66STATjournal
2 – 2026
Fluorierte Treibhausgase in Österreich Emissionstrends, Verursachende, Maßnahmen
Hauptverursachenden sind dieselben wie bei den
FKW: HighTechHalbleiter und Elektronik industrie.
Kein anderer Sektor setzt NF₃ in nennenswertem
Umfang ein.
F-Gase insgesamt
Zusammenfassend dominierten 2023 die
HFKWEmissionen aus Kälte und Klimaanlagen
die österreichische FGasBilanz. Weit dahinter
folgen SF₆Leckagen aus elektrischen Anlagen als
zweitgrößter Posten. Industrieprozesse der Elek
tronik (Ätz und Reinigungsprozesse) verursachen
nahezu alle FKW und NF₃Emissionen, welche
insgesamt aber weniger als 3 % beitragen.
Die Vielfalt der Anwendungen erklärt, warum
Regulierung und Emissionsminderung bei FGasen
komplex sind: Ein Patentrezept gibt es nicht, viel
mehr müssen je nach Sektor spezifische Lösungen
wie Ersatzstoffe und neue Technologien gefunden
werden. [12] Entsprechend breit gefächert ist auch
der Instrumentenmix im gesetzlichen Rahmen, der
im Folgenden erläutert wird.
Gesetzlicher Rahmen
Angesichts der hohen Klimawirkung der FGase
wurden international und auf EU Ebene schritt
weise strenge Vorschriften erlassen. Anders als CO₂,
CH₄ oder N₂O unterliegen FGase nicht direkt natio
nalen Emissionshöchstmengen, sondern werden
über Produktverbote und Inverkehrbringungs
Beschränkungen reguliert. Die wichtigsten Meilen
steine sind in ▶ Übersicht 3 zusammengefasst.
Österreich begann bereits 2002 mit nationalen
Verboten besonders klimaschädlicher FGas
Anwendungen – teilweise Jahre bevor EUweit
ein Konsens erzielt wurde. Diese Industriegas
Verordnung trug z. B. dazu bei, dass SF₆ in Nischen
12 Europäische Kommission: »Climatefriendly alternatives
to HFCs«.
Übersicht 3
Wichtige rechtliche Maßnahmen zur Reduktion von F-Gas-Emissionen
Jahr Regulierung / Maßnahme Inhalt und Auswirkungen
1997 ▶ Kyoto-Protokoll (UNO) Enthält HFKW, FKW, SF₆ (NF₃ seit 2012) als Teil der Treibhausgas
Ziele. Verpflichtung Österreichs zur Reduktion dieser Gase ab 2008.
2002 ▶ HFKW-FKW-SF₆- Verord-
nung »Industriegas-VO«
Nationales Verbot bestimmter Anwendungen: ab 2003 kein SF₆ in
Schallschutzfenstern, keine FGase in Schuhsohlen, Sportartikeln,
technischen Sprays; Vorgaben für Kälte, Löschmittel, Elektronik etc.
2006 ▶ EU-Verordnung 842/2006
»Erste F-Gas-VO)
Erste EUweite Regelung fluorierter Gase: Fokus auf LeckageMini
mierung und Handling – u. a. Pflicht zu regelmäßigen Dichtheits
kontrollen, Zertifizierung von KälteTechniker:innen, Rückgewinnung
von Kältemitteln bei Entsorgung usw.
Einzelne Verbote (z. B. SF₆ in Magnesiumdruckguss außer
< 850 kg / Jahr). Keine Mengenbegrenzungen von HFKW, aber Grund
stein für EUweite Koordination.
2014 ▶ EU-Verordnung 517/2014
»Zweite F-Gas-VO«
Ersatz für 842/2006 mit deutlich schärferen Maßnahmen: Ein
führung eines HFKWPhaseDown – schrittweise Deckelung der in
Verkehr gebrachten HFKWMenge (in CO₂Äquivalenten) auf 21 %
des BaselineWerts bis 2030. Zahlreiche Verbote für Geräte mit
FGasen: z. B. seit 2015 keine HFKW in EinwegSpraydosen; seit
2020 Verbot der Verwendung von Kältemitteln mit GWP > 2 500 für
Wartung großer Kälteanlagen; ab 2020 Verbot von Neubefüllung
gewisser Anlagen mit > 2 500 GWP; ab 2022 Verbot HFKW > 150 GWP
in gewerblichen Kühlschränken etc.
2017 ▶ EU-Richtlinie 2006/40/EG
»EU-MAC-Direktive«
EUweit verpflichtender Umstieg auf Kältemittel mit GWP < 150 in
KfzKlimaanlagen. Gilt für neue Fahrzeugtypen seit 2013, für alle
Neuzulassungen seit 2017. Dadurch Ersatz von R134a (GWP 1430)
durch R1234yf (GWP 4) in praktisch allen neuen Pkw. Erwartetes
Auslaufen alter Fahrzeuge bis ca. 2030 bringt zusätzlichen Rückgang
bei HFKW.
2020 ▶ Kigali-Amendment
(Montreal-Protokoll)
Abkommen zur globalen HFKWReduktion im Rahmen des Montreal
Protokolls 2016. Inkrafttreten 2019/2020. HFKWProduktion soll
weltweit bis 2047 auf ca. 15–20 % gesenkt werden. Inkrafttreten
2019/2020. Industrienationen (inkl. EU/Staaten) begannen 2019
mit Reduktion, Entwicklungsländer etwas später.
2024 ▶ EU-Verordnung 2024/573
»Neue F-Gas-VO«
Neuauflage der EUFGasVerordnung.
Ziele: HFKWAusphasung bis 2050 (Quote geht über 2030 hinaus
auf nahe 0 im Jahr 2050), Ausweitung des Quoten und Lizenz
Systems (umfasst nun auch HFKW in MedizinInhalatoren, strengere
Import/ExportKontrollen über ein EUPortal), sowie neue Verbote:
z. B. schrittweiser SF₆Ausstieg in Schaltanlagen (Verbot in neuen
< 24 Kilovolt ab 2026, > 24–52 Kilovolt ab 2028, Hochspannung ab
2030), Verbot von HFKW in bestimmten Wärmepumpen und Kälte
anlagen ab 2026–2028 (je nach GWP und Leistungsklasse), umfas
sende Dichtigkeitsvorschriften auch für Transport und Lagerung
von FGasen u. v. m.
Inkrafttreten am 11. März 2024. Gilt in Österreich unmittelbar,
flankiert durch das Chemikaliengesetz und nationale Vollzugsrege
lungen (z. B. Ausbildungsverordnung für Kältetechnik etc.).
Q: STATISTIK AUSTRIA, Umweltbundesamt, Europäische Kommission, Seebass et al., Infraserv höchst,
Nuventura, The Agility Effect .
67
STATjournal
2 – 2026
Fluorierte Treibhausgase in Österreich
Emissionstrends, Verursachende, Maßnahmen
haben viele natürliche Stoffe andere Nachteile,
insbesondere Entflammbarkeit (bei Kohlenwasser
stoffen) oder Toxizität (bei Ammoniak). Deshalb
gibt es nicht die eine Lösung – je nach Anwendung
müssen Abwägungen getroffen werden. [16]
Wie ▶ Übersicht 4 zeigt, bieten diese Stoffe
deutliche Klimavorteile: So hat beispielsweise R-290
(Propan) ein globales Erwärmungspotenzial von
nur etwa 3, während herkömmliche Kältemittel wie
R-134a rund 1 430 und R-404A [17] etwa 4 000 er
reichen. Das Ersatzkältemittel R-1234yf (HFO) weist
sogar ein GWP von unter 1 auf. [18]
Kohlendioxid
Kohlendioxid erlebt eine Renaissance in der
Warenkühlung von Supermärkten, wo es in mehr
stufigen Kühlsystemen mit unterschiedlichen
Kältemitteln eingesetzt wird, und zunehmend auch
in Klimaanlagen, einschließlich Stadtbussen. [19]
Es ist ungiftig und nicht brennbar, arbeitet aber
mit sehr hohem Druck (bis ca. 130 bar) und erzielt
einen etwas geringeren Wirkungsgrad bei hohen
Außentemperaturen.
16 Europäische Kommission: »Climate-friendly alternatives
to HFCs«.
17 Infraserv höchst: »GWP calculator«.
18 Europäische Kommission: »Climate-friendly alternatives
to HFCs«.
19 Umweltbundesamt D (2011): »Avoiding Fluorinated
Greenhouse Gases«.
(Schuhe, Reifen, Spraydosen) hierzulande gar
nicht mehr zum Einsatz kommt und Emissionen
aus Schäumen und Fenstern vorzeitig gedeckelt
wurden. Maßgeblich für den seit 2019 beobachte
ten Rückgang der F-Gas-Emissionen war jedoch
die EU-Regulierung: Das Quotensystem der zwei
ten F-Gas-VO reduzierte schrittweise die in Ver
kehr gebrachte Menge an HFKW und verteuerte
diese zugleich, wodurch der Umstieg auf klima
freundlichere Alternativen deutlich beschleunigt
wurde. [13] Die Vorgaben der neuen F-Gas-VO
gehen noch weiter – insbesondere das SF₆-Verbot
in der Energiebranche wird ab 2026/28 einen
Technologiewechsel erzwingen. Hier sind bereits
erste Ersatztechnologien wie vakuum- und fest
stoffisolierte Schaltanlagen verfügbar, sodass ein
schrittweiser SF₆-Ausstieg realistisch erscheint. [14]
Insgesamt ist der Rechtsrahmen für F-Gase heute
sehr strikt: Nur wo es (noch) unerlässliche Anwen
dungen gibt, sind F-Gase erlaubt, und selbst dort
gelten Auflagen zu Emissionsminderung, Rück
gewinnung und Reporting.
Ersatzstoffe und
Alternativen
Parallel zur Regulierung wurden in vielen
Anwendungsbereichen Ersatzstoffe für F-Gase
entwickelt oder bestehende natürliche Substanzen
(wieder) etabliert. Die wichtigsten alternativen
Kältemittel sind Kohlendioxid, Ammoniak (R-717),
Propangas (R-290) und neue HFO-Kältemittel
(Hydrofluorolefine). ▶ Übersicht 4 vergleicht
einige Eigenschaften dieser Ersatzstoffe mit den
herkömmlichen F-Gasen. Allgemein zeichnen
sie sich durch niedriges GWP und teils bessere
energieeffiziente Eigenschaften aus. [15] Allerdings
13 Umweltbundesamt Ö (2024): »Klimaschutzbericht 2024«.
14 Nuventura: »Is SF₆ Putting Your Grid at Risk?« und The
Agility Effect (2025): »The EU ban on SF₆ gas is transform
ing the electricity sector«.
15 Umweltbundesamt D (2011): »Avoiding Fluorinated
Greenhouse Gases«.
Übersicht 4
Klimarelevanz und Sicherheitseigenschaften
wichtiger Kältemittel-Alternativen
Ersatzstoff
Kürzel
Globales Erwär
mungspotenzial (GWP)
Toxizität
Brennbarkeit
Kohlendioxid
R-744
1
nein
nein
Ammoniak
R-717
0
hoch (reizend/ätzend)
gering
Propan
R-290
3
nein
hoch
Hydrofluorolefine
z. B. R-1234yf
< 1
nein
gering
Q: STATISTIK AUSTRIA, Danfoss.
68 STATjournal 2 – 2026 Fluorierte Treibhausgase in Österreich Emissionstrends, Verursachende, Maßnahmen anlagen, als Kältemittel in Kaltwassersätzen oder als Blähmittel in Schäumen. Einige HFO-Blends, also Gemische mit HFKW, dienen auch als »Über gangslösungen«, um die Entflammbarkeit zu reduzieren (z. B. R-454B als R-410A-Ersatz in Wärmepumpen mit GWP ca. 470). Langfristig sind jedoch vor allem rein natürliche Stoffe die klima freundlichste Option, da sie ein sehr niedriges GWP besitzen und daher wesentlich weniger zur globa len Erwärmung beitragen. Energieeffizienz der Ersatzstoffe und Alternativen Neben den Klimagas-Aspekten fließen auch Energieeffizienz-Überlegungen in die Auswahl der Kältemittel ein. Natürliche Kältemittel können teils Effizienzvorteile bringen, beispielsweise ist Propan in Wärmepumpen um 10 % effizienter gegenüber R-410A [23] oder CO₂ im Bereich der Wärmerück gewinnung. Somit unterstützen die Alternativen nicht nur die Emissionsreduktion direkt (weniger GWP), sondern oft auch indirekt durch Einsparung von Energie. Allerdings erfordern sie neue tech nologische Konzepte (z. B. mehr Wärmeübertra gungsfläche bei CO₂, Sicherheitsventilation bei Propan, korrosionsbeständige Ausrüstung bei NH₃). Hier zeigt sich die Bedeutung von Innovation und Industrie – viele europäische Hersteller sind führend in der Entwicklung F-Gas-freier Kühltech nik, was durch den regulatorischen Druck zusätz lich forciert wurde. [24] 23 Zero Zero Inc.: »Genesys™ Propane Solutions«. 24 Europäische Kommission: »F-gas legislation«. Propan Propan und verwandte Kohlenwasserstoffe wie Butan oder Isobutan sind exzellente Kältemittel mit ähnlichen thermodynamischen Eigenschaften wie HFKW. [20] Ihr Einsatz beschränkte sich lange aus Sicherheitsgründen auf Kleinstanlagen (z. B. Kühl schränke mit < 150 g Füllung), da sie hochentzünd lich sind. Durch neue Normen, die Füllmengen bis ca. 500 g erlauben, und verbesserte Gerätedesigns (z. B. Split-Klimageräte mit hermetischen Außen einheiten) gewinnen Propan & Co. aber stark an Bedeutung – insbesondere in Wärmepumpen und Klimageräten der Wohnraumklimatisierung. Ammoniak Ammoniak wiederum ist seit über 100 Jahren im industriellen Kühlbereich etabliert, beispiels weise in Brauereien und Kühlhäusern. Es hat hervorragende energetische Eigenschaften und ein GWP von 0, jedoch ist es giftig und korrosiv. Wegen seiner Toxizität wird NH₃ fast nur in großen, abge sonderten Anlagen eingesetzt, wo entsprechende Sicherheitsvorkehrungen möglich sind. [21] Für kleinere Anwendungen ist NH₃ weniger geeignet, hier greift man eher zu CO₂ oder Propan. HFO-Kältemittel Schließlich gibt es die neuen HFO-Kältemittel, die chemisch kurzkettige, ungesättigte HFKW sind. Sie haben sehr niedrige GWP (< 1 bis einstellige Werte) und nur geringe Toxizität, sind aber schwach entzündlich. [22] HFOs werden inzwischen als Ersatz in vielen mobilen und stationären Anwendungen genutzt – etwa als R-134a-Ersatz in Autoklima 20 Europäische Kommission: »Climate-friendly alternatives to HFCs«. 21 Danfoss (2020): »Kältemittel«. 22 Europäische Kommission: »Climate-friendly alternatives to HFCs«.
69 STATjournal 2 – 2026 Fluorierte Treibhausgase in Österreich Emissionstrends, Verursachende, Maßnahmen zersetzen sich F-Gase bei Kontakt mit Flammen oder heißen Oberflächen zu giftigen Produkten (Fluorwasserstoff, Fluorphosgen). Deshalb gelten bei Arbeiten an F-Gas-Anlagen (Schweißen, Brände in Kühlräumen etc.) entsprechende Vorsichtsmaß nahmen. Insgesamt sind die direkten Umwelt gefährdungen durch F-Gase im Vergleich zu ihrer Klimawirksamkeit jedoch gering. Fazit und Ausblick Österreichs Emissionen fluorierter Gase haben nach Jahren des Anstiegs ihren Höhepunkt über schritten. Die Daten zeigen einen klaren Trend wechsel seit 2019, zurückzuführen auf ambitionier te Regulierungen und den schrittweisen Umstieg auf klimafreundlichere Stoffe. HFKW – lange Zeit die dominierenden F-Gase – werden sukzessive durch CO₂, Ammoniak, Kohlenwasserstoffe oder HFO er setzt. Dieser Substitutionsprozess läuft bereits auf Hochtouren, besonders im Kälte- und Klimasektor, wie sinkende Nachfüllmengen belegen. [26] Gleich zeitig greifen die Verbote: SF₆-freie Schaltgeräte kommen auf den Markt, HFKW in Schäumen, Aero solen und Kfz sind nahezu eliminiert. All das schlägt sich in der Emissionskurve nieder. Dennoch ist Wachsamkeit geboten: Neue fluo rierte Spezialgase wie NF₃ oder Fluorether (für die nächste Chip-Generation) könnten die Lücke füllen, sofern sie unreguliert bleiben. Die EU hat darauf reagiert, indem im Jahr 2024 weitere F-Gase in den Anhang der Verordnung aufgenommen wurden und Ausnahmen enger gefasst sind. [27] Wichtig wird die Umsetzung sein – sowohl behörd lich (Kontrolle illegaler Importe, Schulung, Ent sorgungslogistik) als auch industriell (rechtzeitige Umstellung auf Alternativen). Künftig ist zu erwarten, dass die Emissionen fluorierter Gase weiter deutlich zurückgehen. Das 26 Umweltbundesamt Ö (2024): »Klimaschutzbericht 2024«. 27 Europäische Kommission: »F-gas legislation«, festge schrieben in der EU-Verordnung 2024/573. Umweltwirkungen, Persistenz und Risiken Wie bereits dargelegt, sind F-Gase äußerst lang lebig und haben ein enormes Treibhauspotenzial. Obwohl ihre aktuellen Emissionsmengen gering sind, kumulieren sie über die Jahrzehnte in der Atmosphäre. So nehmen die atmosphärischen Konzentrationen von HFKW, SF₆ und NF₃ stetig zu – ein Trend, der dank Kigali-Abkommen und F-Gas-Verordnung künftig gebremst wird, aber noch nicht gestoppt ist. Die Klimawirkung der F-Gase ergibt sich primär aus der Absorption langwelliger Infrarotstrahlung. Darüber hinaus haben manche F-Gase indirekte Effekte: Beispielsweise können sie in der Atmo sphäre zu Trifluoressigsäure (TFA) abgebaut wer den, die in Gewässern kumuliert. TFA und andere Abbauprodukte (besonders von HFO/HFKW) sind sehr stabil und potenziell umweltschädlich, aller dings in den derzeit erwarteten Konzentrationen als unbedenklich eingestuft – dieser Aspekt wird jedoch wissenschaftlich weiter beobachtet. [25] Ein Ozonabbau findet durch F-Gase praktisch nicht statt, da sie – anders als frühere FCKW – kein Chlor oder Brom enthalten, die in der Atmosphäre die Ozonschicht angreifen können. Interessanter weise wirken z. B. HFKW-152a oder einige HFO in der Troposphäre als reaktive Gase mit kurzer Lebensdauer und könnten dadurch einen geringen Abkühlungseffekt durch Bildung von Aerosolen haben – doch das ist klimatisch vernachlässigbar gegenüber ihrem Treibhausbeitrag. Aus umwelt- und sicherheitstechnischer Sicht sind F-Gase keine akut toxischen oder brennbaren Stoffe. Die meisten Vertreter dieser Stoffgruppe sind farb- und geruchlos. Dennoch gibt es Risi ken. Hohe Konzentrationen von schweren Gasen (z. B. SF₆ ist ca. 5-mal dichter als Luft) können in geschlossenen Räumen den Sauerstoff verdrän gen und Erstickungsgefahr verursachen. Zudem 25 Umweltbundesamt D (2011): »Avoiding Fluorinated Greenhouse Gases«.