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Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel

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lußlands und Sibiriens, in denen Stürme und Feuer größere Verwüstungen anrichten als der Mensch, bilden seine beliebtesten Wohnorte. Den Menschen und sein Treiben meidet er im Süden wie im Norden unseres heimatlichen Erdteiles, und deshalb zeigt er sich nur ausnahmsweise in der Nähe der Ortschaften. Doch erkennt auch er ihm werdenden Schutz dankbar an und tritt nach Umständen sogar in ein überraschend freundliches Verhältnis mit ihm wohlwollenden Menschen. Wie Liebe mir mitteilt, werden die Schwarzspechte auf Befehl des regierenden Fürsten in dem reußischen Frankenwalde nicht nur geschont, sondern auch insofern gepflegt, als hier und da ältere Bäume, namentlich Ahorne und Tannen, stehen bleiben. „Dort lebte auf dem einsamen Jagdschlosse Jägersruh mitten im prächtigen alten Walde ein Forstläufer, der mit täuschend nachgeahmtem Pfiffe die Hohlkrähen herbeizulocken verstand und sie dann auf dem Bretterdache eines Schuppens mit Mehlwürmern, Holzmaden und dergleichen fütterte.“ Wer den Schwarzspecht kennt, wird ermessen, was diese auffallende Zutraulichkeit zu besagen hat. Derselbe Vogel, der sonst fast überall vor dem Menschen scheu entflieht, treibt im Bewußtsein des ihm gewährten Schutzes in unmittelbarer Nähe bewohnter Gebäude sein Wesen. Mehr als jeder andere leidet der Schwarzspecht an Wohnungsnot. Bäume von solcher Stärke, wie er sie zum Schlafen und Nisten bedarf, sind selten geworden in unseren Tagen, und deshalb ist der Vogel aus vielen Gegenden, in denen er früher keineswegs spärlich auftrat, gänzlich verbannt worden. Noch vor einem Menschenalter brütete er, wie Liebe bemerkt, in den größeren Forsten in der Nähe von Gera; gegenwärtig hat er diese Waldungen verlassen. Ein einziger hohler Baum vermag ihn an ein bestimmtes Gebiet zu fesseln, und er wandert aus, wenn dieser eine Baum der Axt verfallen ist. Aber er wandert auch wieder ein, wenn die Bäume inzwischen so erstarkt sind, daß er sich eine geeignete Wohnung zimmern kann. In der Nähe Renthendorfs, meines Geburtsortes, verschwand der Schwarzspecht aus einem mir von der Knabenzeit an wohlbekannten Walde schon Ende der dreißiger Jahre, und fast 40 Jahre lang wurde, außer der Strichzeit, kein einziger seiner Art dort mehr gesehen. In der ersten Hälfte der siebziger Jahre aber hat er sich zu meiner lebhaften Freude wieder in demselben Walde angesiedelt, in welchem mein Vater seine unübertroffenen Beobachtungen über ihn sammelte: die forstlich gehegten Bäume haben inzwischen ein Alter erreicht, wie sie es haben müssen, wenn es ihm zwischen ihnen behagen soll. In allen Waldungen, in welchen der Schwarzspecht brütet, verweilt er jahraus jahrein in demselben eng begrenzten Gebiete: 600 Hektar genügen seinen Ansprüchen vollständig. Innerhalb des von einem Paare behaupteten Wohnkreises duldet dieses kein anderes und vertreibt daraus, nach Spechtesart, auch die eignen Jungen. Sie sind es, die gezwungen wandern, mindestens streichen, und ihnen verdanken wir die Wiederansiedelung derjenigen Waldungen, in welchen die Art ausgerottet worden war. Macht sich ein solches Pärchen von neuem in einem Walde seßhaft, so streift es anfänglich ziemlich weit umher, beschränkt sich mit der Zeit jedoch mehr und mehr und läßt sich unter Umständen mit einem Wohngebiete von 100 —- 150 Hektar Flächeninhalt genügen. ‚ Das Betragen des Schwarzspechtes, den die Sage mit der zauberkräftigen Springwurzel in Verbindung bringt, hat mein Vater zuerst eingehend beschrieben, und seine Schil—⸗ derung hat kaum eine wesentliche Bereicherung erfahren. Sie lege ich dem Nachfolgenden zu Grunde. Unser Schwarzspecht ist ein äußerst munterer, flüchtiger, scheuer, gewandter und starker Vogel. Bald ist er da, bald dort, und so durchstreicht er seinen Bezirk oft in sehr kurzer Zeit. Dies kann man recht deutlich an seinem Geschrei bemerken, das man im Verlaufe weniger Minuten an sehr verschiedenen Orten hört. Er läßt besonders drei Töne vernehmen, zwei im Fluge und einen im Sitzen. Die ersteren klingen wie „kirr kirr“ und „klük H6 rrrrn 288 —--

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klül“, der letztere wie „klüh“, einsilbig, lang gezogen und sehr durchdringend, oder wie „klihä klihä kliee“. Beim Neste stößt er aber noch andere Laute aus. Sein Flug ist von dem seiner Verwandten sehr verschieden. Er fliegt nicht in dem Grade ruckweise oder in aufund absteigender Linie wie andere Spechte, sondern wellenförmig, fast in gerader Richtung vorwärts, wobei er die Flügel sehr weit ausbreitet und stark schlägt, so daß es aussieht, als ob sich die Schwingenspitzen biegen, nicht unähnlich dem Eichelhäher. Der Flug ist sanfter und scheint nicht so anzustrengen wie der anderer Spechte, deshalb vernimmt man auch nicht ein Schnurren der Flügel wie bei diesen, sondern ein eignes Wuchteln, das, nach Naumann, bei trüber, feuchter Witterung besonders hörbar wird. Obgleich er ungern weit fliegt, legt er doch zuweilen Strecken von 2 Em und mehr in einem Striche zurück. Prachtvoll nimmt sich der fliegende Schwarzspecht aus, wenn er sich von der Höhe des Gebirges aus in eines der tiefen Thäler herabsenkt. Bei dieser Gelegenheit bethätigt er die volle Kraft seines Fluges und unterbricht das sausende Herabstürzen nur dann und wann durch einige leichte Flügelschläge, die mehr dazu bestimmt zu sein scheinen, ihn in wagerechter Richtung von den Wipfeln der Bäume wegzuführen als wiederum auf die Höhe eines der Bogen zu bringen, die auch er beim Fliegen beschreibt. Als meine kärntnerischen Freunde mich in die Karawanken geleiteten und wir hoch oben im Gebirge von einem Jagdhäuschen aus die herrliche Landschaft unter uns überblickten, waren es zwei Schwarzspechte, die unter förmlich jauchzenden Rufen auf und nieder flogen und dabei Flugkünste entfalteten, die ich dem Vogel nimmermehr zugetraut haben würde. Auf dem Boden hüpft er ziemlich ungeschickt umher; demungeachtet kommt er nicht selten, hauptsächlich den Ameisenhaufen zu Gefallen, auf ihn herab. Im Klettern und Meißeln ist er der geschickteste unter allen europäischen Spechten. Wenn er klettert, setzt er immer beide Füße zu gleicher Zeit fort, wie alle seine Verwandten. Er hüpft also eigentlich an den Bäumen hinauf und zwar mit großer Kraft, so daß man es deutlich hört, wenn er die Nägel einschlägt. An Stauden klettert er zwar auch, aber doch seltener, und niemals meißelt er hier wie in den brüchigen Bäumen, in denen er Roßameisen oder die Larven der Riesenwespe wittert. Beim Klettern hält er die Brust weit vom Baumstamme ab und biegt den Hals nach hinten zurück. Die großen Roßameisen und ihre Puppen sowie alle Arten von Holzwürmern, also namentlich die Larven der holzzerstörenden Käfer, die sich in Nadelbäumen aufhalten, auch die Käfer selbst, bilden die Nahrung des Schwarzspechtes. „Ich habe“, sagt mein Vater, „mehrere geöffnet, deren Magen mit Roßameisen angefüllt waren. Vorzüglich aber liebt er die Larven der großen Holzwespe. Ich habe einige untersucht, die nichts als diese Larven und ihre noch unverdauten harten Köpfe im Magen hatten. Auch habe ich Mehlwürmer, desgleichen den schädlichen Borken- und Fichtenkäfer, die rote Ameise nebst ihren Puppen in unglaublicher Menge in ihrem Magen gefunden.“ Den Baschkiren soll der Schwarzspecht unangenehm werden, weil er gleich ihnen den wilden Bienen nachstrebt und Höhlungen, die diese bevölkern, durch seine Arbeiten zerstört. Bechstein behauptet, daß er auch Nadelholzsamen, Nüsse und Beeren fresse; spätere Beobachter haben diese Angabe jedoch nicht bestätigt. Um zu den Larven oder Holzwespen und zu den Holzkäfern zu gelangen, meißelt er große Stücke aus den Bäumen und Stöcken heraus, wogegen er sich der Ameisen ganz nach Art der Ameisenfresser bemächtigt, indem er sie an seine kleberige Zunge anleimt. Die Paarungszeit fällt, je nachdem die Witterung günstig oder ungünstig ist, in die erste oder zweite Hälfte des März. „Das Männchen“, so fährt mein Vater fort, „fliegt dann dem Weibchen mit lautem Geschrei Viertelstunden weit nach, und wenn es dieses betreten hat oder des Nachfliegens müde ist, setzt es sich an einen oben dürren Baum und fängt an zu schnurren. Er wählt an einem solchen Baume diejenige Stelle, an welcher das Pochen recht schallt, setzt sich daran, stemmt den Schwanz auf und klopft so schnell mit dem

Schnabel an den Baum, daß es in einem fort wie „errrrr“ klingt und die schnelle Bewegung seines roten Kopfes fast aussieht, als wenn man mit einem Span, an dem vorn eine glühende Kohle ist, schnell hin und her fährt. Bei diesem Schnurren ist der Schwarzspecht weit weniger scheu als außerdem, und ich habe mich mehrmals unter den Baum geschlichen, auf dem er dieses Geräusch hervorbrachte, um ihn ganz genau zu beobachten. Das Weibchen kommt auf das Schnurren, das ich selbst eine Viertelstunde weit gehört habe, herbei, antwortet auch zuweilen durch ‚klük klük klük'. Das Männchen schnurrt noch, wenn das Weibchen schon brütet.“ Anfang April treffen die Schwarzspechte Anstalten zum Baue ihres Nestes. „Sie legen es in einem kernfaulen Baume an, da, wo sich ein Astloch oder abgebrochener, inwendig morscher Ast befindet. Hier fängt das Weibchen seine Arbeit an. Es öffnet oder erweitert zuerst den Eingang von außen, bis dieser zum Ein- und Auskriechen geräumig genug ist. Alsdann wird das Aushöhlen des inneren Baumes begonnen und zwar mit besonderer Geschicklichkeit und Emsigkeit. Dieses Aushöhlen hält um deswillen sehr schwer, weil der Schwarzspecht bei seinen Schlägen nicht gehörigen Raum hat. Ich habe ihn hierbei sehr oft beobachtet. Er hat manchmal so wenig Platz, daß er nur 2 em weit ausholen kann. Dann klingen die Schläge dumpf, und die Späne, die er herauswirft, sind sehr klein. Hat er aber inwendig erst etwas Raum gewonnen, dann arbeitet er viel größere Späne ab. Bei einer etwas morschen Kiefer, in welcher ein Schwarzspecht sein Nest anlegte, waren die größten Späne, die er herausarbeitete, 15 em lang und 3 em breit, nicht aber 30 em lang und 2 em breit, wie Bechstein sagt. Es gehört schon eine ungeheuere Kraft dazu, um jene Späne abzuspalten: wie groß und stark müßte der Schwarzspecht sein, wenn er solche Späne herausarbeiten wollte! „Das Weibchen arbeitet nur in den Vormittagsstunden an dem Neste; nachmittags geht es seiner Nahrung nach. Ist endlich nach vieler Mühe und 10—I4tägiger Arbeit die Höhlung inwendig fertig, so hat sie, von der Unterseite des Einganges gemessen, gegen 40 em Tiefe und 15 em im Durchmesser, bisweilen einige Centimeter mehr, bisweilen weniger. Inwendig ist sie so glatt gearbeitet, daß nirgends ein Span vorsteht. Der Boden bildet einen Abschnitt von einer Kugel, keine Halbkugel, und ist mit feinen Holzspänen bedeckt. Auf diesen liegen dann, regelmäßig um die Mitte des April, 3—4, seltener 5 und noch seltener 6 verhältnismäßig kleine Eier. Sie sind 36—40 mm lang und 30 —32 mm breit, sehr länglich, oben stark zugerundet, in der Mitte bauchig, unten stumpfspitzig, sehr glattschalig, inwendig rein weiß und auswendig schön glänzendweiß wie Emaille. „Kann der Schwarzspecht sein Nest hoch anlegen, so thut er es gern. Ich habe es 15—25, einmal auch nur 7em hoch gesehen. Alle, welche ich fand, waren in glattstämmigen Buchen und Kiefern, nie in anderen Bäumen angelegt. Ein solches Nest wird mehrere Jahre gebraucht, wenn man auch die Brut zerstört, ja selbst eines von den Alten schießt. Es wird aber jedesmal etwas ausgebessert, das heißt der Kot der Jungen wird herausgeworfen, und einige Späne werden wieder abgearbeitet. Es macht dem Schwarzspechte zu viele Mühe, ein neues Nest zurecht zu meißeln; auch findet er zu wenig passende Bäume, als daß er alle Jahre seine Eier in einen anderen Baum legen sollte. Ein frisches Nest kann man schon von weitem an den drei Geviertmeter weit verbreiteten Spänen erkennen. Mit ihnen ist der Boden dicht bestreut, und selbst beim erneuerten liegen einige Späne unten. Dies gilt von allen Spechten. Wer also ihre Nester suchen will, braucht sich nur auf dem Boden nach diesen Spänen umzusehen. Bechstein rät, da, wo man im März ein Pärchen stark schreien höre, in dem hohlen Baume nachzusuchen, und sagt, man würde dann das Nest gewiß bald finden. Es dürfte dies aber oft sehr fruchtlos sein; denn ich habe die Spechte bei der Paarung eine halbe Wegstunde weit von ihrem Neste schreien hören, und

nie eher ein Nest gefunden, als bis ich auf die Späne unter dem Baume aufmerksam geworden war.“ V. von Tschusi, der den Schwarzspecht in Niederösterreich beobachtete, bestätigt im wesentlichen diese Mitteilungen, bemerkt jedoch, daß er auch Nester in Höhe von kaum 2 meüber dem Boden gefunden habe und 4—5 m als die regelmäßige Höhe ansehen müsse. Da der genannte Beobachter mehrere Bäume kennen lernte, in denen sich fünf und mehr Nistlöcher befanden, gelangte er zu dem schwerlich richtigen Schlusse, daß der Schwarzspecht in den Brutbaum fast in jedem Frühjahre ein neues Loch meißele. Ich meinerseits will ergänzend bemerken, daß Buchen und Kiefern überall in Deutschland zwar die bevorzugten, aber doch nicht die einzigen Nistbäume sind, die der Schwarzspecht erwählt. So fand von Meyerinck auch ein Nest in einer Eiche, und Dybowski erwähnt, daß der Vogel in Sibirien in Lärchenbäumen niste. Das Flugloch ist für den großen Specht auffallend eng, so daß man schwer begreift, wie er ein- und ausfliegen kann, ohne sein Gefieder zu beschädigen. Das Männchen löst das Weibchen regelmäßig im Brüten ab, die Zeit aber, in welcher dies geschieht, ist nicht genau bestimmt. Mein Vater hat um 8 Uhr morgens das Männchen und um 9 Uhr noch das Weibchen angetroffen. Gewiß ist nur, daß das Männchen in den Mittags- und Nachmittagsstunden, das Weibchen aber während der ganzen Nacht und in den Morgen- und Abendstunden auf den Eiern oder Jungen sitzt. Wie außerordentlich eifrig letzteres brütet, geht aus einer beachtenswerten Mitteilung von Tschusis hervor. „Vor einigen Jahren sollte in den Waldungen Niederösterreichs eine alte Buche gefällt werden, in welcher ein Schwarzspecht auf Eiern saß. Die Holzhauer vermochten ihn trotz starken Klopfens nicht heraus zu treiben; erst als der Baum fiel, flog er unverletzt heraus.“ Daß man den Vogel auf den Eiern ergreifen kann, ist eine ziemlich bekannte Thatsache. Raubt man ihm das erste Gelege, so brütet er doch wieder in demselben Neste, vorausgesetzt, daß man den Eingang nicht erweiterte, und man kann, wie Päßler erfuhr, schon nach 14 Tagen wieder Eier in derselben Höhlung finden. Die eben ausgekrochenen Jungen sehen höchst unförmlich aus. Sie sind nur auf dem Oberkörper und zwar ganz sparsam mit schwarzgrauen Daunen bekleidet, ihr Kopf erscheint sehr groß und ihr Schnabel unverhältnismäßig dick. „Jagt man das sie erwärmende alte Männchen oder Weibchen von ihnen, so geben sie einen ganz eignen, schwirrenden Ton von sich, der mit keinem anderen Vogellaute Ahnlichkeit hat und nicht genau beschrieben werden kann. Sind sie etwas größer, so hört man dieses Schwirren nicht mehr von ihnen.“ Die Alten gebärden sich sehr besorgt, wenn man der Brut naht, und stoßen eigentümlich klagende Töne aus. Sie sind, wie fast alle Vögel, in der Nähe des Nestes weit weniger scheu als sonst und setzen der Brut zuliebe ihre eigne Sicherheit aus den Augen, was sie zu anderen Zeiten niemals thun. Die Jun-— gen werden, nach meines Vaters Beobachtungen, mit den Puppen der Roß- und braunroten Ameise von beiden Eltern und zwar aus dem Kropfe gefüttert. „Ich habe alte, beim Neste geschossene Schwarzspechte untersucht, die den ganzen Schlund bis in den Schnabel voll solcher Ameisenpuppen hatten. Stört man die Jungen nicht, so bleiben sie im Neste, bis sie völlig fliegen können, klettern aber innen an den Wänden der Höhle auf und nieder und gucken oft mit dem Kopfe zum Nestloche heraus. Das Weibchen übernachtet mit ihnen, das Männchen in der vorjährigen Bruthöhle.“ Bei geeigneter Pflege gelingt es, jung aus dem Neste genommene Schwarzspechte längere Zeit am Leben zu erhalten und bis zu einem gewissen Grade zu zähmen. Ich erhielt einst drei dieser immer seltener werdenden Vögel, die schon fast ausgefiedert hatten. Der eine von ihnen starb kurz nach seiner Ankunft, noch ehe er gelernt hatte, selbständig zu fressen; die beiden anderen wurden anfänglich gestopft, gingen aber dann selbst an das Futter. Um sie zu gewöhnen, wurden ihnen Ameisenpuppen auf ein dünnes Drahtnetz gelegt, das die Decke ihres einstweiligen Käfigs bildete. Sie lernten bald, diese Puppen

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