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Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel

PDF document823 original pagesPublished 1891
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Kolibris: Zusammenleben. Kampflust.

stieß ab und zu mit anscheinender Wut auf den anderen. Dann vernahm man ein lautes Rauschen von ihren Flügeln, und beide drehten sich wirbelnd um und um, bis sie fast zum Boden herabkamen. Dies geschah so schnell, daß man den Kampf kaum verfolgen konnte. Schließlich packte einer in meiner unmittelbaren Nähe den anderen beim Schnabel, und beide wirbelten nun senkrecht hernieder. Hier ließen sie voneinander ab; der eine jagte den anderen ungefähr 100 Schritt weit weg und kehrte dann siegesfreudig zu seinem alten Platze zurück, setzte sich auf einen hervorragenden Zweig und ließ seine Stimme erschallen. Nach wenigen Minuten kehrte der verfolgte zurück, schrie herausfordernd, und augenblicklich begann der Kampf von neuem. Ich war überzeugt, daß dieses Zusammentreffen durchaus feindlich war; denn der eine schien sich entschieden vor dem anderen zu fürchten und floh, während dieser ihn verfolgte, obwohl er eine neue Herausforderung nicht unterlassen konnte. Wenn ein Gang des Kampfes vorüber war und der eine ausruhte, sah ich, daß er seinen Schnabel geöffnet hatte, als ob er nach Luft schnappe. Zuweilen wurden die Feindselig-keiten unterbrochen und einige Blüten untersucht, aber eine gegenseitige Annäherung brachte beide wieder aneinander, und der Zank begann von neuem. Ein kleiner Pitpit (Certhiola flaveola), der zwischen den Blüten umherhüpfte und still seines Weges ging, schien ab und zu mit Verwunderung auf die Streiter zu sehen; als aber einer von diesen seinen Gegner in die Flucht geschlagen hatte, stürzte er sich plötzlich auf den harmlosen Blumenvogel, der sich nun schleunigst zurückziehen mußte. Der Krieg (denn es war ein wirklicher Feldzug, eine regelmäßige Folge von Kämpfen) dauerte eine volle Stunde.“ Salvin versichert, daß einzelne Kolibris durch ihre Kampflust dem Jäger oft die Jagd vereiteln, weil sie alle anderen Kolibris, welche sich ihrem Aufenthaltsorte nähern, überfallen. „Es schien mir“, sagt er, „daß Kampf und Streit ihr Hauptgeschäft sei. Kaum hatte einer von ihnen seinen langen Schnabel in eine Blume gesteckt, so gefiel dieselbe Blume einem andern besser, und der Zweikampf begann auf der Stelle. Zuweilen flogen sie dabei wie zwei umeinander herumwirbelnde Funken einer Feueresse so hoch in die Luft, daß sie unseren Blicken entschwanden.“ Im Vergleiche zu ihrer liliputanischen Größe sind sie überhaupt äußerst heftige und reizbare Geschöpfe. Sie fühlen sich keineswegs schwach, sondern sind so selbstbewußt, dreist und angriffslustig, daß sie, wenn ihnen dies nötig scheint, jedes andere Tier anfallen. Wütend stoßen sie auf kleine Eulen und selbst auf große Falken herab; angt ffslustig nahen sie sich sogar dem Menschen. In der Nähe ihres Nestes schwingen sie sich bis zu bedeutender Höhe empor und stürzen sich von hier aus unter eigentümlich pfeifendem, durch die schnelle Bewegung ihrer Flügelschläge bewirktem Geräusch ihrer Flügel wieder auf den Gegenstand ihres Zornes hernieder, offenbar in der Absicht, ihn zu schrecken, gehen aber auch zu thätlichen Angriffen über und gebrauchen ihren feinen Schnabel mit so viel Kraft und Nachdruck, wie sie vermögen. Bullock, der ebenfalls von ihren Angriffen auf Falken erzählt, glaubt, daß sie den nadelscharfen Schnabel gegen die Augen anderer Vögel richten und diese dadurch in eilige Flucht treiben: das Wahre an der Sache wird wohl sein, daß sie selbst einem Falken den Mut rauben, weil dieser nicht im stande ist, sie zu sehen, und trotz seiner gewaltigen Waffen seine Machtlosigkeit ihnen gegenüber erkennen muß. Es mag ein reizender Anblick sein, solchen Riesen vor so zwerghaften Feinden flüchten zu sehen. Abgesehen von der Brutzeit, während welcher die Kolibris jedes Wesen angreifen, welches sich dem Neste nähert, beweisen sie sich dem Menschen gegenüber in hohem Grade zutraulich. „Sie sind durchaus nicht scheu, lassen sich in größter Nähe betrachten, fliegen ohne Bedenken dicht vor dem Auge des Beobachters hin und her und verweilen, solange dieser sich ruhig verhält, ohne jegliche Besorgnis. Gosse sagt, daß sie sehr neugierig seien und zu einem Gegenstande, der ihnen auffalle, herbeikämen, Gundlach, daß sie einen Blütenstrauß, Brehm, Tierleben. 3. Auflage. IV. 44

den man in der Hand halte, untersuchten; Audubon und nach ihm Burmeister erwähnen, daß sie häufig in das Innere der Zimmer flögen, angelockt durch Blumensträuße, die hier aufgestellt wurden; Salvin berichtet, daß das Männchen eines Pärchens, das eben ein Nest bauen wollte, ihm Baumwolle sozusagen unter den Händen wegnahm; der Prinzvon Wied beobachtete, daß sie im Inneren eines Zimmers, zu welchem man sie ungestört gelangen ließ, ihr Nest erbauten. Zur Zeit ist es noch nicht entschieden, ob die Paare während des ganzen Jahres zusammenhalten, oder ob sie sich nur gegen die Nistzeit hin vereinigen. Diese ist je nach der Gegend sehr verschieden. Bei denjenigen Arten, welche wandern, fällt sie mit dem Frühlinge zusammen, bei den mittelamerikanischen Arten steht sie im Einklange mit der Blütezeit. Einzelne Arten scheinen sich übrigens gar nicht an eine bestimmte Zeit zu binden: Gosse versichert ausdrücklich, in jedem Monate des Jahres frische Nester des Kappenkolibris gefunden zu haben. „Soweit meine Erfahrung reicht“, sagt er, „brüten die meisten im Juni, während Hill den Januar als die eigentliche Brutzeit annimmt.“ Wahrscheinlich nisten die meisten Arten zweimal im Jahre. Die Liebe erregt auch die Kolibris. Sie zeigen sich gegen die Paarungszeit hin noch einmal so lebendig und noch einmal so kampflustig wie sonst. „Nichts“, sagt Bullock, „kann die Wildheit erreichen, die sie bekunden, wenn ein anderes Männchen derselben Art während der Brütezeit dem Standorte eines Paares sich nähert. Unter dem Einflusse der Eifersucht werden sie geradezu wütend und kämpfen jetzt miteinander, bis einer der Gegner entseelt zu Boden fällt. Ich habe einen derartigen Kampf mit angesehen und zwar während eines schweren Regens, dessen Tropfen meiner Ansicht nach genügend sein mußten, die wütenden Kämpfer zu Boden zu schlagen.“ Eine anmutige Schilderung gibt Audubon. „Ich wünschte“, sagte er, „daß ich auch andere des Vergnügens teilhaftig machen könnte, das ich empfunden habe bei der Beobachtung einzelner Pärchen dieser lieblichen Geschöpfe, während sie sich gegenseitig ihre Liebe erklären: wie das Männchen sein Gefieder und seine Kehle sträubt, wie es auf den Schwingen dahintanzt und um sein Weibchen sich bewegt, wie rasch es sich zu den Blumen herabsenkt und mit beladenem Schnabel wieder zurückkehrt, um diesen der Gattin zu reichen, wie beseligt es zu sein scheint, wenn sie seine Zärtlichkeiten erwidert, wie es mit seinen kleinen Schwingen sie fächelt, als ob sie eine Blume wäre, und wie es sie mit Kerbtieren atzt, die es ihr zu Gefallen gesucht hat, wie diese Auf—⸗ merksamkeit ihrerseits mit Genugthuung empfangen, und wie kurz darauf die wonnevolle Vereinigung besiegelt wird, und dann, wie der Mut und die Sorgfalt des Männchens sich verdoppelt, wie es selbst den Kampf mit dem Tyrannen aufnimmt, wie es den Blauvogel und die Purpurschwalbe bis zu ihren Nistkasten verfolgt und hierauf mit summenden Flügelspitzen freudig zurückkehrt an die Seite der Gattin: doch diese Proben der Zärtlichkeit, Treue und des Mutes, die das Männchen vor den Augen der Gattin an den Tag legt, die Sorgfalt, die es ihr beweist, während es auf dem Neste sitzt, kann man wohl sehen, nicht aber beschreiben!“ Alle Arten von Kolibris bauen ähnliche Nester, und alle Arten legen nur zwei weißliche, längliche, im Verhältnis sehr große Eier. „Die Übereinstimmung dieser kleinen, zierlichen Nester“, sagt Burmeister, „ist so groß, daß ich eine ausführliche Beschreibung für überflüssig erachten muß, obgleich das jeder einzelnen Art wegen der zu ihnen verwendeten Stoffe gewisse Unterschiede besitzt. Diese werden aber füglich nur als örtliche angesehen werden können, da sie zunächst wohl von den besonderen, hier oder dort gerade vorhandenen Baustoffen herrühren mögen. „Im allgemeinen gilt von diesen Nestern: daß ihre Grundlage ein weicher, baumwollähnlicher Stoff, aber gerade keine echte Baumwolle ist, und daß mit ihm andere feste

Pflanzenteile, namentlich Baumflechten, trockene, zartere Pflanzenstoffe und die braunen Schuppen der Farnkrautwedel verwebt sind. Solche Lagen kommen mitunter an einem Neste zugleich vor, bei anderen dagegen nur diese oder jene. Die Flechten sind sehr verschieden; nur scheint eben jede Art von Kolibris eine besondere Sorte und keine andere bei ihrem Baue zu verwenden. Das merkwürdigste Nest in dieser Beziehung ist wohl das eines Sonnenkolibris (Phaétornis eurynome), der zum Einflechten in seinem lediglich aus zarten Moosstengeln mit den Blättern ohne alle Baumwolle gebildeten und nach untenhin in eine lange Spitze ausgezogenen Baue die Rotflechte Brasiliens verwendet. Das Nest erhält dadurch nicht bloß ein sehr schönes Ansehen, sondern unter der Brutwärme des Vogels entwickelt sich aus der Flechte auch der ihr eigentümliche Farbstoff und färbt die Eier lebhaft karminrot, was dem Kenner eine sehr sonderbare Überraschung verursacht. Es bleibt nämlich merkwürdig, zu sehen, wie gleichmäßig und schön dieser Farbstoff sich über die Eier verbreitet. Weder ein Wölkchen, noch ein dunkler Flecken läßt sich bemerken, und doch liegt die Flechte nicht als gleichmäßige Auskleidung auf der Oberfläche der Nestmulde; sie steckt vielmehr ebenso wie bei den anderen Arten bloß mitten in dem Moosgewebe und liegt wagerecht, so daß die eine Seite der Fläche frei bleibt, indem sie einen schuppenförmigen Lappen, die Außenfläche des Nestes, bedeckt. In dieser Hinsicht ist ferner das Nest des weißhalsigen Kolibris (Argytria albicollis) besonders ausgezeichnet. Es enthält stets eine hell grünlichgraue Baumflechte, welche die Oberfläche wie mit einem Ziegeldache umgibt. Auch die Farnkrautschuppen sind gewöhnlich so eingesetzt, daß sie zur Hälfte frei über die äußere Fläche des ganzen herabhängen und so diesem ein zottiges, kastanienbraunes An-⸗ sehen geben. So dicht wie die Flechtenlappen pflegen sie aber das Nest bloß an seinem oberen Rande rings um die Mündung zu bekleiden. Außer diesen beiden Hauptsorten fand ich noch mancherlei feine, vertrocknete und verwitterte Pflanzentriebe: feinblätterige, kleine Stengel in die Baumwolle eingesetzt, doch in der Regel nicht so viel und nicht so regelmäßig wie Baumflechten und Farnkrautschuppen. „Nebst dem Baue der Kolibrinester selbst ist zugleich ihre Lage und Stellung verschiedenartig. Manche Arten binden sich hierin an bestimmte Punkte. So steht z. B. das Nest des weißhalsigen Kolibris, das man schon bei Rio de Janeiro in den Gärten der Vorstädte findet, immer nur auf einem wagerechten Gabelaste. Es ist hier gleichsam in die Gabel von obenher eingeklemmt, so daß die Gabeläste neben ihm wagerecht fortlaufen oder seltener schief aufsteigen. Ich habe selbst mehrere solcher Nester gesunden und glaube bemerkt zu haben, daß die Wahl des Baumes mit Bedacht geschieht, indem der Vogel womöglich auf diesem oder jenem, aber auf keinem anderen Baume zu bauen sucht. Eine andere Art befestigt ihr Nest immer nur zwischen den mächtigen, in großen Bogen überhängenden Wedeln von mannshohen Farnkräutern, die auf schlechtem Boden an den Bergen wuchern und weite Strecken verlassenen Ackerbaugrundes zu überziehen pflegen. Unter diesen Wedeln, nahe der Spitze, pflegt der kleine Vogel durch festes Verbinden der sich berührenden Blattteile sein Nestchen zu gründen. Es steht hier wie in einer grünenden Tasche. Die meisten Arten hingegen klemmen das ihrige zwischen senkrecht stehende Halme oder feine Zweige ein. Ich besitze mehrere, die zwischen die steifen Rohrstengel der wilden Gräser eingelassen sind und die verschiedenen Halme als Stützen oder Träger des Baues vereinigen. Einige dagegen sind auch sehr locker und ohne große Auswahl der Stelle angebracht, so daß es mir viel Mühe gekostet hat, sie unversehrt in eine dem natürlichen Stande entsprechende Lage zu bringen. Das Nest einer anderen Art besteht größtenteils aus feinen Wurzelfasern und ist lichter als das andere gewebt.“ Von dem Neste des Topaskolibris berichtet Schomburgk, daß es gewöhnlich in einem kleinen Gabelzweige von Stämmchen, die sich über den Fluß beugen, oder in die von diesen 44⁴

herabhängenden Schlingpflanzen eingebaut wird. „Außen hat das Nest die Färbung von gegerbtem Leder, und in Bezug auf die Masse ähnelt es dem Feuerschwamme. Damit nun aber, wenn der Wind die dünnen Zweige schüttelt, weder die Eier noch die Jungen herausfallen, so haben die vorsichtigen Eltern das Nest mit einem breiten Rande versehen, der nach innen umgebogen ist.“ Aus Salvins Angabe geht hervor, daß wenigstens bei einigen Arten das Männchen am Baue des Nestes sich beteiligt; denn jener Kolibri, welcher ihm die Baumwolle vor seinen Augen wegnahm, war, wie er sagt, ein Männchen. Im allgemeinen aber scheint das Weibchen doch den größten Teil der Arbeit verrichten zu müssen. Auch hierüber belehrt uns Gosse nach eigner Erfahrung. Er erzählt, daß er beim Nesterund Eiersuchen plötzlich das Geschwirr eines Kolibris vernahm und aufschauend ein Weibchen gewahrte, das eine Menge von Pflanzenwolle im Schnabel trug. „Erschreckt durch meinen Anblick, zog es sich nach einem wenige Schritte von mir entfernten Zweige zurück. Ich ließ mich sofort zwischen den Felsblöcken nieder und blieb vollkommen ruhig. Nach wenigen Augenblicken kam es wieder, und nachdem es eine kurze Weile hinter einem von den Blöcken verschwunden war, erhob es sich von neuem und flog auf. Ich untersuchte den Ort und fand zu meiner Freude ein neues, noch unvollendetes Nest, das ich von meinem Platze aus sehen konnte. Nun wartete ich bewegungslos auf die Rückkehr des Vogels. Ich hatte nicht lange zu harren. Ein lautes „Wirr‘, und das Weibchen war da und hing in der Luft vor seinem Neste. Es erspähte mich, kam augenblicklich herbei und schwebte meinem Gesichte gegenüber in einer Entfernung von kaum einem halben Meter. Ich verhielt mich still. Es setzte sich auf den Zweig, ordnete sein Gefieder, reinigte den Schnabel von den Baumwollfasern, erhob sich endlich und flog gegen einen Felsen an, der dick mit zartem, trockenem Moos überkleidet war. Hier erhielt es sich schwebend, wie vor einer Blume, und begann nun Moos zu rupfen, bis es ein ziemliches Bündel davon im Schnabel hatte. Damit flog es zum Neste zurück, und nachdem es sich hineingesetzt hatte, bemühte es sich, den neuen Stoff unterzubringen, indem es das Ganze mit dem Schnabel preßte, ordnete und verwob, während es gleichzeitig die Mulde durch Drücken mit der Brust und Herumdrehen rundete. Meine Gegenwart schien kein Hindernis mehr zu sein, obgleich ich nur wenige Meter entfernt war. Schließlich erhob sich das Vögelchen, und ich verließ den Platz ebenfalls. Am 8. April besuchte ich den Ort wieder und fand, daß das Nest vollendet war und zwei Eier enthielt. Am 1. Mai sandte ich meinen Diener aus mit dem Auftrage, das Nest und die brütende Alte mir zu bringen. Er fand das Weibchen auf den noch nicht ausgeschlüpften Eiern sitzend, fing es ohne Mühe und brachte es mir nebst dem Neste. Ich setzte Nest und Alte in einen Käfig. Die Alte aber war mürrisch, verließ das Nest augenblicklich und saß traurig auf einer Sitzstange. Am nächsten Morgen war sie tot.“ Audubon sagt, daß 10 Tage notwendig seien, um die Eier zu zeitigen, und daß die Jungen in einer Woche groß wüchsen, aber von ihren Eltern noch ungefähr eine zweite Woche gefüttert würden. Diese Angabe scheint nicht ganz richtig zu sein. Wir wissen von anderen Schriftstellern, daß die beim Ausschlüpfen nackt und blind zur Welt kommenden Jungen ungemein schwach sind und „kaum ihren kleinen Schnabel öffnen können, um das Futter von ihren Eltern anzunehmen“. Im Verlaufe der nächsten Tage erhalten sie einen gräulichen Flaum, später das Gefieder der Oberseite. Laut Burmeister entschlüpfen sie nach 16tägiger Bebrütung dem Eie, öffnen nach 14 Tagen die Augen, sind nach 4 Wochen flügge, bleiben bis dahin aber im Neste. Dieses wird von der Mutter größer gebaut, wenn sie allmählich größer werden. Salvin teilt uns eigne Erfahrungen mit. „Dem Weibchen“, sagt er, „dürfte ausschließlich die Sorge obliegen, die Jungen großzuziehen; ich habe wenigstens niemals ein Männchen nahe dem Neste, ja nicht einmal in dem Garten gesehen. Als das Weibchen saß, gestattete es mir, dicht zu ihm hinanzutreten, ja selbst den

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