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Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel

PDF document823 original pagesPublished 1891
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Die Felsenschwalbe, Berg- oder Steinschwalbe (Clivicola rupestris, Cotyle rupestris, Hirundo rupestris, montana, rupicola und inornata, Chelidon und Biblis rupestris, Abbildung S. 524), ist die größere der bei uns vorkommenden Arten. Ihre Länge beträgt 15, die Breite 35, die Fittichlänge 14, die Schwanzlänge 6 em. Alle oberen Teile des Leibes sind matt erdbraun, die Schwingen und Schwanzfedern schwärzlich, letztere bis auf die mittleren und äußersten mit eiförmigen, schön gelblichweißen Flecken gezeichnet, Kinn und Kehle, Kropf und Oberbrust schmutzig bräunlichweiß, fein schwarz längsgestrichelt, die übrigen Unterteile erdbräunlich. Das Auge ist dunkelbraun, der Schnabel schwarz der Fuß rötlich hornfarben. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum durch die Größe, die Jungen durch noch einfarbigeres Gefieder. In Deutschland ist die Felsenschwalbe zwar wiederholt beobachtet worden, und in den südlichsten Teilen des Landes, in gewissen Alpenthälern Tirols und Steiermarks kommt sie wohl auch als Brutvogel vor; ihre eigentliche Heimat aber ist der Süden unseres Erdteiles, Spanien, Griechenland und Italien. Außerdem bewohnt sie Nordwestafrika, Mittelasien östlich bis China, Persien und Indien. Sie ist ein eigentümlich harter Vogel, der in den nördlichsten Teilen seines Aufenthaltes sehr früh im Jahre, bereits im Februar oder spätestens Anfang März, erscheint und bis in den Spätherbst hinein hier verweilt, in Südeuropa aber überhaupt nicht wandert. In der Sierra Nevada sah ich noch am 18. November einen zahlreichen Flug von ihr, und die Jäger, die ich auf das späte Vorkommen einer Schwalbe aufmerksam gemacht hatte, erzählten mir, daß regelmäßig mehr oder minder zahlreiche Gesellschaften der Felsenschwalbe in ihrem Lande überwintern. Dasselbe erfuhren Graf von der Mühle, Lindermayer, Erhard, Schrader und Krüper in Griechenland. Ein Teil der Brutvögel tritt jedoch auch in Spanien eine Wanderung an, und zwar schon Anfang September. Um diese Zeit beobachteten wir solche in Flügen von 8-20 Stück bei Murcia, wo wir sie früher nicht gesehen hatten. Diese Flüge schienen aber keineswegs eilig zu sein und sich hier ebenso behaglich zu fühlen wie in der Nähe ihres Nistplatzes, hielten sich mindestens tage- und wochenlang in der Gegend auf. Der nur einigermaßen geübte Beobachter kann die Felsenschwalbe nicht verkennen. Sie fällt auf durch ihre graue Färbung und durch ihren verhältnismäßig langsamen, sanft schwebenden Flug. Gewöhnlich streicht sie möglichst nahe an den Felswänden dahin, bald in größerer, bald in geringerer Höhe, mehr oder weniger in gleichmäßiger Weise. Doch erhebt auch

sie sich ausnahmsweise zu bedeutenden Höhen und zeigt dann ungefähr die Gewandtheit der Rehlschwalbe. Selten vereinigt sie sich mit anderen Arten, obwohl es vorkommt, daß sie sich da, wo Mehlschwalben an Felswänden nisten, auch in deren Gesellschaft bewegt oder mit der Höhlen- und Mehlschwalbe dieselben Brutstätten teilt. Sie ist weit weniger gesellig als alle übrigen mir bekannten Schwalbenarten und bewohnt meist nur in wenigen Paaren dasselbe Felsenthal. In der Schweiz streift sie, laut Schinz, nach ihrer Ankunft im Frühjahre oft lange umher, ehe sie ihre alten Nester bezieht, und ebenso nach vollendeter Brut bis zur Zeit der Herbstwanderung entweder einzeln oder mit ihren Jungen oder in Gesellschaft mit noch einer oder zwei anderen Familien von einem Turme oder Felsen zum anderen. Bei schlechtem Wetter hält sie sich nahe über dem Boden; während starken Regens sucht sie unter vorspringenden Steinen, in Fels- oder Mauerlöchern Zuflucht. Sonst setzt sie sich selten am Tage, falls sie nicht zum Boden herabkommen muß, um hier Niststoffe zusammenzulesen. Nur an heiteren Sommertagen sieht man sie zuweilen auf Hausdächern sich niederlassen; in das Innere der Häuser aber kommt sie nie. „Beim Wegfliegen“, sagt Schinz, „stürzt sie sich aus ihren Schlupfwinkeln hervor und breitet nun erst im Fallen die Flügel aus; dann fliegt sie meist ruhig schwimmend längs der Felsen hin und her, schwenkt ungemein schnell um die Ecken und in alle Klüfte hinein, setzt sich aber sehr selten. Zuweilen entfernt sie sich von den Felsen, aber nie weit, und selten, meist nur, wenn die Jungen erst flügge geworden sind, senkt sie sich etwas abwärts, fliegt dann um die Wipfel der Tannen, die sich hier und da am Fuße der Felsen befinden, und atzt die gierig nachfliegenden Jungen. Sie ist viel stiller und weniger lebhaft als die neben ihr wohnende Hausschwalbe. Zuweilen spielt sie, auf Felsenvorsprüngen sitzend, indem zwei gegeneinander die Flügel lebhaft bewegen und dann sehr schnell unter dem Rufe „dwi dwi dwi“ aufeinander stürzen, dann aber plötzlich und mit mannigfaltigen Schwenkungen davonfliegen. Die Lockstimme ist oft tief und heiser „drü drü drü“; ihren Gesang habe ich niemals vernommen. Die Nester der Felsenschwalbe sieht man da, wo sie vorkommt, an Felsenwänden hängen, oft nicht hoch über dem Fuße der Wand, immer aber in Höhlen oder doch an Stellen, wo vorspringende Steine sie von oben her schützen. Sie ähneln am meisten denen unserer Rauchschwalbe, sind jedoch merklich kleiner und mit Tier- und Pflanzenwolle, auch wohl einigen Federn ausgekleidet. An manchen Orten sieht man mehrere dieser Nester beisammen, jedoch niemals so dicht wie bei den Mehlschwalben, wie denn auch eine Ansiedelung der Felsenschwalbe nicht entfernt dieselbe Nesterzahl enthält wie die Siedelung der Mehlschwalbe. Das Gelege, das frühestens um die Mitte des April, gewöhnlich nicht vor Ende des Mai vollzählig zu sein pflegt, enthält 4—5 ungefähr 23 mm lange, 15 mm dicke, auf weißem Grunde unregelmäßig, am dichtesten gegen das dicke Ende hin blaß graubraun gefleckte Eier. Ende Mai beobachteten wir an einer Felswand des Monserrat junge Felsenschwalben, wie es schien, solche, welche erst vor wenigen Tagen das Nest verlassen hatten; denn sie wurden von den Alten noch gefüttert. Dies geschieht, wie schon Schinz beobachtete, im Fluge, indem Junge und Alte gegeneinander anfliegen und sich dann flatternd auf einer Stelle erhalten, bis erstere die ihnen zugereichten Kerbtiere glücklich gepackt haben. Über die Feinde der Felsenschwalbe weiß ich nichts anzugeben. Auch sie wird wahrscheinlich von dem kleinen, gewandten Edelfalken zu leiden haben. Der Mensch verfolgt sie nirgends.

Viel genauer ist uns das Leben der Uferschwalbe, Erd-, Sand-, Kot-, Strandund Wasserschwalbe (Clivicola riparia, Cotyle riparia, fluviatilis, palustris, littoralis und microrhynchos, Hirundo riparia und cineérea, Chelidon microrhynchos), Brehm, Tierleben. 3 Auflage. IV. 34

bekannt. Sie ist schon den Alten aufgefallen und ihre Thätigkeit in eigentümlicher Weise erklärt worden. „In der Mündung des Nils bei Heraklia in Agypten“, sagt Plinius, „bauen die Schwalben Nest an Nest und setzen dadurch den ÜUberschwemmungen des Stromes einen undurchdringlichen Wall entgegen von fast einem Stadium Länge, den Menschenhand kaum zu stande bringen würde. In eben diesem Agypten liegt neben der Stadt Koptos eine der Isis geheiligte Insel, die von den Schwalben mit vieler Mühe befestigt wird, damit der Nil sie nicht benage. Mit Beginn des Frühlinges bekleben sie die Stirnseite der Insel durch Spreu und Stroh und üben ihre Arbeit drei Tage und Nächte hintereinander

Uferschwalbe (Clivicola riparia) und Purpurschwalbe (Progne purpurea). ½ natürl. Größe.

mit solcher Emsigkeit, daß viele an Erschöpfung sterben. Jedes Jahr steht dieselbe Arbeit ihnen aufs neue bevor.“ Es ist leicht einzusehen, daß der Nestbau diese Sage begründet hat. Die Uferschwalbe gehört zu den kleinsten Arten ihrer Familie. Ihre Länge beträgt höchstens 13, die Breite 29, die Fittichlänge 10, die Schwanzlänge 5 em. Das Gefieder ist oben aschgrau oder erdbraun, auf der Unterseite weiß, in der Brustgegend durch ein aschgraubraunes Querband gezeichnet. Beide Geschlechter gleichen sich; die Jungen sind etwas dunkler gefärbt. Keine einzige Schwalbenart bewohnt ein Gebiet von ähnlicher Ausdehnung wie die Uferschwalbe, die, mit Ausnahme Australiens, Polynesiens und der Südhälfte Amerikas, auf der ganzen Erde Brutvogel ist. Ihrem Namen entsprechend hält sie sich am liebsten da auf, wo sie steile Uferwände findet, verlangt jedoch nicht immer ein Flußufer, sondern begnügt sich oft auch mit einer steil abfallenden Erdwand. Wo sie auftritt, ist sie gewöhnlich häufig; in keinem von mir bereisten Lande aber sieht man so außerordentlich zahlreiche

Scharen von ihr wie am mittleren und unteren Ob, woselbst sie Siedelungen bildet, in denen mehrere Tausend Paare von Brutvögeln hausen. Auch bei uns zu Lande trifft man selten weniger als 5—10, gewöhnlich 20—40, ausnahmsweise aber 100 und mehr Paare als Besiedler einer Erdwand an. Hier höhlt sie sich in dem harten Erdreiche regelmäßig in einer Höhe, daß auch die bedeutendste Uberschwemmung nicht hinaufreicht, gern aber unmittelbar unter der Oberkante der Wand, mit vieler Mühe und Anstrengung tiefe Brutlöcher aus. „Es grenzt“, sagt Naumann, „ans Unglaubliche und muß unsere Bewunderung in hohem Grade erregen, ein so zartes Vögelchen mit so schwachen Werkzeugen ein solches Riesenwerk vollbringen zu sehen, und noch dazu in so kurzer Zeit; denn in 2—3 Tagen vollendet ein Paar die Aushöhlung einer im Durchmesser vorn 4—6 em weiten, am hinteren Ende zur Aufnahme des Nestes noch mehr erweiterten, in wagerechter oder wenig aufsteigender Richtung mindestens 1, oft aber auch bis 2 metiefen, gerade in das Ufer eindringenden Röhre. Ihr Eifer und ihre Geschäftigkeit bei einer solchen anstrengenden Arbeit grenzt ans Possierliche, besonders wenn man sieht, wie sie die losgearbeitete Erde höchst mühsam mit den Füßchen hinter sich aus dem Inneren der Höhle hinausschaffen und hinausräumen und beide Gatten sich dabei hilfreich unterstützen. Warum sie aber öfters mitten in der Arbeit den Bau einer Röhre aufgeben, eine andere zwar fertig machen, aber dennoch nicht darin nisten und dies vielleicht erst in einer dritten thun, bleibt uns rätselhaft; denn zu Schlafstellen benutzt die ganze Familie gewöhnlich nur eine, nämlich die, worin sich das Nest befindet. Beim Graben sind sie sehr emsig, und die ganze Gesellschaft scheint dann aus der Gegend verschwunden; denn alle stecken in den Höhlen und arbeiten darin. Stampft man mit den Füßen oben auf den Rasen über den Höhlen, so stürzen sie aus den Löchern hervor, und die Luft ist wieder belebt von ihnen. Wenn die Weibchen erst brüten, sitzen sie noch viel fester und lassen sich nur durch Störung in der Röhre selbst bewegen, herauszufliegen, daher leicht fangen. Am hinteren Ende der Röhre, ungefähr Lan vom Eingange, befindet sich das Nest in einer backofenförmigen Erweiterung. Es besteht aus einer schlichten Lage feiner Hälmchen von Stroh, Heu und zarter Würzelchen, und seine Aushöhlung ist mit Federn und Haaren, auch wohl etwas Wolle ausgelegt, sehr weich und warm. In Höhlen, die sie in Steinbrüchen, an Felsgestaden oder alten Mauern finden, stehen die Nester sehr oft gar nicht tief, und sie können hier auch nicht so dicht nebeneinander nisten, wenn nicht zufällig Ritzen und Spalten genug da sind. An solchen Brüteplätzen hat dann freilich manches ein ganz anderes Aussehen, weil hier ein großer Teil ihres Kunsttriebes von Zufälligkeiten unterdrückt oder unnütz gemacht wird.“ Die Uferschwalbe ist ein sehr angenehmer, munterer, beweglicher Vogel, der in seinem Wesen vielfach an die Hausschwalbe erinnert. Dieser ähnelt sie namentlich wegen ihres sanften und schwebenden Fluges. Gewöhnlich hält sie sich in niederen Luftschichten auf, meist dicht über dem Spiegel der Gewässer hin- und herfliegend; selten erhebt sie sich zu bedeutenden Höhen. Ihr Flug ist so schwankend, daß man ihn mit dem eines Schmetterlings verglichen hat, aber durchaus nicht unsicher oder wechsellos. Die Stimme ist ein zartes, schwaches „Scherr“ oder „Zerr“, der Gesang eine Aufeinanderfolge dieser Laute, die durch andere verbunden werden. Von ihren Ansiedelungen entfernt sich die Uferschwalbe ungern weit, betreibt ihre Jagd vielmehr meist in deren unmittelbarer Nähe und belebt daher öde, sonst an Vögeln arme Ströme in anmutender Weise ebenso, wie ihre Nestlöcher in dem einförmigen Ufer jedes Auge fesseln. In zahlreichen Siedelungen fliegen vom Morgen bis zum Abende fast ununterbrochen Hunderte und selbst Tausende der kleinen, behenden Vögel auf und nieder, verschwinden in den Höhlen, erscheinen wiederum und treiben es wie zuvor. Vor dem Menschen scheuen sie sich hierbei wenig oder nicht; anderen Vögeln oder Tieren gegenüber zeigen sie sich friedlich, aber furchtsam. 34⁷

Erst spät im Frühjahre, gewöhnlich Anfang Mai, trifft die Uferschwalbe am Brutorte ein und verläßt diesen bereits Anfang September wieder. Sofort nach ihrer Ankunft besucht sie die gewohnte Ansiedelung, bessert die Nester aus oder gräbt sich neue, und Ende Mai oder Anfang Juni findet man die 5—6 kleinen, länglich eiförmigen, etwa 17 mm langen, 12 mm dicken, dünnschaligen, rein weißen Eier im Neste; 2 Wochen später sind die Jungen ausgeschlüpft und wiederum 2 Wochen nachher bereits so weit erwachsen, daß sie den Alten ins Freie folgen können. Eine Zeitlang kehrt nun alt und jung noch regelmäßig zu den Nistlöchern zurück, um hier Nachtruhe zu halten; schon im August aber begibt sich die Gesellschaft auf die Reise und schläft dann im Röhricht der Teiche. Nur wenn die erste Brut zu Grunde ging, schreitet das Pärchen noch einmal zur Fortpflanzung. * Die Baumschwalben (Progne) sind gedrungene Vögel mit sehr kräftigem, am Grunde breitem, nach vorn seitlich zusammengedrücktem, hohem, gewölbtem, am Ende hakig herabgebogenem Schnabel, starken, nacktläufigen, dickzehigen Füßen, langen, verhältnismäßig breiten Flügeln, die in der Ruhe etwa das Ende des stark gabelförmigen, ziemlich breiten Schwanzes erreichen, und derbem Gefieder. Die Purpurschwalbe (Progneé purpurea und subis, Hirundo purpurea, subis, violacea, coerulea, versicolor, chalybaea und ludoviciana; Abbildung S. 530) ist die bekannteste, auch in Europa beobachtete Art der Gattung. Ihre Länge beträgt 19, die Breite 40, die Fittichlänge 14, die Schwanzlänge 7 em. Das Gefieder ist gleichmäßig tief schwarzblau, stark purpurglänzend; die Schwingen und die Schwanzfedern sind schwärzlichbraun. Das Auge ist dunkelbraun, der Schnabel schwarzbraun, der Fuß purpurschwarz. Beim Weibchen ist der Kopf braungrau, schwarz gefleckt, die übrige Oberseite wie beim Männchen, jedoch etwas gräulicher, der Länge nach schwarz gestreift. Über das Leben der Purpurschwalbe haben die amerikanischen Forscher ausführlich berichtet; denn gerade dieser Vogel ist allgemeiner Liebling des Volkes, dem man nicht nur vollste Schonung angedeihen läßt, sondern den man auch durch Vorrichtungen mancherlei Art in der Nähe der Wohnungen zu fesseln sucht. Im Süden des Erdteils, wo die Purpurschwalbe ebenfalls vorkommt, unterstützt man sie nicht, behelligt sie aber auch nicht. Nach Audubon erscheint sie in der Umgegend der Stadt New Orleans zwischen dem 1. und 9. Februar, gelegentlich wohl auch einige Tage früher, je weiter nördlich aber, um so später, so daß sie in Missouri nicht vor Mitte April, in Boston sogar erst gegen Anfang Mai eintrifft. In den nördlichen Vereinigten Staaten pflegt sie bis gegen Mitte August zu verweilen und dann gemächlich dem Süden wieder zuzuwandern. Um die angegebene Zeit sammeln sie sich in Flüge von 50—100 und mehr um die Spitze eines Kirchturmes oder um die Zweige eines großen, abgestorbenen Baumes und treten von hier aus gemeinschaftlich ihre Reise an. Im allgemeinen ähnelt die Purpurschwalbe hinsichtlich ihres Fluges der Mehlschwalbe mehr als anderen; wenigstens kann der Flug mit dem der amerikanischen Rauchschwalbe nicht verglichen werden. Doch ist er immer noch schnell und anmutig genug und übertrifft den anderer Vögel, mit Ausnahme der Verwandten, bei weitem. Obgleich auch sie den größten Teil ihrer Geschäfte fliegend erledigt, im Fluge jagt oder jagend trinkt und sich badet, lommt sie doch auch oft zum Boden herab und bewegt sich hier ungeachtet der Kürze ihrer Füße mit ziemlichem Geschicke, nimmt wohl selbst ein Kerbtier von hier weg und zeigt sich sogar einigermaßen gewandt im Gezweige der Bäume, auf deren vorragenden Asten sie sich oft niederläßt. Raubtieren gegenüber bethätigt sie mindestens dieselbe, wenn nicht noch

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