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IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Unternehmen und IKT-Sicherheit 15 Grafik 1
IKT-Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen im EU-Vergleich 2024 – in Prozent aller Unternehmen Q: Eurostat, Europäische Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024. 3.2 Unternehmen und Bewusstseinsbildung bei Beschäftigten bzgl. IKT-Si- cherheit Maßnahmen, um Beschäftigten ihre Verpflichtungen gegenüber sicherheitsrelevanten Themen im IKT- Bereich bewusst zu machen, haben sechs von zehn Unternehmen (61 %) implementiert. Die Bewusstseinsbildung bei Beschäftigten bzgl. IKT-Sicherheit hängt mit dem Wirtschaftszweig zusam - men. Unternehmen im Dienstleistungsbereich (64 %) machen Beschäftigte eher über IKT-Sicherheit auf- merksam als jene im produzierenden Bereich (55 %). Ein noch stärkerer Zusammenhang zeigt sich mit der Unternehmensgröße. Während fast alle großen Unternehmen (96 %) Beschäftigte über IKT-sicher - heitsrelevante Themen aufmerksam machen, trifft dies auf immerhin acht von zehn mittelgroße Unter - nehmen (83 %), aber nur auf sechs von zehn kleine Unternehmen (56 %) zu. Insgesamt zeigt sich, dass Unternehmen auf Verpflichtungen bezüglich IKT-Sicherheit vor allem mit Ver- einbarungen in Verträgen (43 %) und mit freiwilligen Schulungen oder intern verfügbaren Informatio - nen (45 %) aufmerksam machen. Verpflichtende Schulungen oder verpflichtendes Informationsmaterial (25 %) wird diesbezüglich hingegen selten genutzt. 3.3 Unternehmen und Verschriftlichungen bzgl. IKT-Sicherheit Insgesamt nutzen nur drei von zehn Unternehmen (29 %) Verschriftlichungen von Maßnahmen, Metho - den oder Prozessen in Bezug auf IKT-Sicherheit. Auch hier zeigt sich ein leichter Zusammenhang be - züglich Wirtschaftszweig und ein starker bezüglich Unternehmensgröße. Dienstleistungsunternehmen (31 %) nutzen Verschriftlichungen bezüglich IKT-Sicherheit häufiger als Produktionsunternehmen (24 %). Starke Unterschiede zeichnen sich bezüglich Unternehmensgröße ab, da kleine Unternehmen (24 %) im Gegensatz zu mittelgroßen (53 %) und vor allem großen Unternehmen (81 %) wesentlich seltener IKT-Si- cherheitsthemen verschriftlichen. 0 20 40 60 80 100 Finnland Dänemark Deutschland Zypern Belgien Niederlande Portugal Österreich Polen Malta Frankreich Italien EU-27 Schweden Tschechien Rumänien Litauen Estland Spanien Le�land Kroa�en Slowakei Luxemburg Irland Slowenien Ungarn Bulgarien Griechenland IKT-Einsatz in Unternehmen 2024  –  Unternehmen und IKT-Sicherheit 16 Jene Unternehmen, die IKT-Sicherheitsthemen verschriftlichen, verfügen großteils über sehr aktuelle Dokumente. Über 70 % von ihnen haben diese Verschriftlichungen innerhalb der letzten zwölf Monate erstellt bzw. aktualisiert (71 %). Vergleichsweise wenige Unternehmen (18 %) haben dies vor mehr als zwölf, aber innerhalb der letzten 24 Monate bzw. vor mehr als 24 Monaten (9 %) getan. Diesbezüglich zeigen sich kaum Unterschiede zwischen Wirtschaftszweigen und nur sehr geringe Unterschiede bezüg­ lich Unternehmensgröße im Sinne, dass große Unternehmen (79 %) aktuellere Dokumente besitzen als mittelgroße (74 %) und diese wiederum aktuellere Dokumente als kleine Unternehmen (69 %).

IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Unternehmen und IKT-Fachkräfte 17 4 Unternehmen und IKT-Fachkräfte Durch den digitalen Wandel werden digitale Kenntnisse zu einer Schlüsselkompetenz der Bevölkerung. Unternehmen benötigen nicht nur Personal, das über zumindest grundlegende digitale Kenntnisse ver - fügt, sondern zunehmend auch Personal, das auf Informations- und Kommunikationstechnologien spe - zialisiert ist. Unter IKT-Fachkräften sind Personen zu verstehen, deren Haupttätigkeit im IKT-Bereich liegt. Zu ihren Aufgaben zählen beispielsweise die Planung, Programmierung, Implementierung, Kon - figurierung und Evaluierung von IKT-Systemen sowie deren Administration, Betreuung, Wartung und Pflege. Aktuell beschäftigen 20 % der Unternehmen in Österreich IKT-Fachkräfte (Grafik 2). Hierbei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen. Nur wenige kleine Unternehmen (14 %) verfü - gen über IKT-Fachkräfte, während sie in knapp unter der Hälfte der mittelgroßen Unternehmen (44 %) anzutreffen sind. Im Vergleich dazu beschäftigen vier von fünf der großen Unternehmen (81 %) IKT-Fach- kräfte. Dieser Effekt der Unternehmensgröße zeigt sich auch bei der Rekrutierung bzw. Rekrutierungs - versuchen von IKT-Fachkräften. Während insgesamt weniger als 10 % der Unternehmen (9 %) im Vorjahr IKT-Fachkräfte einstellten bzw. einzustellen versuchten, so sind große Unternehmen (58 %) hier wesent- lich stärker vertreten als mittelgroße (21 %) und kleine Unternehmen (6 %). Damit verbunden sind auch die Schwierigkeiten bei der Suche nach IKT-Fachkräften. Sie treten bei 6 % aller Unternehmen und somit bei zwei von drei Unternehmen, die IKT-Fachkräfte gesucht haben, auf. Großunternehmen (44 % aller großen Unternehmen bzw. 76 % der großen Unternehmen mit IKT-Rekrutierung/-sversuchen) berichten häufiger über schwer zu besetzende Stellen für IKT-Fachkräfte als mittelgroße (15 % bzw. 69 %) und klei- ne Unternehmen (4 % bzw. 63 %). Grafik 2
IKT-Fachkräfte in Unternehmen 2024 – in Prozent aller Unternehmen Q: STATISTIK AUSTRIA, Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024. – IKT-Fachkräften sind Personen, deren Haupttätigkeit im IKT-Bereich liegt. Zu ihren Aufgaben zählen beispielsweise die Planung, Programmierung, Implementierung, Konfigurierung und Evaluierung von IKT-Systemen sowie deren Administration, Betreuung, Wartung und Pflege. 0 20 40 60 80 100 Beschä�igung von IKT-Fachkrä�en Rekru�erung/-sversuche von IKT-Fachkrä�en Schwierigkeiten bei Rekru�erung/-sversuchen von IKT-Fachkrä�en

Alle Unternehmen 10–49 Beschä�igte 50–249 Beschä�igte 250 und mehr Beschä�igte IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Unternehmen und IKT-Fachkräfte 18 4.1 Unternehmen und IKT-Fachkräfte sowie dazugehörige Rekrutierungen und Schwierigkeiten IKT-Fachkräfte werden in einem von fünf Unternehmen (20 %) beschäftigt. Auf der einen Seite zeigen sich kaum Unterschiede zwischen grob gegliederten Wirtschaftszweigen. Unternehmen im produzierenden Bereich (19 %) verfügen etwa gleich häufig über IKT-Fachkräfte als Unternehmen im Dienstleistungsbe - reich (20 %). Eine feinere Gliederung der Wirtschaftszweige deutet durchaus auf Unterschiede hin. So werden die wenigsten IKT-Fachkräfte in der zum Dienstleistungsbereich gehörenden Beherbergung und Gastronomie (6 %) sowie im zum produzierenden Bereich gehörenden Bau (7 %) beschäftigt. Er - wartungsgemäß werden IKT-Fachkräfte am ehesten im Informations- und Kommunikationszweig (81 %), der zum Dienstleistungsbereich gehört, angestellt. Auf der anderen Seite offenbaren sich auch große Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen. Während nur 14 % der kleinen Unternehmen IKT-Fach - kräfte beschäftigen, so trifft dasselbe auf 44 % der mittelgroßen und 81 % der großen Unternehmen zu (Übersicht 3). Hier sei darauf hingewiesen, dass kleine und mittelgroße Unternehmen ihre IKT-Aufgaben stärker durch externe Dienstleister:innen statt eigene Beschäftigte durchführen lassen, während große Unternehmen es umgekehrt handhaben. Bezüglich der Nachfrage nach Fachkräften im IKT-Bereich schreibt sich der Zusammenhang bezüglich Unternehmensgröße fort. Während insgesamt 9 % aller Unternehmen im Vorjahr IKT-Fachkräfte einge - stellt haben bzw. versucht haben einzustellen, so zeigt sich, je größer ein Unternehmen ist, desto eher war es auf der Suche nach IKT-Fachkräften. Während nur 6 % der kleinen Unternehmen Rekrutierungen bzw. Rekrutierungsversuche unternahmen, so wächst diese Zahl bei mittelgroßen Unternehmen auf 21 % und bei großen Unternehmen auf 58 % an. Zur Beurteilung eines Fachkräftemangels im IKT-Bereich können Daten über Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von IKT-Fachkräften herangezogen werden. Insgesamt berichten 6 % aller Unternehmen über schwer zu besetzende Stellen für IKT-Fachkräfte. Das entspricht etwa zwei von drei Unternehmen (67 %), die IKT-Fachkräfte rekrutiert haben bzw. versucht haben zu rekrutieren. Folglich ist für die Mehr - heit der Unternehmen mit IKT-Fachkräftebedarf die damit verbundene Personalsuche mit Schwierigkei- ten behaftet. Hinsichtlich der Unternehmensgröße zeigt sich, dass insgesamt kleine Unternehmen (4 %) wesentlich seltener Schwierigkeiten bei der IKT-Fachkräfte-Rekrutierung haben als mittelgroße (15 %) und große Unternehmen (44 %). Bezieht man die Schwierigkeiten bei der IKT-Fachkräfte-Rekrutierung hingegen nur auf Unternehmen, die auch tatsächlich nach ebendiesem Personal gesucht haben, verklei- nern sich die Unterschiede. Von Unternehmen mit IKT-Rekrutierungsversuchen haben 63 % der kleinen, 69 % der mittelgroßen und 76 % der großen Unternehmen Schwierigkeiten, Stellen für IKT-Fachkräfte zu besetzen. Die größte Schwierigkeit bei Rekrutierungen bzw. Rekrutierungsversuchen von IKT-Fachkräften sind mangelnde Bewerbungen (82 %), gefolgt von mangelnder Berufserfahrung (72 %) und mangelnde Qua - lifikationen (72 %). Diese Gründe lassen sich in einen Fachkräftemangel an IKT-Personal einordnen. Zu hohe Gehaltsvorstellungen (62 %) sind ebenso für die Mehrheit der Unternehmen mit Rekrutierungen bzw. Rekrutierungsversuchen von IKT-Fachkräften ein Problem. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024  –  Unternehmen und IKT-Fachkräfte 19 Übersicht 3 IKT-Fachkräfte in Unternehmen 2024 – in Prozent aller Unternehmen Merkmal Unternehmen mit … IKT-Fachkräften1 Rekrutierung/ Rekrutierungsversuch von IKT-Fachkräften2 schwer zu besetzenden Stellen für IKT-Fachkräfte3 in % aller Unternehmen Insgesamt 19,9 9,4 6,3 Wirtschaftszweig (ÖNACE 2008) Produzierender Bereich4 19,0 8,1 5,6 Dienstleistungsbereich5 20,3 10,0 6,7 Beschäftigtengrößenklasse 10–49 Beschäftigte 13,9 5,9 3,7 50–249 Beschäftigte 44,4 20,9 14,5 250 und mehr Beschäftigte 80,7 57,6 44,0 Q: STATISTIK AUSTRIA, Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024. – Befragungszeitraum: Februar bis Juli 2024. – 1) IKT- Fachkräfte sind Personen, deren Haupttätigkeit im IKT-Bereich liegt. Zu ihren Aufgaben zählen beispielsweise die Planung, Program­ mierung, Implementierung, Konfigurierung und Evaluierung von IKT-Systemen sowie deren Administration, Betreuung, Wartung und Pflege. – 2) Daten beziehen sich auf 2023. – 3) Daten beziehen sich auf 2023. – 4) Nur die Wirtschaftszweige (ÖNACE 2008) 10–33, 35–39 und 41–43. – 5) Nur die Wirtschaftszweige (ÖNACE 2008) 45–47, 49–53, 55, 56, 58–63, 68–75, 77–82 und 95.1. Im EU-Vergleich zeigt sich, dass Österreich mit 20 % Unternehmen, die IKT-Fachkräfte beschäftigen gleichauf mit dem EU-27-Schnitt liegt. Die Spannbreite erstreckt sich in den EU-Mitgliedstaaten von 11 % bis 34 %. Anteile von über 30 % Unternehmen mit IKT-Fachkräften werden in Malta, Dänemark, Finnland und Irland erzielt. Weitaus weniger IKT-Fachkräfte, genauer Anteile von unter 15 % Unternehmen mit IKT-Fachkräften, finden sich in Spanien, Italien und Rumänien. Grafik 3 IKT-Fachkräfte in Unternehmen im EU-Vergleich 2024 – in Prozent aller Unternehmen Q: Eurostat, Europäische Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024. 0 10 20 30 40 50 Malta Dänemark Finnland Irland Niederlande Ungarn Belgien Zypern Polen Luxemburg Deutschland Griechenland Schweden Portugal Tschechien EU-27 Österreich Estland Le‡land Bulgarien Slowenien Slowakei Litauen Frankreich Kroa‰en Spanien Italien Rumänien

IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Unternehmen und IKT-Fachkräfte 20 4.2 Unternehmen und sonstiges IKT-Management Unter österreichischen Unternehmen bieten 20 % IKT-bezogene Schulungen oder Weiterbildungen an. Bezüglich des Wirtschaftszweiges zeigen sich nur leichte Unterschiede. Sie werden leicht häufiger in Unternehmen im Dienstleistungsbereich (21 %) als im Produktionsbereich (18 %) angeboten. Hingegen starke Unterschiede offenbaren sich bezüglich der Unternehmensgröße. IKT-bezogene Schulungen und Weiterbildungen finden sich in großen Unternehmen (74 %) wesentlich häufiger als in mittelgroßen (41 %) und kleinen Unternehmen (15 %). Insgesamt bieten 13 % der Unternehmen diese Schulungen bzw. Weiterbildungen für IKT-Fachkräfte an sowie 16 % der Unternehmen für andere Beschäftigte. Während sich ein ähnliches Bild im produzieren - den Bereich (12 % bzw. 13 %) und Dienstleistungsbereich (13 % bzw. 17 %) zeigt, treten größere Differen- zen nach Unternehmensgröße auf. Wesentlich weniger kleine Unternehmen (8 % bzw. 12 %) bieten IKT- Schulungen bzw. -Weiterbildungen an als mittelgroße (30 % bzw. 31 %) und große Unternehmen (65 % bzw. 60 %). Im Durchschnitt aller Unternehmen liegt die Verantwortung für IKT-Aufgaben stärker bei externen Dienstleister:innen (58 %) als bei eigenen Beschäftigten (36 %). Dies gilt sowohl für den produzierenden Bereich (62 % bzw. 37 %) als auch für den Dienstleistungsbereich (56 % bzw. 36 %). Bezüglich der Ver - antwortung für IKT-Aufgaben kommt der Effekt der Unternehmensgröße besonders stark zu tragen. Während kleine Unternehmen ihre IKT-Aufgaben primär extern (55 %) statt intern (31 %) ausüben lassen, zeigt sich für den Rest der Unternehmen, dass diese eine stärkere Mischung aus IKT-Aufgaben aufwei - sen, die extern (71 % der mittelgroßen bzw. 79 % der großen Unternehmen) und intern (57 % der mittel - großen bzw. 86 % der großen Unternehmen) ausgeführt werden. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Glossar 21 5 Glossar Applikation/App Eine Applikation (App) ist eine Anwendungssoftware bzw. ein Computerprogramm. Beispiele für Anwen- dungsgebiete sind unter anderem Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Warenausgang, Finanzbuch - haltung, Computerspiele. Der Ausdruck „App“ hat sich hauptsächlich als Anwendungssoftware von mo - bilen Geräten durchgesetzt. B2B (business-to-business) Die Bezeichnung „business-to-business“ steht für Geschäftsbeziehungen zwischen mindestens zwei Unternehmen. B2C (business-to-consumer) Die Bezeichnung „business-to-consumer“ steht für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen (Konsument:innen, Endkund:innen). B2G (business-to-government) Die Bezeichnung „business-to-government“ steht für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Ämtern oder Behörden und umfasst ebenso die öffentliche Verwaltung. Beschäftigte Zu den Beschäftigten zählen selbstständig und unselbstständig Beschäftigte sowie regelmäßig mithel - fende Familienangehörige, die im Jahr 2023 in einem aufrechten Arbeits- oder Vertragsverhältnis (ein - schließlich Teilzeit und geringfügige Beschäftigung) gestanden sind. Auszuschließen sind Personen in Karenz, freie Dienstnehmer:innen (sofern sie keinen Lohn oder kein Gehalt beziehen) sowie unterneh - mensfremde Arbeitskräfte (z. B. Leasing- oder Leihpersonal, Personen mit Werkverträgen). Breitbandverbindung Breitbandverbindungen zeichnen sich durch hohe Download-Geschwindigkeiten aus. Unter Breitband- Internet über Festnetz sind Verbindungen wie DSL, Kabel, Glasfaser oder Standleitung gemeint. Computer Unter Computern werden Desktop-PCs (Personal Computer), mobile Computer (z. B. Laptops, Tablets) sowie andere mobile Geräte wie Smartphones verstanden. E-Commerce Gemäß der Definition von Eurostat und der OECD werden unter Electronic Commerce (E-Commerce) Transaktionen verstanden, die über Websites, Apps oder Online-Marktplätze sowie über EDI-basierte Systeme abgewickelt werden (siehe Definitionen „E-Commerce-Verkäufe“, „EDI-basierte Verkäufe“ so - IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Glossar 22 wie „Webverkäufe“). Auszuschließen sind Verkäufe, Aufträge oder Buchungen, welche mit E-Mails getä - tigt werden, sofern diese nicht automatisiert erstellt werden. Zahlung und Lieferung müssen nicht not - wendigerweise online durchgeführt werden. E-Commerce-Verkäufe Unter E-Commerce-Verkäufen versteht man Verkäufe, Aufträge oder Buchungen von Waren oder Dienst- leistungen über Websites, Apps oder Online-Marktplätze oder EDI-basierte Systeme. Auszuschließen sind Verkäufe, Aufträge oder Buchungen, welche mit E-Mails getätigt werden, sofern diese nicht auto - matisiert erstellt werden. Zahlung und Lieferung müssen nicht notwendigerweise online durchgeführt werden. EDI-basierte Verkäufe EDI-basierte Verkäufe sind eine Unterkategorie von E-Commerce-Verkäufen. Sie umfassen Verkäufe, Aufträge oder Buchungen von Waren oder Dienstleistungen über EDI-basierte Systeme (EDI = Electro - nic Data Interchange), die von einer Computeranwendung der Kund:innen generiert und direkt (oder über einen EDI-Service-Provider) an eine Computeranwendung des Unternehmens übermittelt werden. Die zu übermittelnde Nachricht wird nicht manuell eingetippt, sondern automatisiert erstellt. Sie folgt einem vereinbarten Format oder Standardformat (z. B. XML, EDIFACT), welches eine automatisierte Wei- terverarbeitung ermöglicht (einschließlich automatisierter bedarfsabhängiger Bestellungen). Extranet Das Extranet ist ein geschlossener und geschützter Bereich einer Website oder eine Erweiterung der unternehmensinternen Website (Intranet), die nur für ausgewählte Geschäftspartner:innen zugänglich sind. IKT-Sektor Der IKT-Sektor im Rahmen dieser Erhebung umfasst Unternehmen, deren wirtschaftliche Haupttätigkeit im Bereich der IKT liegt. Unternehmen aus den folgenden ÖNACE 2008-Aggregaten sind dem IKT-Sektor zugeteilt: • 26.1 Herstellung von elektronischen Bauelementen und Leiterplatten • 26.2 Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten • 26.3 Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik • 26.4 Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik • 26.8 Herstellung von magnetischen und optischen Datenträgern • 46.5 Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik • 58.2 Verlegen von Software • 61 Telekommunikation • 62 Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie • 63.1 Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten; Webportale • 95.1 Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Glossar 23 IKT-Sicherheit Unter IKT-Sicherheit werden Maßnahmen, Kontrollen und Abläufe verstanden, welche die Integrität, Echtheit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit von Daten und Systemen gewährleisten. Künstliche Intelligenz Unter Künstlicher Intelligenz (KI) versteht man Technologien, die intelligentes Verhalten nachahmen und einen gewissen Grad an Eigenständigkeit aufweisen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen (z. B. Machine Learning, Deep Learning, Text-, Sprach- oder Bilderkennung). KI-Technologien umfassen sowohl rein Software-basierte Systeme (z. B. Chatbots, Software zur Gesichts- erkennung, Spracherkennung, Übersetzung von Texten oder zur Datenanalyse basierend auf Machine Learning) als auch Software-basierte Systeme, die in autonome Geräte integriert sind (z. B. autonome Drohnen oder Fahrzeuge, Roboter in Lagerverwaltungs- oder Produktionsprozessen). Im Rahmen der Erhebung wurden folgende KI-Technologien erfasst: • KI-Technologien, um Texte in geschriebener Form zu analysieren (Text Mining, Texterkennung) • KI-Technologien, um gesprochene Sprache in maschinenlesbare Form zu bringen (Spracherken - nung – Natural Language Processing (NLP)) • KI-Technologien, um natürliche Sprache zu generieren (Sprachgenerierung in geschriebener oder gesprochener Form – Natural Language Generation (NLG)) • KI-Technologien, um Objekte oder Menschen auf Basis von Mustern in Bildern zu identifizieren (Bild- erkennung oder -verarbeitung) • KI-Technologien, um Daten automatisiert zu analysieren (z. B. maschinelles Lernen, Deep Learning) • KI-Technologien, um Prozesse oder Arbeitsschritte zu automatisieren bzw. Entscheidungshilfen zu erstellen (z. B. softwarebasierte Robot Process Automation (RPA)) • KI-Technologien, welche es Maschinen oder Fahrzeugen ermöglichen, sich selbstständig fortzube - wegen und auf Veränderungen der Umwelt zu reagieren (z. B. autonome Roboter, selbstfahrende Fahrzeuge, autonome Drohnen) Online-Marktplatz Unter Online-Marktplätzen werden Websites oder Apps verstanden, die von diversen Unternehmen ge - nutzt werden, um Waren oder Dienstleistungen zu verkaufen. Remote-Zugriff Mit einem Remote-Zugriff (Fernzugriff) können autorisierte Beschäftigte von einem Computer (ein - schließlich Laptop oder Smartphone) über das Internet auf einen anderen Computer bzw. ein Unterneh- mensnetzwerk zugreifen. Das wird zum Beispiel über VPN, VDI oder Tools wie TeamViewer ermöglicht. Website Eine Website (Homepage; Webauftritt) ist ein Medium, um über das Internet zu kommunizieren und in weiterer Folge ein virtueller Platz im World Wide Web, an dem sich meist mehrere Websites und andere Dokumente befinden. Zum Aufruf und korrekten Darstellung einer Website ist ein Internetbrowser not - wendig. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Glossar 24 Webverkäufe Webverkäufe sind eine Unterkategorie von E-Commerce-Verkäufen. Sie umfassen Verkäufe, Aufträge oder Buchungen von Waren oder Dienstleistungen über Websites oder Apps eines Unternehmens (On - line-Shops oder Webshops, Web-Formulare, Extranet, Buchungs- oder Reservierungssysteme) und On - line-Marktplätze. Umsatz Der Gesamtumsatz beinhaltet die Summe der im Unternehmen für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit in Rechnung gestellten Beträge (ohne Umsatzsteuer), die dem Verkauf oder der Nutzungsüberlassung von Erzeugnissen und Waren bzw. gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen entsprechen. Einzu - schließen sind alle Steuern und Abgaben (ohne Umsatzsteuer) sowie andere Aufwendungen, die den Kund:innen verrechnet werden (z. B. Transport). Abzuziehen sind Erlösschmälerungen (z. B. Skonti). Tabellenteil IKT-Einsatz in Unternehmen