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Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel

PDF document823 original pagesPublished 1891
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in weiter Ferne, vom leichten Dufte halb verhüllt, die Balearen aufsteigen; nach den übrigen Seiten hin haftet das suchende Auge an zerrissenen Bergen und Gebirgsketten ohne Zahl. An einem der gewaltigen Obelisken hat der Alpensegler eine Siedelung gegründet und auch dem verwandten Mauersegler gestattet, an derselben Felswand sich einzunisten. Kein einziger unserer kleinen vogelsammelnden und beobachtenden Gesellschaft konnte dem Gelüste widerstehen, auf die Alpensegler zu jagen, die das „Roß des heiligen Ferdinand“, wie der erwähnte säulenartige Felsblockiim Munde des Volkes genannt wird, zu Tausenden umschwirrten. Ihre Nester befinden sich in einer mächtigen Felsenburg hoch über dem Fuße der senkrecht abfallenden Wand. Ich betrat das durch eine schmale Felsenzunge mit dem übrigen Berge zusammenhängende, wie eine Insel aus dem Meere oder wie der Eckturm einer Riesenfeste aufstrebende Felsstück, um auf die flüchtigen Segler zu fahnden, und schaute in den ungeheuern Abgrund hinab, der sich zu meinen Füßen öffnete und erst in dem felsigen, vom Llobregat rauschend durchtobten Flußthale sein Ende zu finden schien. Auf der andern Seite meines schmalen Standortes wagte ich, der ich nie Schwindel gekannt habe, nicht hinabzusehen. Mir grauste. Ein hinabgeworfener Stein brauchte lange Zeit, ehe er wieder auf Felsen fiel; der Schall des durch den Aufprall bewirkten Geräusches drang erst 9 Sekunden nach dem Wurfe des Steines zu uns herauf. Viele, viele Alpensegler in förmlichen Reihen hintereinander durchflogen den engen Paß, der sich zwischen dem einzelnen Felskegel und den übrigen Gebirgsmassen einsenkte und die alleinige Stelle war, die uns erlegte Beute auch bewahrt haben würde. Aber es gelang mir nicht, einen einzigen der Vögel herabzuschießen: die ungeheure Ausdehnung der mich umgebenden Massen raubte den sicheren Blick des Schützen, indem sie mir jedes Maß zur Vergleichung nahm. Nach einigen vergeblichen Versuchen setzte ich mich nieder, legte das Gewehr auf den Boden und begnügte mich, den herrlichen Vögeln mit den Augen zu folgen, bis längst überwundene Flugessehnsucht wieder einmal über mich kam und des Dichters Worte mir über die Lippen flossen: „Ach, zu des Geistes Flügeln wird so leicht Kein körperlicher Flügel sich gesellen.“ Weit hinaus aufs Meer wagen sich außer der Zugzeit die Felsensegler nicht. Bolle versichert, mehrmals zu Schiff an der großen Felsenhalbinsel des Monte Argentario im südlichen Toscana vorübergekommen zu sein, ohne sie, die dort sehr häufig sind, das Fahrzeug umkreisen zu sehen. „Und dennoch verdient der Vogel den Namen Rondone marino, Meersegler“, den er in Toscana trägt, weil er felsige Meeresufer jedem anderen Aufenthalte vorzieht und in Italien niemals zum Städtebewohner wird wie in der Schweiz oder in Portugal. Häufig sieht man ihn in Italien in ganz niedrig gelegene Grotten schlüpfen und durch Schaum und Gischt der Wellen seinen Flug nehmen. „Sieht man die Vögel hoch über sich schweben, so hat ihr Flug etwas entschieden Falkenartiges. Lange segeln sie, ohne einen Flügelschlag zu thun. Dann folgen ein paar hastige, unterbrochen von plötzlichem geraden und schiefen Herabstürzen aus der Höhe. Ofters sondert sich aus einer Gesellschaft, die sich überhaupt abwechselnd zerstreut und zusammenfindet, ein Pärchen ab, um spielend in die Luft emporzusteigen. Bis in die tiefe Abenddämmerung hinein sind sie in Bewegung, wechseln dann jedoch den Platz und die Beschäftigung. Über allen Massarien, den sehr mannigfaltig und reizend gemischten, bebauten Strecken des der Küste nicht zu fern gelegenen Landes, namentlich in den Wein- und Obstgärten, sieht man sie jetzt ruhigen, schwimmenden Fluges und niedrig wie Schwalben hingleiten, jeden Vogel für sich, lautlos, nicht mehr tändelnd mit seinesgleichen, sondern eifrig mit dem Aufsuchen von Kerbtiernahrung beschäftigt. Um Sonnenuntergang sind sie bereits vollständig dieser Thätigkeit anheimgegeben, die auf eine besondere Vorliebe für nächtliche Kerfe

hindeutet. Wie ganz anders doch der Mauersegler, der gerade um diese Stunde truppweise am lautesten lärmt. Wäre nicht die Größe und wären nicht die langen spitzigen Flügel nebst der dunkleren Oberbrust, man könnte den Felsensegler dann der leicht und deutlich sichtbaren Unterseite halber für eine Hausschwalbe ansehen. Er gaukelt förmlich durch die Luft. Man gewahrt, wie er innehält, um nach einer Beute zu schnappen; manchmal rüttelt er auch. Wie unedel erscheint doch neben dem Vogel die ihm zur Seite flatternde kleine Fledermaus, die hier und in den Straßen Neapels so häufig ist und nachmittags oft schon bei hellem Tageslichte fliegt.“ In demselben Grade wie der Alpensegler das Luftmeer beherrscht, zeigt er sich unbehilflich, wenn er durch Zufall auf flachen Boden fiel. Girtanner hat über das vielbesprochene Unvermögen dieses Seglers, vom Erdboden aus zum Fluge sich zu erheben, Versuche angestellt, aus welchen Folgendes hervorgeht. In einem großen Zimmer möglichst nahe an die Decke gebracht, ließen sie sich fallen, breiteten dann schnell die Flügel aus und kamen in einem gegen den Boden gewölbten Bogen diesem nahe, erhoben sich nun allmählich wieder und waren im stande, einige Kreise zu beschreiben, hängten sich jedoch bald irgendwo an, da ihnen zu größeren Flugübungen der Raum zu mangeln schien. Der gleiche Versuch, in einem kleinen Zimmer ausgeführt, hatte zur Folge, daß sie die entgegengesetzte Zimmerwand berührten, ehe sie sich wieder erhoben hatten, anstießen und immer zu Boden fielen. Von diesem aus waren sie nie im stande, sich frei zu erheben; ihn mit den ausgebreiteten Flügeln peitschend, die Füße an den Körper angezogen, stoben sie dahin, bis sie die Wand erreichten. Hier, selbst an einer rauhen Mauer, hinaufzuklettern, vermochten sie nicht. „Es besteht wohl kein Zweifel“, meint Girtanner, „daß sie, wenn sie in der Freiheit auf die Erde gelangten, dieselben Bewegungen ausführen. War der Vogel so glücklich, auf ein Hausdach oder die Oberfläche eines Felsens zu fallen, so hilft er sich auf die genannte Weise bis an den Rand, über welchen er sich, um freien Flug zu gewinnen, einfach hinabstürzt. Auf weiter Fläche aber, deren Ende er flatternd nicht zu erreichen vermag, oder in einem von senkrechten Wänden umgebenen Raume ist er unfehlbar dem Tode preisgegeben. Es wird indessen versichert, daß ihm, wie auch einem hilflos auf der Erde liegenden Mauersegler durch seinesgleichen, in der Weise aus der Not geholfen werde, daß andere seiner Art pfeilschnell an dem verunglückten hinschießen, diesen nicht selten vom Boden aufzureißen und wieder in Flug zu bringen vermögen. Ich bezweifle die Möglichkeit einer solchen Hilfeleistung nicht, um so weniger, als ich mich mit Vergnügen einer mit stark beschnittenen Flügeln frei umhergehenden Dohle erinnere, auf welche eine Gesellschaft in der Abreise begriffener wilder auf das Geschrei der gestutzten herbeieilte und sie vor meinen Augen mit großer Beharrlichkeit in die Lüfte zu entführen versuchte, indem sie sie zu wiederholten Malen mit dem Schnabel an die Flügel faßten, ziemlich hoch in die Luft hoben und von ihrem edlen Vorhaben erst abstanden und abzogen, als sie sich von der Nutzlosigkeit ihrer Anstrengungen überzeugt hatten.“ Ich meinesteils will Girtanners Zweifel nicht bestreiten, kann aber seiner Meinung, daß ein auf den Boden geratener Segler dem Tode preisgegeben sei, nicht beipflichten. Er behilft sich unzweifelhaft in derselben Weise wie der Mauersegler in gleichem Falle. Aber freilich darf man ihn nicht im engen Raume eines Zimmers auf den Boden legen, um letzteres zu erfahren; man muß sich vielmehr im Freien einen Ort erwählen, der dem geängstigten Tiere weite Umschau und dadurch wohl das nötige Selbstvertrauen gewährt. „Sind viele Alpensegler beisammen“, bemerkt Bolle, „so wird ihr Ruf zu einem langgezogenen Trillern, in welchem ein deutliches „‚Ré vorwaltet und am Anfange und zu Ende etwas vom „I! sich einmischt. Es ist dies ein Naturlaut, der sehr gut zu dem wilden, aber lichtumflossenen Gepräge der von diesem Segler bewohnten Uferlandschaften paßt, je

nach dem Kommen und Gehen der Vögel sich verstärkend oder verklingend, um immer aufs neue wieder an das Ohr des Beobachters zu schlagen. Es gewinnt an Deutlichkeit durch seine anhaltende Dauer, ich möchte sagen durch seine einförmige Unaufhörlichkeit.“ Einzeln fliegende Felsensegler rufen in der Luft „ziep ziep“. Es ist dies wohl der Lockton, ihresgleichen zu sich einzuladen; sind ja doch auch stets mehrere in Sicht. Fesselnd wie der erste Eindruck ist auch die Beobachtung des täglichen Lebens und Treibens der Alpensegler. „Die Umgebung eines alten Turmes, ja eines ganzen Gebirgszuges, der einer größeren Gesellschaft dieser zwar geselligen und doch immer streitsüchtigen, außerordentlich wilden und stürmischen Vögel zur Heimat dient“, so schildert Girtanner, „wird durch ihr Leben und Treiben ungemein belebt. War schon während der ganzen Nacht des Lärmens und Zankens in den Nisthöhlen kein Ende, so daß schwer zu begreifen ist, wie sie die so nötig erscheinende Ruhe finden, so entfaltet sich doch mit Anbruch des Tages erst recht ihr wildes Treiben. Noch sieht der junge Tag kaum in die dunkle Felsenspalte hinein, so schicken sich deren Bewohner auch schon an, sie zu verlassen. Mühsam kriechend, die Brust fest auf den Boden gedrückt und mit den Flügeln eifrig nachhelfend, streben sie, die Offnung der Höhle zu erreichen. Dort angekommen, hat alle Not für die Dauer des Tages ein Ende. Mit gellendem Geschrei, das von Zeit zu Zeit in einen schrillenden Triller übergeht, in die lautlose Dämmerung hinausrufend, auf die düstere Stadt, die dunkle Waldschlucht hinabjauchzend, schwebt jetzt die wunderliche Schar rätselhafter Gestalten durch die frische Morgenluft dahin, im Fallen erst die nie ermüdenden Schwingen zum Fluge ausbreitend. Bis in Höhen kreisend, in welchen das unbewaffnete Auge sie nicht zu erreichen vermag, scheint sie plötzlich der Gegend ihres nächtlichen Aufenthaltes entrückt zu sein. Doch schon ist sie wieder sichtbar. In unendlicher Höhe flimmern die tadellos weißen Bäuche, die glänzenden Flügel wie Schneeflocken im Sonnenglanze. Jetzt umtobt sie wieder, bald jagend, bald spielend, immer aber lärmend, das heimatliche Felsrevier. So bringt sie, inzwischen der klaren Morgenluft Nahrung abjagend, bei freundlicher Witterung den ganzen langen Morgen zu. Wird später die Hitze drückend, so zieht sie sich ihren Höhlen zu, und still werden die Segel eingezogen. Denn sie läßt die größte Hitze lieber in den kühlen, schattigen Felsnischen liegend vorübergehen. Offenbar schläft dann die ganze Bande; wenigstens ist in dieser Zeit fast kein Laut zu hören, und erst der Abend bringt wieder neues Leben. „In großen, ruhigen Kreisen bewegt sich der Schwarm durcheinander, im vollen Genusse unbedingter Freiheit. Von Beginn der Abenddämmerung bis zu ihrem Erlöschen hat wilde, zügellose Fröhlichkeit die Oberhand, und noch spät, wenn die Straßen der Stadt und die belebten Alpentriften schon lange öde geworden sind, müssen sie noch diesen wilden Gesellen der Lüfte zum Tummelplatze dienen. Bei unfreundlichem, regnerischem Wetter würde unser Lärmmacher freilich lieber zu Hause bleiben; der Nahrung wegen aber muß er doch einen Flug unternehmen. Unter solchen Umständen zieht er mehr einzeln, eifrig Kerbtiere fangend, über die Alpenweiden hin oder verfolgt stillschweigend den Lauf eines Flüßchens, das ihm Libellen und dergleichen liefern soll, und der stolze Gebirgsbewohner ist dann froh und zufrieden, schweigsam durch die Thalsohle streichend, seinen Hunger stillen zu können. Tritt in dem höheren Alpengürtel starke Wetterkühlung ein, oder tobt eines jener majestätischen Hochgewitter durch das Gebirge, so läßt er sich wohl auch im Thale sehen. Nach langer Trockenheit ist ihm ein warmer Regen sehr willkommen; trinkend, badend und gleichzeitig seiner lästigen Schmarotzer sich entledigend, schwärmt er dann im Kreise über seiner Wohnstätte, und selbst der dem Brutgeschäfte obliegende soll sich diesen Genuß nicht versagen können. „Dieses ungebundene Leben dauert fort, bis das Nest mit Eiern besetzt ist, deren Bebrütung der freien Zeit schon Abbruch thut. Ist aber das Gelege ausgeschlüpft, so ist einzig

die volle Thätigkeit auf Herbeischaffung der nötigen Nahrung gerichtet. Mit wahrer Wut, den Rachen weit aufgesperrt, schießt der Vogel jetzt nach allen Richtungen dahin, und wo ein Kerbtier seinen Weg kreuzt, hängt es im nächsten Augenblicke auch schon an dem kleberigen Gaumen. Weiter stürmt er in wilder Jagd, bis so viele Kerfe gesammelt worden, daß sie im Rachen einen großen Klumpen bilden. Mit ihm eilt er dem Neste zu und stößt ihn dem hungrigsten Jungen tief in den Schlund. Das Fütterungsgeschäft dauert 7—8 Wochen, da die Jungen natürlich erst dann ausfliegen, wenn sie ohne vorherige Flugversuche sich gleich in die weiten Lüfte hinauswerfen dürfen. Die Jungen, die abwechselnd von den beiden Alten erbrütet werden, schlüpfen 3 Wochen nach Legung des letzten Eies aus. Sie sind in diesem Alter ganz mit grauem Flaume bedeckt wie junge Raubvögel. Die Federn, durch breite, weiße Säume verziert, fangen zuerst an Kopf, Flügel und Schwanz an, sich zu zeigen. Die Füße sind vollständig nackt und rosenrot. Auch wenn das Gelege ursprünglich vier Eier besaß, so findet man nachher doch oft nur drei Junge vor, sei es, daß durch die immer stürmischen Bewegungen der Alten ein Ei zertrümmert oder ein Junges durch seine Geschwister aus dem engen Bette hinausgedrängt und hinabgestürzt wurde. Auch ihre weitere Entwickelung geht wohl wegen der nur mühsam in genügender Menge herbeizuschaffenden Nahrung langsam vor sich. Das kleine Nest aber verlassen sie schon lange vor dem ersten Fluge. Sie hängen sich an den Wänden der weiteren Nesthöhle an und werden auch, in derselben Stellung oft stundenlang verbleibend, von den Alten gefüttert. Endlich fliegen sie gegen Ende, frühestens Mitte August aus und lernen nun bald die Flugkünste der Alten. Denn schon naht der Abzug nach dem Süden.“ In der Regel führt der Alpensegler, geschützt sowohl durch die zu weiten Nachforschungen wenig einladende Lage seiner Brutplätze als durch seinen beständigen Aufenthalt in hoher Luft und den reißenden Flug, ein ziemlich unbehelligtes Dasein. Nur Kälte und Hunger erreichen ihn dennoch und zehnteln ganze Siedelungen. Wie der Mauersegler kämpft er wütend mit seinesgleichen und verkrallt sich in seinen Gegner dabei oft so, daß er mit ihm zu Boden stürzt, wo dann meist beide Kämpfer auf die eine oder andere Weise zu Grunde gehen. In der Schweiz läßt sich niemand, der seiner nicht zu wissenschaftlichen Zwecken bedarf, einfallen, ihn zu verfolgen; in Italien und Griechenland dagegen wird er noch jetzt, genau wie zu Gesners Zeiten, in der Luft geangelt. „Ein Knabe“, sagt Bolle, „liegt an steilem Klippenrande oder auf dem Dache eines Hauses ausgestreckt und so gut wie möglich verborgen. Ein langes Rohr dient ihm zur Angelrute bei seiner Luftfischerei. Himmelblau muß der feine Faden sein, der daran befestigt ist und an seinem äußersten Ende das zwischen Federn und Baumwolle versteckte Häkchen trägt. Er flattert im Winde zwischen anderen gelegentlich umhergestreuten Federn. Beim Schnappen danach, um sie zum Nestbaue zu verwenden, wird der Vogel gefangen.“ In Portugal verfährt man, wie E. Rey mir mitteilt, genau ebenso. In Griechenland spannt man, laut von der Mühle, zwischen zwei erhabenen Punkten Schnüre aus und bringt an ihnen Roßhaare mit kleinen Angelhaken und Flaumfedern als Köder an, die von den Vögeln, solange sie zu Neste tragen, aufgenommen werden. Auch stellt man sich an einer Felsenspitze, um welche ein beständiger Luftzug weht, auf den Anstand und schießt einen nach dem andern der vorüberstreichenden Vögel herab, um sie als beliebte Ware auf den Markt zu bringen. Abgesehen von solcher Bubenjägerei, wird der Alpensegler wohl nur noch durch einzelne Falken gefährdet. Auf Capri wohnt der Wanderfalke freilich oft dicht neben ihm und ist im eigentlichen Sinne des Wortes sein Nachbar; Bolle glaubt daher auch, daß er ihm wohl kaum etwas anhaben möge: aber der nicht minder fluggewandte Räuber fängt sie doch, wie die bereits gegebene Mitteilung unwiderleglich beweist. Lästige Feinde besitzt der Vogel endlich auch in allerlei Schmarotzern, die ihn namentlich während der Brutzeit heimsuchen.

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