STATISTIK AUSTRIA
Kurzbericht Konsumerhebung
2024/25
Hauptergebnisse
Endgültige Ergebnisse
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 2 Inhalt Überblick ................................ ................................ ................................ ................................ ..... 3 Ergebnisse ................................ ................................ ................................ ................................ .... 4 Hauptergebnisse ...................................................................................................................................... 6 Ausgabenniveau ...................................................................................................................................... 7 Vergleich mit den Ergebnissen 2019/20 .................................................................................................. 9 Ausgabenanteile für Ernährung, alkoholfreie Getränke im Zeitverlauf ............................................ 9 Regionalergebnisse ................................................................................................................................ 11 Gemeindegrößenklassen ................................................................................................................. 11 Bundesländer ................................................................................................................................... 14 Weiterführende Informationen ................................ ................................ ................................ ... 15 Die Erhebung ......................................................................................................................................... 16 Stichprobe, Beteiligung und Hochrechnung .......................................................................................... 16 Erhebungsablauf .................................................................................................................................... 17 Impressum ................................ ................................ ................................ ................................ . 18 Rückfragen ............................................................................................................................................. 18 Medieninhaberin, Herstellerin und Herausgeberin .............................................................................. 18
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 3 Überblick Die Konsumerhebung erfasst alle fünf Jahre Verbrauchsausgaben und Daten zum Lebensstandard von privaten Haushalten in Österreich. Die Ergebnisse geben Auskunft über Konsumgewohnheiten der Haushalte sowie die Lebenssituation unterschiedlicher sozialer Gruppen. Zudem sind die erhobenen Ausgabensummen und deren Verteilung auf einzelne Ausgabengruppen eine wichtige Datenbasis für die Neugewichtung des Warenkorbs im Rahmen der Verbraucherpreisindizes (VPI und HVPI) und stellen zusätzlich ein Analyseinstrument zur Validierung der Ergebnisse des Privaten Konsums der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) dar. Die aktuelle Konsumerhebung wurde von April 2024 bis Mai 2025 als Stichprobenerhebung bei – zufällig ausgewählten – privaten Haushalten1 durchgeführt. Primäres Ziel der Erhebung war die möglichst detaillierte und vollständige Erfassung sämtlicher Verbrauchsausgaben. Dazu wurden die teilnehmenden Haushalte ersucht, zwei Wochen lang alle ihre Ausgaben in einem Haushaltsbuch aufzuzeichnen, sowie Fragen zu den im Haushalt lebenden Personen, der Wohnung und der Ausstattung des Haushalts zu beantworten. Insgesamt haben 6 689 Haushalte aus ganz Österreich bei der Erhebung teilgenommen. Das entspricht einer Rücklaufquote von 22,1 %. Die durchschnittlichen monatlichen Haushaltsausgaben der privaten Haushalte in Österreich betragen 4 170 Euro. Standardisiert man diese Haushaltsausgaben nach Haushaltsgröße und - zusammensetzung, so ergeben sich Äquivalenzausgaben („gewichtete Pro-Kopf-Ausgaben“) von 2 760 Euro pro Monat. Verglichen mit den Ergebnissen der Konsumerhebung 2019/20 haben sich die monatlichen Haushaltsausgaben von 3 250 Euro auf 4 170 Euro erhöht und sind damit nominell um 28,3 % gestiegen. Unter Berücksichtigung von Haushaltsgröße und Struktur zeigt sich auch bei den Äquivalenzausgaben ein deutlicher Anstieg um 28,1 %, von monatlich 2 160 Euro auf 2 760 Euro.
1 Anstaltshaushalte (Pflegeheime, Gefängnisse, Internate, etc.) sind generell von der Erhebung ausgenommen.
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 4 Ergebnisse In den Auswertungen der Konsumerhebung werden die durchschnittlichen monatlichen Verbrauchsausgaben privater Haushalte dargestellt, untergliedert nach der funktionellen Klassifikation COICOP 20182. Die erste Ebene dieser besteht aus 13 Hauptkategorien3: 00. Verbrauchsausgaben 01. Ernährung, alkoholfreie Getränke 02. Alkoholische Getränke, Tabakwaren 03. Bekleidung, Schuhe 04. Wohnen, Energie 05. Wohnungsausstattung 06. Gesundheit 07. Verkehr 08. Information und Kommunikation 09. Freizeit, Sport und Kultur 10. Bildung 11. Gastronomie und Beherbergung 12. Versicherungen, Finanzdienstleistungen 13. Andere Waren und Dienstleistungen Verbrauchsausgaben enthalten sämtliche Ausgaben der Haushalte, d. h. nicht nur jene für den alltäglichen Gebrauch, wie etwa für Lebensmittel oder Drogeriewaren, sondern auch regelmäßige Zahlungen, z. B. für Strom, sowie Ausgaben für größere oder große Anschaffungen, beispielsweise für eine Waschmaschine, ein Auto oder Urlaubsreisen. Bedingt durch den einjährigen Erhebungszeitraum ist zudem gewährleistet, dass saisonabhängige Ausgaben (z. B. Gartenartikel im Frühjahr, Winterschuhe) sowie Ausgaben für bestimmte Anlässe, etwa vor Weihnachten oder zu Schulbeginn, erfasst werden. Inkludiert sind darüber hinaus Naturalentnahmen4 sowie imputierte Mieten5. Nicht enthalten sind hingegen: Sparen, Wertanlagen, Investitionen (z. B. Immobilienkäufe), Kredit-, Darlehensrückzahlungen, betriebliche Ausgaben sowie private Geldtransfers (z. B. Alimente, Taschengeld).
2 Classification of Individual Consumption by Purpose. Siehe dazu auch in der Klassifikationsdatenbank – Funktionelle Klassifikationen – ÖCOICOP. 3 Für die Darstellung der Ausgaben privater Haushalte sind die COICOP-Hauptkategorien 14 "Konsumausgaben der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck" sowie 15 "Konsumausgaben des Staates für den Individualverbrauch" nicht relevant. 4 Für den Eigenbedarf selbst erzeugte Konsumgüter (z. B. Äpfel aus dem eigenen Garten) und Sachbezüge (Deputate). 5 Um einen Vergleich des Wohnungsaufwandes zwischen Haushalten in unterschiedlichen Wohnrechtsformen (Eigentum, Miete) zu ermöglichen, werden für Hauptwohnungen, für die keine realen Mietausgaben existieren (Haus-, Wohnungseigentum, mietfreie oder -reduzierte Objekte) fiktive Mieten errechnet.
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 5 Für die Darstellung der Verbrauchsausgaben wird das arithmetische Mittel (Durchschnitt) verwendet, da dieses eine Untergliederung der Ausgabenpositionen und die Berechnung von Prozentanteilen an den Gesamtverbrauchsausgaben erlaubt.6 Ausgewiesen werden durchschnittliche monatliche Haushalts- und Äquivalenzausgaben. Bei den Haushaltsausgaben handelt es sich um einen Wert, der sämtliche Haushalte in Österreich berücksichtigt, unabhängig von der Haushaltsgröße oder -zusammensetzung. Das bedeutet, es sind sowohl die Ausgaben von Einpersonenhaushalten darin enthalten als auch jene von Mehrpersonenhaushalten. Die durchschnittliche Haushaltsgröße beträgt 2,17 Personen pro Haushalt. Um einen direkten Vergleich unterschiedlich großer und verschieden zusammengesetzter Haushalte zu ermöglichen, werden zudem sogenannte Äquivalenzausgaben7 („gewichtete Pro-Kopf-Ausgaben“) ausgewiesen. Neben der Haushaltsgröße muss bei der Interpretation der Ergebnisse auch bedacht werden, dass Ausgaben nicht zwangsläufig aus dem laufenden Einkommen bezahlt werden, sondern dabei auch Sonderzahlungen, wie etwa das 13. oder 14. Monatsgehalt, etwaige Prämien oder Belohnungen (beispielsweise vor Weihnachten) eine Rolle spielen. Insbesondere bei größeren Anschaffungen, etwa ein neues Auto oder eine Küche, werden Haushalte wohl häufig auf andere Geldquellen als das regelmäßige Einkommen zurückgreifen, wie Erspartes, Vermögen, Schenkungen, Abfertigungen, aber auch auf eine Finanzierung durch Kredite/Darlehen oder Ratenzahlung. Ausführliche Informationen über Berechnung und Darstellung der Ergebnisse finden sich auf der Website bei den jeweiligen Detailergebnissen.
6 In einigen Auswertungen wird auch der Median (mittlerer Wert) angegeben. Er gibt an, dass 50 % der Haushalte weniger und 50 % mehr ausgeben als der angegebene Medianwert. 7 Berechnung mittels EU-Skala (modified OECD-scale) herangezogen. Die erste erwachsene Person im Haushalt wird dabei als Referenz (Konsumäquivalent) betrachtet und erhält ein Gewicht von 1,0. Für jeden weiteren Erwachsenen steigt der unterstellte Bedarf um 0,5 Konsumäquivalente, Kinder unter 14 Jahren werden mit dem Faktor 0,3 gewichtet.
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 6 Hauptergebnisse Die durchschnittlichen monatlichen Haushaltsausgaben in Österreich betragen 4 170 Euro. Mit mehr als einem Viertel (26,4 %) entfällt dabei der größte Anteil auf den Bereich Wohnen, Energie. An zweiter Stelle stehen Ausgaben für Verkehr mit 13,6 %. Beinahe gleichauf liegen die Ausgabenanteile für Ernährung, alkoholfreie Getränke mit 11,6 % und dem Freizeitbereich mit 11,4 %. Deutlich unter der 10%-Marke finden sich Ausgabenanteile für die Konsumation in der Gastronomie (6,6 %), die Wohnungsausstattung (6,2 %), den Gesundheitsbereich (4,8 %), Versicherungen, (4,7 %), andere Waren und Dienstleistungen (4,5 %) sowie für Bekleidung und Schuhe (4,2 %). Anteilsmäßig am geringsten schlagen Ausgaben für Kommunikation (2,8 %), alkoholische Getränke, Tabak (2,2 %) und Bildung (1,1 %) zu Buche. Die durchschnittlichen Äquivalenzausgaben, also jener Wert, der einen direkten Vergleich unterschiedlich großer bzw. verschieden zusammengesetzter Haushalte ermöglicht, betragen 2 760 Euro pro Monat. Übersicht 1: Durchschnittliche monatliche Haushalts- und Äquivalenzausgaben der privaten Haushalte in Österreich Ausgewählte Ausgabengruppen Haushaltsausgaben
Äquivalenzausgaben1 in Euro in % in Euro in % Verbrauchsausgaben insgesamt 4 170 100,0 2 760 100,0 Ernährung, alkoholfreie Getränke 484 11,6 315 11,4 Alkoholische Getränke, Tabakwaren 91,9 2,2 63,3 2,3 Bekleidung, Schuhe 173 4,2 110 4,0 Wohnen, Energie 1 100 26,4 754 27,3 Wohnungsausstattung 256 6,2 170 6,2 Gesundheit 198 4,8 133 4,8 Verkehr 567 13,6 368 13,3 Information und Kommunikation 115 2,8 77,5 2,8 Freizeit, Sport und Kultur 475 11,4 308 11,2 Bildung 43,6 1,1 24,9 0,9 Gastronomie, Beherbergung 276 6,6 182 6,6 Versicherungen, Finanzdienstleistungen 197 4,7 128 4,6 Andere Waren und Dienstleistungen 189 4,5 129 4,7 Q: STATISTIK AUSTRIA, Konsumerhebung 2024/25. – Werte in Euro sind gerundet: wenn ≥1 000 auf Zehner, wenn <1 000 auf Einer und wenn <100 auf eine Dezimalstelle. – 1) Äquivalenzausgaben sind nach der EU-Skala berechnet: Erste erwachsene Person = 1, jede weitere Person im Haushalt ab 14 Jahren = 0,5, Kinder unter 14 Jahren = 0,3.
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 7 Grafik 1: Verteilung der Haushaltsausgaben auf einzelne Ausgabengruppen in Prozent
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konsumerhebung 2024/25.
Ausgabenniveau
50 % der Haushalte in Österreich geben weniger als 3 450 Euro pro Monat aus, 50 % mehr – der
Median der monatlichen Haushaltsausgaben liegt somit bei 3 450 Euro.
Eine trennschärfere Betrachtung ergibt sich durch die Analyse der Äquivalenzausgaben, da diese
sowohl unterschiedliche Haushaltsgrößen als auch Haushaltszusammensetzungen berücksichtigen.
Der Median der Äquivalenzausgaben beträgt 2 380 Euro pro Monat. Das ausgabenschwächste
Zehntel der Haushalte gibt weniger als 1 230 Euro pro Erwachsenenäquivalent aus, während das
ausgabenstärkste Zehntel monatliche Äquivalenzausgaben von mindestens 4 680 Euro aufweist.
In Grafik 2 ist dargestellt, wie sich die Verteilung der Ausgaben je nach Ausgabenniveau ändert. Je
geringer die Ausgaben, desto höher die Ausgabenanteile für die grundlegenden Bereiche Wohnen
und Ernährung. So entfallen im untersten Ausgabendezil rund zwei Drittel der Ausgaben auf
Wohnen, Energie (46,7 %) und Ernährung, alkoholfreie Getränke (19,5 %). Hingegen spielen hier
Ausgaben für andere Bereiche wie Freizeit (3,2 %) oder Verkehr (4,4 %) eine deutlich geringere Rolle.
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 8 Mit steigender Ausgabenhöhe verschiebt sich jedoch die Struktur deutlich: Die Anteile für Ernährung und Wohnen gehen kontinuierlich zurück, während andere Bereiche an Bedeutung gewinnen. Im ausgabenstärksten Zehntel machen Ernährung und alkoholfreie Getränke nur noch 6,9 % und Wohnen und Energie 22,5 % aus. Gleichzeitig steigen die relativen Ausgaben für Freizeit, Sport und Kultur (14,3 %), Verkehr (19,2 %) sowie die übrigen Ausgaben (37,1 %) deutlich an. Grafik 2: Verteilung der Äquivalenzausgaben auf ausgewählte Ausgabengruppen in Prozent
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konsumerhebung 2024/25.
19,5 18,2 16,2 14,4 14,1 12,6 11,9 10,4 9,1 6,9 46,7 39,2 36,3 32,1 30,5 27,5 25,7 24,3 22,0 22,5 4,4 6,7 8,0 9,5 10,0 11,4 12,6 13,7 15,7 19,2 3,2 5,0 6,0 8,7 9,4 10,7 11,6 12,4 13,4 14,3 26,3 30,9 33,6 35,3 36,1 37,8 38,2 39,1 39,9 37,1
- Dezil
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- Dezil Ernährung, alkoholfreie Getränke Wohnen, Energie Verkehr Freizeit, Sport und Kultur Alle übrigen Ausgaben
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 9 Vergleich mit den Ergebnissen 2019/20 Verglichen mit den Ergebnissen der Konsumerhebung 2019/20 sind die durchschnittlichen Verbrauchsausgaben deutlich gestiegen. Die monatlichen Haushaltsausgaben erhöhen sich von 3 250 Euro auf 4 170 Euro um 28,3 %. Unter Berücksichtigung von Haushaltsgröße und Struktur zeigt sich auch bei den Äquivalenzausgaben ein deutlicher Anstieg um 28,1 %, von monatlich 2 160 Euro auf 2 760 Euro. Übersicht 2: Vergleich durchschnittlicher monatlicher Haushaltsausgaben 2019/20 und 2024/25 Ausgabenhauptgruppen Haushaltsausgaben in Euro Nominelle Veränderung in % 2019/20 2024/25 Verbrauchsausgaben insgesamt 3 250 4 170 28,3 Ernährung, alkoholfreie Getränke 392 484 23,5 Alkoholische Getränke, Tabakwaren 76,0 91,9 20,9 Bekleidung, Schuhe 135 173 28,2 Wohnen, Energie 791 1 100 39,0 Wohnungsausstattung 218 256 17,7 Gesundheit 139 198 42,2 Verkehr 455 567 24,7 Information und Kommunikation 113 115 2,1 Freizeit, Sport und Kultur 382 475 24,2 Bildung 37,5 43,7 16,4 Gastronomie, Beherbergung 192 276 43,8 Versicherungen, Finanzdienstleistungen 150 197 31,4 Andere Waren und Dienstleistungen 167 189 13,5 Q: STATISTIK AUSTRIA, Konsumerhebungen 2019/20 und 2024/25. Für den Vergleich wurden die Ausgaben der Konsumerhebung 2019/20 in COICOP18 umgeschlüsselt. – Werte in Euro sind gerundet: wenn ≥1 000 auf Zehner, wenn <1 000 auf Einer und wenn <100 auf eine Dezimalstelle. Den größten Anstieg verzeichnen die Ausgaben der Haushalte in der Ausgabengruppe Gastronomie, Beherbergung mit +43,8 %, gefolgt von den Ausgaben der anteilsmäßig recht kleinen Gruppe Gesundheit mit +42,2 % und der größten Ausgabengruppe Wohnen, Energie mit 39,0 %. Für den Vergleich wurden die Ausgabengruppen aus der Konsumerhebung 2019/20 an die – bei der Konsumerhebung 2024/25 verwendete – Nomenklatur COICOP 2018, angepasst. Daher kann es hier zu Abweichungen zu bisher publizierten Ergebnissen aus 2019/20 kommen. Aufgrund methodischer und erhebungstechnischer Unterschiede werden detailliertere Zeitvergleiche ausschließlich mit der jeweils vorangegangenen Erhebung angestellt. Ein Zeitvergleich mit weiter zurückliegenden Erhebungen ist derzeit aus inhaltlicher und methodischer Sicht nur punktuell vertretbar. Ausgabenanteile für Ernährung, alkoholfreie Getränke im Zeitverlauf In Grafik 3 sind die Ausgabenanteile der Ausgabengruppe Ernährung, alkoholfreie Getränke über mehrere Jahrzehnte hinweg dargestellt. Die Zeitreihe zeigt deutlich, dass der prozentuelle Anteil von
Kurzbericht Konsumerhebung 2024/25 | 10 Ausgaben für Ernährung und alkoholfreien Getränken an den Verbrauchsausgaben seit der Erhebung 1954 sinkt. Während Haushalte 1954 noch 44,8 % ihrer Konsumausgaben für Ernährung und alkoholfreie Getränke aufwendeten, sank dieser Anteil bis 1964 bereits auf 34,7 % und bis 1974 weiter auf 22,6 %. In den darauffolgenden Erhebungen setzte sich der Rückgang fort, wenn auch in abgeschwächter Form: 18,3 % (1984), 15,6 % (1993/94) sowie 14,4 % (1999/00). Seit den frühen 2000er-Jahren flacht die Entwicklung deutlich ab. Die Anteile liegen seitdem recht stabil in einem engen Bereich zwischen rund 12 % und 14 %. Insgesamt zeigt sich damit eine substanzielle Verringerung des Ausgabenanteils für Ernährung und alkoholfreie Getränke über die vergangenen sieben Jahrzehnte. Nach dem starken Rückgang bis zu Beginn der 1990er-Jahre verlief die Entwicklung deutlich langsamer, der Anteil sinkt jedoch weiterhin kontinuierlich und stabil. Grafik 3: Anteil von Ernährung und alkoholfreien Getränken an den Verbrauchsausgaben insgesamt
Q: STATISTIK AUSTRIA, Konsumerhebungen 1954 - 2024/25. – Um die Ernährungsanteile der einzelnen Erhebungen vergleichen zu können, mussten Anpassungen vorgenommen werden, so wurden etwa imputierte Mietwerte von den Gesamtverbrauchsausgaben 1993/94 - 2024/25 abgezogen. Zu beachten ist hier, dass für die Realisierung dieses Vergleichs mit weiter zurückliegenden Erhebungen, Anpassungen notwendig wurden (beispielsweise wurden die imputierten Mieten aus den Gesamtverbrauchsausgaben gerechnet). Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zu bisher publizierten Werten kommen.
44,8 34,7 22,6 18,3 15,6 14,4 14,2 13,3 13,0 13,2 12,8 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 1954 1964 1974 1984 1993/94 1999/00 2004/05 2009/10 2014/15 2019/20 2024/25 Konsumerhebungen