IKT-Einsatz-in-Unternehmen-2024_barr.pdf

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STATISTIK AUSTRIA Einsatz von Informations- und Kommunikations- technologien IKT-Einsatz
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Inhaltsverzeichnis Übersichten im Textteil 1 In die Erhebung einbezogene Wirtschaftszweige nach ÖNACE 2008    10 2 IKT-Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen 2024 – in Prozent aller Unternehmen  14 3 IKT-Fachkräfte in Unternehmen 2024 – in Prozent aller Unternehmen     19

Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis des Tabellenteils Teil A: Ergebnisse der Erhebung 2024     27 A.01 Unternehmen mit Internetzugang 2024     27 A.02 Unternehmen nach Anteil der Beschäftigten mit Internetzugang 2024     28 A.03 Beschäftigte mit Internetzugang 2024     29 A.04 Unternehmen mit Breitband-Internet über Festnetz 2024     30 A.05 Download-Geschwindigkeit des schnellsten Breitband-Internets über Festnetz 2024     31 A.06 Unternehmen mit ausreichender Download-Geschwindigkeit des schnellsten Breitband- Internets über Festnetz 2024     32 A.07 Unternehmen mit Remote-Zugriff 2024     33 A.08 Unternehmen mit Online-Meetings 2024     34 A.09 Unternehmen mit Verkäufen über E-Commerce 2023     35 A.10 Umsatz der Verkäufe über E-Commerce 2023     36 A.11 Unternehmen mit Verkäufen über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2023 nach Vertriebsart     37 A.12 Umsatz der Verkäufe über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2023 nach Vertriebsart     38 A.13 Unternehmen mit Verkäufen über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2023 nach Kund:innengruppe     39 A.14 Umsatz der Verkäufe über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2023 nach Kund:innengruppe     40 A.15 Unternehmen mit Verkäufen über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2023 nach Kund:innengruppe     41 A.16 Umsatz der Verkäufe über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2023 nach regionaler Herkunft der Kund:innen     42 A.17 Unternehmen mit Nutzung von IKT-Sicherheitsmaßnahmen 2024     43 A.18 Unternehmen mit Maßnahmen im Bereich der IKT-Sicherheit 2024 – Teil 1     44 A.19 Unternehmen mit Maßnahmen im Bereich der IKT-Sicherheit 2024 – Teil 2     45 A.20 Unternehmen mit Maßnahmen, um den Beschäftigten ihre Verpflichtungen gegenüber sicherheitsrelevanten Themen im IKT-Bereich bewusst zu machen 2024     46 A.21 Unternehmen mit Verschriftlichung von Maßnahmen, Methoden oder Prozessen in Bezug auf IKT-Sicherheit 2024     47 A.22 Zeitpunkt der Erstellung bzw. der letzten Aktualisierung schriftlich festgehaltener Maßnahmen, Methoden oder Prozesse in Bezug auf die IKT-Sicherheit 2024     48 A.23 Unternehmen nach Vorfällen im Bereich der IKT-Sicherheit 2023     49 A.24 Unternehmen mit Vorfällen im Bereich der IKT-Sicherheit 2023     50 A.25 Unternehmen mit Nutzung von KI-Technologien 2024     52 A.26 Anzahl an genutzten KI-Technologien 2024     53 A.27 Arten der genutzten KI-Technologien 2024     54 A.28 Anzahl an Unternehmensbereichen, in denen KI-Technologien genutzt werden 2024     56 A.29 Unternehmensbereiche, in denen KI-Technologien genutzt werden 2024     57 A.30 Implementierung der genutzten KI-Technologien 2024     59 A.31 Unternehmen ohne Nutzung von KI-Technologien 2024     60 A.32 Gründe gegen die Nutzung von KI-Technologien 2024     61

Inhaltsverzeichnis A.33 Unternehmen mit IKT-Fachkräften 2024     63 A.34 Unternehmen mit der Rekrutierung von IKT-Fachkräften 2023     64 A.35 Unternehmen mit schwer zu besetzenden Stellen für IKT-Fachkräfte 2023     65 A.36 Unternehmen mit Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von IKT-Fachkräften 2023     66 A.37 Unternehmen mit IKT-bezogenen Schulungen oder Weiterbildungen 2023     67 A.38 Verantwortung für IKT-Aufgaben 2023     68 A.39 Digitalisierungsintensität von Unternehmen 2024     69 A.40 Indikatoren zur Digitalisierungsintensität von Unternehmen 2024 – Teil 1     70 A.41 Indikatoren zur Digitalisierungsintensität von Unternehmen 2024 – Teil 2     72 Teil B: Ländervergleich der EU-27 2024     74 B.01 Unternehmen mit IKT-Fachkräften 2024 im EU-Vergleich     74 B.02 Unternehmen mit der Rekrutierung von IKT-Fachkräften 2023 im EU-Vergleich     75 B.03 Unternehmen mit schwer zu besetzenden Stellen für IKT-Fachkräfte 2023 im EU-Vergleich     76 B.04 Unternehmen mit Nutzung von IKT-Sicherheitsmaßnahmen 2024 im EU-Vergleich     77 Teil C: Zeitvergleich 2005 bis 2024 (Hauptindikatoren)     78 C.01 Unternehmen mit Internetzugang 2005 bis 2024     78 C.02 Unternehmen mit Breitband-Internet über Festnetz 2005 bis 2024     79 C.03 Unternehmen mit Verkäufen über E-Commerce 2009 bis 2023     80 C.04 Unternehmen mit Verkäufen über Websites, Apps oder Online-Marktplätzen 2009 bis 2023     81 C.05 Unternehmen mit Verkäufen über EDI-basierte Systeme 2009 bis 2023     82 C.06 Umsatz der Verkäufe über E-Commerce 2009 bis 2023     83 C.07 Umsatz der Verkäufe über Websites, Apps oder Online-Marktplätze 2009 bis 2023     84 C.08 Umsatz der Verkäufe über EDI-basierte Systeme 2009 bis 2023     85 C.09 Unternehmen mit Nutzung von KI-Technologien 2021 bis 2024     86

IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Zusammenfassung Zusammenfassung Statistik Austria führte im Jahr 2024 eine Erhebung über den Einsatz von Informations- und Kommuni - kationstechnologien (IKT) in Unternehmen ab zehn Beschäftigten in ausgewählten Wirtschaftszweigen durch. Die Erhebung basiert auf einer EU-Verordnung, die Österreich und alle anderen Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, jährlich Daten über den IKT-Einsatz in Unternehmen an Eurostat zu liefern. Im Zentrum dieser Publikation stehen die Themen IKT-Sicherheit und IKT-Fachkräfte. Einerseits werden Vergleiche zwischen der österreichischen und europäischen Situation gezogen, andererseits wird auch die Situation von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) in Österreich untersucht. Die Daten aus der Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen spielen somit eine wichtige Rolle bei der Messung der Digitalisierung von Unternehmen. Die Ergebnisse der gesamten Erhebung finden sich im Tabellenteil dieser Publikation. Unternehmen und IKT-Sicherheit So gut wie alle Unternehmen in Österreich setzen sich mit IKT-Sicherheit auseinander. 95 % der Unter - nehmen wenden zumindest eine IKT-Sicherheitsmaßnahme an. Zwischen Wirtschaftszweigen beste - hen nur geringe Unterschiede (Produzierender Bereich: 97 %, Dienstleistungsbereich: 95 %). Je größer ein Unternehmen jedoch ist, desto mehr IKT-Sicherheitsmaßnahmen werden implementiert. Beispiels - weise wenden 62 % der großen Unternehmen zehn bis elf von insgesamt elf ausgewählten IKT-Sicher - heitsmaßnahmen an. Dasselbe trifft nur auf 32 % der mittelgroßen und 12 % der kleinen Unterneh - men zu. Weiters machen mehr große (96 %) und mittelgroße Unternehmen (83 %) ihre Beschäftigten auf Verpflichtungen bezüglich IKT-Sicherheitsthemen aufmerksam als kleine Unternehmen (56 %). Das - selbe gilt für Verschriftlichungen von Maßnahmen, Methoden oder Prozessen in Bezug auf IKT-Sicherheit (81 %, 53 % bzw. 24 %). Unternehmen und IKT-Fachkräfte Aktuell beschäftigen 20 % der Unternehmen in Österreich IKT-Fachkräfte. Während kaum Unterschiede nach Wirtschaftszweig bestehen (Produzierender Bereich: 19 %, Dienstleistungsbereich: 20 %), unter - scheidet sich die Beschäftigung von IKT-Fachkräften stark nach Unternehmensgröße. Während vier von fünf Großunternehmen (81 %) IKT-Fachkräfte beschäftigten, trifft dies nur auf eine Minderheit der kleinen (14 %) und mittelgroßen Unternehmen (44 %) zu. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Suche nach IKT-Fachkräften ab. Sie unterscheidet sich kaum nach Wirtschaftszweig, aber stark nach Unterneh- mensgröße. Insgesamt hat etwa eines von zehn Unternehmen (9 %) im Vorjahr IKT-Fachkräfte rekrutiert bzw. versucht zu rekrutieren. Der Großteil von ihnen (6 % aller Unternehmen bzw. 67 % der Unterneh - men mit IKT-Rekrutierungen bzw. IKT-Rekrutierungsversuchen) ist dabei auf Schwierigkeiten gestoßen. Diese resultieren vor allem aus einem Mangel an Bewerbungen (82 %), mangelnden Berufserfahrungen (72 %) oder Qualifikationen (72 %) sowie aus zu hohen Gehaltsvorstellungen (62 %). 7 IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Summary Summary In 2024, Statistics Austria conducted a survey on the use of information and communication technolo - gies (ICT) in enterprises with ten or more employees in selected economic sectors. The survey is based on an EU regulation that obliges Austria and all other member states to provide Eurostat with annual data on the ICT use in enterprises. This publication focuses on the topics of ICT security and ICT specialists. On the one hand, the situation in Austria and Europe is compared. On the other hand, the situation of small and medium-sized enter - prises (SME) is also examined. The data from the survey on the use of ICT in enterprises therefore play an important role in measuring the digitalisation of enterprises. The results of the entire survey can be found in the table section of this publication. Enterprises and ICT security Almost all enterprises in Austria address ICT security. 95% of enterprises apply at least one ICT security measure. There are only minor differences between economic sectors (production sector: 97%, service sector: 95%). However, the larger an enterprise is, the more ICT security measures are implemented. For example, 62% of large enterprises use ten to eleven out of a total of eleven selected ICT security measu - res. The same applies to only 32% of medium-sized enterprises and 12% of small enterprises. Further - more, more large enterprises (96%) and medium-sized enterprises (83%) make their employees aware of their responsibilities regarding ICT security than small enterprises (56%). The same holds true for docu - ments on measures, practices or procedures regarding ICT security (96%, 53% and 24% respectively). Enterprises and ICT specialists Currently, 20% of enterprises in Austria employ ICT specialists. While there are almost no differences between economic sectors (production sector: 19%, service sector: 20%), the employment of ICT spe - cialists differs greatly according to enterprise size. While four out of five large enterprises (81%) employ ICT specialists, this only applies to a minority of small (14%) and medium-sized enterprises (44%). The search for ICT specialists paints a similar picture. It hardly differs by economic sector, but differs grea - tly by enterprise size. Overall, one out of ten enterprises (9%) recruited or tried to recruit ICT specialists in the previous year. The majority of them (6% of all enterprises or 67% of enterprises that recruited or tried to recruit ICT specialists) experienced difficulties in the process. These difficulties are primarily the result of a lack of applications (82%), a lack of relevant work experience (72%) or a lack of qualifications (72%) as well as salary expectations that are too high (62%). 8 IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Einleitung 9 1 Einleitung Statistik Austria führte 2024 eine Erhebung über den Einsatz von Informations- und Kommunikations - technologien (IKT) in Unternehmen durch. Seit 2001 wird diese Erhebung europaweit durchgeführt, die vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) beauftragt und auf nationaler Ebene vom Bun- desministerium für Finanzen (BMF) mitfinanziert wird. Sie basiert auf einer EU-Verordnung 1, die Öster - reich dazu verpflichtet, jährlich Daten über den IKT-Einsatz in Unternehmen an Eurostat zu übermitteln. Für das Jahr 2024 gilt weiters eine Durchführungsverordnung 2, welche detailliert die abzufragenden In - dikatoren auflistet. Die Durchführungsverordnung wird jährlich angepasst, um auf aktuelle Bedürfnisse der Nutzer:innen flexibel reagieren zu können. Die Erhebung wurde auf Basis eines einheitlichen europäisch harmonisierten Fragenprogramms, das von Eurostat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Statistiken über die Informationsgesellschaft jährlich ausgearbeitet wird, durchgeführt. Das Fragenprogramm besteht aus Hauptindikatoren, die sich über die Jahre nicht verändern (Internetzugang und -nutzung sowie E-Commerce) und aus jährlich wechselnden Indikatoren. 2024 wurden vertiefende Fragen zu Künstlicher Intelligenz, IKT-Sicherheit und IKT-Fachkräften gestellt. Das europäisch harmonisierte Fragenprogramm und die einheitliche Methodik ermöglichen den direkten Vergleich der Ergebnisse zwischen den einzelnen Mitgliedsländern der Euro - päischen Union. Die Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 liefert vielfältige Daten zur Digitalisierung der Wirtschaft. Die Themen IKT-Sicherheit und IKT-Fachkräfte stehen im Zentrum dieser Publikation. Die österreichische Unternehmenslandschaft wird hinsichtlich der Anwendung von ausgewählten IKT-Si - cherheitsmaßnahmen analysiert. Zudem wird dargelegt, wie verbreitet Maßnahmen zur Bewusstseins - bildung bei Beschäftigten bzgl. IKT-Sicherheit sowie Verschriftlichungen zur bestmöglichen Wahrung der IKT-Sicherheit sind. Weiters wird die Beschäftigung von IKT-Fachkräften in österreichischen Unterneh - men thematisiert. Damit in Verbindung werden auch Daten zu Rekrutierungen bzw. Rekrutierungsversu- chen von IKT-Fachkräften sowie damit verbundene Schwierigkeiten präsentiert. Abschließend werden weitere Aspekte des IKT-Managements dargelegt, genauer IKT-Schulungen für Beschäftigte sowie Ver - antwortungen für IKT-Aufgaben. Dem Tabellenteil im Anhang können alle Daten aus der Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen entnommen werden. Somit sind auch Daten enthalten, die nicht im Ergebnisteil angeführt werden. Der zur Erhebung gehörende Fragebogen ist im Anhang verfügbar. Im Ergebnisteil werden EU-Daten zu aus - gewählten Aspekten (Unternehmen mit IKT-Sicherheitsmaßnahmen; Unternehmen mit IKT-Fachkräf - ten) dargelegt. Weitere EU-Daten finden sich auf der Website von Eurostat. 1 Verordnung (EU) 2019/2152 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über europäische Unter - nehmensstatistiken, zur Aufhebung von zehn Rechtsakten im Bereich Unternehmensstatistiken. 2 Für die Erhebung 2024: Durchführungsverordnung (EU) 2023/1507 der Kommission vom 20. Juli 2023 zur Festlegung der technischen Spezifikationen der Datenanforderungen und der Fristen für die Vorlage der Metadaten und der Qualitätsbe - richte für das Thema „IKT-Nutzung und E-Commerce“ für das Bezugsjahr 2024 gemäß der Verordnung (EU) 2019/2152 des Europäischen Parlaments und des Rates. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Methodik 10 2 Methodik 2.1 Erhebungseinheit und -masse Als Erhebungseinheit wurden Unternehmen ab 10 Beschäftigten herangezogen. Entsprechend den Eurostat-Richtlinien wurden Unternehmen der in Übersicht 1 dargestellten ÖNACE-
2008-Wirtschaftszweige einbezogen. Die Grundlage für die ÖNACE-2008-Klassifizierung bildete das Unternehmensregister von Statistik Austria (Stand: Jänner 2024). Übersicht 1 In die Erhebung einbezogene Wirtschaftszweige nach ÖNACE 2008 ÖNACE 2008 Ab- schnitt Abteilung,
Gruppe,
Klasse Bezeichnung Produzierender
Bereich C 10–33 Herstellung von Waren D 35 Energieversorgung E 36–39 Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen F 41–43 Bau Dienstleistungsbereich G 45–47 Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen H 49–53 Verkehr und Lagerei I 55, 56 Beherbergung und Gastronomie J 58–63 Information und Kommunikation L 68 Grundstücks- und Wohnungswesen M 69–75 Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen N 77–82 Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen S 95.1 Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikations - geräten 2.2 Grundgesamtheit, Stichprobe und Rücklauf Die Grundgesamtheit, aus der die Stichprobe von rund 10 500 Unternehmen gezogen wurde, bildeten rund 43 000 Unternehmen. Es handelt sich bei dieser Stichprobe um eine geschichtete Zufallsauswahl. Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten waren zur Gänze in der Stichprobe enthalten, Unterneh - men mit weniger als 10 Beschäftigten waren von der Erhebung ausgenommen. Als Stratifizierungsmerkmale dienten die wirtschaftliche Haupttätigkeit der Unternehmen, die Anzahl der Beschäftigten sowie der Hauptstandort (Bundesland). Die herangezogenen Informationen stammen jeweils aus dem Unternehmensregister von Statistik Austria. Für die wirtschaftliche Haupttätigkeit der Unternehmen wurde auf die ÖNACE-2008-Klassifizierung der Unternehmen zurückgegriffen. Für das Schichtungsmerkmal der Anzahl der Beschäftigten wurden drei Größenklassen gebildet: 10–49 Beschäf- tigte, 50–249 Beschäftigte, 250 und mehr Beschäftigte. Die Teilnahme an der Erhebung war für die Unternehmen freiwillig. An der Erhebung 2024 haben rund 6 600 Unternehmen teilgenommen. Der Rücklauf liegt somit bei rund 63 %. Dieser ist bei großen Unter - nehmen etwas höher als bei mittelgroßen und kleinen Unternehmen (10–49 Beschäftigte: 60 %; 50–249 Beschäftigte: 67 %; 250 und mehr Beschäftigte: 69 %). IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Methodik 11 2.3 Erhebungsphase, Berichtszeitraum Die Befragung der Unternehmen wurde von Februar bis Juli 2024 durchgeführt. Berichtszeitraum bzw. -zeitpunkt war grundsätzlich der Befragungszeitpunkt 2024, für ausgewählte Indikatoren (E-Commerce- Verkäufe, IKT-Fachkräfte) das Jahr 2023. 2.4 Erhebungstechniken Die in der Stichprobe ausgewählten Unternehmen erhielten über den Postweg ein Schreiben mit der Bitte, den Webfragebogen im Rahmen von eQuest-Web auszufüllen, sowie ein Informationsblatt „Nut - zungshinweise für den Webfragebogen“ und ein Informationsblatt „Datenschutzinformation“. Die Zu - gangsdaten (Anmeldename und Passwort) waren ebenfalls im Schreiben enthalten. Nur auf Anfrage wurde ein Papierfragebogen verschickt. Um die Teilnahme zu erhöhen, wurden den Unternehmen zwei Erinnerungsschreiben übermittelt. Die - se Schreiben enthielten neben dem Anschreiben und den Informationsblättern auch einen Papierfra - gebogen mit Erläuterungen und Zugangsdaten zum Webfragebogen eQuest-Web sowie ein portofreies Rückantwortkuvert. Die Datenübermittelung erfolgte von 85 % aller antwortenden Unternehmen über den Webfragebogen. Weitere 14 % nutzten den Papierfragebogen und das restliche 1 % entfiel auf Mail-, Fax- und sonstige Fragebögen. Der Fragebogen umfasste folgende Module:

  1. Internetzugang und -nutzung
  2. E-Commerce-Verkäufe
  3. IKT-Sicherheit
  4. Künstliche Intelligenz
  5. IKT-Fachkräfte 2.5 Imputationen und Hochrechnung Grundsätzlich wurden, in Übereinstimmung mit den Eurostat-Vorgaben, fehlende Angaben nicht im - putiert. Sofern Antwortausfälle nicht durch Rückfragen per Telefon oder E-Mail bereinigt werden konn - ten, wurden sie als „Nein“ oder „Trifft nicht zu“ klassifiziert. Wenn es den Unternehmen nicht möglich war, ihre E-Commerce-Verkäufe zu quantifizieren, wurden diese fehlenden Werte mit dem Nearest-
    Neighbour-Verfahren imputiert. Die im Rahmen der Erhebung gewonnenen Rohdaten wurden entsprechend den Eurostat-Vorgaben gewichtet und hochgerechnet, um ein repräsentatives Ergebnis für alle Unternehmen der inkludierten Wirtschaftszweige zu ermitteln. Für die Beschäftigten mit Internetzugang wurde nach Beschäftigten ge - wichtet. Für alle Umsatzwerte wurde nach Umsätzen gewichtet. Für alle anderen Merkmale wurde eine Gewichtung nach der Anzahl der Unternehmen vorgenommen. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Methodik 12 2.6 Gliederung der Tabellen Der Tabellenteil umfasst drei Teile: • Teil A: Ergebnisse der Erhebung 2024 • Teil B: Ergebnisse der Erhebung 2024 im EU-Vergleich • Teil C: Zeitvergleich 2005 bis 2024 (Hauptindikatoren) Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte nach Wirtschaftszweigen (verwendete Wirtschaftszweigklassi - fikation: ÖNACE 2008), Beschäftigtengrößenklassen (10–49 Beschäftigte; 50–249 Beschäftigte; 250 und mehr Beschäftigte) und Bundesländern. Zu den Zeitvergleichstabellen sei angemerkt, dass aufgrund der über die Jahre immer wieder neu hin - zugekommenen bzw. weggefallenen Wirtschaftszweige diese Art von Vergleichen mit Schwierigkeiten verbunden ist. Es wurden daher in den Vergleichstabellen nur jene Wirtschaftszweige berücksichtigt, die über die Jahre gleichgeblieben sind oder keinen entscheidenden Anteil an der Grundgesamtheit haben. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024 – Unternehmen und IKT-Sicherheit 13 3 Unternehmen und IKT-Sicherheit Die Digitalisierung ist für Unternehmen mit zahlreichen Chancen verbunden. Sie stellt Unternehmen je - doch auch vor neue Herausforderungen. In diesem Zusammenhang ist IKT-Sicherheit zu einem Schlüssel für eine sichere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen gewor - den. Unter IKT-Sicherheit werden Maßnahmen, Kontrollen und Abläufe verstanden, welche die Integri - tät, Echtheit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit von Daten und Systemen gewährleisten. So gut wie alle Unternehmen in Österreich setzen sich mit IKT-Sicherheit auseinander (Grafik 1). 95 % der Unternehmen wenden zumindest eine IKT-Sicherheitsmaßnahme an. Unterschiede zwischen Unterneh- mensgrößen zeigen sich nicht in der Frage, ob IKT-Sicherheitsmaßnahmen angewendet werden, sehr wohl jedoch in der Frage, wie viele Maßnahmen angewendet werden. IKT-Sicherheit umfasst nicht nur konkrete Maßnahmen, sondern auch die entsprechende Kommunikation im Unternehmen. Sechs von zehn Unternehmen (61 %) geben an, über Maßnahmen zu verfügen, um den Beschäftigten ihre Verpflich- tungen gegenüber sicherheitsrelevanten Themen im IKT-Bereich bewusst zu machen. Drei von zehn Unternehmen (29 %) besitzen zudem Verschriftlichungen von Maßnahmen, Methoden oder Prozessen bezüglich IKT-Sicherheit. Auch hier gilt: Je größer ein Unternehmen ist, desto eher verfügt es über Maß - nahmen zur Bewusstseinsbildung oder Verschriftlichungen bezüglich IKT-Sicherheit. 3.1 Unternehmen und IKT-Sicherheitsmaßnahmen IKT-Sicherheitsmaßnahmen werden von einer großen Mehrheit an Unternehmen (95 %) genutzt. Ihnen steht eine kleine Minderheit gegenüber, die bisher noch keine IKT-Sicherheitsmaßnahmen implemen - tiert hat (4 %). Vergleicht man die Daten zur Nutzung von mindestens einer IKT-Sicherheitsmaßnahme, zeigen sich nur kleine Unterschiede bezüglich der Wirtschaftszweige (Produzierender Bereich: 97 %, Dienstleistungsbereich: 95 %) und Unternehmensgrößen (kleine Unternehmen: 95 %, mittelgroße Unter- nehmen: 99 %, große Unternehmen: 100 %) (Übersicht 2). Im Rahmen der Erhebung wurden insgesamt elf ausgewählte IKT-Sicherheitsmaßnahmen abgefragt. Zu diesen zählen: • Authentifizierung mit sicherem Passwort • Authentifizierung mit biometrischen Verfahren • Authentifizierung durch Kombination von zumindest zwei Authentifizierungsverfahren • Verschlüsselung von Daten, Dokumenten oder E-Mails • Datensicherung auf externen Speichermedien oder an getrennten Speicherorten (einschließlich Cloud) • Zugriffsberechtigungen für Geräte und User:innen im Unternehmensnetzwerk • VPN (Virtual Private Network) • IKT-Sicherheitsüberwachungssysteme zur Erkennung von verdächtigen Aktivitäten • Protokolldateien zur Analyse von IKT-Sicherheitsvorfällen • IKT-Risikoanalysen • IKT-Sicherheitstests Zwei von zehn Unternehmen (19 %) nutzen eins bis drei IKT-Sicherheitsmaßnahmen, jeweils drei von zehn Unternehmen (30 % bzw. 31 %) nutzen vier bis sechs bzw. sieben bis neun IKT-Sicherheitsmaßnah - men. Weiters sind zehn bis elf IKT-Sicherheitsmaßnahmen in etwa einem von sechs Unternehmen (16 %) implementiert. IKT-Einsatz in Unternehmen 2024  –  Unternehmen und IKT-Sicherheit 14 Während die Daten nach der Anzahl an genutzten IKT-Sicherheitsmaßnahmen nur kleine Unterschiede nach Wirtschaftszweigen nahelegen, offenbaren sich größere Unterschiede nach Unternehmensgröße. Die Mehrheit der kleinen Unternehmen (54 %) nutzt zwischen einer und sechs IKT-Sicherheitsmaßnah­ men, während dies auf eine Minderheit der mittelgroßen Unternehmen (27 %) und großen Unternehmen (6 %) zutrifft. Genauer betrachtet wendet die Mehrheit der mittelgroßen Unternehmen (72 %) sieben bis elf IKT-Sicherheitsmaßnahmen an, bei der Mehrheit der großen Unternehmen (62 %) sind es zehn bis elf IKT-Sicherheitsmaßnahmen. Bezüglich der Anwendung der elf ausgewählten IKT-Sicherheitsmaßnahmen gibt es eine große Spann­ breite. Zwischen 20 % und etwa 90 % der Unternehmen wenden eine bestimmte IKT-Sicherheitsmaß­ nahme an. Am stärksten verbreitet sind Datensicherungen auf externen Speichermedien oder -orten (91 %), Authentifizierungen mit sicherem Passwort (81 %) sowie Zugriffsberechtigungen für Geräte und User (77 %). Im Mittelfeld liegen IKT-Sicherheitsüberwachungssysteme (66 %), Virtual Private Networks (VPN, 64 %), Protokolldateien (52 %) wie auch die Verschlüsselung von Daten, Dokumenten oder E-Mails (48 %) sowie Authentifizierungen durch eine Kombination von zumindest zwei Methoden (41 %). Am we­ nigsten verbreitet sind hingegen IKT-Sicherheitstests (34 %), IKT-Risikoanalysen (33 %) und Authentifi­ zierungen mit biometrischen Verfahren (20 %). Übersicht 2 IKT-Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen 2024 – in Prozent aller Unternehmen Merkmal Unternehmen mit Nutzung von IKT-Sicherheitsmaßnahmen keine mind. 1 1 bis 3 4 bis 6 7 bis 9 10 bis 11 in % aller Unternehmen Insgesamt 4,2 95,4 18,8 30,0 30,7 15,9 Wirtschaftszweig (ÖNACE 2008) Produzierender Bereich1 2,5 97,4 21,1 33,6 29,7 13,0 Dienstleistungsbereich2 5,0 94,5 17,7 28,3 31,2 17,2 Beschäftigtengrößenklasse 10–49 Beschäftigte 4,8 94,7 21,6 32,1 29,2 11,8 50–249 Beschäftigte 1,3 98,7 4,8 21,9 40,5 31,5 250 und mehr Beschäftigte G 99,7 0,7 4,9 31,6 62,4 Q: STATISTIK AUSTRIA, Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024. – Befragungszeitraum: Februar bis Juli 2024. – G steht für geheim. Aufgrund geringer Fallzahlen wird der Wert geheim gehalten. – Aufgrund von Nonresponse ist es möglich, dass die Summe von „keine“ und „mind. 1“ bzw. „keine“, „1 bis 3“, „4 bis 6“, „7 bis 9“ und „10 bis 11“ nicht 100 Prozent ergibt. – 1) Nur die Wirt­ schaftszweige (ÖNACE 2008) 10–33, 35–39 und 41–43. – 2) Nur die Wirtschaftszweige (ÖNACE 2008) 45–47, 49–53, 55, 56, 58–63, 68–75, 77–82 und 95.1. Der EU-Vergleich zeigt, dass sowohl in Österreich als auch in den übrigen EU-Mitgliedstaaten IKT-Sicher­ heitsmaßnahmen zum Alltag der Unternehmen zählen. Während 95 % der österreichischen Unterneh­ men mindestens eine IKT-Sicherheitsmaßnahme anwenden, so sind es im EU-27-Schnitt 93 %. Österreich übertrifft damit den EU-27-Schnitt leicht. Die Spannbreite an Unternehmen mit IKT-Sicherheitsmaßnah­ men erstreckt sich von 72 % bis 99 %. Der höchste Wert wird in Finnland verzeichnet, der niedrigste in Griechenland. Nur zehn EU-Mitgliedstaaten (Spanien, Lettland, Kroatien, Slowakei, Luxemburg, Irland, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Griechenland) weisen Werte unter 90 % auf, wovon nur Griechenland auch unter 80 % liegt. Die Unternehmen an der Spitze (Finnland, Dänemark, Deutschland, Zypern, Bel­ gien, Niederlande und Portugal) liegen relativ nahe an Österreich.
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