15 STATjournal 3 – 2024 Statistik Austria in Kürze In der Pension ist Freude an der Arbeit das Hauptmotiv für Erwerbstätigkeit 42,7 % aller 50- bis 74-Jährigen gaben 2023 an, eine Alterspension in Form einer staatlichen Alterspension, einer Firmenpension oder einer privaten Zusatzpension zu beziehen. Die meisten von ihnen (76,1 %) beendeten die Erwerbstätigkeit bei Bezugsbeginn. Der mit Abstand häufigste Grund für die Beendigung war, dass die Voraussetzungen für den Pensionsbezug erfüllt waren (82,0 %), danach folgte Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit (12,5 %). 197 600 bzw. 15,9 % der Pensionsbeziehenden gaben an, während des Pensionsbezugs erwerbstätig gewesen zu sein. Unterschiede bei der Erwerbstätigkeit während des Pensionsbezugs zeigen sich abhängig von der beruflichen Stellung und der höchsten abgeschlossenen Schulbildung. Fast die Hälfte (48,5 %) der Selbständigen und Mithelfenden arbeitete während des Pensionsbezugs zumindest zeitweise, aber nur 14,1 % der Arbeiter:innen; bei den Angestellten und freien Dienstnehmer:innen waren es 23,8 %. Personen arbeiteten häufiger noch während des Pensionsbezugs, je höher ihr Schulabschluss ist. Fast die Hälfte der während des Pensions bezugs Erwerbstätigen (48,7 %) gab als Hauptgrund für die Erwerbstätig keit die Freude an der Arbeit an. Weitere 17,0 % waren auf ein zusätzliches Einkommen aus der Erwerbstätigkeit angewiesen. Für 12,3 % war ein zusätz liches Einkommen zumindest attraktiv. 5,5 % nannten soziale Kontakte als wichtigsten Grund für die Erwerbstätigkeit während des Pensionsbezugs. ▶ Zur Themenseite BEVÖLKERUNG UND SOZIALES Zahl fertiggestellter Wohnungen 2023 leicht zurückgegangen Nach vorläufigen Ergebnissen wurden im Jahr 2023 insgesamt 70 071 Wohnungen fertiggestellt. Davon wurden 57 490 Wohnungen neu errichtet, und 12 581 Wohnungen entstanden im Zuge von An-, Auf- und Umbautätig keiten. Die Fertigstellungen lagen damit deutlich über den Baubewilligun gen (46 565). In den Jahren von 2005 bis 2006 sowie 2010 bis 2021 lag die Zahl der baubewilligten Wohnungen stets über jener der fertiggestellten Wohnungen, da nicht jedes bewilligte Bauvorhaben auch ausgeführt wird. Nach den Spitzenjahren bei den Baubewilligungen 2017 und 2019 gingen die Bewilligungszahlen im Jahr 2020 leicht zurück und stagnierten 2021. Im Jahr 2022 gab es einen stärkeren Rückgang (−18,5 % auf 64 194) und im Jahr 2023 erreichten die Baubewilligungen den zweitniedrigsten Wert (−27,5 % auf 46 565) seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Die Baufertigstellungen stiegen hingegen 2022 weiter an (+2,6 % auf 72 245), gefolgt von einem leich ten Rückgang 2023 (−3,0 % auf 70 071). Das führte dazu, dass die Baufertig stellungen in den Jahren 2022 und 2023 die Baubewilligungen überstiegen. Die durchschnittliche Baudauer der 2023 errichteten Gebäude lag bei 2 Jahren und damit etwas höher als bei den 2022 (Durchschnitt: 1,8 Jahre) und 2021 (Durchschnitt: 1,7 Jahre) fertiggestellten Gebäuden. Die Dauer von der Baubewilligung zur Baufertigstellung variiert je nach Gebäudeart. So dauerte die Baufertigstellung 2023 bei Ein- und Zweifamilienhäusern 1,9 Jahre, bei Mehrparteienhäusern 2,5 Jahre und bei anderen Gebäuden wiederum 2,1 Jahre. ▶ Zur Themenseite» Im Jahr 2023 wurden in Österreich 70 071 neue Wohnungen fertiggestellt. Das sind um 3,0 % weniger als im Vorjahr, in dem so viel neuer Wohnraum geschaffen wurde wie nie zuvor. In den kommenden Jahren werden deutlich weniger neue Wohnungen auf den Markt kommen, denn die Baubewilligungen sind seit 2020 rückläufig und 2023 mit −27,5 % noch mals massiv eingebrochen. Die Differenz zwischen Fertigstellungen und Baubewilligungen ist dadurch auf 23 506 Wohnungen angewachsen, größer war diese Lücke noch nie. Dass die Baufertigstellungen die Baubewilligungen überhaupt übersteigen, war zuletzt in der Finanzkrise 2007 und 2008 der Fall. « Tobias Thomas
Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien 6,1 6,0 6,7 8,1 7,4 8,5 8,3 9,3 8,0 Österreich 7,7 Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes, Baumaßnahmenstatistik.– Ergebnisse in Bezug auf die bis zum Datenabzug vom 15.09.2024 registrierten Nach- meldungen aufgeschätzt. – Keine An-, Auf- und Umbautätigkeiten in Wien beinhaltet. 2023 baufertiggestellte Wohnungen (Fertigstellungsrate) je 1 000 Einwohner:innen nach Bundesland
16STATjournal
3 – 2024
Statistik Austria in Kürze
Anzahl der Schüler:innen 2023/24
erneut gestiegen
Zu Beginn des abgelaufenen Schuljahres 2023/24 gab es 1 172 406
Schüler:innen in Österreichs Schulen – um rund 13 800 bzw. 1,2 % mehr
als im Schuljahr davor. Dieser Anstieg ist vorwiegend auf Schulkinder
mit nicht- österreichischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen, die 20,2 %
aller Schüler:innen ausmachten.
Während die Besuchszahlen im Volksschulbereich ab der Jahrtausend-
wende stark rückläufig waren, ist seit dem Schuljahr 2016/17 wieder ein
Zuwachs zu beobachten. Der Anstieg ist überwiegend auf die Wanderungs-
bewegungen ab 2015 zurückzuführen. Im Schuljahr 2023/24 besuchten
369 107 Schüler:innen Volksschulen und damit um 2,5 % mehr als 2022/23.
Im Zehnjahresvergleich nahm die Zahl der Schüler:innen um 12,6 % zu,
wobei dieser Zuwachs nur auf Volksschüler:innen mit nicht-österreichischer
Staatsangehörigkeit zurückzuführen ist, deren Anzahl sich in diesem Zeit-
raum von 41 291 auf 83 539 mehr als verdoppelt hat.
Die Schüler:innenzahlen an Mittelschulen, inkl. jener der ehemaligen
Hauptschulen, zeigen eine ähnliche Entwicklung. Die Besuchszahlen waren
mit Ausnahme eines einmaligen geringfügigen Anstiegs 2016/17 viele Jahre
rückläufig. Im Schuljahr 2022/23 wurde jedoch ein merkliches Plus ver-
zeichnet (+7 250 bzw. +3,5 % zu 2021/22), das sich auch 2023/24 mit 215 944
Schüler:innen und einem Zuwachs von 2 863 (+1,3 %) gegenüber dem Vorjahr
fortsetzt. Dieser Zuwachs an Mittelschulen war vorwiegend auf Kinder mit
nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen. Gemessen an
allen Mittelschüler:innen lag der Anteil bei 24,4 %, das sind um über 10 Pro-
zentpunkte mehr als 2013/14 (13,6 %). Die AHS-Unterstufe verzeichnete
bereits seit dem Schuljahr 2013/14 stetige Zuwächse. Mit 125 009 Schüler:in-
nen wurde 2023/24 erneut der Höchststand des Vorjahres (2022/23: 125 005)
erreicht; im Zehnjahresvergleich lag der Anstieg bei 11,8 %.
In der Sekundarstufe II war die Schüler:innenzahl in der AHS-Oberstu-
fe im Schuljahr 2023/24 mit 91 981 im Vorjahresvergleich leicht rückläufig
(2022/23: 92 738, – 0,8 %), im Zehnjahresvergleich wird hingegen ein Plus
von 0,5 % erreicht. Berufsbildende höhere Schulen (BHS) verzeichnen seit
dem Höchststand von 148 274 im Schuljahr 2011/12 jährlich leicht rückläu-
fige Schüler:innenzahlen. Einen Anstieg der Besuchszahlen gab es lediglich
2020/21 als Folge der gelockerten Aufstiegsbedingungen im Zusammen-
hang mit der Coronapandemie. Die Schüler:innenzahl ging 2023/24 auf
139 452 zurück und weist damit im Vergleich zu 2013/14 ein Minus von 5,3 %
auf. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Zehnjahresvergleich bei berufsbil-
denden mittleren Schulen (–8,3 %) und Berufsschulen (–8,2 %).
▶ Zur Themenseite
Finanzielle Belastung von Alleinerzieherinnen
seit Ende 2021 gestiegen
Die laufenden Kosten nicht mit dem Haushaltseinkommen decken zu
können, betrifft weibliche Alleinerziehende wesentlich stärker als die
Gesamt bevölkerung. Das geht aus dem Bericht zu Krisenfolgen und der
sozialen Lage von Frauen hervor, der die Lebenssituation von Frauen in
Österreich im Zeitraum Ende 2021 bis Anfang 2024 untersuchte. Der Bericht
wurde von Statistik Austria im Auftrag der Caritas Österreich erstellt.
In den vergangenen Jahren haben besonders Alleinerzieherinnen eine
Verschlechterung ihrer Situation wahrgenommen. Während zu Jahresende
2021 mit 19 % rund ein Fünftel der Alleinerzieherinnen angab, Schwierig-
keiten zu haben mit ihrem Einkommen auszukommen, verdoppelte sich
dieser Wert zum 3. Quartal 2022 auf beinahe 38 % und lag zu Jahresbeginn
2024 noch immer bei knapp 32 %. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung
zwischen 18 und 74 Jahren lag der Anteil derer, die Schwierigkeiten hatten
mit ihrem Einkommen auszukommen, zwischen Jahresende 2021 und 2023
fast gleichbleibend bei rund 16 % und ging im 1. Quartal 2024 auf 13 % zurück.
▶ Zur Themenseite
0
5
10
15
20
25
30
35
40
Q4/21 Q1/22 Q2/22 Q3/22 Q4/22 Q1/23 Q2/23 Q3/23 Q4/23 Q1/24
4,1 5,9
7,9 9,8 10,6 10,4 8,8
6,8 5,4 4,3
Person in Haushalt mit
weibl. Alleinerzieherin
Gesamtbevölkerung Inflationsrate
19,2
15,5
37,5
31,6
13,0
Q: STATISTIK AUSTRIA, So gehtʼs uns heute, Verbraucherpreisindex (VPI/HVPI). –
Fragestellung: »Wie schwer oder leicht können Sie mit Ihrem Haushaltseinkommen
die laufenden Ausgaben Ihres Haushalts tätigen?« Antworten: sehr schwer / schwer. –
Datenstand 24.06.2024.
Anteil der Personen mit Einkommensschwierigkeiten
in Prozent
17STATjournal
3 – 2024
Statistik Austria in Kürze
2023 erneut weniger Spitalsaufenthalte
als vor der Pandemie
Für das Jahr 2023 wurden rund 2,3 Mio. Spitalsentlassungen dokumentiert,
um 2,5 % mehr als im Jahr davor, aber weiterhin deutlich weniger als vor der
Pandemie. Von den 2 295 796 dokumentierten Spitalsaufenthalten entfielen
92,8 % bzw. 2 130 787 auf Akutkrankenanstalten. Davon wiederum waren
82,5 % bzw. 1 757 398 vollstationäre Aufenthalte (mit mindestens einer
Übernachtung; +1,3 % gegenüber 2022) und 17,5 % bzw. 373 389 sogenannte
Nulltagesaufenthalte, d. h. die Behandlungen und Untersuchungen wurden
tagesklinisch erbracht und die Patient:innen noch am Tag der Aufnahme
wieder entlassen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Nulltagesaufenthalte
um 7,0 % bzw. um 6,1 %, wenn man das Bevölkerungswachstum mitberück-
sichtigt. Am häufigsten wurden Kreislauferkrankungen (11,5 % der Fälle), Ver-
letzungen und Vergiftungen (11,1 %), Krebserkrankungen (10,3 %) und Krank-
heiten des Bewegungsapparats (9,3 %) im Spital behandelt. Bei Patient:innen
mit Kreislauferkrankungen (+1,5 % im Vergleich zum Vorjahr bzw. –10,8 %
im Vergleich zu 2019) wurden 28 521 Schlaganfälle und 15 424 Herzinfarkte
versorgt. Die Zahl der stationär versorgten Krebserkrankungen stieg im Ver-
gleich zum Vorjahr um 2,0 %, lag jedoch um 9,1 % unter dem Wert von 2019.
18 858 Spitalsaufenthalte standen in Zusammenhang mit COVID-19. Knapp
7 % der Spitalsentlassungen erfolgten aus Rehabilitationseinrichtungen
(157 756 Aufenthalte. Im Bereich der Rehabilitation stiegen die Aufenthalte
von 2022 auf 2023 um 5,8 %. Die Zahl der Rehabilitationen stieg seit 2019 um
0,5 %, unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstum ergibt sich aller-
dings ein Rückgang um 2,2 %. Am häufigsten wurden Rehabilitationen bei
Erkrankungen des Bewegungsapparats (32,6 %), bei Kreislauferkrankungen
(19,9 %) und nach Verletzungen (11,7 %) erbracht.
▶ Zur Themenseite
»Die Zahl der Spitalsaufenthalte ist auch 2023
wieder gestiegen, bleibt aber weiterhin deutlich
unter dem Vor-Pandemie-Niveau des Jahres 2019.
Im Vergleich zu 2022 nahmen die Krankenhaus-
aufenthalte insgesamt um 2,5 % auf 2,3 Mio. zu,
das sind 246,8 pro 1 000 Einwohner:innen. Vor der
Pandemie kamen auf 1 000 Einwohner:innen noch
282,6 Spitalsaufenthalte, 14,5 % mehr als 2023. «
Tobias Thomas
ENERGIE UND UMWEL T
Energieverbrauch 2023 um 4 % gesunken
Der energetische Endverbrauch in Österreich sank 2023 im Vergleich zu 2022
um 4 % auf 1 034 Petajoule und lag damit sogar um rund 2 % unter dem
Niveau des Pandemiejahres 2020. Gründe dafür waren die wärmere Witte-
rung, das gesunkene Produktionsniveau in der Industrie und der vermehrte
Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger. Der energetische End-
verbrauch der Industrie fiel um etwa 7 %, während bei den Dienstleistungen
ein weniger stark ausgeprägter Rückgang um etwa 3 % zu beobachten war.
Der Energieeinsatz im Straßenverkehr verringerte sich um 1 %. Im Flug-
verkehr stieg der Energieverbrauch hingegen um 40 %, den zweithöchsten
Wert in der österreichischen Luftfahrtgeschichte. Der Verbrauch der privaten
Haushalte ging vor allem aufgrund des geringeren Einsatzes von Heiz energie-
trägern um etwa 5 % zurück.
Über alle Wirtschaftssektoren gesehen, hatten die Erdölprodukte mit 36 %
den größten Anteil am energetischen Endverbrauch, gefolgt von elektrischer
Energie (21 %), den erneuerbaren Energieträgern (18 %) und Erdgas (16 %),
der Anteil der erneuerbaren Energieträger war damit erstmals seit 1970 höher
als der Anteil an Erdgas.
▶ Zur Themenseite
18STATjournal
3 – 2024
Statistik Austria in Kürze
Rückgang der Luftemissionen 2021 auf 2022
Bei Feinstaub wurden Rückgänge gegenüber 2021 verzeichnet – um 4,1 %
für PM10 (Korngröße unter 10 bis maximal 2,5 Mikrometer) und um 4,4 %
für PM2.5 (Feinstaub, der bis in die Lunge gelangen kann; Korngröße
unter 2,5 Mikrometer). Diese Abnahmen waren auf die warme Witterung
und die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen, wodurch vor allem in
privaten Haushalten weniger Biomasse zur Raumheizung eingesetzt wurde.
Aus denselben Gründen wurden von 2021 auf 2022 auch um 9,8 % weniger
Kohlenmonoxid (CO) und um 6,9 % weniger flüchtige organische Verbindun-
gen ohne Methan (NMVOC) ausgestoßen. Das sind die höchsten Abnahmen
unter allen betrachteten Emissionsarten. Die Kohlendioxid-Emissionen (CO2)
aus fossilen Quellen stiegen von 2021 auf 2022 hingegen um 2,3 %; haupt-
verantwortlich dafür war das gesteigerte Verkehrsaufkommen. Der Anstieg
der klimawirksamen CO2-Emissionen, die neben den fossilen auch die
prozessbedingten Emissionen beinhalten (sie entstehen zum Beispiel
bei der Eisen- oder Zementproduktion), betrug aber in Summe nur 0,2 %.
▶ Zur Themenseite
»Seit 1995 haben sich die Emissionen der meisten
Luftschadstoffe und Treibhausgase zum Teil beträcht-
lich verringert. Insbesondere der CO2- Ausstoß aus
der Verbrennung fossiler Energieträger war 2022
um 6,6 % niedriger als 27 Jahre zuvor. Im Vergleich
zu 2021 sind die CO2-Emissionen aus fossilen Quellen
im Jahr 2022 allerdings um 2,3 % gestiegen, was
vor allem mit dem höheren Verkehrsaufkommen
nach der Zeit der Corona-Lockdowns zu tun hat. «
Tobias Thomas
FORSCHUNG, INNOVATION, DIGITALISIERUNG
65 % informieren sich online über Gesundheit
Knapp zwei Drittel (65 %) der 16- bis 74-Jährigen in Österreich informieren sich
online über Gesundheitsthemen, wie aktuelle Ergebnisse aus der Erhebung
über den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)
in Haushalten zeigen. Andere gesundheitsbezogene Online-Aktivitäten sind
weniger verbreitet. Etwa eine von vier Personen vereinbart ärztliche Termine
online (28 %) oder fragt Befunde bzw. persönliche Gesundheitsdaten online ab
(23 %). Weniger als eine von zehn Personen nimmt im Internet andere Online-
Dienstleistungen anstelle eines ärztlichen Termins oder Krankenhausbesuchs
in Anspruch (7 %). Die österreichische Bevölkerung unterscheidet sich in der
gesundheits bezogenen Internetnutzung vor allem nach Alter, Geschlecht und
Bildung. Der Erwerbsstatus spielt hingegen eine untergeordnete Rolle. So
suchen etwa Frauen (72 %) eher als Männer (58 %) im Internet nach Gesund-
heits informationen. Zudem gilt: Je höher der Bildungsabschluss ist, desto
eher wird das Internet für gesundheitsbezogene Online-Aktivitäten genutzt.
Die Internetsuche nach Gesundheitsinformationen hängt auch mit dem Alter
zusammen. Der Anteil ist tendenziell höher unter Personen jüngeren Alters.
16- bis 24-Jährige (64 %) informieren sich eher als 55- bis 64-Jährige (56 %)
und 65- bis 74-Jährige (51 %) über Gesundheitsthemen im Internet.
▶ Zur Themenseite
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Gesundheits-
informationen
online suchen
Ärztliche Termine
online vereinbaren
Befunde oder
persönliche
Gesundheitsdaten
online abfragen
Andere Online-Dienst-
leistungen anstelle
eines ärztlichen
Termins oder Kranken-
hausbesuchs nutzen
Männer Frauen Q: STATISTIK AUSTRIA, Erhebung über den IKT-Einsatz in Haushalten 2024. Gesundheitsbezogene Online-Aktivitäten 2024 von Personen, die das Internet in den letzten drei Monaten nutzten in Prozent 19 STATjournal 3 – 2024 Statistik Austria in Kürze Nutzung von KI in Unternehmen Österreichische Unternehmen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz (KI). 2024 nutzten bereits 20 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten KI- Technologien, während dies 2023 erst 11 % taten. Dabei verwendeten 23 % der Unternehmen im Dienstleistungsbereich KI-Technologien, aber nur 15 % der Unternehmen im Produzierenden Bereich. Am höchsten ist die KI-Nutzung erwartungsgemäß im Bereich Information und Kommunikation mit 61 %. Zudem werden KI-Technologien von kleinen Unternehmen (10– 49 Beschäf tigte: 18 %) deutlich weniger genutzt als von mittelgroßen (50–249 Beschäftigte: 29 %) und großen Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte: 50 %). Das zeigen aktuelle Ergebnisse aus der Erhebung über den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, an der rund 6 600 österreichische Unternehmen ab zehn Beschäftigten von Februar bis Juli 2024 teilgenommen haben. ▶ Zur Themenseite» Die Nutzung von künstlicher Intelligenz in österreichischen Unternehmen entwickelt sich dynamisch. Aktuell setzen 20 % der Unternehmen KI-Technologien ein. Das sind beinahe doppelt so viele wie im Vorjahr mit knapp 11 % KI-nutzenden Unternehmen. Bei der Verwendung von KI sind vor allem Größe und Tätigkeiten des Unternehmens entscheidend: So nutzen anteilsmäßig mehr große als kleine Unternehmen KI-Technologien, und mehr Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich als aus dem produzierenden Bereich. « Tobias Thomas Knapp zwei Drittel der Bevölkerung verfügen über digitale Grundkenntnisse Die österreichische Bevölkerung liegt mit ihren digitalen Grundkenntnissen im oberen europäischen Mittelfeld. 65 % verfügen über zumindest grund legende digitale Kenntnisse, im EU-27-Schnitt sind es 56 %. Während die Niederlande und Finnland mit 83 % beziehungsweise 82 % das höchste digi tale Kenntnisniveau verzeichnen, bilden Bulgarien und Rumänien mit 36 % beziehungsweise 28 % die Schlusslichter. Österreich verortet sich im Ranking der EU-27 auf Platz 8. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 mindestens 80 % der Bevölkerung über zumindest grundlegende digitale Kenntnisse verfügen sollen. Dieses Ziel wird derzeit nur von den beiden Top-Ländern erreicht. Obwohl die Ergebnisse aus dem Jahr 2023 im Vergleich mit den Resultaten aus dem Ersterhebungsjahr 2021 (63 %) weitgehend stabil sind, weist die Entwicklung der digitalen Grundkenntnisse eine positive Tendenz auf. ▶ Zur Themenseite LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT Jagdsaison 2023/24 mit 2,7 % mehr Abschüssen 2023/24 lag die Zahl der Wildabschüsse in Österreich bei 760 600, das sind um 2,7 % mehr als in der Jagdsaison 2022/23. Es gab 654 000 Abschüsse von Haarwild (+2,8 %). Mit 426 100 (+1,9 %) entfielen die meisten davon auf Schalenwild, darunter 294 400 auf Rehwild (+1,1 %), 58 800 auf Rotwild (+1,8 %), 47 800 auf Schwarzwild (+9,1 %) und 20 300 auf Gamswild (−2,8 %). Der Großteil der Abschüsse an sonstigem Haarwild (227 900; +4,6 %) ent fiel auf Hasen (104 300; +2,5 %), Füchse (65 400; +7,7 %), Marder (23 800; +5,2 %), Dachse (11 700; +12,2 %) und Wiesel (8 100; +27,3 %). Die Zahl der Federwild-Abschüsse stieg im Vergleich zum Jagdjahr 2022/23 um 1,9 % auf rund 106 600. Fasane waren mit 53 600 Abschüssen (+2,5 % zum Vorjahr) die größte Gruppe erlegten Federwilds. Zuwächse gab es auch bei der Anzahl erlegter Wildenten (32 400; +0,6 %) und Rebhühner (2 600; +25,2 %), während die Abschüsse von Wildtauben (12 500; −2,3 %), Birkwild (1 500; −1,8 %) und Wildgänsen (1 000; −5,9 %) zurückgingen. Straßenverkehr, ungünstige Witterungsverhältnisse oder Krankheiten führten zu 122 900 Wildverlusten (+ 3,1 %). Die am meisten betroffenen Arten waren Rehwild, Hasen, Fasane und Füchse. 137 400 gültige Jahresjagdkarten wurden in der Jagdsaison 2023/24 ausgestellt (+2,0 %). ▶ Zur Themenseite Marder 5 Füchse 7 Rehwild 108 Hasen 47 Fasane 13 Fallwild im Straßenverkehr Durchschnitt pro Tag Q: STATISTIK AUSTRIA, Jagdstatistik.