Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 17 (4 165 312 Privathaushalte in Österreich) herangezogen. Dieser Vorgang heißt Hochrechnung. Die Hochrechnung der Konsumerhebung 2024/25 erfolgte in mehreren Schritten und lieferte am Ende ein Hochrechnungsgewicht für jeden der 6 689 befragten Haushalte. Somit ist gewährleistet, dass mit Hilfe dieser Stichprobe repräsentative Aussagen über die Grundgesamtheit der Privathaushalte in Österreich getroffen werden können. Hochgerechnete Werte unterliegen einer gewissen Schwankungsbreite. Die Größenordnung der statistischen Schwankungsbreite der einzelnen Schätzwerte ist beispielhaft anhand der Konfidenzintervalle mit 95%-Vertrauenswahrscheinlichkeit für ausgewählte Kennzahlen dargestellt. Je kleiner die untersuchten Gruppen, desto ungenauer sind auch die, auf die Grundgesamtheit hochgerechneten, Ergebnisse. So weisen etwa die Ergebnisse auf Bundesländerebene eine höhere Schwankungsbreite auf, daher müssen bei der Interpretation der Werte und etwaiger Differenzen zu früheren Erhebungen immer die Stichprobengröße und der daraus resultierende Stichprobenfehler mitberücksichtigt werden. Erhebungsablauf Die Erhebung wurde ein Jahr lang durchgeführt (April 2024 bis Mai 2025). Die ausgewählten Haushalte waren dabei auf 14-tägige Zeiträume innerhalb der gesamten Erhebungsphase verteilt. Die erste Kontaktaufnahme mit dem Ersuchen um Teilnahme erfolgte postalisch. Nach Zusage bestand die Erhebung für jeden Haushalt aus den folgenden Teilen: • Haushaltsbuch • Haushaltsfragebogen • Personenfragebogen Das wichtigste Erhebungsinstrument zur Erfassung der Ausgaben war das Haushaltsbuch. Darin führte jeder Haushalt zwei Wochen lang genaue Aufzeichnungen über seine Ausgaben. Einzutragen waren dabei alle Ausgaben – sowohl für Waren als auch für Dienstleistungen – sämtlicher Haushaltsmitglieder, unabhängig von Verbrauch oder Inanspruchnahme. Diese Aufzeichnungen konnten wahlweise online oder auf Papier durchgeführt werden. Informationen, die den gesamten Haushalt betreffen, wurden im Haushaltsfragebogen erfasst. Dies waren einerseits Wohnungsmerkmale, etwa Rechtsverhältnis oder Nutzfläche der Wohnung sowie Ausstattung mit Fahrzeugen. Andererseits bestimmte Ausgaben, die für die Berechnung der Gesamtverbrauchsausgaben unverzichtbare Positionen darstellen, die jedoch deutlich unterschätzt wären, wenn sie ausschließlich im Haushaltsbuch erhoben worden wären. Dies sind etwa Aufwendungen, die zwar laufend, aber – über das Jahr verteilt – unregelmäßig bzw. unterschiedlich bezahlt werden (z. B. Versicherung, Strom, Fernwärme). Zusätzlich wurden Ausgaben für größere oder große Anschaffungen, etwa für ein Auto oder die Renovierung eines Wohnraums, retrospektiv für die letzten 12 Monate erhoben. Der Personenfragebogen wurde für jedes Haushaltsmitglied – egal welchen Alters – angelegt. Darin erfasst wurden Basisinformationen der Person, etwa Alter, Geschlecht, Staatszugehörigkeit, Ausbildung, Teilnahme am Erwerbsleben. Auch hier wurden bestimmte Ausgaben, die üblicherweise
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einer Person zugerechnet werden, erhoben, etwa Schulgeld, Entgelt für Kinderbetreuung oder
Ausgaben im medizinischen Bereich.
Um die mitwirkenden Haushalte zu entlasten war die Befragung zweigeteilt: Der erste Teil der
Befragung wurde vor der 14-tägigen Haushaltsbuchführung durchgeführt, der zweite Teil danach.
Im Regelfall wurde der erste Teil der Befragung in einem persönlichen Interview durch eine
Erhebungsperson durchgeführt. Danach führte der Haushalt eigenständig zwei Wochen lang das
Haushaltsbuch, entweder elektronisch (online) oder auf Papier. Nach der 14-tägigen
Haushaltsbuchführung fand die zweite Befragung statt – abhängig von der Art des Haushaltsbuchs –
wieder persönlich mit einer Erhebungsperson (Papierhaushaltsbuch) oder selbständig online
(elektronisches Haushaltsbuch).
Weitere Informationen über Organisation bzw. Durchführung der Konsumerhebung 2024/25 finden
sich auf der Erhebungs-Website.
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