Brehms Tierleben, Band 2: Die Säugetiere II
Der Amerikaner Harlan entdeckte im Jahre 1824 unweit Mendoza im westlichen Argentinien, und zwar zum größten Erstaunen der Landeseinwohner, welche von dessen
Dasein kaum Kunde hatten, ein höchst merkwürdiges Mitglied der Familie, die Gürtelmaus (Chlamydophorus truncatus). Lange Zeit kannte man bloß zwei Stück, welche in den Sammlungen von Philadelphia und London aufbewahrt wurden, glücklicherweise aber aufs genaueste untersucht werden konnten. Später erhielt man andere, und somit konnte der innere Leibesbau und die äußere Beschreibung des Tieres vollständig gegeben werden. Die Gürtelmaus wird mit Recht als Vertreterin einer eigenen Gattung angesehen, unterscheidet sich jedoch von den übrigen aufgeführten Gürteltieren mehr durch den Panzer als den inneren Leibesbau.
Fitzinger gibt nach eigenen Untersuchungen folgende, im Auszuge angeführte Beschreibung von dem noch in allen Sammlungen seltenen Tiere: „Das chilenische Mantelgürteltier oder, wie es einige Naturforscher auch nennen, der Schildwurf oder die Gürtelmaus zeigt eine der abweichendsten Gestalten und gehört rücksichtlich der höchst eigentümlichen Bildung seines den Körper deckenden, fast lederartigen Hornpanzers zu den merkwürdigsten Schöpfungen der ganzen Tierwelt. Dieses sonderbare Wesen ist gegen die anderen Gürteltiere und im Verhältnisse selbst zu den kleinsten bis jetzt bekannten Arten von wahrhaft zwerghafter Gestalt, während es anderseits sowohl in Bezug auf seine Form als noch mehr auf seine Lebensweise lebhaft an die Maulwürfe erinnert. Sein Kopf, welcher ganz und gar zum Wühlen geschaffen zu sein scheint, ist kurz, in der hinteren Hälfte breit, in der vorderen aber zugespitzt und endigt in eine ziemlich kurze, abgestumpfte Schnauze, mit knorpeliger, fast schweinähnlicher Nasenkuppe, an deren vorderem und unterem Rande die nach abwärts gerichteten kleinen, rundlichen Nasenlöcher liegen, die an ihrem Innenrande mit sehr kurzen, steifen Härchen besetzt sind und durch einen daselbst hervortretenden kleinen Höcker beinahe vollständig geschlossen werden können. Die Augen sind klein und liegen unter den über sie herabhängenden Haaren verborgen. Die nahe hinter den Augen stehenden Ohren haben keine äußere Ohrmuschel, der enge Gehörgang ist bloß von einem erhöhten Hautrande
; umgeben und wird gleichfalls durch das Haar völlig überdeckt. Die Mundspalte ist klein,. reicht bei weitem nicht bis unter die Augen, und wird von harten, rauhen und aufgetrie⸗ 1.4 benen Lippen umschlossen; die ziemlich lange, fleischige Zunge hat kegelförmige Gestalt und 2“ trägt auf ihrer Oberfläche kleine Wärzchen. Der Zahnbau ist einfach. Vorder- und Eckzähne fehlen gänzlich, und die Backenzähne, von denen sich jederzeit sowohl im Ober- als Unterkiefer acht vorfinden, sind von einer Schmelzschicht umgeben, ohne Wurzeln und in der, untern Hälfte hohl, haben eine walzenförmige Gestalt und erscheinen, mit Ausnahme der beiden vordersten in jedem Kiefer, welche etwas spitzig sind, auf der Kaufläche abgeflacht. Sie nehmen von vorn nach rückwärts bis zum vierten Zahne an Größe allmählich zu, werden von diesem an bis zum letzten aber wieder kleiner. „Der Hals ist kurz und dick, der Leib langgestreckt, hinten am breitesten, an den Schultern schmäler und in der Mitte längs der Seiten etwas eingezogen. Die ganze vordere
Gürtelmaus (Chlamydophorus truncatus). ½ natürl. Größe.
Hälfte des Körpers ist weit kräftiger als die hintere gebaut. Die Beine sind kurz, die vorderen Gliedmaßen sehr stark, plump und beinahe maulwurfartig gebildet, die hinteren da- 5 gegen weit schwächer als die vorderen, mit langem und schmalem Fuße. Beide find fünfzehig, die nur unvollkommen beweglichen Zehen an den Vorderfüßen bis zur Krallenwurzel 3 miteinander verbunden, an den Hinterfüßen aber frei. An den Vorderfüßen ist die zweite f Zehe am längsten, die Außenzehe am kürzesten und an ihrer Wurzel mit einer hornigen Scharrplatte versehen. An den Hinterfüßen dagegen ist die dritte Zehe am längsten, während die Außenzehe wie an den Vorderfüßen die kürzeste ist. Alle Zehen tragen stumpfspitzige Krallen, von denen die sehr großen und starken der Vorderfüße mächtige Scharrwerkzeuge bilden. Sie sind durchgehends lang, stark zusammengedrückt, schwach gekrümmt und am äußeren Rande scharf, nehmen von der zweiten bis zur Außenzehe an Breite allmählich zu, so daß diese am breitesten erscheint, sowie sie auch am Außenrande scharfschneidig und beinahe schaufelförmig ist. Die Krallen der Hinterfüße dagegen sind bedeutend kleiner, fast gerade und abgeflacht. Der Schwanz, welcher am unteren Rande des den Hinterteil des Körpers deckenden Panzers zwischen einer Auskerbung angeheftet ist, macht plötzlich eine Krümmung nach abwärts und schlägt sich längs des Unterleibes zwischen den
Hinterbeinen zurück, so daß er völlig am Bauche aufliegt. Er ist kurz, vollkommen steif und fast ohne alle Bewegung, an der Wurzel dicker, dann allmählich verschmälert und zusammengedrückt und gegen das Ende plötzlich in eine längliche, plattgedrückte Scheibe erweitert, welche an ihren Rändern eingekerbt ist und beinahe spatelförmig erscheint. „Die ganze Oberseite des Körpers wird von einem fast lederartigen, hornigen Schildpanzer bedeckt, welcher ziemlich dick und weniger biegsam als Sohlenleder ist, auf dem Kopfe nahe an der Schnauzenspitze beginnt, über den ganzen Rücken bis auf den Hinterteil sich erstreckt und daselbst senkrecht abfällt, wodurch das Tier wie abgestutzt und gleichsam wie verstümmelt erscheint. Dieser Panzer, welchen meist regelmäßige Querreihen oder Gürtel von größtenteils rechteckigen, zum Teile aber auch rautenförmigen und selbst unregelmäßigen, höckerartigen Schilden zusammensetzen, ist keineswegs so wie bei den Gürteltieren allenthalben fest mit der Körperhaut verbunden, sondern liegt größtenteils nur lose auf, indem er bloß längs seiner Mitte an den Dornfortsätzen der Wirbelsäule mittels einer Haut befestigt und auch am Scheitel nur mittels zweier Schilde an den beiden halbkugeligen Vorragungen des Stirnbeines angeheftet ist, daher er auch an den Seiten des Körpers klafft und aufgehoben werden kann. Dagegen ist er am Vorderteile des Kopfes fest mit den Knochen verbunden und ebenso am Hinterteile des Körpers, wo er eine abgestutzte Fläche bildet. Der nicht bewegliche Teil des Kopfpanzers enthält nur 5 Querreihen von Schildchen, deren Zahl in den beiden vordersten Reihen 4, in den drei hinteren 5 beträgt. Der Rückenpanzer dagegen, dessen vorderste Gürtel das Hinterhaupt decken und es äußerlich nicht unterscheiden lassen, ist aus 24 meist regelmäßigen Querreihen zusammengesetzt, von denen die beiden dem Kopfe zunächst liegenden Reihen aus 7—8 unregelmäßigen, höckerartigen Schildchen verschiedener Größe bestehen, während die übrigen Reihen durchaus regelmäßige, rechteckige Schildchen enthalten, deren Anzahl von 15 oder 17 bis 24 steigt und in den drei hintersten Reihen bis auf 22 herabfällt. Alle diese Querreihen oder Gürtel sind durch eine Haut voneinander geschieden, welche unter und über den einzelnen Schildreihen so angewachsen und zurückgeschlagen ist, daß der Vorderrand jeder Reihe unter dem Hinterrande der vorangehenden liegt. Obgleich die Zwischenräume, welche hierdurch entstehen, nicht besonders groß sind, so gestatten sie doch den einzelnen Gürteln einen ziemlichen Grad von Beweglichkeit, welche sogar auf die Fähigkeit des Tieres schließen läßt, seinen Leib kugelförmig zusammenrollen zu können. Der vollkommen unbewegliche, mit dem Schwanze bloß durch eine Haut verbundene Panzer des Hinterteiles endlich, welcher in einem rechten Winkel von dem Körper abfällt und völlig flach ist, besteht aus 5—6 halbkreisförmig gestellten Reihen von Schild: chen, teils rechteckiger, teils rautenförmiger Gestalt, und zeigt an seinem untern Rande einen Ausschnitt, zwischen welchem der Schwanz an den Körper angeheftet ist. Die erste oder oberste dieser Reihen enthält 20, die letzte aber nur 6 Schildchen. Der ganze Schildpanzer ist auf seiner Oberseite sowohl als auch an seiner freien Unterseite unbehaart und völlig glatt; nur an den unteren Rändern befinden sich zahlreiche und ziemlich lange, seidenartige Haare. Dagegen ist die Haut des Tieres allenthalben und selbst unterhalb des Panzers, mit alleiniger Ausnahme des Schwanzes, der Sohlen, der Schnauzenspitze und des Kinnes, welche vollkommen nackt sind, ziemlich dicht von langen, feinen und weichen, fast seidenartigen Haaren bedeckt, welche viel länger als bei den Maulwürfen, aber keineswegs so dicht wie bei diesen stehen. Am längsten sind die Haare an den Seiten und den Beinen, am kürzesten und spärlichsten auf der Oberseite der Füße, wo sie zwischen einigen hornartigen, warzenförmigen Erhabenheiten hervortreten. Der Schwanz wird von einer lederartigen Haut umhüllt, welche auf der Oberseite ziemlich glatt ist und 14— 16 fast schildähnliche Querwülste zeigt, während er auf der Unterseite mit zahlreichen, warzenartigen Erhebungen besetzt ist. Die beiden Zitzen liegen auf der Brust. Die Farbe des Panzers wie der Haare
ist schmutzig gelblichweiß, auf der Unterseite des Körpers etwas heller. Die Augen sind schwarz. Die Länge des Körpers beträgt 13 em, die des Schwanzes 3,5 em, die Höhe am Widerriste 5 cm.” 5 In den Werken über Tierkunde findet sich über die Lebensweise des Schildwurfes bloß folgendes: Das Tier lebt in sandigen Ebenen und gräbt sich, ganz wie unser europäischer Maulwurf, lange Gänge unter dem Boden, vermeidet es sorgsam, diesen Palast unter der Erde zu verlassen und kommt wahrscheinlich bloß durch Zufall an die Oberfläche herauf. Es soll mit der größten Schnelligkeit den Boden durchwühlen oder wie der Maulwurf geradezu durchlaufen, auf der Oberfläche der Erde dagegen sich langsam und ungeschickt bewegen. Höchst wahrscheinlich jagt es Kerfen und Würmern nach, vielleicht nimmt es auch mitzar-ten Wurzeln vorlieb. Über die Fortpflanzung weiß man nur so viel, daß die Vermehrung gering ist. Die Eingeborenen behaupten, das Weibchen trage seine Jungen versteckt unter der Gürteldecke. E Man sieht, wie dürftig diese Mitteilungen und wie viele von ihnen bloße Vermutungen sind. Um so angenehmer war es mir, von Göring noch einiges zu erfahren. „Der Schildwurf“, so berichtet er mir, „lebt nicht bloß in der Provinz Mendoza, sondern auch in San Luis, und zwar nach den Versicherungen eines alten glaubwürdigen Landwirtes in weit größerer Anzahl als in Mendoza, obwohl er hier bekannter ist, jedenfalls weil die Naturforscher öfter nach ihm gefragt haben. Die Spanier nennen ihn Bicho ciego, weil sie glauben, daß er ganz blind wäre; einzelne aber geben ihm den Namen Juan calado (Hans mit Spitzenbesatz). Unter ersterem Namen kennt ihn jeder Mendozino, welcher sich einigermaßen um die Tiere seiner Heimat bekümmert. Das Tierchen bewohnt sandige, trockene, steinige Gegenden, hauptsächlich solche, welche mit dornigem Gestrüppe und Kaktus bewachsen sind. Den Tag über hält es sich stets im Inneren der Erde versteckt; nachts aber erscheint es auch auf der Oberfläche, und namentlich bei Mondschein läuft es außen umher, am liebsten unter Gebüschen. Nach allen sicheren Angaben verweilt es niemals lange vor seinem Baue und entfernt sich auch immer nur auf wenige Schritte von der Mündung der Höhle. Die Fährte, welche es zurückläßt, ist jo eigentümlich, daß man unsern ‚Spißenhan®‘ augenblicklich daran erkennen kann. Der Gang ist nämlich nur ein Fortschieben der Beine; das Tier vermag es nicht, die schwerbewaffneten Füße hoch genug zu erheben, und schleift sie bloß auf dem Boden dahin. So bilden sich zwei nebeneinander fortlaufende Streifen im Sande, welche sich noch besonders dadurch auszeichnen, daß fie sich immer in den mannigfaltigst verschlungenen Windungen dahinziehen. Die Mündungen des Baues sind auch noch an Einem kenntlich: Der Schildwurf schleudert beim Herausgehen, wahrscheinlich mit den nach außen gedrehten Vorderpfoten, wohl nach Art des Maulwurfes, die Erde weg, welche ihn hindert, und diese fällt in zwei kleinen Häufchen zu beiden Seiten hin, so daß in der Mitte gewissermaßen ein Gang bleibt. Kein anderer Höhlenbauer Südamerikas verfährt in dieser Weise.“ Über die Fortpflanzung weiß man, wie gesagt, fast nichts. Man fängt das Tier immer nur zufällig, vorzugsweise beim Auswerfen der Bewässerungsgräben, welche man da zieht, wo man Felder anlegen will. Einige Male ist es auch beim Fange anderer Gürteltiere mit gefunden worden. In der letzteren Zeit hat man, der häufigen Nachfragen wegen, sich etwas mehr Mühe gegeben, Schildwürfe zu erlangen; doch muß dies sehr schwer sein, da Göring, welcher sich 7 Monate dort aufhielt, trotz aller Anstrengungen und der lockendsten Versprechungen nicht ein einziges Stück lebend oder frisch getötet erhalten konnte. Noch heutigestags bildet der Bicho ciego einen Gegenstand der Bewunderung der Eingeborenen. Man läßt jeden gefangenen so lange leben, wie er leben kann, und bewahrt ihn dann als große Merkwürdigkeit auf, so gut es eben gehen will, wie es überhaupt den Südamerikanern
eigen ist, Tiere, welche ihnen merkwürdig vorkommen, in der Gefangenschaft zu halten, ohne daß sie jedoch daran dächten, sie auch zu pflegen. Da die Leute das Abbalgen und Ausstopfen nicht verstehen, findet man Schildwürfe als Mumien in ihren Händen, und eine solche Mumie erhielt auch Göring, eine andere Burmeister während seines Aufenthaltes in Mendoza.
Die Schuppentiere (Manididae) bilden trotz der Ahnlichkeit in Körperform und Lebensweise eine von den Ameisenbären wohl unterschiedene Familie. Der Leib aller hierher gehörigen Tiere ist auf der Oberseite mit großen, plattenartigen Hornschuppen bedeckt, welche dachziegelartig oder besser wie die Schuppen eines Tannenzapfens übereinander liegen. Diese Bedeckung, das hauptsächlichste Kennzeichen der Familie, ist einzig in ihrer Art; denn die Schilde der Gürteltiere und Gürtelmäuse erinnern nur entfernt an jene eigentümlichen Horngebilde, welche ihrer Form nach eher mit den Schuppen eines Fisches oder eines Kriechtieres verglichen werden mögen als mit irgend einem anderen Erzeugnis der Haut eines Säugetieres. Zur genaueren Kennzeichnung der Schuppentiere mag folgendes dienen. Der Leib ist gestreckt, der Schwanz lang, der Kopf klein, die Schnauze kegelförmig zugespitzt, Vorderund Hinterbeine sind kurz, ihre Füße fünfzehig und mit sehr starken Grabkrallen bewehrt. Nur an der Kehle, der Unterseite des Leibes und an der Innenseite der Beine fehlen die Schuppen, während der ganze übrige Teil des Leibes in den Harnisch eingehüllt wird. Alle Schuppen, welche mit der einen Spitze in der Körperhaut haften, sind von rautenförmiger Gestalt, an den Rändern sehr scharf und dabei ungemein hart und fest. Diese Anordnung ermöglicht eine ziemlich große Beweglichkeit nach allen Seiten hin; die einzelnen Schuppen können sich ebensowohl seitlich hin- und herschieben, wie der Länge nach aufrichten und niederlegen. Zwischen den einzelnen Schuppen und an den freien Stellen des Körpers stehen dünne Haare, welche sich jedoch zuweilen am Bauche gänzlich abreiben. Die Schnauze ist schuppenlos, aber mit einer festen, hornartigen Haut überdeckt. Der Kiefer ist vollkommen zahnlos. 14— 19 Wirbel tragen Rippen, 5 find rippenlos, 3 bilden das Kreuz und 24 46 den Schwanz; die Rippen find breit, und ihre Knorpel verknöchern im Alter fast vollständig; das Brustbein ist breit. Die Backenknochen sind sehr stark, die Handknochen besonders kräftig. Ein eigener breiter Muskel, welcher wie bei dem Igel unter der Haut liegt und sich zu beiden Seiten der Wirbelsäule hinabzieht, vermittelt die Zusammenrollung oder Kugelung des Körpers. Die Zunge ist ziemlich lang und ausstreckbar; außerordentlich große Speicheldrüsen welche fast bis zum Brustbeine herabreichen, liefern ihr den nötigen Schleim zur Anleimung der Nahrung, die aus Kerbtieren, vorzugsweise wohl aus Ameisen und Termiten besteht. Ein großer Teil Afrikas und ganz Südasien sowie einige anliegende Inseln sind die Heimat dieser sonderbaren Tiere; Steppen und Waldgegenden in Gebirgen wie in Ebenen bilden ihre Aufenthaltsorte. Wahrscheinlich wohnen alle in selbstgegrabenen Höhlen, einsam und ungesellig wie ihre Verwandten, bei Tage verborgen, bei Nacht umherschweifend. In Kordofan fand ich die Baue des Abu-Khirfa der Araber in großer Anzahl; doch nur einmal gelang es uns, ein Schuppentier zu erhalten. Bei weitem die meisten Höhlen waren unbewohnt, woraus hervorgehen dürfte, daß auch die Schuppentiere wie die Ameisenfresser oder Gürteltiere mit Anbruch des Tages sich eine neue Höhle graben, wenn es ihnen zu weit und unbequem ist, in die alte zurückzukehren. Wie man an gefangenen beobachtete, schlafen sie bei Tage in zusammengerollter Stellung, den Kopf unter dem Schwanze verborgen. Mit Anbruch der Dämmerung erwachen sie und streifen nun nach Nahrung umher.