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69STATjournal 6 – 2025 Österreichische Klein transporter unterwegs Verkehrsaufkommen leichter Nutzfahrzeuge ▶ Grafik 3 zeigt die Verteilung der Fahrzeugkilo- meter nach Hauptzweck und Straßengebiet. Die meisten Kilometer wurden mit insgesamt 2,9 Mrd. im Dienstleistungsverkehr erbracht, wobei jeweils ungefähr 37 % auf Straßen im ländlichen Gebiet bzw. auf Autobahnen und Schnellstraßen entfielen. 1,5 Mrd. km wurden im Güter- und Posttransport verzeichnet, davon etwa 45 % auf Autobahnen- und Schnellstraßen. Auf die restlichen Hauptzwecke entfielen insgesamt 1,0 Mrd. km, davon 46 % auf Straßen im ländlichen Gebiet. Dieselfahrzeuge legten 5,0 Mrd. Fahrzeugkilo- meter zurück und verbrauchten dabei insgesamt 427,5 Mio. Liter Diesel. Auf benzinbetriebene Fahrzeuge entfielen 138,8 Mio. Fahrzeugkilome- ter und 9,9 Mio. Liter Benzin. 114,2 Mio. Fahr- zeugkilometer wurden von elektrischen leichten Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtverbrauch von 27,2 Mio. Kilowattstunden zurückgelegt. Die rest- lichen 37,7 Mio. Fahrzeugkilometer fuhren Fahr- zeuge, die mit Erdgas oder anderen Kraftstoffen betrieben wurden. Insgesamt beförderten die leichten Nutzfahr- zeuge 12,5 Mio. t Güter und legten eine Transport- leistung von 640,3 Mio. tkm zurück. Von diesen 12,5 Mio. t Gütern wurden 6,4 Mio. t (51,2 %) mit Fahrzeugen befördert, deren Hauptzweck der Güter- oder Posttransport war. 4,9 Mio. t (39,4 %) wurden mit Fahrzeugen im Dienstleistungsverkehr, und rund 9,4 % der gesamten Güter wurden bei Fahrten mit anderen Hauptzwecken befördert. Auf Fahrzeuge mit dem Hauptzweck Güter- und Posttransport entfielen 307,3 Mio. tkm, 1,5 Mrd. Fahrzeugkilometer und 26,6 Mio. Fahrten. Der Großteil der Tonnenkilometer (25,3 %) im Güter- und Postverkehr entfiel auf den Transport sonsti- ger Güter (NST 2007-Gruppen 19 und 20), gefolgt von der Gütergruppe 15 Post und Pakete mit einem Anteil von 21,5 % und dem Transport von Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (Gütergruppe 4) mit 20,4 %. Grafik 3
Verteilung der Fahrzeugkilometer nach Straßengebiet und Hauptzweck 2024, in Mio. 0 200 400 600 800 1 000 1 200 Städtisch Ländlich Autobahnen, Schnellstraßen Güterverkehr DienstleistungsverkehrSonstiger Verkehr Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Straßengüterverkehrs, Verkehrsstatistik zu leichten Nutzfahrzeugen. Ko - finanziert von der Europäischen Union. – Bei den Werten für den Güterverkehr auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie für den sonstigen Verkehr in städtischen Gebieten bzw. auf Autobahnen und Schnellstraßen beträgt der Bereich des Stichprobenfehlers mehr als ± 20 % bei 95 % statistischer Sicherheit. Vergleich: Schwere Güterkraft- und leichte Nutzfahrzeuge Die gesetzlich angeordnete Straßengüterver- kehrserhebung umfasst schwere Güterfahrzeuge ab einer Nutzlast von 2 t sowie Sattelzug fahrzeuge. Aus diesem Grund konnten bisher zu leichten Nutzfahrzeugen keine Aussagen getroffen werden. Um erstmals ein umfangreiches Bild des Güterver- kehrs geschehens von Fahrzeugen österreichischer Unternehmen abbilden zu können, werden im Folgenden die Ergebnisse der gesetzlich angeord- neten Straßen güterverkehrserhebung um jene der Verkehrs erhebung leichter Nutzfahrzeuge ergänzt. Im Jahr 2024 führten österreichische schwere Güterkraftfahrzeuge 49,5 Mio. Fahrten (leer und beladen) durch und legten dabei 2,7 Mrd. Fahrzeug- kilometer zurück. Das dabei beförderte Gewicht betrug 366,6 Mio. t, die Transportleistung lag bei 26,0 Mrd. tkm. 70STATjournal 6 – 2025 Österreichische Klein transporter unterwegs Verkehrsaufkommen leichter Nutzfahrzeuge Genauigkeit der Ergebnisse Um die Aussagekraft der Ergebnisse zu über- prüfen, wurden diese bezüglich zweier Kriterien analysiert. Dabei wurden die Schätzungen anhand der Vorgaben der ▶ Verordnung (EG) Nr. 642/2004 über Genauigkeitsanforderungen für die Straßen- güterverkehrserhebung geprüft. Diese schreibt vor, dass die prozentuale Standardabweichung (bei einem Konfidenzniveau von 95 %) der jährlichen Schätzung der Kennzahlen ± 5 % nicht überschrei- ten darf. Zusätzlich wurde die Genauigkeit anhand eines Kriteriums bewertet, welches bei der Ver- öffentlichung der Detailergebnisse der nationalen Straßengüterverkehrserhebung angewendet wird. Hier werden jene Daten gekennzeichnet, die einen Standardfehler von mehr als ± 20 % (bei einem Konfidenzniveau von 95 %) aufweisen. Die ▶ Übersicht zeigt, dass die Kennzahlen Fahrzeugkilometer und Anzahl der Fahrten beide genannten Genauigkeitsanforderungen erfüllen. Das Transportaufkommen und die Transportleis- tung entsprechen nur der zweiten Genauigkeits- anforderung. Die Anzahl der Stopps genügt hingegen keiner der beiden Genauigkeitsanforderungen. Je feiner die Ergebnisse aufgeschlüsselt sind, desto seltener werden die genannten Genauigkeits- anforderungen erfüllt – etwa bei Auswertungen nach Güterart oder anderen spezifischen Unter- gruppen wie Regionen. Nutzer:innen sollten bei der Interpretation dieser Daten berücksichtigen, dass die statistische Zuverlässigkeit mit zunehmender Granularität abnimmt. Rechnet man die Zahlen der österreichischen leichten Nutzfahrzeuge für den Hauptzweck Güter- und Posttransport hinzu, ergeben sich folgende Werte: Bei 76,1 Mio. Fahrten (leer und beladen) wur- den 4,1 Mrd. Fahrzeugkilometer zurückgelegt. Dabei wurde ein Gewicht von 373,0 Mio. t befördert und eine Transportleistung von 26,4 Mrd. tkm erbracht. Die Anteile der einzelnen Erhebungen am errech- neten gesamten Straßengüterverkehrsaufkommen österreichischer Unternehmen, bezogen auf die vier Kennzahlen Fahrten, Fahrzeugkilometer, Tonnen und Tonnenkilometer, sind in ▶ Grafik 4 dargestellt. Die Anteile der leichten Nutzfahrzeuge lagen bei den Gesamttonnenkilometern bei nur 1,2 % bzw. bei den Gesamttonnen bei 1,7 %. Bei den Gesamtfahrten und den Gesamtfahrzeugkilometern lagen die An- teile mit 34,9 % bzw. 35,3 % wesentlich höher. Grafik 4
Anteile schwerer Güterkraft- und leichter Nutzfahrzeuge
am Straßengüterverkehr österreichischer Unternehmen 2024
in Prozent Tonnenkilometer Tonnen Fahrten Fahrzeugkilometer Schwere Güterkraftfahrzeuge Leichte Nutzfahrzeuge 98,8 98,3 1,7 34,9 35,3 1,2 65,1 64,7 Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Straßengüterverkehrs, Verkehrsstatistik zu leichten Nutzfahrzeugen. Ko - finanziert von der Europäischen Union. – Inkludiert sind Angaben von leichten Nutzfahrzeugen mit Hauptzweck »Güterverkehr«, sowie schwere Güterkraftfahrzeuge. – Bei der Kennzahl »Tonnen kilometer« für leichte Nutz - fahrzeuge mit Hauptzweck »Güterverkehr« beträgt der Bereich des Stichprobenfehlers mehr als ± 20 % bei 95 % statistischer Sicherheit.
Übersicht
Erfüllung der Genauigkeitsanforderun- gen der statistischen Ergebnisse Kennzahl Standard- abweichung Konfidenz- intervall Tonnen nein ja Tonnenkilometer nein ja Fahrzeugkilometer ja ja Fahrten ja ja Stopps nein nein Q: STATISTIK AUSTRIA, Verkehrsstatistik zu leichten Nutzfahr - zeugen. Kofinanziert von der Europäischen Union. 71 STATjournal 6 – 2025 Österreichische Klein­transporter unterwegs  Verkehrsaufkommen leichter Nutzfahrzeuge könnte zu besseren Ergebnissen führen. Dabei könnte die für diese Erhebung verwendete Schicht des Fahrzeugaufbaus ersetzt werden, da hier die Unterschiede im Antwortverhalten geringer waren als ursprünglich vermutet. Eine Möglichkeit, Ergebnisse zu leichten Nutzfahrzeugen ohne gesonderte Erhebung zu erhalten, würde auch die Verwendung von Odo­ meterdaten bieten. Für dieses Projekt wurden Odometerdaten der leichten Nutzfahrzeuge von der ZBD Verwaltung GmbH & Co KG verwendet. Diese Verwaltungsdaten wurden erstmals ana­ lysiert und erwiesen sich sowohl hinsichtlich ihrer Datenqualität als auch ihres Zusatznutzens als zufriedenstellend. Die Daten wurden für die Stich­ probenziehung und anschließend für die Gewich­ tung und Kalibrierung verwendet. Auch wenn die Datenerhebung zu leichten Nutzfahrzeugen in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden sollte, könnte die Verwendung von Odometerdaten mit geringem Aufwand und ohne Respondent:innen­ belastung Ergebnisse zu Fahrzeugkilometern in diesem Bereich liefern. Da derzeit keine gesetz­ liche Verpflichtung zur Bereit­stellung dieser Daten besteht, wäre ein Rechts­rahmen für die Nutzung zu schaffen. In weiterer Folge könnten zukünftig Fahrzeug­ kilometerdaten jährlich durch die Analyse von Odometerdaten bereitgestellt und Erhebungen bei Respondent:innen seltener mit detaillierten Fragebögen durchgeführt werden. Auf nationaler Ebene wäre laut ▶ Bundesministerium für Inno­ vation, Mobilität und Infrastruktur eine Daten­ erhebung alle fünf Jahre denkbar. Derzeit werden nationale gesetzliche Regelungen entwickelt, die bei entsprechender Finanzierung eine mögliche Datenerhebung für leichte Nutzfahrzeuge vor­ sehen und bei Bedarf vom Ministerium angeord­ net werden können. Fazit Die Erfahrungen, die im Rahmen dieses erst­ mals in Österreich realisierten Projekts gesammelt wurden, müssen bei einer erneuten Durchführung berücksichtigt werden. Die gewonnenen Erkennt­ nisse tragen auch auf europäischer Ebene dazu bei, die Qualität und Effizienz zukünftiger Erhebungen zu verbessern. Trotz der hohen Rücklaufquote bei dieser frei­ willigen Erhebung, war diese dennoch in Verbin­ dung mit der eher geringen Anzahl an gezogenen Fahrzeugen bzw. Berichtstagen und dem hohen Stillstand der Fahrzeuge unzureichend, um für alle Hauptkennzahlen verlässliche Ergebnisse produzieren zu können. Für eine zukünftige Daten­ erhebung müsste daher – sofern die Stichproben­ zahl nicht erhöht wird – entweder mehr als ein Berichtstag abgefragt oder zumindest eine zusätz­ liche Frage eingefügt werden, ob das Fahrzeug innerhalb der Berichts­woche an einem anderen Tag genutzt wurde. Unter der Annahme eines gleichbleibend gemeldeten Stillstands der Fahrzeuge und dersel­ ben Rücklaufquote müsste bei einer neuerlichen Erhebung die Stichprobe bei rund 27 800 Fahr­ zeugen liegen, um die Genauigkeitsanforderungen zu erfüllen. Diese hohe Zahl ist hauptsächlich auf die Variable Tonnenkilometer zurückzuführen, die die höchste Varianz aufwies. Ein Teil der Fahr­ zeuge transportierte keine Güter und legte daher null Tonnen­kilometer zurück. Jene Fahrzeuge, die Güter transportierten, wiesen eine hohe Inhomo­ genität hinsichtlich der gefahrenen Kilometer und des Gütergewichts auf, was zu einer hohen Variation bei den Tonnenkilometern führte. Würde nur die Kennzahl der Tonnen für die Erfüllung der Genauigkeitsanforderungen berücksichtigt, wür­ den rund 13 900 Stichprobenfahrzeuge ausreichen. Basierend auf den Ergebnissen könnte auch das Stichprobendesign in zukünftigen Erhebungen angepasst werden. Insbesondere die Einführung einer Schicht auf regionaler Ebene zur Verbes­ serung der Genauigkeit geografischer Analysen WEITERFÜHRENDES STATergebnisse ▶ Verkehr von leichten ­Nutzfahrzeugen ▶ Straßengüterverkehr öster­ reichischer Unternehmen ▶ Kfz-Bestand

72 STATjournal 6 – 2025 Österreichische Klein­transporter unterwegs  Verkehrsaufkommen leichter Nutzfahrzeuge Glossar § 57a-Begutachtung  In § 57a des Kraftfahr­ gesetzes wird vorgeschrieben, dass für Kraft­ fahrzeuge eine wiederkehrende Begutachtung durchzuführen ist, um ihre Verkehrstauglichkeit zu gewährleisten. Umgangssprachlich wird dies als »Pickerl« bezeichnet. Durchgeführt wird die Begutachtung von autorisierten Prüfstellen. Die Intervalle richten sich nach dem Fahrzeug­ typ und -alter. Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine Begutachtung zumindest einmal jährlich verpflichtend. Designgewichte  Designgewichte sind ur­ sprüngliche Gewichte, basierend auf dem Stich­ probendesign, um die Stichprobe auf die Grund­ gesamtheit hochzurechnen. Fahrzeugklassen für Lastkraftwagen (Lkw)  Ein Lastkraftwagen ist ein Kraftfahrzeug zur Güterbeförderung mit mindestens vier Rädern. • N1:  Leichte Nutzfahrzeuge, also Fahrzeuge zur Güterbeförderung, mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3 500 kg. • N2:  Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3 500 kg und nicht mehr als 12 000 kg. • N3:  Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 12 000 kg. • Sattelzugmaschine:  Ein Kraftfahrzeug, das nach seiner Bauart und Ausrüstung dazu be­ stimmt ist, einen Sattelauflieger so zu ­ziehen, dass es dieser mit einem wesentlichen Teil ­seines Eigengewichtes oder, bei gleichmäßiger Verteilung der Ladung auf der Ladefläche, ­seines Gesamtgewichtes belastet. Imputationen  Bei fehlenden bzw. unplausib­ len Werten werden im Zuge einer statistischen Erhebung Imputationen vorgenommen, um den Datensatz zu vervollständigen. Das bedeutet, die Werte werden basierend auf bestimmten zuvor festgelegten Regeln einer der möglichen Ausprägungen zugewiesen. Kalibrierungsgewichte  Kalibrierungsgewichte entstehen durch Anpassung der Designgewichte an bekannte Randverteilungen der Population. Die Designgewichte werden so modifiziert, dass die gewichteten Stichprobenverteilungen mit bekannten Merkmalen der Grundgesamtheit übereinstimmen, um die Genauigkeit und Kon­ sistenz der Hochrechnung zu erhöhen. Konfidenzniveau  Das Konfidenzniveau gibt an, wie zuverlässig eine Schätzung ist. Es beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Konfidenzinter­ vall den wahren Wert eines Parameters einschließt. Ein Konfidenzniveau von 95 % bedeutet, dass bei wiederholter Durchführung desselben Stich­ probenverfahrens in etwa 95 % der Fälle das be­ rechnete Intervall den tatsächlichen Wert enthält. Leichte Nutzfahrzeuge  Leichte Nutzfahr­zeuge sind Fahrzeuge der Fahrzeugklasse N1, also Fahr­ zeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3 500 kg. Diese Fahrzeuge können, müssen aber nicht zur Güter­ beförderung eingesetzt werden. NST 2007  Die NST 2007 (Nomenclature uni­ forme des marchandises pour les statistiques de transport) ist ein einheitliches Güterverzeichnis für die Verkehrsstatistik. Odometerdaten  Odometerdaten sind Kilometer­ standsinformationen, die durch den Kilometer­ zähler (Odometer) eines Fahrzeugs erfasst werden. ÖNACE  Die ÖNACE ist die österreichische Version der europäischen NACE-Klassifikation (Nomenclature générale des activités écono­ miques dans les communautés européennes) und dient dazu, Unternehmen und Organisatio­ nen nach ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten zu kategorisieren. Transportaufkommen  Das Transportauf­ kommen beschreibt die Menge der beförderten Güter in Tonnen.

73 STATjournal 6 – 2025 Österreichische Klein­transporter unterwegs  Verkehrsaufkommen leichter Nutzfahrzeuge Transportleistung  Die Transportleistung ist das Produkt aus Transportaufkommen und der zurückgelegten Wegstrecke in Kilometern und wird in Tonnenkilometern (tkm) angegeben. Standardabweichung  Die Standardabweichung ist ein Streuungsmaß. Sie gibt an, wie stark die einzelnen Werte in einer Datenmenge im Durch­ schnitt vom Mittelwert abweichen. Die Standard­ abweichung ist die Quadratwurzel aus der Varianz. Standardfehler  Der Stichprobenfehler oder Standardfehler ist ein Streuungsmaß für einen Schätzer. Er gibt an, wie gut ein unbekannter Wert der Grundgesamtheit geschätzt wird. Unternehmensregister für statistische ­Zwecke (URS)  Hauptaufgabe des statistischen Unter­ nehmensregisters ist die systematische, zeit­ nahe Erfassung von Informationen zu allen in Österreich wirtschaftlich aktiven Einheiten und Organisationen, die für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen relevant sind. Zentral ist das URS als Grundlage für die Festlegung der Grund­ gesamtheit aller Unternehmenserhebungen von Statistik Austria. Es dient als Auswahlrahmen für Stichprobenziehungen und Hochrechnungen. Verwaltungsdaten  Verwaltungsdaten sind gemäß Bundesstatistikgesetz 2000, BGBl. I Nr. 163/1999 idgF, Daten, die von Stellen im ­Rahmen der ihnen durch Bundes- oder Landes­ recht zugewiesenen Aufgaben oder in Umsetzung unmittelbar anwendbarer gemeinschaftsrecht­ licher Bestimmungen erhoben werden. Das be­ deutet, dass sie ursprünglich für nichtstatis­tische Zwecke erhoben wurden, aber als sekundäre statistische Quelle genutzt werden können.