Brehms Tierleben, Band 2: Die Säugetiere II
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es auf Island ausschließlich Blaufüchse gebe; und ebenso wird wohl einmal Malmgrens Angabe berichtigt, daß auf Spitzbergen nur Weißfüchse vorkämen. Dieses Gebiet durchforschten im Sommer 1889 Kükenthal und A. Walter; leider hatten sie, wie Walter schreibt, nur wenig Gelegenheit, gerade in dieser Hinsicht Beobachtungen anzustellen: „Der spitzbergische Eisfuchs erschien in zwei Stücken, die wir im August sahen, blauschwärzlich. Zu Anfang Juni beobachteten wir einen in der Verfärbung, welche dahin ging, daß der sonst rein weiße Fuchs einen schwarzblauen Sattel über dem Kreuze trug. Leider erlegten wir diesen Fuchs nicht und konnten somit nicht ermitteln, ob ausschließlich Haarwechsel oder zugleich Haarverfärbung in Frage kam. Ich glaube gehört zu haben, daß auf Spitzbergen im Winter auch Blaufüchse gefangen sind, kann aber dafür nicht einstehen. Es spricht für diese Ansicht jedoch die Thatsache, daß, während wir Anfang Juni an der Südostspitze einen bis auf den Kreuzflecken noch ganz weißen Fuchs sahen und der Trachtwechsel nach allen Autoren auf Spitzbergen im Juni und Juli vor sich geht, wir im Mai hoch im Norden,
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Polarfuchs (Vulpes lagopus) im Sommerkleide. s natürl. Größe.
in der Magdalenabai, einen einfarbig blaugrauen antrafen.“ Von den in Ostgrönland angetroffenen Polarfüchsen berichten die Mitglieder der zweiten deutschen Nordpolarfahrt: „Der arktische Fuchs ist entweder (und zwar unabhängig von der Jahreszeit) meist bläulich oder grau“, mit der Anmerkung, daß diese Spielarten sich kreuzen, und an anderer Stelle: „Anfang November wurde auch der erste schwarze Fuchs eingebracht; er war in einer Falle gefangen, ein prachtvolles Tier mit schlauer Physiognomie.“ Unter dem „schwarzen Fuchse“ ist sicherlich bloß ein dunkler Blaufuchs zu verstehen.
Im Rauchwarenhandel unterscheidet man nach Lomer ganz scharf Blau- und Weißfüchse und von beiden wieder Winter- und Sommerfelle. Die des Blaufuchses stehen am höchsten im Preise; fie gelten: Winterfelle 100— 200 Mark, Sommerfelle 20— 40 Mark, während die entsprechenden von Weißfüchsen nur 15—25 Mark und 3—4 Mark wert find.
Wie Schon der Name besagt, bewohnt der Polarfuchs den hohen Norden sowohl der Alten als auch der Neuen Welt, die Inseln nicht seltener als das Festland. Es ist anzunehmen, daß er sich mit dem Treibeise über die ganze nördliche Erde verbreitet hat; wenigstens
sah man oft Polarfüchse auf solchen natürlichen Fähren im Meere schwimmen oder fand sie, als einzige Landsäugerart, auf Eilanden, welche weit von anderen entfernt find, in über: raschender Menge vor, konnte also nur annehmen, daß sie hier einmal eingewandert waren. Aus freiem Antriebe geht der Eisfuchs nicht leicht über den 60. Grad nördlicher Breite nach dem Süden hinab; ausnahmsweise kommt er nur in Sibirien in niedrigeren Breiten vor. An allen Orten, welche ihn beherbergen, ist er häufig, am häufigsten aber doch auf Inseln,
Polarfuchs (Vulpes lagopus), im Winterkleide. Vs natürl. Größe.
von denen er nicht jo leicht wieder auswandern kann. Daher kennen ihn alle hochnordischen Völker sehr wohl. Nur bei bevorstehendem Unwetter oder an Orten, an denen er sich nicht recht sicher fühlt, zieht er sich in Höhlen im Gefelse oder auch in selbstgegrabene Röhren zurück und wagt sich dann bloß des Nachts heraus, um auf Raub auszugehen; an allen Orten jedoch, wo er auch bei Tage nicht nötig hat, sich vor dem Menschen zu verbergen, nimmt er sich nicht die Mühe, selbst Gruben und Höhlen zu scharren, sondern lauert unter Steinen, Büschen und irgend welchen Verstecken auf Beute. Er ist kein Kostverächter und nimmt mit aller tierischen Nahrung vorlieb; am liebsten jagt er auf Mäuse; die Züge der Lemminge verfolgt er oft sehr weit und setzt ihnen auch über die Flüsse und Meere nach. Aus der Klasse der Vögel raubt er Schneehühner, Regenpfeifer, Strand- und Seevögel und wird namentlich den Bruten überaus verderblich. Außerdem beansprucht er alles, was das Meer von Tieren auswirft, diese mögen einer Klasse angehören, welcher sie wollen. Im Notfalle frißt er selbst tierischen Auswurf und dergleichen, oder er dringt in das Innere der Häuser ein und stiehlt
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hier weg, was sich forttragen läßt, selbst ganz unnütze Dinge. Wenn er viel Nahrung hat, vergräbt er einen Teil und sucht ihn zu gelegener Zeit wieder auf; so verfährt er auch, wenn er fürchtet, von dem Menschen gestört zu werden. Diese Vorratskammern scharrt er, nachdem sie gefüllt sind, wieder zu und ebnet sie mittels der Schnauze so glatt, daß sie kaum auffallen.
Auf Spitzbergen lebt er, laut Newton, in großer Anzahl. „Wir sahen ihn“, sagt genannter Beobachter, „nicht allein wiederholt in der Nachbarschaft der Klippen, auf denen Alken brüten, sondern vernahmen auch fortwährend sein kläffendes Bellen. Er ist in der That der gefährlichste Feind aller Vögel der Eilande, und die Furcht vor ihm scheint von wesentlichem Einfluß auf die Anlage der Brutplätze zu sein. Was sich ihm zur Beute bietet, wenn die Seevögel Spitzbergen verlassen haben und nur das Schneehuhn zurückbleibt, dünkt mich eine der am schwierigsten zu beantwortenden Fragen zu sein. Die größere Anzahl von Eisfüchsen soll im Lande verbleiben und im Winter ebenso rege sein wie im Sommer; es gibt auf Spitzbergen aber keine Beeren, welche ihm das Leben fristen könnten, und an offenes Wasser kann er auch nicht gelangen. So bleibt nur übrig, anzunehmen, daß er sich Vorräte anlegt. Möglicherweise diente eine große Menge von Muscheln, welche ich auf der Moräne eines Gletschers im Sicherheitshafen fand, zu solchem Zwecke.“
Über unser Tier in Ostgrönland berichten Copeland und Payer: „Der Polarfuchs hat mit seltenen Ausnahmen wenig von jener Arglist, welche man unserem Reineke nachrühmt; wenigstens sind uns außer einigen wenigen Fällen dieser Art nur Züge völliger Harmlosigkeit erinnerlich.... Den jungen Enten, für welche der Fuchs eine große Schwäche besitzt, ist er ein arger Feind. Er lebt von allem, dessen er habhaft werden kann, im Winter auch von Schaltieren und anderen Meeresprodukten, welche ihm durch die Flut am auf: gebrochenen Strandeise zugänglich werden. Während des Sommers scheinen Lemminge seine Hauptnahrung zu sein. Der europäische Fuchs verabscheut die Nähe des Menschen, der grönländische dagegen sucht harmlos und ohne Mißtrauen seine Gesellschaft, denn überall hofft er von ihm zu gewinnen. Er ist der erste, welcher demselben nach stattgehabtem Jagdglücke seine Bewunderung ausdrückt und sich beeilt, von der Beute mitzugenießen, sowie einen Renntierschinken nachts vom Schlitten zu zerren und fortzuschleppen. Er begleitet ihn auf Jagd und Schlittenreisen in ehrerbietiger Entfernung und benutzt dessen Schlaf zur Eröffnung, Musterung und Plünderung der mitgeführten Vorratssäcke. Ein eingeeistes Schiff betrachtet ermit Wohlgefallen, denn es gibt da immer Abfälle, welche ihm zu gute kommen, und Dinge, welche sich leicht wegschleppen lassen. Ja, er gewöhnt sich so sehr an die Rolle des Schmarotzers, daß es oft schwer wird, sich seiner Unverschämtheit zu erwehren. Tritt man aus dem Zelte, um sein seit Stunden gehörtes Nagen oder, wenn er in Gesellschaft mehrerer ist, sein neidisches Knurren oder sein Zerren an den Leinen zu beenden, so schleicht er nicht etwa demütig von dannen, sondern sieht seinen Wohlthäter frech an, bellt, wenn man schießt, und entfernt sich nur unwillig und zögernd. In anderen Fällen kommen Füchse neugierig herangetrabt, ohne sich selbst durch Schüsse abschrecken zu lassen, und das Auffinden einer Speckrinde verlockt fie, einer Schlittenspur meilenweit zu folgen. Das Benehmen von Fuchs, Bär ꝛc. wird selbstverständlich sehr davon beeinflußt, ob sie sich unterm Winde befinden oder nicht. Steht man still und wittern sie einen nicht, so verfolgen sie ihre Pläne und Absichten ganz unverfroren.“
Man trifft den Polarfuchs häufig in Gesellschaften; gleichwohl herrscht keine große Eintracht unter diesen: es finden vielmehr blutige Kämpfe statt, welche für den Zuschauer sehr viel Ergötzliches haben. Einer faßt dabei den anderen, wirft ihn zur Erde, tritt mit den Füßen auf ihm herum und hält ihn so lange fest, bis er ihn hinreichend gebissen zu haben glaubt. Dabei schreien die Kämpen wie die Katzen, während sie, wenn sie ungeduldig werden, mit heller Stimme heulen.
Die geistigen Fähigkeiten des Tieres sind keineswegs gering; demungeachtet zeigen sich gerade bei der Beobachtung des Wesens die sonderbarsten Widersprüche, und man gerät oft in Zweifel, wie man diese oder jene Handlung zu beurteilen habe. List, Verschlagenheit, Kunstfertigkeit, kurz, Verstand zeigten alle, welche beobachtet wurden; dabei aber bemerkte man eine Dummdreistigkeit wie bei kaum einem anderen Tiere. Hiervon habe ich mich selbst überzeugen können. Wir begegneten abends einem dieser Füchse auf dem Doverfjeld in Norwegen und schossen mit der Büchse siebenmal nach ihm, ohne ihn zu treffen. Anstatt nun die Flucht zu ergreifen, folgte uns dieser Fuchs noch wohl 20 Minuten lang, wie ein gutgezogener Hund seinem Herrn, und erst da, wo das felsige Gebiet endete, hielt er es für geraten, umzukehren. Er ließ sich durch gutgezielte Steinwürfe ebensowenig vertreiben, als er sich von den hart vorüberpfeifenden Kugeln hatte in die Flucht schlagen lassen. Mein Jäger erzählte mir, daß er das Tier mehrmals mit den Händen gefangen hätte, weil es ohne Umstände auf ihn zugekommen und sich neugierig fragend vor ihm hingesetzt habe. Einmal fraßen ihm Eisfüchse sogar die Renntierdecke an, unter welche er sich gelegt hatte. Seine einsam im Gebirge stehende Hütte wurde des Winters regelmäßig von ihnen geplündert, und er mußte förmliche Vorsichtsmaßregeln ergreifen, um diese zudringlichen Tiere loszuwerden. Ich erwähne diese Thatsachen nur flüchtig, hauptsächlich aus dem Grunde, um zu beweisen, daß der Polarfuchs sich überall gleichbleibt.
Die ausführlichste und zugleich anziehendste Schilderung dieses Tieres hat schon im vorigen Jahrhundert Steller gegeben: „Von vierfüßigen Landtieren gibt es auf Beringeiland nur die Stein- oder Eisfüchse, welche ohne Zweifel mit dem Treibeise dahingebracht worden und, durch den Seeauswurf genährt, sich unbeschreiblich vermehrt haben. Ich habe die Natur dieser an Frechheit, Verschlagenheit und Schalkhaftigkeit den gemeinen Fuchs weit übertreffenden Tiere nur mehr als zu genau während unseres unglückseligen Aufenthaltes auf diesem Eilande kennen zu lernen Gelegenheit gehabt. Die Geschichte der unzähligen Possen, die sie uns gespielt, kann wohl der Affenhistorie des Albertus Julius auf der Insel Sarenburg die Wage halten. Sie drängten sich in unsere Wohnungen sowohl bei Tage als bei Nacht ein und stahlen alles, was sie nur fortbringen konnten, auch Dinge, die ihnen gar nichts nutzten, als Messer, Stöcke, Säcke, Schuhe, Strümpfe, Mützen ꝛc. Sie wußten so unbegreiflich künstlich eine Last von etlichen Pud von unseren Vorratsfässern herabzuwälzen und das Fleisch daraus zu stehlen, daß wir es anfangs kaum ihnen zuschreiben konnten. Wenn wir einem Tiere das Fell abzogen, fo geschah es oft, daß wir 2—3 Stück Füchse dabei mit Messern erstachen, weil sie uns das Fleisch aus den Händen reißen wollten. Vergruben wir etwas noch so gut und beschwerten es mit Steinen, so fanden sie es nicht allein, sondern schoben, wie Menschen, mit den Schultern die Steine weg und halfen, unter denselben liegend, einer dem anderen aus allen Kräften. Verwahrten wir etwas auf einer Säule in der Luft, fo untergruben fie dieselbe, daß fie umfallen mußte, oder einer von ihnen kletterte wie ein Affe oder eine Katze hinauf und warf das darauf Verwahrte mit unglaublicher Geschicklichkeit und List herunter. Sie beobachteten all unser Thun und begleiteten uns, wir mochten vornehmen, was wir wollten. Warf die See ein Tier aus, so verzehrten sie es, ehe noch ein Mensch dazu kam, zu unserem größten Nachteile; und konnten sie nicht alles gleich auffressen, so schleppten sie es stückweise auf die Berge, vergruben es vor uns unter Steinen und liefen ab und zu, solange noch was zu schleppen war. Dabei standen andere auf Posten und beobachteten der Menschen Ankunft. Sahen sie von fern jemand kommen, so vereinigte sich der ganze Haufe und grub gemeinschaftlich in den Sand, bis sie einen Seeotter oder Seebären so schön unter der Erde hatten, daß man keine Spur davon erkennen konnte. Zur Nachtzeit, wenn wir auf dem Felde schliefen, zogen sie uns die Schlafmützen und Handschuhe von und unter den Köpfen und die Biberdecken und Häute 13*
unter dem Leibe weg. Wenn wir uns auf die frisch geschlagenen Biber (Seeotter) legten, damit sie nicht von ihnen gestohlen würden, so fraßen sie unter dem Menschen ihnen das Fleisch und Eingeweide aus dem Leibe. Wir schliefen daher allezeit mit Knütteln in den Händen, damit wir sie, wenn sie uns weckten, damit abtreiben und schlagen konnten. „Wo wir uns auf dem Wege niedersetzten, da warteten sie auf uns und trieben in unserer Gegenwart hunderterlei Possen, wurden immer frecher, und wenn wir still saßen, kamen sie so nahe, daß sie die Riemen von unseren neumodischen, selbstverfertigten Schuhen, ja die Schuhe selbst auffraßen. Legten wir uns, als ob wir schliefen, so berochen sie uns bei der Nase, ob wir tot oder lebendig seien; hielt man den Atem an sich, so zupften sie wohl gar an der Nase und wollten schon anbeißen. Bei unserer ersten Ankunft fraßen sie unseren Toten, während Gruben für sie gemacht wurden, die Nase, Finger und Zehen ab, machten sich auch wohl gar über die Schwachen und Kranken her, daß man fie kaum abhalten konnte. Einen Matrosen, der in der Nacht auf den Knieen hockend zur Thür der Hütte hinausharnen wollte, haschte ein Fuchs an dem entblößten Teile und wollte seines Schreiens ungeachtet nicht bald loslassen. Niemand konnte, ohne einen Stock in der Hand, seine Notdurft verrichten, und den Kot fraßen sie gleich so begierig wie die Schweine oder hungerigen Hunde weg. Jeden Morgen sah man diese unverschämten Tiere unter den am Strande liegenden Seelöwen und Seebären herumlaufen und die schlafenden beriechen, ob nichts Totes darunter sei: fanden sie solches, so ging es gleich an ein Zerfleischen, und man sah sie alle mit Schleppen bemüht. Weil auch besonders die Seelöwen des Nachts im Schlafe ihre Jungen erdrücken, so untersuchten sie, dieses Umstandes gleichsam bewußt, alle Morgen ihre Herden Stück für Stück und schleppten die toten Jungen wie Schinder davon. „Weil sie uns nun weder Tag noch Nacht ruhen ließen, so wurden wir in der That dergestalt auf fie erbittert, daß wir jung und alt totschlugen, ihnen alles Herzeleid an: thaten und, wo wir nur konnten, sie auf die grausamste Art marterten. Wenn wir des Morgens vom Schlafe erwachten, lagen immer 2 oder 3 Erschlagene vor unseren Füßen, und ich kann wohl während meines Aufenthaltes auf der Insel auf mich allein über 200 ermordete Tiere rechnen. Den dritten Tag nach meiner Ankunft erschlug ich binnen 3 Stunden mit einem Beile über 70, aus deren Fellen das Dach über unserer Hütte verfertigt ward. Aufs Fressen sind sie so begierig, daß man ihnen mit der einen Hand ein Stück Fleisch vorhalten und mit der anderen die Axt oder den Stock führen konnte, um sie zu erschlagen. Wir legten einen Seehund hin, standen mit einem Stocke nur zwei Schritt davon und machten die Augen zu, als ob wir sie nicht sähen: bald kamen sie angestiegen, fingen an zu fressen und wurden erschlagen, ohne daß sich daran die anderen hätten spiegeln und entlaufen sollen. Wir gruben ein Loch oder Grab und warfen Fleisch oder ihre toten Kameraden hinein; ehe man sich's versah, war die ganze Grube voll, da wir denn mit Knütteln alles erschlugen. Obgleich wir ihre schönen Felle, deren es hier wohl über ein Dritteil der bläulichen Art gibt, nicht achteten, auch nicht einmal abzogen, lagen wir doch beständig gegen sie als unsere geschworenen Feinde zu Felde. Alle Morgen schleppten wir unsere lebendig gefangenen Diebe bei den Schwänzen zur Hinrichtung oder Bestrafung vor die Kaserne auf den Richtplatz. Das allerlächerlichste ist, wenn man sie erst beim Schwanze festhält, daß sie aus allen Kräften ziehen, und dann den Schwanz abhaut; da fahren sie einige Schritte voraus und drehen sich, wenn sie den Schwanz missen, über zwanzigmal im Kreise herum. Dennoch ließen sie sich nicht warnen und von unseren Hütten abhalten, und zuletzt sah man unzählige ohne Schwanz oder mit 2 oder 3 Beinen auf der Insel herumlaufen. Wenn diese geschäftigen Tiere einer Sache nichts anhaben können, wie z. B. Kleidern, die wir zuweilen ablegten, so losten und harnten sie darauf, und dann geht selten einer vorbei, der dies nicht thun sollte. Aus allem ersah man, daß sie hier nie einen Menschen