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Menschen mit Behinderungen in Österreich Erhebungsdaten 2024 Wien, 2026

Impressum Name und Anschrift der Medieninhaber:innen, Herausgeber:innen und Medienunternehmer:innen: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK), Stubenring 1, 1010 Wien Verlagsort: Wien Inhalte: © Statistik Austria Cover: © www.istockphoto.com / smartboy_10g

Erstellt von: Bundesanstalt Statistik Österreich (Statistik Austria), Guglgasse 13, 1110 Wien Autorinnen: Victoria Schuller, Julia Schuster, Franziska Foissner Anfragen zum Inhalt bei Statistik Austria: Infopoint: Guglgasse 13, 1110 Wien, Tel.: +43 1 711 28-7070, E-Mail: [email protected] Stand: 21. Jänner 2026 Copyright und Haftung:
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Menschen mit Behinderungen in Österreich 3 von 202 Vorwort Die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist ein zentrales Anliegen dieser Bundesregierung. Seit der Ratifizierung der UN- Behindertenrechtskonvention im Jahr 2008 hat sich Österreich dazu verpflichtet, Barrieren abzubauen und Inklusion in allen Lebensbereichen konsequent voranzubringen. Mit dem Nationalen Aktionsplan Behinderung 2022–2030 wurde ein verbindlicher Rahmen geschaffen, um diese Verpflichtung Schritt für Schritt umzusetzen. Dabei ist klar: Fortschritte müssen sichtbar und überprüfbar sein. Verlässliche und aussagekräftige Daten sind daher eine wesentliche Voraussetzung, um Lebensrealitäten abzubilden, Benachteiligungen zu erkennen und politische Maßnahmen wirksam weiterzuentwickeln. Der vorliegende Jahresbericht 2025 leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Er markiert den Beginn einer langfristig angelegten Zusammenarbeit mit Statistik Austria und baut auf den Ergebnissen des Pilotprojekts zum Aufbau regelmäßiger Behinderungs- und Teilhabestatistiken auf. Mit der Novelle des Bundesbehindertengesetzes 2024 wurden zudem die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um diese Datengrundlage künftig weiter zu vertiefen und Entwicklungen über die Zeit nachvollziehbar zu machen. Unser Ziel ist es, bestehende Datenlücken weiter zu schließen und evidenzbasierte Entscheidungen zu stärken. Die in diesem Bericht gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Barrieren gezielt abzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern. Ich danke allen beteiligten Institutionen und Mitarbeitenden für ihre engagierte Arbeit und ihren wertvollen Beitrag zu diesem Bericht.

Korinna Schumann
Bundesministerin

Bundesministerin
Korinna Schumann
© Stefan Joham

4 von 202 Menschen mit Behinderungen in Österreich Vorwort In Österreich leben rund 1 891 600 Menschen zwischen 15 und 89 Jahren, die aufgrund gesundheitlicher Probleme über längere Zeit bei alltäglichen Aktivitäten eingeschränkt sind. Dass alle Menschen gleichberechtigt, selbstbestimmt und uneingeschränkt an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben können, ist das wesentliche Ziel der UN- Behindertenrechtskonvention, die in Österreich 2008 in Kraft getreten ist. Die Bundesregierung hat dieses Ziel im Nationalen Aktionsplan Behinderung 2022–2030 konkretisiert und dabei die zentrale Rolle statistischer Daten hervorgehoben: Nur mit verlässlichen Informationen lassen sich Fortschritte messen und politische Maßnahmen wirksam evaluieren. Der nun vorliegende Projektbericht der Behinderungs- und Teilhabestatistik 2025, den Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz erstellt hat, bündelt Daten zu Wohnsituation, Erwerbstätigkeit, Bildung, Einkommenslage, Zugang zu Dienstleistungen sowie zur Lebensqualität von Menschen mit gesundheitsbedingten Aktivitätseinschränkungen. Die Datengrundlage für diesen Bericht bilden sozialstatistische Erhebungen von Statistik Austria, die zum Teil erstmals den Global Activity Limitation Indicator (GALI) einbezogen haben, der nach gesundheitsbedingten Aktivitätseinschränkungen fragt. Die aus der Analyse gewonnenen Erkenntnisse bieten eine fundierte Basis für evidenzbasierte und bedarfsorientierte Maßnahmen, die die Teilhabe und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gezielt fördern – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Mag.a Manuela Lenk Fachstatistische Generaldirektorin Statistik Austria

Fachstatistische General- direktorin Manuela Lenk © Klaus Ranger

Menschen mit Behinderungen in Österreich 5 von 202 Inhalt Vorwort ......................................................................................................................... 3 Vorwort ......................................................................................................................... 4 Zusammenfassung ......................................................................................................... 7 Summary ..................................................................................................................... 13 Präambel ..................................................................................................................... 19 1 Einleitung ................................................................................................................. 24 Inhaltlicher Fokus ................................................................................................................. 25 Erfassung von Behinderung in Stichprobenerhebungen ..................................................... 27 Einführung in die Datenquellen ........................................................................................... 32 Erfasste Population .............................................................................................................. 33 2 Demographische Aspekte ......................................................................................... 36 Allgemeiner Überblick .......................................................................................................... 36 Wo leben Personen mit Behinderungen in Österreich? ...................................................... 47 Wie leben Personen mit Behinderungen in Österreich? ..................................................... 50 3 Wohnen ................................................................................................................... 61 Wohnsituation ...................................................................................................................... 61 Finanzielle Aspekte ............................................................................................................... 69 Wohnqualität ........................................................................................................................ 75 4 Bildung ..................................................................................................................... 79 Höchste abgeschlossene Ausbildung ................................................................................... 79 Weiterbildungsaktivitäten im Erwachsenenalter ................................................................. 83 5 Teilhabe am Erwerbsleben........................................................................................ 94 Aspekte der Erwerbstätigkeit ............................................................................................... 95 Arbeitslosigkeit, Arbeitssuche und Arbeitswunsch ............................................................ 104 6 Einkommen, Armut und Benachteiligung ................................................................ 111 Einkommen ......................................................................................................................... 111 Materielle und soziale Benachteiligung ............................................................................. 120 Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung ............................................................................ 124 Erwartete Einkommensveränderungen ............................................................................. 126 7 Zugang zu Dienstleistungen .................................................................................... 128 Bedarf und Inanspruchnahme von Pflege und Alltagshilfe zu Hause ................................ 128 Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ................................................................................. 134

6 von 202 Menschen mit Behinderungen in Österreich 8 Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie ................................. 139 Internetnutzung.................................................................................................................. 139 Nutzung von E-Government-Angeboten ............................................................................ 142 9 Zeitverwendung ..................................................................................................... 147 10 Zufriedenheit, Wohlbefinden und Diskriminierung ................................................. 153 Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen ............................................................. 153 Wohlbefinden ..................................................................................................................... 155 Diskriminierungserfahrung ................................................................................................. 163 11 Methodische Hinweise .......................................................................................... 168 Mikrozensus-Arbeitskräfte- und -Wohnungserhebung ..................................................... 169 EU-SILC ................................................................................................................................ 170 So geht’s uns heute ............................................................................................................ 172 Erwachsenenbildungserhebung (Adult Education Survey) ................................................ 173 Zeitverwendungserhebung ................................................................................................ 174 Erhebung zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Haushalten .......................................................................................................................... 176 Stichprobenfehler und Klammersetzung ........................................................................... 177 12 Glossar .................................................................................................................. 179 Tabellenverzeichnis .................................................................................................... 191 Abbildungsverzeichnis ................................................................................................ 196 Literaturverzeichnis ................................................................................................... 198 Abkürzungen.............................................................................................................. 200 Zeichenerklärung für Tabellen .................................................................................... 201

Menschen mit Behinderungen in Österreich 7 von 202 Zusammenfassung Dieser Bericht knüpft an den ersten Bericht des Pilotprojekts zum Aufbau einer Daten- infrastruktur für regelmäßige Behinderungs- und Teilhabestatistiken an und dokumentiert anhand von Daten aus verschiedenen von Statistik Austria durchgeführten Personen- und Haushaltsbefragungen die Lebensbedingungen von Personen mit Behinderungen in Österreich. Mit Bezug auf den ersten Bericht wurden einerseits Datenquellen aktualisiert, andererseits auch erweitert, da bei einigen Befragungen die GALI-Frage (Global Activity Limitation Indicator, Globaler Indikator für Aktivitätseinschränkungen) als Proxy-Variable für Behinderung neu aufgenommen wurde. Bei der GALI-Frage handelt es sich um eine von mehreren Möglichkeiten, sich der komplexen Thematik Behinderung in Erhebungen zu nähern. Auch wenn diese nicht frei von inhaltlichen und methodischen Limitationen ist, ermöglicht sie es, Personen zu identifizieren, die bei ihren üblichen Aktivitäten seit längerem gesundheitsbedingte Einschränkungen wahrnehmen und deren Grad an Partizipation dadurch gemindert ist. Demographische Aspekte Im Jahr 2024 lebten hochgerechnet 1 891 600 Personen im Alter von 15 bis 89 Jahren mit Behinderungen in Österreichs Privathaushalten, was 24,7 % der Bevölkerung entsprach. Den höchsten Anteil hatte das Burgenland, den geringsten Tirol. 32,3 % der Menschen mit Behinderungen lebten in dicht besiedelten Gebieten bzw. Städten, 29,4 % in Gebieten mit mittlerer Besiedlungsdichte. Der mit 38,3 % größte Teil wohnte in dünn besiedelten, ländlichen Gebieten. Mit dem Alter stieg der Anteil der Personen mit Behinderungen innerhalb der Bevölkerung kontinuierlich. Der Frauenanteil unter Personen mit Behinderungen war mit 52,4 % etwas höher als bei allen Personen insgesamt (50,9 %). Österreichische Staatsangehörige waren zu einem größeren Ausmaß von Behinderung betroffen als Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. 25,8 % der Personen ohne Migrationshintergrund und 21,7 % der Personen mit Migrationshintergrund lebten mit Behinderungen. Menschen mit Behinderungen waren 2024 zu 51,0 % verheiratet bzw. in einer eingetra- genen Partner:innenschaft lebend. 23,8 % waren ledig und 12,8 % verwitwet, der Anteil der Geschiedenen lag bei 12,4 %. Drei von zehn Personen mit Behinderungen lebten allein

8 von 202 Menschen mit Behinderungen in Österreich in einem Einpersonenhaushalt. 35,8 % gehörten dem Haushaltstyp „Paare ohne Kinder“ und weitere 21,6 % dem Typ „Paare mit Kindern“ an. Wohnen Unter allen Personen, die 2024 in Haus- bzw. Wohnungseigentum wohnten, lag der Anteil der Menschen mit Behinderungen bei 22,4 % bzw. 20,3 %. Bei Mietverhältnissen in Gemeindewohnungen (37,9 %) und Genossenschaftswohnungen (27,5 %) war ihr Anteil höher. Personen mit Behinderungen lebten tendenziell in kleineren Haushalten als Personen ohne Behinderungen. Menschen mit Behinderungen bezahlten 2024 durchschnittlich etwas geringere Mieten als Menschen ohne Behinderungen. Dennoch wurden die Wohnkosten von Personen mit Be- hinderungen als eine höhere Belastung empfunden. Für über ein Drittel (35,2 %) stellten sie eine starke Belastung dar. Für Menschen mit Behinderungen, die in Ein-Eltern-Haus- halten lebten, war die Wohnkostenbelastung am stärksten. Der Großteil der Bevölkerung mit Behinderungen (92,4 %) lebte 2024 in Wohnungen der besten Ausstattungskategorie (A). Die höchsten Anteile an Wohnproblemen (Feuchtigkeit, Lärmbelästigung etc.) kamen bei Mieter:innen von Gemeindewohnungen vor. Hier waren 62,8 % der Personen mit Behinderungen von Wohnproblemen betroffen. Bildung Der größte Anteil der Menschen mit Behinderungen hatte 2024 eine Lehre als höchste abgeschlossene Ausbildung (37,2 %), weitere 29,7 % hatten maximal die Pflichtschule abgeschlossen. Diese Anteile waren bei Menschen ohne Behinderungen kleiner, wohin- gegen ihre Anteile bei den Abschlüssen ab der Matura größer waren als bei Menschen mit Behinderungen. Menschen mit Behinderungen nahmen 2024 seltener als Menschen ohne Behinderungen an einer Ausbildung im regulären Schul- oder Hochschulwesen sowie an nicht-formalen Weiterbildungsmöglichkeiten teil. Allerdings war dies insbesondere bei formalen Ausbildungen auf die niedrigeren Anteile von stark eingeschränkten Personen zurückzuführen. Auch informelle Lernaktivitäten fanden seltener bei Personen mit starken Aktivitätseinschränkungen statt, wobei Lernen mit Hilfe von elektronischen Geräten noch am häufigsten genutzt wurde. Personen mit Behinderungen, die im Referenzzeitraum bildungsbezogene Informations- und Beratungsleistungen in Anspruch nahmen, erhielten

Menschen mit Behinderungen in Österreich 9 von 202 diese seltener als Personen ohne Behinderungen von Arbeitgeber:innen oder von Bildungseinrichtungen, aber deutlich häufiger über das Arbeitsmarktservice (AMS). Einen nicht realisierten Weiterbildungswunsch hatten 11,1 % der Personen mit Behinderungen, wobei dies v. a. an „anderen persönlichen Gründen“ und der Gesundheit lag. Teilhabe am Erwerbsleben Unter den rund 4,5 Millionen in Privathaushalten wohnenden Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 89 Jahren lebten 2024 insgesamt 13,5 % mit Behinderungen. Unter Arbeiter:innen lag dieser Anteil bei 18,7 %, unter Angestellten bei 11,6 %, unter Vertragsbediensteten und Beamt:innen bei 14,4 %. Selbstständige lebten zu 14,8 % mit Behinderungen. Die Erwerbstätigenquote fiel bei Menschen mit Behinderungen mit 54,1 % deutlich niedriger als bei Menschen ohne Behinderungen (78,7 %) aus. Bei Frauen mit Behinderungen lag sie um 4,7 Prozentpunkte unter jener von Männern mit Behinderungen. In Oberösterreich (58,7 %) war die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Behinderungen am höchsten, in Wien am niedrigsten (48,3 %). Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderungen war mit 9,1 % etwa doppelt so hoch wie jene der Vergleichsgruppe ohne Behinderungen (4,5 %). Erwerbstätige Personen mit Behinderungen waren mit 35,2 % anteilsmäßig etwas häufiger teilzeitbeschäftigt als Erwerbstätige ohne Behinderungen (29,3 %). Für beide Gruppen waren die Aspekte, keine Vollzeitarbeit zu wünschen sowie die Betreuung von Kindern bzw. Angehörigen die wichtigsten Gründe für Teilzeitarbeit, für Personen mit Behin- derungen spielten zudem gesundheitliche Faktoren eine große Rolle. Gemessen an der zum Befragungszeitpunkt aktuellen Beschäftigungsdauer hatten Erwerbstätige mit Behin- derungen stabilere Arbeitsverhältnisse als Erwerbstätige ohne Behinderungen. Allerdings suchten Personen mit Behinderungen durchschnittlich mehr als doppelt so lange wie Personen ohne Behinderungen nach Erwerbsarbeit. Menschen mit Behinderungen hatten ihren Arbeitsplatz am häufigsten über persönliche Kontakte gefunden, am zweithäufigsten über Bewerbungen auf Stellenanzeigen. Einkommen, Armut, Benachteiligung Das äquivalisierte Nettohaushaltseinkommen von Personen mit Behinderungen betrug 2024 durchschnittlich 34 572 Euro pro Jahr, um rund 5 000 Euro weniger als von Personen ohne Behinderungen. Für Menschen mit Behinderungen war es am höchsten (39 810 Euro), wenn sie Teil eines Paares ohne Kinder waren und am niedrigsten

10 von 202 Menschen mit Behinderungen in Österreich (23 049 Euro), wenn sie in Ein-Eltern-Haushalten lebten. In der niedrigsten von drei Einkommensgruppen befanden sich 17,7 % der Personen mit Behinderungen, in der höchsten Einkommensgruppe waren nur 5,6 % der Personen mit Behinderungen zu finden. 14,9 % der Personen mit Behinderungen gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Einkommensverluste erfahren zu haben. Am häufigsten wurden diese mit einem Jobverlust oder einer Pensionierung begründet. Insgesamt war es für 18,8 % der Personen mit Behinderungen schwer oder sehr schwer, das Auskommen mit dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen zu finden. Soziale und materielle Benachteiligung traf Personen mit Behinderungen 2024 öfter (12,9 %) als Personen ohne Behinderungen (4,8 %), es gab aber erhebliche Unterschiede je nach Haushaltszusammensetzung. Bei Personen mit Behinderungen, die in Ein-Eltern- Haushalten lebten, lag dieser Anteil bei fast einem Drittel (31,5 %), bei jenen, die ausschließlich mit Partner:in ohne Kinder zusammenlebten, waren es 6,3 %. 2024 waren 21,5 % der Personen mit Behinderungen armutsgefährdet. 16,7 % erwarteten im nächsten Jahr eine finanzielle Verbesserung ihrer aktuellen Situation. Zugang zu Dienstleistungen 2024 benötigte in 6,8 % aller Haushalte zumindest eine Person Pflege oder Alltagshilfe. Nur 1,2 % der Haushalte, in denen keine Person mit Behinderungen lebte, meldeten einen solchen Bedarf, aber 13,7 % jener Haushalte, in denen mindestens eine Person mit Behinderungen wohnte. Allerdings erhielten weniger als drei von zehn Haushalten mit Pflegebedarf 2024 professionelle Hilfe durch mobile Pflegedienste oder Heimhilfe. Knapp die Hälfte der Haushalte, die diese Leistungen erhielten, trug die gesamten Kosten dafür selbst. 38,3 % kam dafür teilweise selbst auf. 27,1 % dieser Haushalte konnten sich die für sie anfallenden Kosten der mobilen Pflege bzw. Heimhilfe nur schwer oder sehr schwer leisten. 2024 waren 11,6 % der Personen mit Behinderungen und 17,6 % der Personen ohne Behinderungen täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Umgekehrt verwen- deten weniger Personen ohne (31,0 %) als Personen mit Behinderungen (43,8 %) nie öffentliche Verkehrsmittel. In allen drei Besiedlungskategorien (Städte, Kleinstädte bzw. Vororte und ländliche Gebiete) nutzten anteilig mehr Menschen mit als ohne Behinderun- gen nie öffentliche Verkehrsmittel. Jeweils mehr als die Hälfte aller Personen sowohl mit

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