Brehms Tierleben, Band 2: Die Säugetiere II
Ziemlich bedeutende Größe, kurzer, dicker Leib mit kräftigem Hinterteil, kurzer, dicker Hals und ziemlich langer und breiter Kopf mit gestreckter, stumpf zugespitzter Schnauze, mittelgroßen, breiten, fast nackten Ohren und ziemlich großen Augen sowie gespaltener Oberlippe, starke Beine, Hinterfüße mit 5 und Vorderfüße mit 4 Zehen, welche sämtlich mit langen, stark gekrümmten, zugespitzten, scharfen Krallen bewehrt sind, nebst einer Daumenwarze, die nur einen Plattnagel trägt, mittellanger, beschuppter und spärlich mit Haaren besetzter Schwanz, reichliche, schlichte, ziemlich grobe, rauhe und glänzende Behaarung endlich sind die äußerlichen Kennzeichen der Ferkelratten (Capromys). Die Backenzähne find wurzellos, die oberen zeigen außen eine, innen zwei tiefe Schmelzfalten. 2 * *
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Hutia-Conga (Capromys pilorides). ½ natürl. Größe.
Eine und zwar die für uns wichtigste Art, die Hutia-Conga (Capromys pilorides, Isodon und Capromys fournieri), wird schon von den ältesten Schriftstellern erwähnt, ist aber doch erst in der neuesten Zeit bekannt geworden. Oviedo gedenkt in seinem im Jahre 1525 erschienenen Werke eines dem Kaninchen ähnlichen Tieres, welches auf San Domingo vorkomme und die Hauptnahrung der Eingeborenen ausmache. Bereits 30 Jahre nach der Entdeckung Amerikas war das Tier durch die Jagd bedeutend vermindert worden, und gegenwärtig ist es ausschließlich auf Cuba beschränkt, obgleich auch hier in den bewohnteren Teilen ausgerottet.
Die Leibeslänge der Hutia-Conga beträgt 45—59 em, die Schwanzlänge 15 cm, die Höhe am Widerriste 20 em, das Gewicht zwischen 6—8 kg. Die Färbung des Pelzes ist gelbgrau und braun, am Kreuze mehr rotbraun, an der Brust und am Bauche schmutzig braungrau; die Pfoten sind schwarz, die Ohren dunkel, die Brust und ein Längsstreifen in der Mitte des Bauches grau. Oft ist die Oberseite sehr dunkel; dann sind die Haare an der Wurzel blaßgrau, hierauf tief schwarz, sodann rötlichgelb und an der Spitze wieder schwarz.
An den Seiten, namentlich in der Schultergegend, treten einzelne weiße Haare hervor, welche etwas stärker sind. Bei jungen Tieren spielt das Braun mehr in das Grünliche, und dann tritt eine feine, schwarze Sprenkelung hervor.
Die Hutia⸗Conga bewohnt die dichteren und größeren Wälder und lebt entweder auf Bäumen oder im dichtesten Gebüsche, nur bei Nacht hervorkommend, um nach Nahrung auszugehen. Ihre Bewegungen im Gezweige sind nicht eben geschwind, jedoch geschickt, während sie auf der Erde wegen der starken Entwickelung der hinteren Körperhälfte sich schwerfälliger zeigt. Beim Klettern gebraucht sie den Schwanz, um sich festzuhalten oder um das Gleichgewicht zu vermitteln. Am Boden setzt sie sich oft aufrecht nach Hasenart, um sich umzuschauen; zuweilen macht sie kurze Sprünge, wie die Kaninchen, oder läuft in einem plumpen Galopp wie ein Ferkel dahin. Unter ihren Sinnen ist der Geruch am besten entwickelt; die stumpfe Schnauzenspitze und die weiten, schief gestellten, mit einem erhabenen Rande umgebenen und durch eine tiefe Furche getrennten Nasenlöcher sind beständig in Bewegung, zumal wenn irgend ein neuer, unbekannter Gegenstand in die Nähe kommt. Ihre Geistesfähigkeiten sind gering. Sie ist im allgemeinen furchtsam und gutmütig, auch gesellig und freundlich gegen andere ihrer Art, mit denen sie spielt, ohne jemals in Streit zu geraten. Wird eine von ihren Verwandten getrennt, so zeigen beide viel Unruhe, rufen sich durch scharfpfeifende Laute und begrüßen sich bei der Wiedervereinigung durch dumpfes Grunzen.
Selbst beim Fressen vertragen sie sich gut und spielen und balgen sich untereinander, ohne jemals die heitere Laune zu verlieren. Bei Verfolgung zeigt sich die Ferkelratte mutiger, als man glauben möchte, und wie alle Nager beißt sie heftig um sich, wenn sie ergriffen wird. Über die Paarungszeit und die Anzahl der Jungen mangeln Beobachtungen. Die Nahrung besteht in Früchten, Blättern und Rinden. Gefangene zeigten besondere Neigung zu starkriechenden Pflanzen, wie Minze, Melisse, welche andere Nager meist verschmähen.
In manchen Gegenden Cubas verfolgt man die Hutia-Conga des Fleisches wegen; namentlich die Neger sind dieser Jagd leidenschaftlich ergeben. Sie suchen ihr Wild entweder auf den Bäumen auf und wissen es dort auf den Asten geschickt zu fangen, oder setzen nachts Hunde auf die Fährte, welche es wegen seines langsamen Laufes bald einholen und leicht überwältigen. In früheren Zeiten sollen sich die Einwohner zu dieser Jagd eingeborener Windhunde, z. B. des schakalähnlichen Maikongs oder Karasissis (vgl. Band 2, S. 55), bedient und anstatt der Laternen Leuchtkäfer benutzt haben.
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Zu den Trugratten gehört auch der Schweif- oder Sumpfbiber, die Nutria der spanischen Amerikaner (Myopotamuscoypu, Mus, Hydromys, Guillinomys, Potamys, Mastonotus und Myocastor coypus, Mus castoroides, Myopotamus bonariensis und Guilliomys chilensis). Der Leib ist untersetzt, der Hals kurz und dick, der Kopf dick, lang und breit, stumpfschnauzig und platt am Scheitel; die Augen sind mittelgroß, rund und vorstehend, die Ohren klein, rund und etwas höher als breit; die Gliedmaßen kurz und kräftig, die hinteren ein wenig länger als die vorderen, beide Füße fünfzehig, die Zehen an den Hinterfüßen aber bedeutend länger als die der vorderen, durch eine breite Schwimmhaut verbunden und mit langen, stark gekrümmten und spitzigen Krallen, die inneren Zehen der Vorderfüße mit einem flachen Nagel bewaffnet. Der lange Schwanz ist drehrund, wirbelartig geschuppt und ziemlich reichlich mit dicht anliegenden, starken Borstenhaaren besetzt. Die übrige Behaarung ist dicht, ziemlich lang und weich und besteht aus einem im Wasser fast undurchdringlichen, kurzen, weichen, flaumartigen Wollhaar und längeren, weichen, schwach glänzenden Grannen, welche die Färbung bestimmen, weil sie das Wollhaar vollständig bedecken. Im Gebisse erinnern die sehr großen, breiten Nagezähne an den Zahnbau
seits ausgezeichnet. Der Schweifbiber erreicht nahezu die Größe des Fischotters: seine Leibeslänge beträgt gewöhnlich 40—45 em und die des Schwanzes fast ebensoviel; doch findet man zuweilen recht alte Männchen, welche einen vollen Meter lang werden. Die Färbung der Haare ist im allgemeinen trübgrau am Grunde und rötlichbraun oder braungelb an der Spitze; die langen Grannenhaare sind dunkler. Gewöhnlich sieht der Rücken kastanienbraun und die Unterseite fast schwarzbraun aus, die Seiten sind lebhaft rot, Nasenspitze und Lippen fast immer weiß oder lichtgrau. Einzelne Stücke sind graugelblich und hellbraun gesprenkelt, manche vollkommen rostrot.
Ein großer Teil des gemäßigten Südamerika ist die Heimat dieses wichtigen Pelztieres. Man kennt den Schweifbiber beinahe in allen Ländern, welche südlich vom Wendekreise des
Schweifbiber (Myopotamus coypu). ½ natürl. Größe.
Steinbockes liegen. In den La Plata-Staaten, in Buenos Aires, Patagonien und Mittel-Chile ist er überall häufig. Sein Verbreitungskreis erstreckt sich vom Atlantischen bis zum Stillen Weltmeere über das Hochgebirge hinweg und vom 24. bis zum 43. Grad südlicher Breite. Er bewohnt, nach Rengger, paarweise die Ufer der Seen und Flüsse, vorzüglich die stillen Wasser, da wo Wasserpflanzen in solcher Menge vorhanden sind, daß sie eine Decke bilden, stark genug, ihn zu tragen. Jedes Paar gräbt sich am Ufer eine metertiefe und 40—60 cm weite Höhle, in welcher es die Nacht und zuweilen auch einen Teil des Tages zubringt. In dieser Wohnung wirft das Weibchen später 4—6 Junge, welche, wie Azara erzählt, schon sehr frühzeitig ihrer Mutter folgen. Der Coypu ist ein vortrefflicher Schwimmer, aber ein schlechter Taucher. Auf dem Lande bewegt er sich langsam; denn seine Beine sind, wie Azara sagt, so kurz, daß der Leib fast auf der Erde aufschleift; er geht deshalb auch nur über Land, wenn er sich von einem Gewässer zu dem anderen begeben will. Bei Gefahr stürzt er sich augenblicklich ins Wasser und taucht unter; währt die Verfolgung fort, so zieht er sich schließlich in seine Höhle zurück, welche er sonst nur während der Nacht aufsucht
Seine geistigen Fähigkeiten sind gering. Er ist scheu und furchtsam und behält diese Eigenschaften auch in der Gefangenschaft bei. Klug kann man ihn nicht nennen, obgleich
er seinen Pfleger nach und nach kennen lernt. Alt eingefangene Tiere beißen wie rasend um sich und verschmähen gewöhnlich die Nahrung, so daß man sie selten länger als einige Tage erhält. Im Londoner Tiergarten ist er ein ständiger Bewohner; neuerdings wird er auch in anderen Tiergärten gehalten. „Der Sumpfbiber“, jagt Wood, „it ein schneller und lebendiger Bursche und höchst unterhaltend in seinem Gebaren. Ich habe seinen spaßhaften Gaukeleien oft zugesehen und mich im höchsten Grade unterhalten über die Art und Weise, mit welcher er seine Besitzung durchschwimmt und dabei jedes Ding, welches ihm als neu vorkommt, aufs genaueste prüft. Sobald man ein Häufchen Gras in sein Becken wirft, nimmt er es augenblicklich in seine Vorderpfoten, schüttelt es heftig, um die Wurzeln von aller Erde zu befreien, schafft esdann nach dem Wasser und wäscht es dort mit einer so großen Gewandtheit, daß eine Wäscherin von Gewerbe es kaum besser machen würde.“
Gefangene Schweifbiber, welche ich pflegte, trieben sich mit wenig Unterbrechungen den ganzen Tag über im Wasser und auf den Ufern umher, ruhten höchstens in den Mittagsstunden und waren gegen Abend besonders lebendig. Sie bekunden Fertigkeiten, welche man kaum von ihnen erwarten möchte. Ihre Bewegungen sind allerdings weder lebhaft noch anhaltend, aber doch kräftig und gewandt genug. Ihren Namen Biber tragen sie nicht ganz mit Recht; denn sie ähneln in ihrem Wesen und in der Art und Weise ihres Schwimmens den Wasserratten mehr als dem Biber. Solange sie nicht beunruhigt werden, pflegen sie geradeaus zu schwimmen, den Hinterleib tief eingesenkt, den Kopf bis zu zwei Dritteln seiner Höhe über dem Wasser erhoben, den Schwanz ausgestreckt. Dabei haben die Hinterfüße allein die Arbeit des Ruderns zu übernehmen, und die Vorderpfoten werden ebensowenig wie bei den Bibern zur Mithilfe gebraucht. Aber auch der Schwanz scheint nicht als eigentliches Ruder zu dienen, wird wenigstens selten und wohl kaum in auffallender Weise bewegt. Im Tauchen sind die Schweifbiber Stümper. Sie können sich zwar ohne Mühe in die Tiefe des Wassers begeben und dort gegen 1 Minute lang verweilen, thun dies jedoch keineswegs so häufig wie andere schwimmende Nager und auch nicht in so gelenker und zierlicher Weise. Die Stimme ist ein klagender Laut, welcher gerade nicht unangenehm klingt, als Lockruf dient und von anderen erwidert, deshalb auch oft ausgestoßen wird. Erzürnt oder gestört, läßt das Tier ein ärgerliches Brummen oder Knurren vernehmen. Gras ist die liebste Speise des Schweifbibers, er verschmäht aber auch Wurzeln, Knollenfrüchte, Blätter, Körner und in der Gefangenschaft Brot nicht, frißt ebenso recht gern Fleisch, z. B. Fische, ähnelt also auch in dieser Hinsicht den Ratten, nicht dem Biber. Baumrinde scheint ihm nicht zu behagen. Das Gras wird von ihm geschickt abgeweidet, nicht zerstückelt oder zerschnitten, hingeworfene Nahrung mit den Pfoten erfaßt und zum Maule geführt. Gegen den Winter hin treffen gefangene Schweifbiber Vorkehrungen, indem sie da, wo sie können, beständig graben, in der Absicht, sich größere Höhlen zu erbauen. Läßt man sie gewähren, so bringen sie in kurzer Zeit tiefe Gänge fertig, scheinen auch deren Kessel weich auszupolstern, weil sie von ihnen vorgeworfenen Futterstoffen, namentlich Gräsern, eintragen.
Über die Fortpflanzung Gefangener habe ich keine Beobachtungen gemacht. Von den freilebenden wissen wir, daß das Weibchen einmal im Jahre in seiner Höhle 4—6 Junge wirft. Diese wachsen rasch heran und folgen dann der Alten längere Zeit bei ihren Ausflügen.
In neuester Zeit hat Hagmann über das Gefangenleben und die Fortpflanzung unserer Tiere im zoologischen Garten zu Basel berichtet. Dort war ihnen als Heimat ein großes künstliches Wasserbecken angewiesen, an welches sich eine Felsgrotte anschließt, die eine 2 qm große, mit Erde überdeckte Höhle birgt. Im Herbste 1883 wurde das erste Pärchen Sumpfbiber angeschafft. „Besondere Pflege und Einrichtungen“, schreibt Hagmann, „schienen die Biberratten nicht zu bedürfen; als Futter wurde ihnen Brot und gelbe Rüben gegeben, daneben kleinere belaubte Laubholzäste, an denen sie das Laub fraßen und die
zartere Rinde abnagten; in die Höhle wurde von Zeit zu Zeit frisches Stroh gebracht, um den Tieren ein möglichst trockenes Lager zu erhalten. Bei Eintritt der kalten Wintertage wurde das Lager auf das reichlichste mit Stroh versehen, alle Zugänge zu demselben bis auf ein kleines Einschlupfloch mit wärmendem Dünger verstopft. Diese Vorkehrungen haben 1 ausgereicht, den Tieren ein genügend warmes Winterlager zu schaffen. Die Sumpfbiber fzeigten sich überhaupt gegen Schnee und Kälte durchaus nicht empfindlich, sie ergingen sich jeden Tag einige Zeit im Freien, verzehrten dort ihr Futter und badeten, soweit es die Eismasse des Beckens erlaubte. Die Tiere überstanden so den Winter gut, und der anbrechende Frühling fand sie beide im besten Wohlsein. Am 2. Mai 1884 beobachtete der Wärter Nachkommenschaft, die er im ersten Augenblicke für Ratten hielt, bis ihm die hellgelbe Färbung der Mund- und Nasenteile auffiel und ihm die Sache klar machte. Ich sah die jungen Tiere noch am Abend, sie waren in der Größe geringerer Meerschweinchen und mochten jedenfalls schon einige Tage alt sein; fie gingen ziemlich herzhaft mit den Alten, nahmen bereits an deren Abendbrote teil und waren äußerst lebhaft in ihren Bewegungen. Die fünf jungen Tierchen eigneten sich rasch das zutrauliche Wesen ihrer Eltern an und blieben bei denselben ruhig sitzen, auch wenn eine große Zahl von Besuchern das Gehege umstand, um das niedliche Bild dieses Familienlebens zu betrachten. Das weitmaschige Drahtgeflecht an der Umzäunung gestattete den kleinen Tierchen durchzuschlüpfen, auf der anliegenden Rasenfläche zu weiden und sich zu tummeln, was man ihnen wohl erlauben konnte, da sie sofort zurückflüchteten, sowie sich ihnen jemand zu nähern suchte, und sie keinen Schaden anrichteten. Die Alten, lüstern gemacht durch die Jungen, rissen mit ihren scharfen Schneidezähnen oft Löcher in das Drahtgeflecht, um ebenfalls an den Ausflügen ihrer Kinder teilzunehmen. Diese kleinen Promenaden erstreckten sich anfänglich nur auf die nächste Umgebung des Geheges, wo es Gras und grünes Laub zu naschen gab, allmählich aber dehnte sich der Ausflugskreis weiter aus, und die nun selbständig gewordenen Jungen fingen an, das Elternhaus zu meiden und auf eigene Faust zu leben. „Zwei von den Ausflüglern konnten nicht mehr eingefangen werden; sie hatten durch die Ablaufröhre unserer Teiche den Weg nach der Birsig, einem kleinen, den größten Teil des Jahres wasserarmen Flüßchen, das sich längs des Gartens hinzieht, gefunden. Hier lebten sie still vergnügt, ab und zu kehrten sie durch das Wasserrohr nach dem Garten zurück, um sich besseres Futter zu holen oder eine geschütztere Lagerstätte für die Nacht zu suchen. So verbrachten die beiden Tiere den Sommer und den Herbst, dann verloren wir fie allmählich aus unserer Beobachtung; im Spätherbste wurde einer der Flüchtlinge tot in der Birsig gefunden, während der andere, der wohl das Schicksal feines Gefährten teilte, ver: schwunden blieb. Den Winter 1884/85 verbrachten die fünf gebliebenen Tiere (2 Alte und 3 Junge) in bester Gesundheit und Eintracht, gegen das Frühjahr aber schienen die Alten der Jungen überdrüssig zu werden, insbesondere duldete das alte Männchen das junge nicht und verfolgte es auf das heftigste. Auf dieses hin verkauften wir die jungen Tiere. Das Jahr 1885 blieb ohne Nachzucht, am 23. Februar 1886 starb das Männchen, das wir aber schon am 19. März durch ein ausgewachsenes, prächtiges Stück ersetzen konnten. „Auch diesem Tiere kam die ihm von uns gebotene Welt zu klein vor; nur zu bald hatte es Mittel und Wege gefunden, sich aus dem Gehege zu entfernen, auf den benachbarten Grasplätzen zu weiden und sich Laub an den kleinen Sträuchern zu suchen. Es zeigte auch fremden Personen gegenüber durchaus keine Scheu, und wenn wir es in sein Becken zurückzutreiben oder es mit einem Fangsacke zu ergreifen suchten, so stellte es sich zur Wehr, indem es laut knurrte und um sich biß. Trotz aller Ausbesserungen vermochte das Tier jeweilen wieder das Drahtgitter zu zerreißen und je länger je weitere, oft Tage andauernde Ausflüge zu machen. Statt wie die früheren jungen Sumpfbiber nach der wasserarmen Birsig