NR. 3
2024
STATISTIK AUSTRIA Unabhängige Statistiken für faktenbasierte Entscheidungen
ZUM THEMA
Freiwilligentätigkeit
SEITE 27
Zeichenerklärung für Tabellen
‒ Zahlenwert ist null
. Daten (noch) nicht verfügbar,
0 eine Größe, die kleiner als die Hälfte
der ausgewiesenen Einheit ist
() stark zufallsbehafteter Wert
(x) nicht interpretierbarer Wert
G
Geheimhaltung: Wert wird aufgrund
gesetzlicher Bestimmungen nicht
veröffentlicht
⌀ Durchschnitt (arithmetisches Mittel)
< kleiner als
größer als ≤ kleiner gleich ≥ größer gleich Impressum Medieninhaberin, Herausgeberin und Redaktion: STATISTIK AUSTRIA Bundesanstalt Statistik Österreich
1110 Wien, Guglgasse 13
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Bildnachweis: Generaldirektoren: Frank Helmrich | Autor:innen: Herbert Ebenwald- ner | Potraitfotos Reich/Schachl/Grabner-Trieb, S. 57: © Foto Nitsche Hersteller: Manufaktur Spezial Dietmar Reiber e. U.
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Kommissionsverlag: Verlag Österreich GmbH
1010 Wien, Bäckerstraße 1 Verlagsort: Wien Herstellungsort: Graz [Leitringer Hauptstraße 23, 8435 Leitring]
STATjournal Nr. 3 – 2024 (Statistische Nachrichten, 79. Jahrgang) ISSN: 0029-9960 Wien, Dezember 2024 Das Produkt und die darin enthaltenen Daten sind ur heberrechtlich geschützt. Alle Rechte sind der Bundesanstalt Statistik Österreich (STATISTIK AUSTRIA) vorbehalten. Bei richtiger Wieder gabe und mit korrekter Quellenangabe »STATISTIK AUSTRIA« ist es gestattet, die Inhalte zu verviel fältigen, verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen und sie zu bearbeiten. Bei auszugsweiser Verwendung, Darstellung von Teilen oder sonstiger Veränderung von Dateninhalten wie Tabel- len, Grafiken oder Texten ist an geeigneter Stelle ein Hinweis anzu - bringen, dass die verwendeten Inhalte bearbeitet wurden. Die Bundesanstalt Statistik Österreich sowie alle Mitwirkenden an der Publikation haben deren Inhalte sorgfältig recherchiert und erstellt. Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die
Genannten übernehmen daher keine Haftung für die Richtigkeit, Voll- ständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere übernehmen sie keinerlei Haftung für eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der angebotenen Inhalte entstehen. Korrekturhinweise senden Sie bitte an die Redaktion. © STATISTIK AUSTRIA 2STATjournal 3 – 2024 3 STATjournal 3 – 2024 Inhalt
2 Impressum
4 Vorwort
5 Standpunkt
6 Kennzahlen zur Wirtschaftslage
14 Statistik Austria in Kürze
22 Neuerscheinungen
23 Ein Blick auf die Gemeinde __ Breitenwang
24 5 Fragen an … __________ Gernot Katzlberger · Maria Wurster | Kartographie bei Statistik Austria
27 Zum Thema ____________ Freiwilligentätigkeit
34 Arbeitsmarktstatuswechsel in bewegten Zeiten
Daniela Gumprecht | Veronika Langer
43 Verdienststrukturerhebung
Tamara Geisberger | Bernhard Hoser
57 Großrevision der VGR
Kathrin Lais | Thomas Reich | Johannes Chalupa |
Thomas Schachl | Roswitha Grabner-Trieb
Fachartikel
VORWORT
Liebe Leser:innen,
anhaltende Rezession in Österreich, diverse Wahlen
im In- und Ausland, Extremwetterereignisse und krie -
gerische Konflikte auf der ganzen Welt: Mit 2024 geht
ein ereignisreiches Jahr zu Ende.
Turbulent waren bereits die Jahre zuvor, weshalb in
dieser STATjournal-Ausgabe die Dynamiken des Arbeits-
marktes in den Jahren 2021 bis 2023 in den Blick genom-
men werden. Wie viele Personen wechselten von einer
Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit oder zogen sich
gänzlich vom Arbeitsmarkt zurück und welche Bevölke -
rungsgruppen waren besonders betroffen?
Gerade in Zeiten von Krisen, wie wir sie beispiels -
weise diesen Spätsommer im Zuge des Hochwassers in
Österreich erlebt haben, wird deutlich, wie unerlässlich
freiwilliges Engagement für unsere Gesellschaft ist. Am
5. Dezember wird alljährlich der internationale Tag des
Ehrenamtes begangen, um sich bei all jenen zu bedan -
ken, die sich unentgeltlich für andere engagieren. Wir
nehmen dies zum Anlass, um im Format »Zum Thema«
Daten rund um Freiwilligentätigkeit zu präsentieren und
auf diese Weise die wertvolle freiwillige Arbeit sichtbar
zu machen, ohne die vieles in unserer Gesellschaft nicht
möglich wäre.
Außerdem widmet sich diese Ausgabe der europawei-
ten Großrevision in den Volkswirtschaftlichen Gesamt -
rechnungen und bietet einen Einblick in die Ergebnisse
der Verdienststrukturerhebung zur Verteilung der Stun -
denlöhne und -gehälter. In einem Interview berichten
unsere Kartograph:innen von ihrer täglichen Arbeit.
Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen, besinn -
liche Feiertage und alles Gute für das neue Jahr!
Univ.-Prof. Dr.
Tobias Thomas
Fachstatistischer
Generaldirektor
DDr.
Franz Haslauer
Kaufmännischer
Generaldirektor
5STATjournal
3 – 2024
Österreich steht vor großen demographischen Herausforderungen.
Laut der aktuellen Bevölkerungsprognose von Statistik Austria wird
die Bevölkerung bis 2040 um 5,5 % auf 9,6 Mio. Menschen wachsen.
Bereits Ende der 2060er dürfte die Zehn-Millionen-Marke erreicht
sein. Die Bevölkerung Österreichs wächst dabei allein durch Zuwan-
derung, da die Zahl der Sterbefälle die Geburten auch in Zukunft
übertrifft. Mit 1,3 hat die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau 2023
einen historischen Tiefpunkt erreicht.
Zuwanderung mag die Bevölkerung vor dem Schrumpfen bewah-
ren, nicht aber vor der Alterung. Bereits seit 2023 leben hierzulande
mehr Senior:innen über 65 als Kinder und Jugendliche unter 20. Und
diese Schere wird weiter aufgehen. Werden 2025 noch 20,5 % der
Bevölkerung 65+ sein, wird dieser Anteil bis 2080 auf 29,3 % steigen.
Besonders stark wird die Gruppe der über 80-Jährigen wachsen. Wir
leben nämlich zunehmend länger: 2080 dürfte die Lebenserwartung
der Frauen bereits 92,4 und jene der Männer 89,7 Jahre betragen –
gegenüber 84,2 und 79,4 Jahren im Jahr 2023 sowie 67,8 und 62,4
Jahren im Jahr 1951.
Umlagefinanzierte Sicherungssysteme wie Pensionen, Pflege oder
Gesundheit werden noch stärker unter Finanzierungsdruck geraten,
denn das Verhältnis der Älteren zu Personen im arbeitsfähigen Alter
verändert sich weiter. Derzeit kommen auf eine Person im Pensions-
alter 65+ noch drei Personen zwischen 20 und 64 Jahren, ab 2042
wird dieses Verhältnis 1:2 betragen. Dadurch verschärft sich auch der
Fach- und Arbeitskräftemangel weiter.
Der steigende Druck auf den Arbeitsmarkt und damit den Standort
Österreich hat auch mit zwei weiteren Faktoren zu tun. Der Anteil
der Arbeitnehmer:innen in Teilzeitbeschäftigung wächst – und das
bei Frauen und Männern: 2023 war mehr als jede zweite erwerbstätige
Frau teilzeitbeschäftigt, bei den Männern gut jeder Siebte. Insgesamt
lag die Teilzeitquote ähnlich wie in Deutschland bei 30,9 % – und
damit weit über dem EU-Schnitt von 18,8 %. Zudem ist die Erwerbs-
quote der 55- bis 64-Jährigen auffallend niedrig: 2023 waren lediglich
57,3 % in dieser Altersgruppe erwerbstätig – in Deutschland hingegen
74,6 % und EU-weit waren es 63,9 %.
Österreich muss sich dringend den demographischen Heraus-
forderungen stellen und so manches heiße Eisen angreifen. Sollen
der Wohlstand der Gesellschaft und ihre sozialen Errungenschaften
erhalten bleiben, wird es – trotz Zuwanderung – nicht ohne mehr
und längere Arbeit gehen.
STANDPUNKT
Ohne Arbeit
kein Wohlstand
Univ.-Prof. Dr.
Tobias Thomas
Die Bevölkerung Österreichs wächst
nur durch Zuwanderung. Lebens
erwartung und Anteil der Älteren
steigen, die Zahl der Erwerbspersonen
sinkt. Soll der Wohlstand erhalten
bleiben, muss Österreich mehr und
länger arbeiten.
6 STATjournal 3 – 2024 Konjunkturmonitor September 2024 Veränderung zum Vorjahresmonat in Prozent Einfuhren insgesamt in Euro − 8,0 Ausfuhren insgesamt in Euro − 2,9 Produktionsindex BAU − 0,9 Umsatzindex BAU − 2,3 Beschäftigtenindex BAU − 4,2 Umsatzindex HANDEL − 2,2 Beschäftigtenindex HANDEL − 0,8 Produktionsindex INDUSTRIE − 2,8 Umsatzindex INDUSTRIE − 4,9 Beschäftigtenindex INDUSTRIE − 2,2 Verbraucherpreisindex +1,8 Pkw-Neuzulassungen +0,3 Beförderte Personen Luftverkehr +4,7 Nächtigungen − 6,9 Kennzahlen zur Wirtschaftslage Produzierender Bereich Merkmal Produzierender Bereich (ÖNACE B–F) Sachgüterbereich (ÖNACE B–E) Bau (ÖNACE F) August 2024 August 2023 August 2024 August 2023 August 2024 August 2023 Unternehmen 82 685 80 303 39 901 38 222 42 784 42 081 Beschäftigte 1 087 145 1 109 204 748 520 760 084 338 625 349 120 Bruttoverdienst in Mio. Euro 4 316 4 126 3 074 2 921 1 241 1 205 Umsatz im Mio. Euro 29 156 31 297 23 845 25 671 5 311 5 626 Q: STATISTIK AUSTRIA, Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich. – Grundgesamtheit. – Vorläufige Werte. Q: STATISTIK AUSTRIA, Außenhandelsstatistik, Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, Konjunkturstatistik Handel und Dienstleistungen, Verbraucherpreisindex, Kfz-Statistik, Zivilluftfahrtstatistik, Beherbergungsstatistik.
7STATjournal 3 – 2024 Kennzahlen zur Wirtschaftslage Durchschnittliche Aufenthaltsdauer September 2024 3,0 Nächte Tourismus in Tausend Merkmal Ankünfte Nächtigungen September 2024 September 2023 September 2024 September 2023 Insgesamt 3 805 4 250 11 366 12 209 Herkunftsland Österreich 1 266 1 434 3 367 3 696 Ausland insgesamt 2 539 2 816 7 999 8 513 Belgien 32 34 121 125 Deutschland 1 294 1 519 4 710 5 083 Italien 71 73 165 170 Niederlande 99 113 393 433 Polen 57 64 138 156 Schweiz und Liechtenstein 132 138 399 407 Tschechien 59 85 145 203 USA 110 104 250 234 Vereinigtes Königreich 64 61 171 163 Unterkunftsart Hotels und ähnliche Betriebe 2 834 3 078 7 389 7 841 Private Unterkünfte insgesamt 274 331 1 358 1 501 Q: STATISTIK AUSTRIA, Beherbergungsstatistik. Motorisierungsgrad 2023 566 Pkw je 1 000 Einwohner:innen Kfz-Neuzulassungen Fahrzeugart Oktober 2024 Oktober 2023 Kfz insgesamt 28 617 25 797 Pkw (alle Antriebe) 21 981 18 867 Benzinantrieb 6 575 5 551 Dieselantrieb 3 058 3 172 Elektroantrieb 3 990 4 378 Hybridantrieb 8 358 5 765 Motorräder Klasse L3e1 1 670 1 450 Motorfahrräder Klasse L1e2 689 617 Lastkraftwagen Klasse N13 2 457 2 744 Lastkraftwagen Klasse N24 51 43 Lastkraftwagen Klasse N35 315 288 Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen 503 614 Sattelzugfahrzeuge 235 332 Wohnmobile 142 245 Q: STATISTIK AUSTRIA, Kfz-Statistik.
- Zweirädriges Kraftrad. – 2) Leichtes zweirädriges Kraftfahrzeug. – 3) Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3 500 kg. – 4) Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3 500 kg und nicht mehr als 12 000 kg. – 5) Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 12 000 kg. 8STATjournal 3 – 2024 Kennzahlen zur Wirtschaftslage Außenhandelsbilanz September 2024 +608,9 Mio. Euro vorläufig Außenhandel in Mio. Euro Merkmal Einfuhren Ausfuhren September 20241 September 2023 September 20241 September 2023 Außenhandel insgesamt 15 377 16 713 15 986 16 468 Warengruppe Ernährung 1 234 1 138 1 073 1 001 Getränke und Tabak 132 114 260 274 Rohstoffe 553 581 460 447 Brennstoffe, Energie 1 156 1 480 407 535 Tier. u. pflanzl. Öle u. Fette 62 67 30 27 Chem. Erzeugnisse, a. n. g. 2 250 2 371 2 803 2 488 Bearbeitete Waren 2 337 2 470 3 181 3 259 Maschinen/Fahrzeuge 5 166 5 928 5 987 6 503 Sonstige Fertigwaren 2 400 2 274 1 619 1 748 Waren a. n. g. 87 290 167 186 Ursprungs- und Bestimmungsland EU-27 9 947 10 870 10 890 11 185 Eurozone 7 996 8 688 8 530 8 658 Drittstaaten 5 430 5 842 5 095 5 283 China 1 433 1 253 435 486 Deutschland 4 829 5 366 4 962 4 925 Italien 1 051 1 087 1 006 1 055 Russland 239 260 88 100 Schweiz 544 1 018 705 836 Tschechien 589 683 552 617 Vereinigte Staaten 660 645 1 433 1 188 Q: STATISTIK AUSTRIA, Außenhandelsstatistik. – Warengruppe nach SITC Rev. 4.
- Vorläufige Werte. Arbeitslosenquote
- Quartal 2024 5,1 % internationales Konzept Erwerbstätigenquote
- Quartal 2024 74,8 % 15 bis 64 Jahre Offene-Stellen-Quote
- Quartal 2024 3,8 % Zahl der Arbeitslosen in Tausend Zahl der Erwerbstätigen in Tausend Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung. – Bevölkerung in Privat - haushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. – Nach internationalem Konzept (ILO). Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung. – Bevölkerung in Privat - haushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. – Nach internationalem Konzept (ILO). 100 150 200 250 300
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 2024 2022 2023 4 000 4 200 4 400 4 600 4 800
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
2024 2022 2023
9STATjournal
3 – 2024
Kennzahlen zur Wirtschaftslage
INDUSTRIE: Umsatz-, Produktions-, Beschäftigtenindex
(2021 = 100)
HANDEL: Umsatz-, Beschäftigtenindex
(2021 = 100)
Zahl der Registrierungen rechtlicher Einheiten
BAU: Umsatz-, Produktions-, Beschäftigtenindex
(2021 = 100)
DIENSTLEISTUNGEN: Umsatz-, Beschäftigtenindex
(2021 = 100)
Zahl der Insolvenzen
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich. –
Beschäftigte, Umsatz: unbereinigte Daten. – Produktion: EU harmonisiert und
arbeitstägig bereinigte Daten.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konjunkturstatistik Handel. – Umsatzindex nominell
(zu laufenden Preisen). – Der letzte Indexwert ist vorläufig.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik der Registrierungen. – Als Registrierung wird die Auf nahme
einer rechtlichen Einheit in das Unternehmensregister für Zwecke der Verwaltung unter
bestimmten Voraussetzungen gezählt. – Die Werte für die letzten vier Quartale sind vorläufig.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik der Insolvenzen. – Die Daten zu Insolvenzen basieren
auf den gerichtlichen Insolvenzverfahren. – Die Werte für die letzten vier Quartale
sind vorläufig.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich. –
Beschäftigte, Umsatz: unbereinigte Daten. – Produktion: EU harmonisiert und
arbeitstägig bereinigte Daten.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konjunkturstatistik Dienstleistungen. – Umsatzindex nominell
(zu laufenden Preisen). – Der letzte Indexwert ist vorläufig.
60
80
100
120
140
160
Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. 4 2 0 2 3 2 0 2 2 2 0 2 UmsatzBeschäftigte Produktion 90 100 110 120 130
Sept. Nov. Jän. März Mai Juli Sept. Nov. Jän. März Mai Juli Sept.
2022 2023 2024 Umsatz Beschäftigte 800 1 000 1 200 1 400 1 600 1 800
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 2023 20242022 40 60 80 100 120 140 160
Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt.
UmsatzBeschäftigte Produktion 4 2 0 2 3 2 0 2 2 2 0 2 90 100 110 120 130
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 2023 2024 2022 Umsatz Beschä�igte 12 000 14 000 16 000 18 000 20 000
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
2023 2024 2022
10STATjournal
3 – 2024
Kennzahlen zur Wirtschaftslage
Volkswirtschaftliche Größen
in Mrd. Euro
Öffentliches Defizit / öffentlicher Überschuss
in Prozent des BIP
Q: STATISTIK AUSTRIA, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. – Unbereinigte Daten. –
Laufende Preise.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Verbraucherpreisindex, Großhandelspreisindex. – Verbraucherpreisindex: Der letzte
Indexwert ist vorläufig.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Tariflohnindex. – Die letzten drei Indexwerte sind vorläufig.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Öffentliche Finanzen. – Daten gemäß ESVG 2010.
Der Verbraucherpreisindex
misst die Veränderungen
der Konsument:innenpreise
über die Zeit.
Der Großhandelspreisindex
bildet die monatliche Preisent-
wicklung der vom Großhandel
abgesetzten Waren ab, indem
der Großhandelsverkaufspreis
(ohne MwSt.) als Preisbasis
herangezogen wird.
Der Tariflohnindex misst
die Mindestlohnentwicklung
in Österreich auf Basis von
ausgewählten Lohn- und
Gehaltspositionen.
Verbraucher- und Großhandelspreisindex
(2015 = 100)
Öffentlicher Schuldenstand
2. Quartal 2024
394,8 Mrd. Euro
Tariflohnindex
(2016 = 100)
0
50
100
150
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
2022 2023 2024 Bruttoinlandsprodukt Konsumausgaben Staat Konsumausgaben Haushalte Bruttoanlageinvestitionen 90 100 110 120 130 140 150
Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt.
2020 2023 2024 VPI GHPI 2022 2021 2019 90 100 110 120 130 140 150
Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt. Dez. Feb. Apr. Juni Aug. Okt.
4 2 0 2 3 2 0 2 0 2 0 22022 2021 2019 -10 -8 -6 -4 -2 0 2 2018 2019 2020 2021 2022 2023 11STATjournal 3 – 2024 Kennzahlen zur Wirtschaftslage Q: STATISTIK AUSTRIA, Baukostenindex. – Die letzten beiden Indexwerte sind vorläufig. – Wohnhaus- und Sied - lungsbau: Gesamtbaukosten – Ab Berichtsmonat Jänner 2021 Revision aller Bausparten mit Jahresdurchschnitt 2020 = 100. Durch Umbasierungen ist ein Vergleich nur bedingt möglich, da unterschiedliche Warenkörbe und Gewichtungsschemata zugrunde liegen. Q: STATISTIK AUSTRIA, Baupreisindex. Q: STATISTIK AUSTRIA, Häuserpreisindex. – Der letzte Indexwert ist vorläufig. 100 110 120 130 140 150 160
Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt. Jän. Apr. Juli Okt.
Wohnhaus- und Siedlungsbau Straßenbau Brückenbau Siedlungswasserbau 4 2 0 2 3 2 0 2 0 2 0 22022 2021 2019 100 120 140 160 180
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
Hochbau
Hoch- und Tiefbau
4 2 0 2 0 2 0 2 9 1 0 22021 2022 2023
Tiefbau
100
120
140
160
180
200
Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2
Gesamt
Neuer Wohnraum
Bestehender Wohnraum
4 2 0 2 3 2 0 2 0 2 0 22022 2021 2019
Baukostenindex
(2015 = 100)
Baupreisindex
(2015 = 100)
Häuserpreisindex
(2015 = 100)
Die Baukostenindizes beobach-
ten die Entwicklung der Kosten,
die den Bauunternehmen
bei der Ausführung von Bau-
leistungen durch Veränderung
der Kostengrundlagen (Material
und Arbeit) entstehen.
Der Baupreisindex gibt Aus-
kunft über die Veränderung
der tatsächlichen Preise, die
Bauherr:innen für Bauarbeiten
bezahlen müssen und dient
als Deflator zur Ermittlung
der realen Veränderung von
Bauproduktionswerten.
Der Häuser- und Wohnungs-
preisindex (HPI) bildet die
Preisentwicklung von Wohn-
immobilien (Einfamilienhäuser,
Doppelhäuser, Reihenhäuser
und Wohnungen), bei denen ein
privater Haushalt als Käufer:in
auftritt, ab.
12STATjournal
3 – 2024
Kennzahlen zur Wirtschaftslage
Harmonisierter Verbraucherpreisindex und Arbeitslosigkeit
in der EU – Oktober 2024
in Prozent
Land HVPI Inflationsrate 1 Arbeitslosenquote 2
EU (27 Länder) 2,3 5,8
Euroraum (20 Länder) 2,0 6,2
Belgien 4,5 5,9
Bulgarien 2,0 3,6
Tschechien 3,0 2,6
Dänemark 1,6 5,8
Deutschland 2,4 3,3
Estland 4,5 7,9
Irland 0,1 3,9
Griechenland 3,1 9,2
Spanien 1,8 11,2
Frankreich 1,6 7,8
Kroatien 3,6 4,5
Italien 1,0 5,6
Zypern 1,6 3,3
Lettland 2,1 6,6
Litauen 0,1 6,6
Luxemburg 0,9 6,3
Ungarn 3,4 4,5
Malta 2,4 2,9
Niederlande 3,3 3,7
Österreich 1,8 5,1
Polen 4,2 3,1
Portugal 2,6 6,6
Rumänien 5,0 5,4
Slowenien 0,0 5,0
Slowakei 3,5 5,3
Finnland 1,5 8,1
Schweden 1,6 7,8
Q: Eurostat.
- Inflationsrate = Veränderung zum Vorjahresmonat in Prozent; vorläufige Werte. – 2) Arbeitslose in Prozent
der Erwerbspersonen lt. ILO-Konzept, unbereinigte Daten.
13STATjournal 3 – 2024 Kennzahlen zur Wirtschaftslage Q: STATISTIK AUSTRIA, Vierteljährliche Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. Austrian Economic Barometer – Bruttoinlandsprodukt Index des realen BIP (Referenzjahr 2015 = 100) Was ist das Austrian
Economic Barometer? Dieses Projekt wurde im Juni 2021 unter dem Namen »Austrian Recovery Barometer« gestartet und sollte ursprünglich einen vierteljährlichen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs in der abklingenden Coronakrise bieten. Das Barometer zeigt für verschiedene Indikatoren (z. B. BIP , Beschäftigung, Tourismus, Außenhandel) an, in welchem Ausmaß das Vor- krisenniveau erreicht ist. Es wurde mittlerweile in »Austrian Economic Barometer« umbenannt, stellt aber weiterhin Vergleiche mit dem Vor- krisenniveau an. Univ.-Prof. Dr. Tobias Thomas Fachstatistischer Generaldirektor »Österreichs Wirtschaft steckt in der Rezession fest. Im 3. Quartal 2024 ging das Bruttoinlandsprodukt zum sechsten Mal in Folge zurück und verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,6 %. Besonders betroffen ist mit einem Minus von 3,7 % erneut die Industrie, die weiterhin unter der globalen Konjunkturflaute leidet. « 70 80 90 100 110 120 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 BIP real – in Prozent 99,4100,9 Q3/2024 im Vergleich mit Q3/2019 Q3/2024 im Vergleich mit Q3/2023 Q3 2019: 107,7 Q3 2024: 108,7 14 STATjournal 3 – 2024 Statistik Austria in Kürze ARBEITSMARKT Zahl der Erwerbspersonen stagniert trotz Bevölkerungswachstum Die Bevölkerung Österreichs wird bis 2080 weiter wachsen und deutlich altern. Wie aus der aktuellen Bevölkerungsprognose hervorgeht, wird die Bevölkerungszahl bis 2040 um 5,5 % auf 9,6 Mio. steigen. Besonders stark wird das Wachstum bei den Personen ab 65 Jahren ausfallen, deren Anteil sich von derzeit 19,7 % auf 26,7 % im Jahr 2040 vergrößern wird. Bis zum Jahr 2080 wird schließlich ein weiterer Zuwachs der Gesamtbevölkerung auf 10,2 Mio. Menschen erwartet, von denen 29,3 % zumindest 65 Jahre oder älter sein werden. Die Zahl der Erwerbspersonen, also die Summe aus Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen, unselbständig Beschäftigten und Arbeitslosen sowie Präsenz- und Zivildienern, wird gemäß Trendvariante der Erwerbspersonenprognose im Jahr 2040 trotz des Bevölkerungswachstums um 0,8 % geringer sein als 2023. In absoluten Zahlen sind das rund 38 000 Erwerbspersonen weniger (2023: 4,77 Mio.; 2040: 4,73 Mio.). Der Prognose zufolge sinkt die Erwerbspersonenzahl bis 2062 weiter auf 4,66 Mio., bevor sich bis 2080 wiederum ein leichter Anstieg auf 4,75 Mio. ergibt. Bliebe die alters- und geschlechtsspezifische Erwerbs beteiligung auf dem Niveau von 2023 konstant, wäre bis 2040 mit einem Rückgang der Erwerbspersonen um 3,4 % auf 4,61 Mio. zu rechnen. ▶ Zur Themenseite 1950:
5,8 1 2023:
3,1 1 2040:
2,1 1 2060:
1,8 1 Q: STATISTIK AUSTRIA, Bevölkerungsprognose 2024, Hauptvariante (gerundete Ergebnisse). Entwicklung des Verhältnisses von Personen im Erwerbsalter zu Personen ab 65 Jahren