Brehms Tierleben, Band 2: Die Säugetiere II
Landbär: Beutetiere. Raubweise. Stärke. ZN
erhoben gehend, durch einen Bach in den Wald. Einen am Feuer sitzenden Waldwärter überfiel ein unbeabsichtigt aus seinem Winterlager aufgeschreckter Bär von hinten „und zerschmetterte ihm durch einen mächtigen Schlag und Ruck mit den Vorderbranten den Hirnschädel, so daß augenblicklicher Tod erfolgte“. Ein vierter zog einen in eine Grube gestürzten lebenden Elchhirsch, dessen Gewicht an 300 kg geschätzt wurde, aus dieser heraus und schleifte ihn einen halben Kilometer weit durch den Sumpf.
Hirsche, Rehe und Gemsen mögen, dank ihrer Wachsamkeit und Schnelligkeit, dem Bären oft genug entgehen; gleichwohl jagt dieser auch im Norden Skandinaviens den Renntieren längere Zeit eifrig nach. Selbst den Fischen stellt er nach und verfolgt, ihnen zu Gefallen, den Lauf der Flüsse auf weite Strecken. In den Rokitnosümpfen lebt er, laut Krementz, mit dem Fischotter, dessen Aus- und Einstiege er beschleicht und überwacht, auf gespanntem Fuße, friedlich dagegen mit Luchs, Fuchs, Hase und Biber; Dachsbaue besucht er mitunter und steckt seinen Kopf in die Röhre. Wölfe belästigen ihn manchmal in seinem Winterlager, verfolgen auch den angeschossenen und wagen sich bisweilen an eine Bärenmutter, die ihre Jungen freilich hartnäckig und nicht erfolglos verteidigt. Kein Vierfüßler aber ist dem Bären so verhaßt wie der Hund, keinen fürchtet er mehr. „Pferde fallen hierorts“, fährt Krementz fort, „dem Bären selten zur Beute, Schweine, Schafe und Ziegen beinahe niemals, obgleich ich nicht leugnen will, daß manches Stück dieser Haustiere, das auf Rechnung des Wolfes gebucht wird, Meister Petz auf die Rechnung zu setzen ist. Von Wild schlägt der Bär Elchwild, Schwein und Reh, stellt dem Auer-, Birk- und Haselwilde nach und ver: achtet auch nicht des letzteren Eier. Der Bär sucht seine Beute anzuschleichen oder erwartet sie im Hinterhalte, gedeckt durch eine tief beastete Fichte, oder im jungen dichten Kiefernoder Fichtenanflughorste, im dichten Weidengestrüppe, hinter Lagerholz, in einer Vertiefung, im hohen Grase oder Schilfe ꝛc., in oder hinter welchen Deckmitteln er sich zum Sprunge oder zu sonstigem raschen Vorgehen bereit hält. Ist ihm die Beute, besonders einzelne von der Herde abschweifende Stücke, nahegekommen, so wirft er sich ungemein rasch darauf und sucht sie durch einen kräftigen Schlag und Ruck auf den Rücken zu Boden zu werfen und alsdann zu überwältigen, wobei er die scharfen und langen Waffen der Vorderbranten tief ins Fleisch einsenkt und nicht selten ganze Stücke davon nebst Haut bloßlegt, während er sein Opfer meistens am Halse zu Tode beißt. Die meisten der von mir beobachteten, von Bären geschlagenen Kühe und Ochsen hatten die Wunden auf dem Rücken, an den Seiten und am Halse.“ Selbstverständlich erlebt auch Meister Petz, wenn er das Räuberhandwerk betreibt, manchen Mißerfolg, manche Enttäuschung: er erreicht das erwählte Tier nicht, oder das schon geschlagene entkommt ihm durch eine verzweifelte Anstrengung, oder er selbst muß vor den Angriffen des einer überfallenen Kuh zu Hilfe kommenden Stieres das Feld räumen, wobei es ihm dann manchmal recht schlecht ergehen mag. Übrigens zeigt der ungeschlachte Geselle, wenn ihm nach Fleisch gelüstet, doch auch eine Listigkeit, die man ihm kaum zutrauen möchte. So soll er bisweilen den Elchhirsch durch Nachahmen des Brunftrufes anzulocken versuchen, und Krementz bezweifelt nach eigener Beobachtung durchaus nicht, daß dann und wann mittels dieses Kunstgriffes wohl ein Elch berückt werde. Am meisten verlegt sich der Bär aufs Rauben, wenn er eben sein Winterlager verlassen hat, heruntergekommen und hungerig ist und doch gerade um diese Zeit im Walde bloß die spärlichste Pflanzenkost findet. Doch gibt es zweifellos auch Petze, die eine Vorliebe für Fleisch erworben haben und bedacht sind, sich dieses trotz reichlicher Waldmast zu verschaffen. Ihre Beute pflegen alle leicht mit Reisig, Laub und Moos zu bedecken. Daß der Bär unter Umständen Luder angeht, ist durch die reichen Erfahrungen russischer Jäger hinlänglich verbürgt. Wenn Viehseuchen wüten und die sibirischen Bauern zwingen, die gefallenen Stücke einzugraben, wühlen
Bären diese wieder hervor, um sich an ihnen zu sättigen; es erscheint deshalb auch glaublich, daß Meister Braun zuweilen zum Leichenräuber wird. So erlegte man in dem sibirischen Dorfe Makaro einen Bären auf dem Friedhofe, als er gerade beschäftigt war, einen kurz vorher beerdigten Leichnam auszugraben. Immerhin ist noch nicht sicher nachgewiesen, daß Bären bereits in Fäulnis übergegangenes Fleisch annehmen.
Vor dem Eintritte des Winters bereitet sich der Bär eine Lagerstätte, entweder zwischen Felsen oder in Höhlen, welche er vorfindet, sich selbst gräbt, beziehentlich erweitert, oder in einem hohlen Baume, oft auch in einem Dickicht oder auf einer trockenen Insel, im Bruche und Sumpfe. Wilhelm Prinz Radziwill berichtet als Augenzeuge den sehr merkwürdigen Fall, daß sich ein fünfjähriger männlicher Bär im Gouvernement Minsk 1887— 88 sogar auf einem Baume eingeschlagen hatte. Der Bär ruhte auf den von allen Seiten her-eingezogenen Zweigen in der Gabelung des dreigeteilten Stammes einer stattlichen Tanne etwa 11 m über dem Boden. Es war auch nicht das erste Mal, daß er sich ein fo seltsames Lager erwählt hatte; schon zu Anfang des nämlichen Winters hatte er sich auf einem anderen Baume, obwohl bedeutend niedriger, eingeschlagen, war aber durch Neugierige belästigt und schließlich verscheucht worden. Das Lager der Bärin wird von ihr sorgfältig mit Moos, Laub, Gras und Zweigen ausgepolstert und ist in der That ein sehr bequemes, hübsches Bett. In den galizischen Karpathen, woselbst man diese Winterwohnung Gaura nennt, zieht die Bärin, laut Knaur, Höhlen in sehr starken Bäumen anderen Lagerplätzen vor, falls das Thor, d. h. die Eingangsöffnung, nicht zu groß ist. Noch vor dem ersten Schneefalle ordnet sie ihr Winterlager, indem sie die Gaura von Erdteilen, faulem Holze und anderen unsauberen Stoffen reinigt. Mit Eintritt strengerer Kälte bezieht der Bär seinen Schlupfwinkel und hält hier während der kalten Jahreszeit Winterschlaf. Die Zeit des „Einschlagens“ oder Beziehens der Wohnung richtet sich wesentlich nach dem Klima der betreffenden Gegend und nach der Witterung. Während die Bärin sich meist schon Anfang November zurückzieht, schweift der Bär, wie ich in Kroatien durch Abspüren einer Fährte selbst erfuhr, noch Mitte Dezember umher, gleichviel ob Schnee liegt und strenge Kälte herrscht oder nicht. Nach Versicherung russischer Bärenjäger soll er vor dem Schlafengehen die Umgebung seines Lagers genau untersuchen und dasselbe mit einem anderen vertauschen, wenn er nach verschiedenen Seiten hin auf menschliche Spuren stößt. Tritt mitten im Winter Tauwetter ein, so verläßt er sogar in Rußland und Sibirien zuweilen sein Lager, um zu trinken oder auch Nahrung zu nehmen. „Kurz nach Beginn seiner Winterruhe“, schreibt mir Loewis, „scheint er zum Verlassen des Lagers weit mehr geneigt zu sein als im Hochwinter. Daß er in Liv: land während 3—4 Monaten gänzlich unter dem Schnee begraben liegt, durchaus keine Nahrung zu sich nimmt, um diese Zeit auch nur mit gänzlich leeren Eingeweiden gefunden wird, ist ganz sicher.“ | Bei gelinder Witterung dagegen währt jeine Winterruhe vielleicht nur wenige Wochen, und unter milderen Himmelsstrichen denkt er wahrscheinlich gar nicht an einen derartigen Rückzug. Hierauf deuten Beobachtungen, welche an gefangenen Bären angestellt worden sind. Sie halten keinen Winterschlaf, benehmen sich im Winter überhaupt kaum anders als im Sommer. Solange ihnen regelmäßig Nahrung gereicht wird, fressen sie fast ebensoviel wie sonst, und in milden Wintern schlafen sie wenig mehr als im Sommer. Die Bärin ist, wenn die Zeit des Gebärens herannaht, vollständig wach und munter, schläft aber im Freien vor und nach der Geburt der Jungen ebenso tief und fest wie der Bär und frißt, wie ich durch eigene Beobachtungen mich überzeugt habe, während der eben angegebenen Zeit, selbst in der Gefangenschaft, nicht das Geringste. Da der Bär im Laufe des Sommers und Herbstes gewöhnlich sich gut genährt hat, ist er, wenn er sein Winterlager bezieht, regelmäßig sehr feist, und von diesem Fette zehrt er zum Teile während des Winters. Im Frühjahre kommt
er wie die meisten anderen Winterschläfer in sehr abgemagertem Zustande zum Vorschein. Die Alten, denen dies bekannt war, bemerkten auch, daß der ruhende Bär, wie es seine Gewohnheit überhaupt ist, zuweilen seine Pfoten beleckt, und glaubten deshalb annehmen zu müssen, daß er das Fett aus seinen Tatzen sauge. Daß letzteres un wahr ist, sieht jedes Kind ein; gleichwohl werden selbst heutigestags noch diese Märchen gläubig weiter erzählt. Wahr ist hingegen, daß der Bär, namentlich im Winterlager, wenn seine Sohlen sich häuten, oft und andauernd unter Brummen und Schmatzen, das bei ruhigem Wetter auf ziemliche Entfernung zu vernehmen ist, an den Branten saugt, wahrscheinlich um die Häutung zu fördern und vielleicht auch um den Schmerz zu stillen.
Über die Lebensweise und das Treiben der Bären in den Rokitnosümpfen berichtet Krementz ausführlich. Nach ihm ist der Bär recht eigentlich ein Bewohner des Sumpfes. Gewisse Ortlichkeiten werden von ihm, so wie wir es auch vom Tiger kennen lernten, ganz besonders bevorzugt; wird dort der heurige Bär geschossen, so stellt sich ganz sicherlich im nächsten Jahre an derselben Stelle ein anderer ein. Sie lieben es, ihre Lager auf erhöhten Plätzen in niedrig gelegenen und sumpfigen Gegenden aufzuschlagen und wählen dazu hauptsächlich mit vielem Windbruche, überhaupt mit Lagerholz versehene und namentlich mit Fichten durchstandene Striche, verschmähen es jedoch auch nicht, sich im Bruche, im Anflughorste, im dichten Bruchgestrüppe oder im Schilfe einzuschlagen, richten sich auch in hohlen Stämmen häuslich ein und liegen in der Not auf blacher Sumpffläche, vor dem Gesehenwerden nur durch einiges Strauchwerk geschützt. Vertiefungen, die vor den rauhen Nordund Ostwinden schützen, werden stets vorgezogen und, wo nötig, auch erst hergestellt.
Der Bär wandert von weither seinem Lager zu und hält dabei Jahr für Jahr den Weg vielfach so genau inne, daß es möglich ist, ihm auf dem Anstande die Flucht zu verlegen. Die Bären, die sich in den nördlichen trockneren Gegenden einschlagen, lieben es, beim Aufstehen im Frühjahre südwärts nach den Versumpfungen des Pripet zu ziehen, um im Spätherbste zwischen dem 25. Oktober und 10. November in kleinen Trupps wiederum ihren nördlichen Lagerplätzen langsam zuzuwechseln. Bei den Wanderungen vom Winteraufenthalte zur Sommerfrische und umgekehrt dehnen sich die Märsche auf 200— 300 km und wohl auch auf noch bedeutendere Strecken aus. Ein Teil der Bären, und das sind meist alte, den Buschwächtern wohlbekannte Burschen, wandert gar nicht. Für den Vieh: und Bienenstand find diese Standbären die gefährlichsten. Beim Einwechseln ins Lager benehmen sie sich sehr verschieden. Einige eilen schnurstracks dem Platze zu und schlagen sich sofort ein, andere bummeln allmählich und auf Umwegen ihren Winterquartieren zu, noch andere begeben sich zwar frühzeitig dahin, treiben sich aber dort noch umher, bessern ihr altes Lager aus oder stellen ein neues her. Letzteres thun im allgemeinen die trächtigen Weibchen, die sich wohl auch früher als die Männchen einzuschlagen pflegen. Alte, vielerfahrene Bären gefallen sich darin, beim Einwechseln ins Lager vielfache Widergänge zu machen oder von einem Wege aus in mächtigem Sprunge rechtwinkelig abzubiegen und, in der Nähe des Lagers angekommen, dieses mit großen Hin- und Hersprüngen aufzusuchen. Unser Gewährsmann hat Sprungweiten von 4 m und bis an 6 m gemefjen, und zwar in tiefem Schnee. Besonders listige Bären wechseln, um ihren Aufenthaltsort zu verheimlichen, auf ziemliche Entfernungen sogar rückwärts gehend nach ihrem Lager oder warten ein heftiges Schneegestöber ab, das alle Spuren sogleich verdeckt. Trotzdem wintert der Bär gar nicht selten unfern von Wohnsitzen wie an vielbenutzten Wegen, ohne sich durch den Verkehr stören zu lassen. So lagen im Winter auf 1869: 19 Bären 1—2 km weit von bewohnten Orten. Der Bauer behauptet, der Bär thue dies, damit er jeden Morgen den Hahn krähen höre, vergißt aber, daß sowohl der Zufall als auch eine bestimmte Absicht den Bären leiten kann, der ja beim Aufstehen rasch einen guten Fraß braucht und ihn dort am schnellsten findet,
wo das Vieh gleich nach Eintritt des Frühlings ausgetrieben wird. Ein alter Bär hatte sich einmal während eines Sturmes keine 60 Schritt von der Wohnung eines Waldwärters in einer Grube einschneien lassen, gab auch kein Zeichen seines Daseins, obwohl kläffende Hunde oft genug um und über sein Lager liefen. Erst bei eintretendem Tauwetter erfuhr der Waldwärter, welch grimmen Gast er gehabt hatte, der ihm obendrein die Gastfreundschaft noch dadurch lohnte, daß er ihm am dritten Tage eine seiner besten Kühe schlug.
Im allgemeinen pflegt sich der Bär in den Gebieten, in welchen unser Gewährsmann seine Beobachtungen angestellt hat, zwischen dem 10. November und 1. Dezember einzuschlagen, aber auch früher oder später, je nach den Witterungsverhältnissen. Einzelne, meist alte und geriebene Tiere, führen selbst während des Winters gleichsam ein Vagabundenleben und lassen keine 14 Tage vergehen, ohne aufzustehen und trotz tiefen Schnees und starker Kälte mitunter weite Wanderungen zu unternehmen. Die feisten Bären pflegen sich früher einzuschlagen und auch fester zu liegen als die, welche nicht gut bei Leibe sind; am festesten liegen diejenigen, welche sich tief haben einschneien lassen. Ob diese wirklich anhaltend schlafen, ist nicht festzustellen, dagegen ist es sicher, daß die weniger gedeckt liegenden, die beobachtet werden können, keineswegs in einen richtigen Winterschlaf verfallen, denn sie sind stets rege und sehr wachsam. Gewöhnlich erhebt der Bär, selbst bei dem leisesten Anschleichen, den Kopf mehrmals aus dem Lager, äugt nach dem Störer und duckt sich wieder. „Der Bär grüßt“ ist der dafür landesübliche Ausdruck. Manche thun dies bereits auf große Entfernungen, stehen mitunter ganz auf, erniedrigen sich aber sofort wieder; andere bleiben ruhig liegen, bis sie mit jähem Satze aufspringen und flüchtig werden; wieder andere erheben sich, äugen längere Zeit wie festgebannt, ermessen die Gefahr, greifen an oder enteilen, und nicht wenige, gewöhnlich Bärinnen, nehmen den Störenfried ohne weiteres an. Jedenfalls ist große Vorsicht geboten, denn alle Petze vermerken es sehr übel, wenn sie in ihrer Winterruhe gestört werden. „Der Bär, einmal fest eingeschlagen“, fährt Krementz fort, „frißt absolut nichts während seines Winterlagers und löst sich auch während desselben nicht oder wenigstens nur unter gewissen Umständen. Ich habe diesem häufig als streitig aufgeworfenen Punkte die größte Aufmerksamkeit geschenkt, habe zu diesem Zwecke 59 Bärenlager geprüft und unterließ es nie, den geschossenen Bären nach seinem Mageninhalte zu untersuchen. Von diesen 59 Bären hatten 37 von dem Zeitpunkte des Einschlagens an bis zum Sicherheben im Frühjahre, resp. bis zur Jagd, die meistens in der zweiten Hälfte des Februars und nicht selten erst tief im März stattfand, ihr Lager nicht ein einziges Mal verlassen, 11 wechselten es infolge von Nässe, 8 wurden gewaltsam hochgemacht, 3 erhoben sich aus unbekannten Gründen. Sämtliche beobachtete Bären bezogen ein neues Lager, aber weder bei diesen noch bei den übrigen habe ich bemerkt, daß sie sich gelöst hätten, mit Ausnahme von vier der von Hunden weithin verfolgten und eines, der sich von selbst erhoben hatte und weithin fortgegangen war. Die Lösung ist nur als Folge der überaus großen Anstrengung bei der Verfolgung durch den tiefen Schnee anzusehen. Hat der Bär, bevor er sein Winterlager bezog, noch eine tüchtige Mahlzeit gehalten, so findet man seine Losung auf dem Wege zum Lager und auch um dieses herum mitunter sehr häufig. Dies sind jedoch seltene Fälle, da der Bär, besonders der fette, in den zwei letzten Wochen vor dem Einschlagen sich beinahe jeden Fraßes zu enthalten scheint und besonders ein Schlagen von Vieh mir in dieser Zeit nicht vorgekommen ist. Selbst die Bärin, die doch nicht so fest liegt als der Bär, infolge Säugens der Jungen ihre Lage häufig wechselt, mit den letzteren spielt ꝛc., der es mithin an Bewegung durchaus nicht fehlt, löst sich beinahe niemals während des Winters. Erhebt sich Bärwild infolge starken Tauwetters im Winter und beginnt zu fressen, jo erfolgt natürlich auch Losung, und schlägt es sich nach dem Froste sofort wieder ein, so kann