Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel
der Stelzen oder Uferläufer Schwanz und Hinterleib auf und nieder bewegend, watet von den Steinen herab bis in das Wasser hinein, tiefer und tiefer, bis zur halben Oberbrust, bis zu den Augen, noch tiefer, bis das Wasser über ihm zusammenschlägt, und lustwandelt sodann, 15—20 Sekunden lang, auf dem Grunde weiter, unter den Wellen oder im Winter unter der Eisdecke dahin, gegen die Strömung oder mit ihr, als ginge er auf ebenem Boden. Er stürzt sich in den ärgsten Strudel, in den tollsten Wassersturz, watet, schwimmt, benutzt seine kurzen Flügel als Ruder und fliegt sozusagen unter dem Wasser dahin, wie er eine senkrecht hinabstürzende Wassermasse in Wirklichkeit fliegend durchschneidet. Kein anderer Vogel beherrscht in derselben Weise wie er das Wasser. Nicht immer watet er von seinem erhöhten Sitzpunkte aus allmählich in das Wasser, sondern sehr häufig auch stürzt er sich von seiner Warte herab jählings in die Tiefe, eher nach Art des Frosches als nach Art eines Eisvogels. Sein Flug erinnert an den des Eisvogels, ähnelt aber vielleicht noch mehr dem unseres Zaunkönigs. Aufgescheucht, fliegt er mit schnell aufeinander folgenden Flügelschlägen in gleicher Höhe über dem Wasser dahin, jeder Krümmung des Baches folgend. Der Flug endet plötzlich, sowie er bei einem neu gesicherten Ruhepunkte angekommen ist; es geschieht aber auch und gar nicht selten, daß er, von einer erspähten Beute angezogen, jählings aus der Luft herab in das Wasser stürzt. Wenn er sich verfolgt sieht, durchfliegt er wohl eine Strecke von 400—500 Schritt; sonst schwirrt er gewöhnlich nur von einem erhabenem Steine zum anderen. Wird die Jagd ernster, und sieht er sich gefährdet, so verläßt er zuweilen die Tiefe, in welcher er bisher dahinzog, und steigt steil in die Luft empor, bis über die Wipfelhöhe der Uferbäume und noch höher. Unter solchen Umständen kann es auch geschehen, daß er von der einmal begonnenen Richtung abweicht, selbst den Lauf des Baches verläßt und in großen Bogen sich weiter vorwärts wendet oder zu seinem früheren Sitzpunkte zurückkehrt. Wenn er sich unbehelligt sieht, kommt es nach A. von Ho-— meyers Beobachtungen vor, daß er im Fluge Halt macht, fast rüttelnd über einer und derselben Stelle sich hält, hierauf mit lang herabhängenden Ständern zum Wasser herniederstürzt und in ihm verschwindet. Obgleich wir mit Bestimmtheit nur behaupten können, daß die höheren Sinne und namentlich Gesicht und Gehör des Wasserschmätzers auf sehr hoher Stufe stehen, müssen wir doch annehmen, daß auch die übrigen nicht verkümmert sind. Die geistigen Fähigkeiten dürfen unzweifelhaft als sehr entwickelte bezeichnet werden. Der Wasserschmätzer ist klug, vorsichtig, verschlagen und allerorten, wenn auch nicht scheu, so doch höchst aufmerksam auf alles, was rings um ihn vorgeht. Er kennt seine Freunde genau und nicht minder gut seine Feinde. Den Menschen, welcher seinen stillen Wohnsitz einmal betritt, flieht er von weitem; vor Raubtieren aller Art nimmt er sich nicht weniger in acht. Aber derselbe Vogel, welcher in der Sierra Nevada oder unter den Gletschern der Schweizer Alpen ebenso scheu ist wie an Lapplands Gebirgswässern, gewöhnt sich an das Treiben des Menschen und wird sogar ungemein zutraulich, sobald er die feste Uberzeugung gewonnen hat, daß ihm keine Gefahr droht. In der Nähe der Mühlen ist er ein regelmäßiger Gast, welcher in dem Müller und seinen Knappen nur gute Freunde sieht; er kann sich aber auch inmitten der Dorfschaften sehr sicher fühlen. So beobachtete A. von Homeyer ein Wasserschmätzerpärchen mitten in der Stadt Baden-Baden, unmittelbar vor den lebhaftesten Gasthäusern, welches ohne Bedenken vor den Augen der Badegäste seine Taucherkünste trieb, weil es aus Erfahrung wußte, daß es dies hier unbesorgt thun durste. Nach Art so vieler anderer Fischer liebt der Wasserschmätzer die Gesellschaft seinesgleichen durchaus nicht. Bloß während der Brutzeit sieht man die Paare im innigen Verbande, und nur, solange die Jungen der elterlichen Führung bedürftig sind, die Familien zusam—⸗ men; in allen übrigen Abschnitten des Jahres lebt jeder Wasserschmätzer mehr oder weniger
für sich, obgleich die Gatten eines Paares wiederholt sich besuchen. Wagt sich ein Nachbar in das von einem Pärchen besetzte Gebiet, so gibt es eine heftige Jagd, und der rechtmäßige Eigentümer vertreibt den aufdringlichen Gast unerbittlich. Sogar die eignen Kinder werden, sobald sie selbständig geworden sind, rücksichtslos in die weite Welt hinausgestoßen, und man begreift nicht, wie es ihnen möglich wird, eine eigne Heimat zu erwerben. Um fremdartige Vögel bekümmert der Wasserschmätzer sich nicht, betrachtet sie aber, wie es scheint, weniger mit Freundschaft als vielmehr mit Gleichgültigkeit. Bachstelzen und Eisvögel sind von ihm geduldete Bewohner seines Gebietes. Die Stimme, welche man gewöhnlich und regelmäßig dann, wenn er aufgejagt wird, von ihm vernimmt, ist ein wie „zerr“ oder „zerb“ klingender Laut, der Gesang des Männchens ein leises, aber höchst anmutendes Geschwätz, welches aus sanft vorgetragenen, schnurrenden und besser vernehmbaren, schnalzenden Lauten besteht, ebenso an einzelne Teile des Blaukehlchenliedes wie an das Schnalzen des Steinschmätzers erinnert und von Snell treffend mit dem leisen Rieseln und Rauschen eines auf steinigem Grunde dahinfließenden Bächleins verglichen wird. Besonders eifrig singt er an heiteren Frühlingstagen und zumal in den Morgenstunden, läßt sich aber auch von der größten Kälte nicht beirren: er singt, solange der Himmel blau ist. „Es ist“, sagt Schinz, „eine ganz eigne Erscheinung, im Januar bei der strengsten Kälte den Gesang dieses oft mitten auf dem Eise, einem Pfahle oder Steine sitzenden Vogels zu hören, während die ganze Natur erstarrt scheint“, und es ist, füge ich hinzu, ein wahrhaft erhebendes Schauspiel für den Kundigen, welcher den munteren Sänger aufgefunden, wenn er gewahrt, daß dieser, nachdem er sein Lied beendet, sich heiteren Mutes in die eisigen Fluten stürzt, in ihnen sich badet und in ihnen umherläuft oder schwimmt, als gäbe es für ihn keinen Winter und keine Kälte. „Die Bachamsel“, schreibt Girt anner, „dürfte einer unserer gesangslustigsten Vögel sein; denn sie begleitet buchstäblich fast alles, was sie thut, mit ihrem hellen Gesange. Sie singt beim Baden und beim Fressen; singend stürzt sie sich mutig in den Kampf gegen eine grenzverletzende Gebietsnachbarin; beim Putzen des Gefieders muß etwas gesungen sein, und zuletzt beschließt sie singend ihr sangreiches Leben. Aber je nach der Ursache des Gesanges ist auch der Ton ein durchaus verschiedener. Der durch einige scharfe, herausfordernd hervorgestoßene Locktöne eingeleitete Schlachtgesang kennzeichnet deutlich genug die bedenkliche Gemütsverfassung der sonst so friedlichen Sängerin; freundlich, aber lebhaft tönt das Liedchen, welches sie, auf einem Beine mit gehobenem Rücken und niederhängenden Flügeln auf ihrem Lieblingsplätzchen sitzend, sich selbst zum besten gibt; ein Plaudern nur ist es, während sie sich putzt; aber wehmütig und rührend ergreift uns der bei schwindenden Kräften mit mangelndem Atem hervorquellende Sterbegesang.“ Die Nahrung besteht vorzugsweise aus Kerbtieren und deren Larven. Mein Vater fand in dem Magen der von ihm untersuchten Wasserschmätzer Mücken, Wassermotten, Hafte und verschiedene Käferchen, nebenbei auch Pflanzenteilchen, welche wahrscheinlich bloß zufällig mit verschluckt werden, und Kieskörner, wie solche so viele Vögel fressen, um ihre Verdauung zu befördern. Gloger ist der erste, welcher angibt, daß der Wasserschmätzer im Winter auch kleine Muscheln und junge Fischchen verzehrt und davon einen thranigen Geruch erhält; später erfuhr ich, daß die liebe Schuljugend einer meinem heimatlichen Dorfe benachbarten Ortschaft junge Wasserschmätzer im Neste zu ihrem besonderen Vergnügen mit kleinen, mühselig gefangenen Fischchen fütterte, und hatte die Freude, zu erfahren, daß die Jungen bei dieser Nahrung sehr wohl gediehen. Vollkommenen Aufschluß verdanken wir Girtanner. „Die sehr unklaren und sich widersprechenden Angaben über die Ernährungsweise der Bachamsel in der Freiheit“, schreibt er, „hatten schon seit langem den Wunsch in mir erregt, diesen Punkt durch beharrliche Forschung aufzuklären. Aber trotz hundertfältiger
Beobachtung in ihrem freiesten Treiben war ich nicht im stande, namentlich über die Frage ihrer Fischliebhaberei klar zu werden. Wohl beobachtete ich den Vogel, wie er mit gelüfteten oder aufgebauschten Flügeln auf dem Grunde des seichten Wassers dahinrennend Kerfe fing, wie er die Wassermoosklumpen durchwühlte und sich dabei gut stand, wie er auch Frosch⸗ und Fischlaich nicht verachtete; aber Fische fangen sah ich ihn nie, obwohl es mir vorkommen wollte, als verfolge er solche. Um diese Frage aufzuklären, gab es nur ein Mittel: den Vogel zum Hausgenossen zu machen. Ums Neujahr erhielt ich zwei alte, welche ich jedoch nur unter der Bedingung annahm, daß mir täglich die nötige Anzahl kleiner Fischchen geliefert werden mußte. Die Vögel kamen mitsamt den Fischen bei mir an: und entlarvt waren die Fischer. Vielfältige Beobachtungen zeigten, daß der Wasserschmätzer jedem ihm im Wasser zu Gesichte kommenden Fische nachstürzte, die Beute nach einigen Sprüngen und Stößen faßte, möglichst rasch vorderhand ans Ufer warf und erst dann zu näherer Besichtigung herbeikam. Stellte sich der Fisch als zu groß heraus, so ließ er ihn einfach liegen und verderben, tauchte aufs neue und holte sich einen zweiten. War ihm dieser mundgerecht, so erfaßte er ihn quer über der Mitte des Leibes, schlug ihn mit Gewalt links und rechts an die Steine, bis er in Stücke ging und schlang diese einzeln hinunter, um dasselbe Spiel erstaunlich bald zu wiederholen. Ich mußte immer auf einen Bedarf von 20—30 fingerlangen Fischchen auf den Tag für jedes Stück rechnen. Sobald aber Frühlingswitterung eintrat, gingen die Gefangenen zu Nachtigallfutter über und mieden die Fischnahrung vollständig.“ Ein uns befreundeter Müller, dessen Mühle der Mittelpunkt des Gebietes eines Wasserschmätzerpaares ist, beobachtete, daß der Vogel bei strenger Kälte das geronnene Fett, mit welchem die Zapfen der Mühlräder geschmiert werden, sehr gern frißt und angesichts des Müllers keck mit dem Schnabel abpickt. Das tägliche Leben des Wasserschmätzers verläuft, laut A. von Homeyer, wie folgt: Solange das Wasser des Gebirgsbaches klar und hell ist, treibt es der Vogel in seiner gewöhnlichen Weise. Er ist munter, sobald der erste Schimmer im Osten sich zeigt, und in ununterbrochener Thätigkeit bis zum Eintritte der Dunkelheit. In den Morgenstunden wird fleißig gesungen, nebenbei eifrig gejagt; dann gibt es vielleicht etwas Kampf und Streit mit einem aufdringlichen Nachbar: aber auch solcher unterbricht das tägliche Geschäft nur auf wenige Minuten; denn das Gefecht ist bald beendet und der Eindringling in die Flucht geschlagen. Kommt der Mittag heran und drückt die Sonne, so sucht der Wasserschmätzer in seinen beliebten Versteckplätzen, in Gestein oder Wurzelhöhlungen am Ufer, zumal am überhängenden, Schutz und verträumt hier, die weiße Brust dem Wasser zugekehrt, 5 einige Stunden, läßt jedoch auch um diese Zeit etwas Genießbares nicht gleichgültig an sich vorüberziehen. Gegen Abend wird wieder eifrig gefischt, gejagt, getaucht und gesungen; dann begibt sich jeder nach einer jener Höhlungen, welche man als Schlafplätze daran erkennen kann, daß sie mehr als andere mit dem Kote des Vogels beschmutzt sind. Solange es Tag ist, sieht man den Wasserschmätzer immer wach, immer munter, immer regsam, immer in Thätigkeit, und solange dies der Fall, behält er auch seine ewig heitere Laune bei. Anders gestalten sich die Verhältnisse, wenn längere Zeit hindurch Regen fällt und die sonst so klaren Fluten auch seiner Bäche sich trüben. Dann wird es ihm schwer, die ihm notwendige Menge von Nahrung zu erwerben, und er muß daher zu besonderen Künsten seine Zuflucht nehmen. Nunmehr verläßt er seine Lieblingssitzplätze inmitten des brausenden Flusses und begibt sich an jene Uferstellen, wo von oben herab Gras in das Wasser hängt, oder zu einzelnen Wasserpflanzen, welche die Strömung auf der Oberfläche schwimmend erhält. Zwischen diesen Pflaͤnzen fischt er jetzt eifrig nach Art der Enten umher, indem er zwischen ihnen umherwatet oder, wo das Wasser tief ist, schwimmt und mit dem Schnabel jeden Halm, jedes Blatt oder jede Ranke umwendet, um die auf der Kehrseite
sitzenden Wassertierchen abzulesen. Hält der Regen längere Zeit an, so kommt er zuweilen in harte Not und wird infolge der Entbehrung trübe gestimmt. Dann endet jeder Gesang und jede unnütze Bewegung. Im ärgsten Notfalle besucht er auch die stillen Buchten am Ufer, welche er sonst meidet, und betreibt hier seine Jagd. Aber sobald das Wasser sich wieder klärt und die Sonne wieder scheint, hat er auch seine gute Laune wiedergewonnen und ist wieder ebenso heiter und fröhlich geworden, wie er es jemals war. Über die Fortpflanzung hat mein Vater schon vor zwei Menschenaltern ausführliche Beobachtungen veröffentlicht und sie später vervollständigt. „Der Wasserschmätzer“, sagt er, „brütet ungestört gewöhnlich nur einmal, ausnahmsweise jedoch auch zweimal im Jahre, das erste Mal im April. Zu Anfang dieses Monats fängt er an zu bauen und 14 Tage später zu legen. Das Nest steht immer am Wasser, besonders da, wo ein Felsen darüber hinweg- oder daran emporragt, wo ein Erlenstock oder ein Wehr eine passende Höhlung bildet, auch unter Brücken, Wasserbetten, in den Mauern der Radstuben von Mühlen, Eisenhämmern und dergleichen, selbst in den Schaufeln der Mühlräder, wenn diese eine Zeitlang still gestanden haben. Am angenehmsten ist es unserem Vogel, wenn er das Nest so anbringen kann, daß vor ihm eine Wassermasse hinabstürzt. Dann ist es natürlich vollkommen gegen die Nachstellungen der Katzen, Marder, Iltisse und Wiesel geschützt und nur noch den Ratten zugänglich. Zu einem solchen Neste, welches ich in der Radstube einer Mühle sah, konnte ich nicht eher gelangen, als bis der Mühlenbesitzer mir zuliebe das Wasser abgesperrt hatte. Das Nest besteht äußerlich aus Reisern, Grasstengeln, Graswurzeln und Grasblättern, Strohhalmen, oft auch aus Wasser- oder Erdmoos, und ist inwendig mit Baumblättern ausgelegt. Es ist locker gebaut, aber dickwandig, inwendig tiefer als eine Halbkugel und hat stets einen engen Eingang, der gewöhnlich dadurch entsteht, daß jenes die Höhlung, in welcher es sich befindet, ganz ausfüllt. Ist aber das Nistloch zu groß, dann bekommt es eine Decke, wie ein Zaunkönigsnest, und ein enges Eingangsloch. Es besteht dann großenteils aus Moos. In der Schaufel eines Mühlenrades füllt es diese gewöhnlich zum Teil aus und ist mit großer Kunst in eine nach unten sich öffnende so angebracht, daß es nicht herausfallen kann, dann zuweilen 60 em lang. Man findet darin 4 —6 Eier, welche 22 — 26 mm lang und 18 —19 mm dick, sehr verschieden gestaltet, dünn- und glattschalig, mit deutlichen Poren und glänzend weiß sind. Das Weibchen bebrütet sie so emsig, daß man es auf ihnen oder auf den zarten Jungen ergreifen kann, erzieht aber dennoch gewöhnlich nur 2, seltener 3 Junge; das Faulen mehrerer Eier dieses Vogels rührt wahrscheinlich daher, daß das Nest oft ganz feucht ist. Wenn die Alten bei dem Neste nicht gestört werden, legen sie ihr scheues Wesen ab und werden zutraulich, so daß sie sich vor den Menschen wenig fürchten. Besonders hübsch sieht es aus, wenn sie, um zu ihrer Brut zu gelangen, einen Wassersturz durchfliegen.“ Zur Vervollständigung des Vorstehenden will ich noch erwähnen, daß der Wasserschmätzer zuweilen auch vollständig frei stehende Nester auf Steinplatten am Rande des Baches baut und infolge der übereinstimmenden Färbung der Baustoffe mit der Umgebung dennoch auf Schutz seiner Brut rechnen darf; von Tschusi, welchem wir diese Mitteilung verdanken, erzählt, daß die von ihm aus solchem Neste gescheuchten Jungen sofort ins Wasser stürzen, untertauchen, in der Tiefe geschickt fortschwimmen, bis sie eines der ausgehöhlten Ufer erreichen, um sich hier zu verbergen. Junge, welche von Tschu si fing und wieder ins Wasser brachte, tauchten sogleich unter, streckten den Hals weit vor und förderten sich, nur mit den Füßen stoßend, die halb ausgewachsenen Flügel als Ruder benutzend, stoßweise so rasch fort, daß sie mit 5— Stößen gewöhnlich an ihrem Versteckplatze angekommen waren. Feinde der Wasserschmätzer sind die nächtlich umherschleichenden Raubtiere, welche, wenn es einer leckeren Beute gilt, auch einen Sprung ins Wasser nicht scheuen. Die Brut