als sie nicht in so großer Menge wie die Feldlerche für die Küche gefangen und außerdem kaum verfolgt wird. Ihre Feinde sind dieselben, welche auch anderen Erdvögeln nachstellen. Im Käfige hält man sie selten.