Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel
oder zwei neuere Beobachter nur haben bemerkt, daß sie Bruchstücke von Kerbtieren in dem Magen des Vogels gefunden hätten, Bruchstücke, von welchen man glaubte, daß sie durch Zufall dahin gekommen seien. Der Mangel an Gelegenheit, den die Europäer haben, um diesen Gegenstand durch Beobachtung oder Zergliederung zu erledigen, ist Ursache geworden, jene Ansicht zu verallgemeinern. Ich meinesteils kann entschieden über diese Angelegenheit sprechen. Ich habe den Kolibri an schönen Sommerabenden zeitweilig halbe Stunden lang auf jene kleinen, schwirrenden Kerbtiere, nach Art der Fliegenfänger, aber mit einer Gewandtheit, die deren Flugbewegungen bei weitem übertrafen, jagen sehen. Ich habe von Zeit zu Zeit eine große Anzahl dieser Vögel zergliedert, den Inhalt des Magens mit Vergrößerungsgläsern untersucht und in drei von vier Fällen gefunden, daß er aus zertrümmerten Bruchstücken von Kerbtieren bestand. Oft wurden ganze, aber sehr kleine Käfer noch unversehrt wahrgenommen. Beobachtungen meiner Freunde stimmen mit diesem Ergebnis vollständig überein. Man weiß sehr wohl, daß die Kolibris hauptsächlich jene glockenförmigen Blumen lieben; sie aber gerade sind der Aufenthaltsort von kleinen Kerbtieren.“ Bullock stimmt (1825) durchaus mit Wilson überein. „Es ist sehr möglich“, sagt er, „daß die ganze Gesellschaft Kerbtiere frißt; daß es viele thun, weiß ich gewiß. Ich habe sie in Verfolgung ihrer kleinen Beute mit Aufmerksamkeit beobachtet, im Pflanzengarten von Mexiko sowohl wie in dem Hofe eines Hauses von Tehuantepec, wo einer von ihnen von einem blühenden Pomeranzenbaume vollständig Besitz genommen hatte, indem er auf ihm den ganzen Tag saß und die kleinen Fliegen, die zu den Blüten kamen, wegschnappte. Ich habe auch sehr häufig gesehen, daß sie Fliegen und andere Kerbtiere im Fluge aufnahmen und bei der Zergliederung diese in ihrem Magen gefunden. In einem Hause zu Jalapa, dessen Hof ein Garten war, habe ich oft mit Vergnügen den Kolibris zugesehen, wie sie ihre Jagd zwischen den unzähligen Spinnengeweben betreiben. Sie begaben sich mit Vorsicht in das Gewirr von Netzen und Fäden, um die gefangenen Fliegen wegzunehmen; aber weil die größeren Spinnen ihre Beute nicht gutmütig hergeben wollten, waren die Eindringlinge oft zum Rückzuge gezwungen. Die behenden kleinen Vögel pflegten, wenn sie kamen, den Hof erst ein-oder zweimal zu umfliegen, als ob sie ihren Jagdgrund kennen lernen wollten; dann begannen sie ihren Angriff, indem sie mit Vorsicht unter das Netz der hinterlistigen Spinne flogen und nun plötzlich auf die kleinen, eingewickelten Fliegen losschossen. Jede Bewegung erforderte die größte Sorgfalt; denn oft hatten sie kaum so viel Raum, um ihre Flügel zu bewegen, und das geringste Versehen würde auch sie in die Spinnennetze verwickelt und gefährdet haben. Übrigens durften sie nur die Netze der kleinen Spinnen angreifen, da die größeren zur Verteidigung ihrer Festung herbeigestürzt kamen, sobald sie sich naheten. Geschah dies, so sah man den Belagerer wie einen Lichtstrahl aufschießen. Gewöhnlich brauchte der Kolibri ungefähr 10 Minuten zu seinem Raubzuge.“ Uns Deutsche belehrte der Prinz von Wied zuerst über die Nahrung der Kolibris. „Ohne die eben genannten Nachrichten“, fährt er fort, „über die Kerbtiernahrung unserer leinen Vögel damals noch zu kennen, sprach ich mich über diesen Gegenstand in der Beschreibung meiner brasilianischen Reise (1821) und bald darauf in der „Isis' (1822) aus. Ich bin ganz vollkommen hiervon überzeugt; denn selbst die Magen der kleinsten dieser Vögel fanden wir mit Kerbtierresten vollgestopft, dagegen nie mit Pflanzenhonig angefüllt. Die Nahrung besteht, meiner ÜUberzeugung zufolge, in kleinen Käferchen, Spinnen, anderen Kerbtieren und dergleichen, und die Zunge ist keine durchbrochene, zum Saugen geeignete Röhre. Ihre beiden häutigen Spitzen sind vollkommen geeignet, wenn sie in den Grund der Blumenröhre gebracht werden, die daselbst befindlichen höchst kleinen Kerbtiere zu fühlen, zu ergreifen und bis in den Schnabel zurückzuziehen. Bei Eröffnung der Magen dieser kleinen Vögel überzeugt man sich bald von der Wahrheit dieses Satzes; denn ich habe darin 2338—— ——.....225 * .40 0.ƷJ.ꝗJ.—.2—2——.—.eetetetetetet—.—....ee.‚e....eII‚JI
gewöhnlich die Überreste kleiner Käferchen gefunden, die sie oft gänzlich anfüllen. Daß man, wie bei Lesson zu lesen, die Kolibris in gezähmtem Zustand mit Honig oder Pflanzensäften erhalten haben will, ist kein Beweis, daß sie auch in der Freiheit eine solche Nahrung zu sich nehmen. Jener gelehrte Reisende scheint übrigens auch gänzlich meiner Ansicht über die Nahrung der Kolibris beizutreten. Der Engländer Rennie sprach sich noch neuerdings meinen Beobachtungen durchaus entsprechend über diesen Gegenstand aus, und was er hierüber sagt, ist sehr richtig.“ Ungefähr gleichzeitig mit dieser Angabe des Prinzen (1831) erschien Audubons ausgezeichnetes Werk. In ihm heißt es: „Die Nahrung der Kolibris besteht vorzugsweise aus Kerbtieren, hauptsächlich aus Käfern. Diese, zusammen mit kleinen Fliegen, werden gewöhnlich in ihrem Magen gefunden. Sie lesen die ersteren von den Blumen ab und fangen die letzteren im Fluge. Der Kolibri könnte als ausgezeichneter Fliegenfänger angesehen werden. Nektar oder Honig, der aus den verschiedenen Pflanzen aufgesogen wird, ist gewiß ungenügend, ihn zu erhalten; er dient vielleicht mehr, um den Durst zu stillen. Von vielen dieser Vögel, die in der Gefangenschaft gehalten und mit Honig oder Zucker ernährt wurden, habe ich erfahren, daß sie selten mehrere Monate am Leben blieben, und wenn sie dann untersucht wurden, fand man sie im höchsten Grade abgemagert; andere hingegen, denen zweimal täglich frische Blumen aus den Wäldern oder aus den Gärten gebracht und deren Gefängnis nur mit Gazenetzen, durch welche kleine Kerbtiere eindringen konnten, verschlossen waren, lebten 12 Monate und wurden dann noch freigelassen.“ Unter den neueren Beobachtern haben Gosse und Burmeister denselben Gegenstand ausführlicher beleuchtet. „Die Nahrung der Kolibris“, sagt der erstere (1847), „besteht, wie ich überzeugt bin, fast ausschließlich aus Kerbtieren. Daß sie Blumennektar mit aufnehmen, will ich zugeben, daß sie mit aufgelöstem Zucker oder Honig in der Gefangenschaft eine Zeitlang hingehalten werden können, weiß ich; daß sie aber bei dieser Nahrung leben bleiben, ja nur ihre Kraft behalten sollten, bezweifle ich entschieden. Ich habe viele von allen auf Jamaika vorkommenden Arten zergliedert und unabänderlich den kleinen Magen mit einer schwarzen Masse angefüllt gefunden, derjenigen, welche man in dem Magen der Sänger trifft, täuschend ähnlich, mit einer Masse, die, genauer untersucht, als Überreste kleiner Kerbtiere sich erwies. Die Beobachtung Wilsons, daß der gemeine Kolibri im Fluge fange, habe ich bei unseren Arten sehr oft gemacht. Ich habe gesehen, wie der Mango vor Einbruch der Nacht die Wipfel der Bäume, die nicht in Blüte standen, umflog und aus der Art seines Fluges schließen können, daß er kleine Kerbtiere fing. Der Grund der schnellen Drehungen des Kappenkolibris in der Luft ist Kerbtierfang. Ich habe einen, der damit beschäftigt war, in großer Nähe beobachten können, mit Bestimmtheit die kleinen Fliegen, die er verfolgte, in der Luft unterschieden und wiederholt das Schnappen seines Schnabels gehört.“ Lord beobachtete in der Nähe des Felsengebirges einen Kolibri, der in Gemeinschaft mit anderen seiner Art eifrigst beschäftigt war, allerlei Kerbtiere dem klebrigen Safte eines Baumstammes zu entnehmen. Kleine Kerfe verschiedenster Art hatten ihren Vorwitz, von dem ausfließenden Safte zu naschen, mit Verlust ihrer Freiheit büßen müssen und waren gefangen oder angeklebt, aber auch bald von den Kolibris bemerkt worden, die jetzt herbeikamen, um sich die ihnen genehme Beute mit aller Bequemlichkeit anzueignen. Mit aller Absicht habe ich im Vorstehenden die verschiedenen Angaben maßgebender Forscher zusammengestellt, weil immer noch eins aufzuklären bleibt. Daß nach vorliegenden Mitteilungen schwerlich noch jemand versucht sein kann, an das Honigsaugen der Kolibris zu glauben, darf ich annehmen; dagegen scheint mir nachstehende Angabe und Annahme Burmeisters noch der Bestätigung zu bedürfen. Dieser Forscher behauptet nämlich mit aller Bestimmtheit, in seiner Reisebeschreibung ebensowohl wie in seiner systematischen
Übersicht der Tiere Brasiliens, daß die Kolibris niemals Kerbtiere im Fluge fangen. Er bestätigt Bullocks Angabe bezüglich der Spinnen, stellt aber die übereinstimmenden Beobachtungen der angegebenen Naturforscher, die er zweifellos gekannt haben wird, entschieden in Abrede. „Ich habe gesehen“, sagt er, „wie Kolibris kleine Fliegen aus frei schwebenden Spinnennestern nahmen, indem sie vor diesen ebenso standen wie vor den Blumen, und konnte deutlich bemerken, wie der ruckweise ab- und zufliegende Vogel eine Mücke nach der andern herausholte. Die Spinnen suchen ihn dabei nur selten zu stören, die meisten lassen es ruhig geschehen, weil, wenn sie unvorsichtig zu weit vorfahren, auch sie vom Kolibri weggeschnappt werden, namentlich die kleineren. Die Kerbtiernahrung ist somit bewiesen, und jetzt bezweifelt sie wohl niemand mehr. Nie aber fangen die Kolibris ein Kerbtier im Fluge, und weil sie das nicht können, sind sie genötigt, die kleinen Tierchen aus den Blüten zu holen. Auch Honig mag dabei an ihre Zunge kommen; aber er ist höchstens eine Zugabe, nicht das Ziel, nach welchem sie ihre Zunge ausstrecken. Die dichterische Benennung „Blumenküsser“ deutet das Verhältnis also nicht ganz richtig; der Kolibri will mehr als bloßes Küssen: er lebt wirklich nur durch die Blumen. Warum der kleine Vogel seine Beute nicht im Fluge fängt, wie es so viele andere Vögel thun, ist leicht zu erklären, wenn man den langen, dünnen Schnabel mit der engen Mundöffnung betrachtet und dagegen den kurzen Schnabel und das weite Maul der Schwalbe nimmt. Alle Vögel, welche Kerbtiere im Fluge fangen, haben kurze oder flache Schnäbel, eine weite Mundöffnung und lange Bartborsten am Mundwinkel. Ja, diese drei Eigenschaften stehen zur Größe ihrer Beute und der Sicherheit, womit sie danach schnappen, stets im geraden Verhältnis. Ein Vogel also, der gleich dem Kolibri von diesen drei Eigenschaften das Gegenteil besitzt, kann nicht Kerbtiere im Fluge fangen: er muß sitzende aufsuchen, sei es, daß er sie, gleich dem Spechte, aus den Fugen und Spalten der Stämme hervorklaubt oder, wie der Kolibri, im Kelche der Blumen erhascht. Zu beiden Geschäften gehört eine lange Zunge, die bei dem Spechte durch fadenförmige Verlängerung der Zungenbeinhörner, beim Kolibri durch den gleichen Bau der Zunge selbst bewerkstelligt wird.“ Aus diesen Worten Burmeisters geht das eine deutlich hervor, daß er die Kolibris nicht beobachtet hat, während sie Kerbtiere im Fluge fingen, mehr aber auch nicht. Wilson, Audubon und Gosse sind zu sorgfältige und glaubwürdige Beobachter, als daß wir ihren Angaben nicht unbedingt vertrauen dürften. Heimat und Ortlichkeit, die Verschiedenheit der Blumen, die Nahrung gewähren, und andere äußere Verhältnisse üben also einen sehr großen Einfluß aus auf die Lebensweise der verschiedenen Kolibris; aber auch das Wesen der verschiedenen Arten unterscheidet sich nicht unerheblich. Fast alle Kolibris sind echte Tagvögel. Sie lieben die Wärme und suchen den Schatten nicht, leiden dagegen sehr unter der Kälte. Einzelne Reisende haben freilich das Gegenteil hiervon behauptet; aber de Saussure versichert, sie, in Mexiko wenigstens, niemals in den dunkeln, schattigen, ausgedehnten Waldungen, wohl aber, auch um die Mittagszeit, in voller Sonne auf freien oder nur dünn mit Büschen und Blumen bestandenen Strecken umherschwärmen gesehen zu haben. Wenn die Agave in voller Blüte steht, sind die Zweige des mächtigen Schosses, der hoch über dem Boden die leuchtenden Blüten trägt, auch in den heißesten Mittagsstunden von ihnen umschwärmt, und wenn der Mais blüht, kann man zu gewissen Tagesstunden das ganze Feld von ihnen erfüllt sehen oder aber das Summen und Schwirren ihrer Flügelschläge, ihr schwaches Zirpen allerorten vernehmen. Demungeachtet gibt es mehrere, die als Dämmerungsvögel bezeichnet werden dürfen und nur in den Früh- oder Abendstunden ihre Jagd betreiben, während des heißen Mittags aber im tiefen Schatten der Bäume der Ruhe pflegen. So berichtet Waterton und nach ihm Schomburgk von dem Topaskolibri, daß er bloß während der kühleren
Tageszeit thätig sei, die Sonnenstrahlen aber ängstlich meide, und so erzählt der Prinz von Wied von einem anderen, daß er ihn hauptsächlich des Morgens gesehen habe, sein Gefieder trocknend. Der Zwergkolibri Jamaikas umschwirrt wie eine Hummel die niederen Pflanzen dicht über dem Boden und erhebt sich bloß ausnahmsweise in bedeutende Höhen, während der Riesenkolibri sich sehr oft in diesen umhertreibt. Ein blühender Baum lockt sehr verschiedene Arten herbei, und wenn man unter einem solchen verweilt, kann man im Laufe einer Stunde den größten Teil derjenigen, welche eine Gegend bewohnen, erscheinen und verschwinden sehen. Einige Reisende, und unter ihnen von Spix und von Martius, haben von Schwärmen von Kolibris gesprochen, andere behaupten, daß die Vögel nur einzeln erscheinen. „Ich muß“, sagt der Prinz von Wied, „aus eigner Erfahrung erwidern, daß beide die Wahrheit sagen; denn öfters haben wir sehr viele Kolibris derselben Art an einem mit Blüten bedeckten Baume innerhalb weniger Minuten erlegt, obgleich sie sonst gewöhnlich vereinzelt fliegen.“ Stedmann erzählt, daß er um gewisse Bäume oöft so viele Kolibris zugleich habe schwärmen sehen, daß ein Gesumme entstanden sei wie von einem Wespenschwarme. Dasselbe hat mir Röhl, der länger als 20 Jahre in Venezuela gelebt hat, erzählt; er bemerkte jedoch ausdrücklich, daß eine solche massenhafte Ansammlung nur dann stattfinde, wenn im Anfange der Blütezeit ein Baum plötzlich viele seiner Blüten geöffnet habe. Gewöhnlich erscheint einer nach dem andern, und jeder verweilt nur kurze Zeit an demselben Orte. „Ihre Ungeduld ist“, wie Azara sich ausdrückt, „viel zu groß, als daß sie einen und denselben Baum absuchen sollten.“ Sie erinnern, meint der Beobachter, von welchem ich weiter oben einiges mitteilte, an die Bienen; aber es stellt sich zwischen beiden Geschöpfen doch ein sehr bemerkenswerter Gegensatz heraus. „Die Biene ist das Bild der Emsigkeit und des bedachtsamen Fleißes. Sie fliegt, auch wenn sie nicht schwer beladen ist, langsam zwischen den Blumen herum und untersucht sie vorsichtig, verkriecht sich mühselig tief in ihre Kelche und kommt bestaubt wie ein Müller wieder daraus hervor: man sieht es ihr an, daß sie ein Arbeiter und Künstler ist. Der Kolibri dagegen erscheint bloß als ein nasch- und flatterhafter Gesell.“ Fast dasselbe sagt Bates. „In den Monaten März, April und Mai“, teilt uns Gosse mit, „ist der Kappenkolibri außerordentlich häufig. Ich darf annehmen, manchmal nicht weniger als 100 nach und nach auf einem geringen Raume und im Laufe eines Vormittags gesehen zu haben. Sie sind aber durchaus nicht gesellig; denn wenn auch ihrer drei oder vier zu gleicher Zeit die Blüten desselben Busches umschweben wögen, so bemerkt man doch keine Vereinigung. Jeder einzelne wird geleitet durch seinen eignen Willen und beschäftigt sich nur mit seinen eignen Geschäften. Zuweilen sieht man fast lauter Männchen, zuweilen beide Geschlechter in ziemlich gleicher Menge erscheinen; eine eigentliche Vereinigung der Geschlechter sindet aber auch bloß in der Nähe des Nestes statt. Zwei Männchen einer und derselben Art halten niemals Frieden, sondern geraten augenblicklich in Kampf und Streit miteinander; ja, einzelne zanken sich mit jedem Kolibri überhaupt, welcher in ihre Nähe kommt, und ebenso mit vielen anderen Vögeln. Von ihrer Kampflust ist oft gesprochen worden, und in der That scheint es unmöglich zu sein, daß zwei derselben Art die Blüten eines Busches gleichzeitig absuchen können. Der Mango verjagt außerdem alle übrigen Kolibris, die sich in seiner Nähe zeigen. Einst war ich Zeuge eines Zweikampfes zwischen diesen Vögeln, der mit größerer Heftigkeit ausgeführt und mehr in die Länge gezogen wurde als gewöhnlich. Es war in einem Garten, in welchem zwei Bäume in Blüte standen. Einen dieser Bäume hatte ein Mango seit mehreren Tagen regelmäßig besucht. An dem Morgen nun, den ich im Sinne habe, erschien ein anderer, und nun begann ein Schauspiel, das mich auf das höchste anzog. Die beiden jagten sich durch das Wirrsal von Zweigen und Blüten, und der eine