Brehms Tierleben, Band 4: Die Vögel I — Baumvögel
die Schale und spaltet diese ab, wenn er nicht zu den Kerbtieren gelangen kann. Ich habe die heruntergefallenen Stücke untersucht und immer gefunden, daß sie von Borken⸗ und Fichtenkäfern unterwühlt waren. Auch frißt er allerlei Räupchen, die für die Waldbäume nachteilig sind, und füttert damit seine Jungen groß. Er ist ein wahrer Erhalter der Wälder und sollte auf alle Weise geschont werden.“ Hierin stimmen fast alle Beobachter überein. „Wenn er an schwachen Asten hackt“, fügt Naumann hinzu, „bemerkt man, daß er oft plötzlich auf die andere Seite läuft und nachsieht, um auch die durch das Pochen hier aufgescheuchten und entfliehenden Kerbtiere wegfangen zu können; denn diese machen es gerade wie die Regenwürmer, wenn der Maulwurf die Erde aufwühlt. Sie kennen die Annäherung ihres Todfeindes so gut wie diese.“ Ausnahmsweise geschieht es übrigens doch, daß sich der nützliche Vogel kleine Sünden zu schulden kommen läßt. So wurde nach Wieses Versicherung im Jahre 1844 ein Buntspecht geschossen, um festzustellen, was er in seinem Schnabel zu seinen Jungen tragen wollte, und man fand bei ihm eine junge, noch ganz nackte Meise, auf welche er wahrscheinlich zufällig bei seiner Kerbtierjagd gestoßen war. Doch geschehen derartige Übelthaten gewiß sehr selten. Viel häufiger nährt er sich von Sämereien und zumal von Haselnüssen und Kiefernsamen. Erstere bricht er ab, trägt sie in den Spalt eines Baumes, den er dazu vorgerichtet hat, und hackt sie auf. An Fichtenzapfen sieht man ihn oft hängen und arbeiten; häufiger noch beißt er sie ab, schleppt sie auf einen Ast und frißt den Samen heraus. Während der Samenreife unserer Nadelbäume verzehrt er mit Vorliebe Kiefernsamen, obgleich es ihm nicht leicht wird, zu diesem zu gelangen. „Wenn er Kiefernsamen fressen will“, berichtet mein Vater, „hackt er erst auf der oberen Seite eines gespalteten oder dürren Astes ein Loch, so daß ein Kiefernzapfen zur Hälfte hineingeht. Einmal habe ich ein solches Loch auch in der dicken Rinde einer Kiefer nahe am Boden gesehen; es wurde aber wenig benutzt. Ist das Loch fertig, so fliegt der Buntspecht nach der Krone des Baumes und von Ast zu Ast, um es bequem zu haben, läuft auch auf einem Zweige vor, faßt ein Zäpfchen mit dem Schnabel am Stiele und beißt es ab, aber so, daß er es mit dem Schnabel noch halten kann, trägt es nun zu dem beschriebenen Loche und legt es so hinein, daß die Spitze nach oben zu stehen kommt. Jetzt faßt er es mit den inneren Vorderzehen und hackt so lange auf die Spitze, bis die Deckelchen zerspalten und der Samen herausgeklaubt werden kann. Ist er mit einem Zapfen fertig, was 3—4 Minuten Zeit kostet, so holt er einen anderen auf dieselbe Art, wirft aber den vorigen nie eher herab, als bis er den zweiten in das Loch legen kann. Es scheint mir dies um deswillen zu geschehen, damit er den alten noch einmal durchsuchen könne, wenn er keinen neuen fände; denn rein ausgefressen, wie von den Kreuzschnäbeln, werden die Zapfen nie. Dies Geschäft setzt er oft den größten Teil des Tages fort und zwar auf demselben Baume. Ich habe in meinem Walde eine Kiefer, auf welcher ein und derselbe Specht oft viele Wochen lang sein Wesen treibt. Schon Mitte August beginnt er Kiefernsamen zu fressen, ob dieser gleich noch nicht vollkörnig, geschweige reif ist, und während des Winters nährt er sich fast lediglich von ihm. Von den Kiefernzapfen ist sein Schnabel zum Teile mit Harz bedeckt, während man an den Schnäbeln anderer Spechte oft Erde findet.“ So geschickt der Buntspecht im Aufhacken der Kiefernzapfen ist, so wenig Ausdauer beweist er beim Anlegen seines Nestes. Er beginnt viele Höhlungen auszuarbeiten, bevor er eine einzige vollendet, und wenn irgend möglich, sucht er eine solche wieder auf, in welcher er oder einer seiner Anverwandten früher schon brütete. Wenn er weiche Baumarten zur Verfügung hat, wie dies beispielsweise in den russischen und sibirischen Wäldern fast überall der Fall ist, bevorzugt er diese den hartholzigen so entschieden, daß man fast mit Bestimmtheit darauf rechnen kann, in jeder zwischen Kiefern und Fichten eingesprengten
Espe, Pappel oder Weide seine Nesthöhle zu bemerken. Diese befindet sich fast stets in beträchtlicher Höhe, in der Regel 10 m und höher, seltener niedriger über dem Boden. Das Eingangsloch zum Neste ist so klein, daß der Vogel eben hinein- und herauskriechen kann, die innere Höhlung, von der unteren Seite des Einganges gemessen gewöhnlich etwa 30 em tief bei 15 em im Durchmesser; die Nestkammer ist inwendig ebenso glatt aus gearbeitet wie die anderer Spechte und unten ebenfalls mit feinen Spänen belegt. Vor der Paarung geht es sehr lebhaft zu; denn gewöhnlich werben zwei oder mehrere Männchen um ein Weibchen. „Sie schwirren“, erzählt mein Vater, „hoch über den Bäumen weg und fliegen oft im Kreise herum. Hat eines das Fliegen satt, so setzt es sich auf einen dürren Ast und schnurrt jenem zum Possen. Dies bemerkt man deutlich daran, daß, sobald ein Männchen aufgehört hat, das andere anfängt. So währt das Spiel stundenlang fort. Erblickt ein Buntspecht während dieser Zeit das Weibchen, das sich immer in der Nähe aufhält, so verläßt er seinen Platz sogleich und fliegt ihm nach. Beide jagen sich dann herum und schreien sehr stark „käck käck käcke und „kick kick'. Hört das der andere Specht, so kommt auch er herbei, und dann wird das Geschrei noch ärger; beide verfolgen das Weibchen oder beißen einander. Dieses Spiel dauert bis 7, höchstens 8 Uhr morgens und wird so lange getrieben, bis ein Männchen den Sieg errungen und das andere vollkommen vertrieben hat.“ Das Gelege besteht aus 4—5, selten 6, kleinen, länglich gestalteten Eiern, die sehr zartschalig, feinkörnig und glänzendweiß von Farbe sind. Beide Gatten brüten abwechselnd, zeitigen die Eier in 14 —16 Tagen und füttern die anfangs höchst unbehilflichen, häßlichen, weil unförmlichen Jungen mit Aufopferung groß. Sie lieben ihre Brut ungemein, schreien ängstlich, wenn sie bedroht wird, und weichen nicht vom Neste. Auch nach dem Ausfliegen führen und füttern sie ihre Kinder lange Zeit, bis diese wirklich selbständig geworden und im stande sind, sich ohne jegliche Anleitung ihre Nahrung zu erwerben. Gefangene Buntspechte sind höchst unterhaltend. Es ist nicht schwer, sie an ein Ersatzfutter zu gewöhnen. Ich habe sie bei gewöhnlichem Drosselfutter monatelang erhalten. Sie vertragen sich sehr gut mit dem verschiedensten Kleingeflügel, das man zu ihnen bringt, nicht aber mit anderen ihrer Art. Denn ihre Unverträglichkeit, ihre Zank- und Raufsucht bekunden sich schon in frühester Jugend. „Geschwister“, so schreibt mir Liebe, „die tags zuvor aus der Nesthöhle genommen sind und noch nicht ordentlich fliegen können, fallen, wenn sie zugleich an den Kleidern ihres Pflegers hängen, schon mit solcher Wut übereinander her, daß man sie kaum schnell genug trennen kann, um schlimme Verwundungen, namentlich am Kopfe oder an der Zunge, zu verhüten. Abgesehen von dieser Zanksucht erfreuen sie jeden ihrer wohlwollenden Pfleger durch die Anmut und Rastlosigkeit ihrer Bewegung, durch ihre muntere, helle Stimme und ihr schmuckes Aussehen.“ Liebe hat mir seiner Zeit zu gunsten meines Buches „Gefangene Vögel“ eine so köstliche Schilderung des Gefangenlebens unseres Spechtes entworfen, daß ich mir nicht versagen kann, sie an dieser Stelle zu wiederholen. „Der Rotspecht ist ein prächtiger Geselle, der sich dem Menschen ebenso anschließt wie die höher stehenden Singvögel. Hatte doch mein Großvater einen frei lebenden allmählich bei Gelegenheit der Meisenfütterung so an sein Fenster gewöhnt, daß er herbeiflog, wenn es geöffnet wurde, um Nüsse und dergleichen, wenn auch nicht aus der Hand, so doch aus einem vorgehaltenen Löffel wegzunehmen. Seinen Herrn lernt der jung aufgezogene Buntspecht schnell kennen, ja, er erkennt ihn an seinem Tritte: mir ruft der, den ich gerade jetzt besitze, schon, wenn ich die Treppe zu meinem Zimmer emporsteige, ein wiederholtes, frohes „Kick' zu und kommt mir dann noch vor dem Eintritte entgegen, soweit dies der Käfig gestattet, indem er dabei seine prächtig gefärbten Teile an das Gitter drückt und, sobald ich näher trete, einen leisen, kichernden Ton vernehmen läßt. Groß ist die Freude, wenn ich ihm eine an der Spitze mit dem Messer etwas aufgeschnittene
Haselnuß bringe. Ich halte letztere mit den Fingern fest, und er meißelt sie, ohne irgend dem Finger wehe zu thun, mit wenigen Schlägen auf und verarbeitet den Kern zu Kleie. Komme ich ihm aber dabei mit meinem Gebisse zu Hilfe, so drückt er seine Dankbarkeit öfter dadurch aus, daß er auf dem Blechkasten unten im Käfige einige schnurrige Strophen abtrommelt. Sein Betragen dabei beweist, daß er mir damit besonders gefallen will. Überhaupt sind die Buntspechte kluge Tiere, deren glänzende Augen und deren ganzes Benehmen Überlegung und Neugierde, Mutwillen und Leckerhaftigkeit auf das bestimmteste ausdrücken. Ihr Wesen hat dabei etwas anziehend Drolliges. „Sie hüpfen zwar auch sehr ungeschickt, aber nicht bäuerisch plump wie die Sperlinge, sondern sie benehmen sich dabei wie zierliche, vornehme Mädchen, die in Holzschuhen gehen und deshalb verlegen bei ihrem ungeschickten Gange lachen müssen. Die eigentümlich zuckende, kurze Bewegung und das Gebaren, die Munterkeit, einmal Neugier und doch auch wieder scheue Vorsicht bekundende Bewegung des Kopfes stehen ihnen außerordentlich gut. Sogar wenn man sie vorsichtig im Schlafe stört, zeigen sie sich nicht unliebenswürdig, sondern klettern im Lampenschein herbei, um zu sehen, was es gibt. Sie müssen alles genau untersuchen und zwar zunächst mit der Zunge und dann mit immer stärker werdenden Schnabelhieben. Dies ist insofern eine willkommene Eigenschaft, als sie dadurch zur rechten Zeit noch auf ihre zuletzt schmerzhaft werdende Untersuchungsweise aufmerksam machen, wenn man dem Käfige mit dem Gesichte oder der Hand zu nahe kommt. Man hält nun beide in der rechten Entfernung und belustigt sich an der Art, wie sie mit der langen Zunge die Nasenspitze befühlen oder den Bart durchstöbern. In die Stube frei gelassen, machen sie sich durch ihre Neugierde in unbewachten Augenblicken freilich recht überflüssig; ihre Possen gewähren aber auch wieder viel Vergnügen. Sehr komisch sieht es aus, wenn sie ein aufgeschlagenes Buch erwischen, zuerst mit der Zunge einige Blätter vorsichtig umwenden und dann, als wenn der Inhalt nicht nach ihrem Geschmacke wäre, mit einigen Schnabelhieben das Buch auf die Seite schieben. Wie gescheit die Tiere trotz der ungeheuerlichen Gehirnerschütterung sind, geht aus folgender Beobachtung hervor. In den engen Windungen des Drahtes, mit welchem die groben Drähte des Netzes gehalten werden, bleiben sie zwar nicht häufig, aber doch bisweilen mit einer Zehe hängen. Sie flattern dann nicht ängstlich oder kopflos mit tollem Ungestüme, sondern sehen sich die betreffende Stelle ganz bedächtig an und ziehen mit Beihilfe des Schnabels die Klaue vorsichtig heraus. „Bei allen anziehenden Eigenschaften des Rotspechtes darf ich doch nicht verschweigen, daß er auch unangenehme haben kann. Läßt man ihn aus dem Käfige heraus, um seine Neugier und Beweglichkeit in ihrer ganzen Größe zu bewundern, so fliegt er einem oft genug an die Beine und klettert an diesen empor, ohne danach zu fragen, ob seine Fänge wehe thun, und wenn man mit ihm spielt, muß man immer vorsichtig sein, da er nicht weiß, wie sehr seine Schnabelhiebe schmerzen können. Wenn er letztere seinem Herrn zu teil werden läßt, so ist dies sicherlich nur Spielerei, etwa derart, wie solche zahme Raubvögel und zumal dann ausüben, wenn sie die Fingerglieder mit dem Schnabel beknabbern, aber durchaus nicht Zorn oder Arger; denn diese sind der Gemütsart meines Freundes fremd. Setzt sich ein anderer Vogel auf seinen Käfig, so äußert er nur Freude, daß er sich einmal mit einem anderen Gegenstande unterhalten kann, aber sicher nicht Neid oder Ärger. Er ist überhaupt sehr unterhaltungsbedürftig, sowenig er dies auf die erste Vermutung zu sein scheint, wenn man die frei lebenden einsam durch Wald und Garten streifen sieht. Er ist sichtlich dankbar, wenn man sich mit ihm unterhält, und er trägt sein Verlangen nach Unterhaltung seinem Pfleger auf das unzweideutigste zur Schau.“ Wie anhänglich Buntspechte werden können, mag aus nachstehender Mitteilung Girtanners hervorgehen, die von mir zwar ebenfalls bereits veröffentlicht wurde, aber zu
— Buntspecht. Mittelspecht. 62¹ bezeichnend für die Spechte ist, als daß ich sie hier weglassen könnte. „Einem meiner Pfleglinge, der durchaus selbständig geworden war und auch Würmer, Maden, Spinnen und dergleichen suchen gelernt hatte, wollte ich die Freiheit schenken, trug ihn tief in den Hochwald und ließ ihn fliegen. Sofort rutschte er vergnügt an einer Tanne empor und schien guter Dinge zu sein, sah sich aber beständig nach mir um. Als ich mich entfernen wollte, begann er zu locken, flog mir nach und hängte sich an mich. So oft und so weit wie möglich ich ihn auch fortwarf, immer wußte er mich wiederzufinden, und so blieb mir zuletzt nichts anderes übrig, als ihn wieder mit nach Hause zu nehmen. Ein anderer wurde so außerordentlich zahm, daß er nach Belieben aus- und einfliegen durfte und, weil er niemals ans Entfliehen dachte, auf den Bäumen der städtischen Spaziergänge öfter als zu Hause zu sehen war. Auf einen Pfiff von mir antwortete er stets, kam herbeigeflogen und erhielt sodann zur Belohnung Maikäferlarven. Wußte er, daß in der von mir geführten Blechbüchse solche noch vorrätig waren, so ließ er sich nicht vertreiben. In einem unweit meines Hauses gelegenen öffentlichen Garten verstand er mich auch aufzufinden, suchte mich zuletzt hier regelmäßig auf, erbettelte sich irgend welche Leckerei, Käfer, Nüsse, Früchte und dergleichen, flog damit zum nächsten Baume, klemmte sie in eine vorgerichtete Spalte, zerhackte sie hier und zehrte sie auf.“ Die Buntspechte werden vom Hühnerhabichte und Sperber zuweilen gefangen, entgehen diesen furchtbaren Feinden im Walde aber oft durch die Gewandtheit, mit welcher sie Bäume zu umkreisen oder sich in Schlupfwinkel zu bergen wissen. Ihre Brut wird von Wieseln und Eichhörnchen zerstört. Den letzteren sind sie, wie Naumann versichert, sehr abhold und verfolgen sie mit ängstlichem Geschrei, wenn sie in die Nähe ihres Nestes kommen. In Laubwaldungen der Ebene gesellt sich zum Buntspechte der etwas kleinere und schönere Mittelspecht, Halbrot-, Weißbuntspecht, Kleiner Schild-, Elster-, Hackeoder Agastspecht (Dendrocopus meéedius, Picus medius, cynaedus, quercorum, roseiventris und meridionalis, Pipripicus meédius, Abbildung S. 616), ein Vogel von 21 em Länge, 40 em Breite, 13 em Fittich-, 8 em Schwanzlänge und sehr ansprechender Färbung und Zeichnung. Stirn und Vorderkopf sind schwach rostweißlich, Scheitel und Hinterkopf scharlachrot, Nacken, Hinterhals und übrige Oberteile schwarz, Kopf- und Halsseiten, Schläfen und Unterseite bis zum Bauche weiß, auf der Brustmitte schwach rostgelb verwaschen, Bauch, After und untere Schwanzdecken licht scharlachrot, Bauch- und Schenkelseiten rosenrot und wie die Brustseiten mit schmalen, schwarzen Schaftstrichen gezeichnet. Unter dem Ohre steht ein schwarzer Längsflecken, der sich mit einem schmäleren Streifen verbindet und bis zur Brust herabzieht; die weißen Schulterflecken bilden ein großes Feld. Die schwarzen Handschwingen zeigen fünf, die Armschwingen drei breite weiße Querflecken, die Armdecken weiße Spitzen, und es entstehen dadurch am zusammengelegten Flügel sechs weiße Querbinden. Die äußeren beiden Schwanzfederpaare sind in der Endhälfte weiß, mit zwei dunklen Querbinden, die auf der Innenfahne der zweiten Steuerfeder bis auf eine sich verringern, gezeichnet. Das Auge ist rot, der Schnabel bläulich hornschwarz, der Fuß grauschwärzlich. Das Weibchen ähnelt dem Männchen, doch ist das Rot des Oberkopfes und Unterleibes heller und der Kopf wie die Brust deutlicher rostgelb verwaschen. Den jungen Vogel erkennt man an seinem verwaschen schmutzigroten Oberkopfe und den blaßroten Unterschwanzfedern. Der Mittelspecht gehört zu den wenigen Vögeln, welche die Grenzen unseres heimischen Erdteiles nur an einzelnen Stellen überschreiten. Sein Verbreitungsgebiet reicht nach Norden hin bis ins mittlere Schweden, nach Südosten hin bis Kleinasien, nach Osten bis Bessarabien, nach Süden bis Griechenland, Italien und Spanien, nach Westen hin bis zur