Gesundheit-2024_barr.pdf

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Gestorbene 2024 nach Geschlecht und Todesursache – in Prozent Q: STATISTIK AUSTRIA, Todesursachenstatistik. – Rundungsdifferenzen. – Ausgewählte ICD-10-Diagnosegruppen. Im Zeitvergleich ist ein Rückgang der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu beobachten. Die altersstandardisierte Sterblichkeit an Erkrankungen des Kreislaufsystems verringerte sich von 2014 bis 2024 um 24,0 %. Die höhere Sterbefallzahl von Frauen bei Krankheiten des Kreislaufsystems ist vor allem eine Folge des höheren Frauenanteils in der älteren Bevölkerung. Bereinigt um Effekte der Altersstruktur war die Sterblichkeit an Krankheiten des Kreislaufsystems bei den Männern höher als bei den Frauen (375,4 zu 270,8 Sterbefälle je 100 000 der Bevölkerung). Krebserkrankungen machten 2024 fast ein Viertel der Todesfälle aus und waren somit die zweithäufigste Todesursache. Von 2014 bis 2024 verringerte sich die altersstandardisierte Krebssterblichkeit um 11,2 %, bei einem gleichzeitigen Anstieg der absoluten Zahl der Krebssterbefälle um 5,0 %. Männer Frauen 26,3 22,4 Bösartige Neubildungen (C00−C97) 32,0 36,7 Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems (I00−I99) 6,4 6,1 Krankheiten der Atmungsorgane (J00−J99, U05.9) 4,1 3,3 Krankheiten der Verdauungsorgane (K00−K92) 7,7 4,6 Verletzungen und Vergiftungen (V01−Y89, U12.9) 23,6 27,0 Sonstige Krankheiten (A00−B99, D00−H95, L00−R99, UO04.9, UO7−U10) Gesundheit 2024
Demographie und Gesundheit 10

Übersicht 2
Gestorbene und altersstandardisierte Sterberaten 2014 und 2024 nach Geschlecht und Todesursache Todesursache
(ausgewählte ICD-10-Diagnosegruppen) 1 2014 2024 Männer und Frauen Männer Frauen Männer und Frauen Männer Frauen Absolut Gestorbene insgesamt 78 252 37 424 40 828 88 486 44 036 44 450 Infektiöse/parasitäre Krankheiten (A00–B99, U07–U10) 712 364 348 2 407 1 198 1 209 Bösartige Neubildungen (C00–C97) 20 502 10 884 9 618 21 521 11 583 9 938 Krankheiten des Blutes u. des Immunsystems (D50–D89) 186 67 119 271 113 158 Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00–E90) 3 963 1 824 2 139 4 504 2 277 2 227 Psychische und Verhaltensstörungen (F01–F99) 1 526 757 769 4 732 1 918 2 814 Krankheiten des Nervensystems und der Sinnesorgane (G00–H95) 2 649 1 129 1 520 3 621 1 686 1 935 Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems (I00–I99) 33 136 13 964 19 172 30 386 14 075 16 311 Krankheiten des Atmungssystems (J00–J99) 3 734 2 054 1 680 5 512 2 817 2 695 Krankheiten des Verdauungssystems (K00–K92) 2 741 1 573 1 168 3 253 1 789 1 464 Krankheiten des Urogenitalsystems (N00–N99) 1 448 537 911 1 866 768 1 098 Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt
und Wochenbett (O00–O99) 7 . 7 2 . 2 Perinatale Affektionen (P00–P96) 134 69 65 125 66 59 Angeborene Fehlbildungen (Q00–Q99) 273 138 135 276 141 135 Plötzlicher Kindstod (R95) 11 9 2 10 7 3 Transportmittelunfälle (V01–V99, Y85) 458 340 118 378 293 85 Unfälle durch Sturz (W00–W19) 895 476 419 1 085 613 472 Selbsttötung und Selbstbeschädigung (X60–X84, Y87.0) 1 314 990 324 1 331 1 026 305 Altersstandardisierte Raten auf 100 000 der Bevölkerung 2 Gestorbene insgesamt 968,4 1 198,5 803,2 917,1 1 112,2 765,0 Infektiöse/parasitäre Krankheiten (A00–B99, U07–U10) 8,6 11,0 6,9 24,9 31,7 20,4 Bösartige Neubildungen (C00–C97) 248,6 320,0 201,8 220,7 276,9 180,8 Krankheiten des Blutes u. des Immunsystems (D50–D89) 2,2 2,3 2,3 2,8 2,8 2,7 Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00–E90) 48,6 56,1 42,0 46,5 56,4 38,4 Psychische und Verhaltensstörungen (F01–F99) 18,9 22,7 14,8 49,2 50,1 46,5 Krankheiten des Nervensystems und der Sinnesorgane (G00–H95) 32,5 37,1 29,8 37,0 41,8 32,8 Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems (I00–I99) 416,8 490,9 362,1 316,6 375,4 270,8 Krankheiten des Atmungssystems (J00–J99) 46,5 68,8 33,5 57,0 72,0 47,0 Krankheiten des Verdauungssystems (K00–K92) 33,1 43,6 23,6 33,6 41,9 25,9 Krankheiten des Urogenitalsystems (N00–N99) 18,5 21,0 17, 3 19,4 21,4 18,1 Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt
und Wochenbett (O00–O99) 0,1 . 0,2 0,0 . 0,0 Perinatale Affektionen (P00–P96) 1,6 1,6 1,6 1,6 1,7 1,6 Angeborene Fehlbildungen (Q00–Q99) 3,3 3,5 3,2 3,1 3,2 3,0 Plötzlicher Kindstod (R95) 0,1 0,2 0,1 0,1 0,2 0,1 Transportmittelunfälle (V01–V99, Y85) 5,3 8,4 2,6 4,0 6,6 1,7 Unfälle durch Sturz (W00–W19) 11,1 16,1 8,0 11,1 15,7 7,9 Selbsttötung und Selbstbeschädigung (X60–X84, Y87.0) 15,2 25,1 7,0 13,9 23,3 6,0 Q: STATISTIK AUSTRIA , Todesursachenstatistik. – Inkl. im Ausland verstorbene Personen mit Wohnsitz in Österreich.

  1. Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10 2013). – 2) Europäische Standard - bevölkerung 2013. Gesundheit 2024
    Demographie und Gesundheit 11 Übersicht 3
    Gestorbene 2024 nach Alter und Todesursache – in Prozent Todesursache (ausgewählte
    ICD-10-Diagnosegruppen) 1 0 Jahre 1–9 Jahre 10–19 Jahre 20–29 Jahre 30–39 Jahre 40–49 Jahre 50–59 Jahre 60–69 Jahre 70–79 Jahre 80–89 Jahre 90 Jahre und älter Krankheiten des Herz-Kreislauf- Systems (I00–I99) 0,8 2,4 2,2 3,8 10,1 14,4 17, 5 21,2 27,2 38,4 49,7 Bösartige Neubildungen
    (C00–C97) 0,8 19,3 9,8 10,0 18,2 28,4 38,3 40,8 33,9 20,8 9,5 Krankheiten der Atmungsorgane (J00–J99, U05.9) 0,4 7,2 1,1 1,2 1,6 2,1 4,4 5,6 8,1 6,6 5,4 Psychische Krankheiten
    (F01–F99) 0,0 0,0 3,3 4,3 5,4 4,8 3,6 2,9 3,3 6,0 8,1 Endokrine, Ernährungs- und
    Stoffwechselkrankheiten
    (E00–E90) 1,7 7,2 2,2 2,4 2,9 4,9 5,0 5,8 5,6 5,2 4,3 Krankheiten des Nervensystems und der Sinnesorgane (G00–H95) 1,7 13,3 6,6 5,2 3,6 3,3 3,1 3,0 4,0 5,0 3,5 Krankheiten der Verdauungs - organe (K00–K92) 0,0 1,2 0,0 0,9 6,1 7,9 8,8 5,9 3,8 2,8 2,3 Infektiöse und parasitäre
    Krankheiten
    (A00–B99, U04.9, U07–U10) 0,8 2,4 1,1 1,9 1,7 1,9 1,1 1,7 2,4 3,3 3,3 Krankheiten des Urogenital - systems (N00–N99) 0,0 0,0 0,0 0,2 0,4 0,3 0,5 0,7 1,4 2,6 3,4 Selbsttötung und Selbst - beschädigung (X60–X84, Y87.0) 0,0 0,0 17, 5 20,9 16,9 10,1 4,7 2,1 1,1 0,6 0,3 Unfälle durch Sturz (W00–W19) 0,0 2,4 2,2 1,2 1,4 1,4 1,4 1,0 0,9 1,4 1,3 Transportmittelunfälle
    (V01–V99, Y85) 0,4 2,4 15,3 9,5 4,2 2,4 0,9 0,6 0,4 0,2 0,0 Angeborene Fehlbildungen,
    Deformitäten und Chromosomen - anomalien (Q00–Q99) 32,6 18,1 4,4 2,1 1,4 1,4 1,2 0,5 0,1 0,0 0,0 Perinatale Affektionen
    (P00–P96) 53,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Plötzlicher Kindstod (R95) 4,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Komplikationen in der Schwanger - schaft, bei der Geburt und im Wochenbett (O00–O99) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Sonstige Todesursachen 3,4 24,1 34,4 36,5 25,9 16,7 9,3 8,2 7,8 7,0 9,0 0,0–5,0 % 5,1–10,0 % 10,1–15,0 % 15,1–20,0 % 20,1 % und mehr Q: STATISTIK AUSTRIA , Todesursachenstatistik. – Inkl. im Ausland verstorbene Personen mit Wohnsitz in Österreich.
  2. Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10 2013). Gesundheit 2024
    Demographie und Gesundheit12 Mehr als die Hälfte der Todesfälle im Jahr 2024 (51 664 Verstorbene bzw. 58,4 %) ereignete sich nach Er- reichen des 80. Lebensjahres. In dieser Altersgruppe lag bei 4 von 10 Todesfällen eine Krankheit des Kreis- laufsystems zugrunde. Im ersten Lebensjahr starben 236 Säuglinge, darunter mehr als jeder zweite an perinatalen Erkrankungen (53,0 %) und knapp ein Drittel an angeborenen Fehlbildungen (32,6 %); an plötzlichem Kindstod starben
    10 Säuglinge (4,2 %). Im Alter von 1 bis 9 Jahren verstarben 83 Kinder, oft an einer Krebserkrankung (19,3 %), einer angeborenen Fehlbildung (18,1 %) oder einer Krankheit des Nervensystems (13,3 %). Bei den 10- bis 39-Jährigen waren die Todesursachen Suizide (18,1 %), Krebs (14,7 %) und Transportmittelunfälle (7,2 %) am häufigsten; in dieser Altersgruppe verstarben insgesamt 1 439 Personen. Ab dem 40. bis zum
  1. Lebensjahr (35 064 Verstorbene) waren Krebserkrankungen (36,3 %) und Erkrankungen des Kreislauf - systems (23,5 %) die häufigsten Todesursachen (Grafik 3). Grafik 3
    Gestorbene 2024 nach Alter – in Prozent Q: STATISTIK AUSTRIA , Todesursachenstatistik. – Inkl. im Ausland verstorbene Personen mit Wohnsitz in Österreich. 0 5 10 15 20 25 30 35 40 0 Jahre 1–9 10–19 20–29 30–39 40–49 50–59 60–69 70–79 80–89 90 Jahre
    u. älter Gesundheit 2024
    Demographie und Gesundheit 13 2 Gesundheitszustand der Bevölkerung 2.1 Stellungsergebnisse Grundsätzlich ist jeder männliche österreichische Staatsbürger ab dem 17. Geburtstag stellungspflichtig. Die Einberufung zur Stellung erfolgt im Kalenderjahr, in welchem das 18. Lebensjahr vollendet wird (Haupt- stellungsjahr). Es ist aber auch möglich, im Jahr davor oder danach zur Stellungsuntersuchung zu gehen. Da die Stellungsuntersuchungen vorwiegend auf die gesundheitliche Eignung für den Wehrdienst abzielen, ermöglichen die Stellungsergebnisse ein umfassendes Bild der gesundheitlichen Lage der 18-jährigen männlichen österreichischen Staatsbürger. Das Stellungsverfahren endet mit einem Beschluss über die Tauglichkeit bzw. Untauglichkeit für den Grundwehrdienst. Eine vorübergehende Untauglichkeit kann aufgrund einer medizinischen oder psycho - logischen Problematik bescheinigt werden. Nach einer bestimmten Beobachtungsfrist erfolgt die neuer - liche Aufforderung zur Stellung. Seit dem Hauptstellungsjahr 2023 werden keine Daten zur Tauglichkeit mehr an Statistik Austria übermittelt. Beim Geburtsjahrgang 2006 (Hauptstellungsjahr 2024) waren die 18-jährigen Österreicher im Durchschnitt 178,9 cm groß und wogen 77,0 kg. Der Anteil der Adipösen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindes- tens 30 betrug 11,0 %, mit den höchsten Anteilen im Burgenland und in Niederösterreich (14,0 % bzw. 12,3 %) und den geringsten in Salzburg (8,8 %) sowie Vorarlberg und Tirol (9,0 % und 9,3 %, Übersicht 4). Übersicht 4
    Stellungspflichtige des Geburtsjahrgangs 2006 nach Bundesland Bundesland Stellungspflichtige insgesamt ⌀⌀ Körpergröße
    in cm ⌀⌀ Körpergewicht
    in kg Übergewicht in %1 Adipositas
    in %1 Österreich 2 36 691 178,9 77,0 21,3 11,0 Burgenland 1 203 178,4 77,2 19,7 14,0 Kärnten 2 505 179,1 77,1 21,3 11,2 Niederösterreich 7 884 178,5 78,0 23,3 12,3 Oberösterreich 6 583 179,2 76,8 20,3 11,2 Salzburg 2 266 178,8 76,1 20,9 8,8 Steiermark 4 891 179,3 77,1 20,6 10,9 Tirol 3 289 179,0 76,1 20,3 9,3 Vorarlberg 1 874 178,3 75,4 20,0 9,0 Wien 6 182 179,1 76,9 22,0 11,1 Q: Bundesministerium für Landesverteidigung, Ergänzungswesen. – Untersuchungszeitraum: Hauptstellungsjahr (2024), Jahr davor sowie Jahr danach bis Ende November 2025.
  1. BMI laut Klassifikation der World Health Organization (WHO): Verhältnis des Körpergewichts in Kilogramm zum Quadrat der Körper - größe in Metern; Übergewicht: BMI 25,0 bis < 30,0, Adipositas: BMI 30,0 und mehr. – 2) Für 14 Stellungspflichtige sind keine Angaben zum Bundesland vorhanden. Beim Geburtsjahrgang 2006 wiesen 86,5 % der Stellungspflichtigen zumindest eine medizinische Diagnose auf. Die häufigste Krankheitsgruppe bildeten Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (15 629 Fälle),
    im Besonderen Füße und Rücken betreffend. Sehr häufig waren auch Krankheiten der Augen (11 182 Fälle); dabei überwogen die Einzeldiagnosen Myopie (Kurzsichtigkeit; 4 730 Fälle), Astigmatismus (Hornhaut- verkrümmung; 1 952 Fälle) und Amblyopie (Sehschwäche wie z. B. Schielen; 939 Fälle). Psychische Gesundheit 2024
    Gesundheitszustand der Bevölkerung14 Erkrankungen wurden in 10 438 Fällen festgestellt. Die Diagnosen neurotische, Belastungs- und somato- forme Störungen (3 716 Personen) bzw. Entwicklungsstörungen (2 603 Fälle) kamen dabei am öftesten vor. Bei den endokrinen, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, die 9 231 Fälle ausmachten, kam Adiposi- tas besonders häufig vor. Die allergische Rhinopathie (4 021 Fälle, dazu zählt auch der Heuschnupfen) war die häufigste Diagnose in der Gruppe der Atemwegserkrankungen (6 954 Fälle). 1 094-mal wurde die Diagnose Asthma bronchiale gestellt. 2.2 Krankenstände Im Jahr 2024 wurden vom Dachverband der Sozialversicherungsträger 6 035 934 ärztlich bestätigte Kran - kenstandsfälle von Angestellten und Arbeiter:innen (ohne pragmatisierte Bedienstete) erfasst ( Männer: 3 092 560, Frauen: 2 943 374). Damit ist der seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 beobach- tete Anstieg der Krankenstände erstmals zum Stillstand gekommen; im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Krankenstände um 0,4 %. Dabei blieb die Zahl der Krankenstände von Frauen nahezu unver- ändert, während die Zahl der Krankenstände von Männern um 0,7 % zurückging (Grafik 4). Die häufigsten Ursachen für einen Krankenstand waren Atemwegserkrankungen (2 532 946 Fälle), die im Jahr 2024 42,0 % aller Krankenstände ausmachten – ihre Zahl hat sich seit dem Beginn der Corona- Pandemie im Jahr 2020 mehr als verdoppelt und erhöhte sich im letzten Jahr noch einmal um +6,1 %. Zweithäufigster Grund, aber deutlich seltener, waren Magen-Darm-Infektionen (752 040 Fälle oder 12,5 %), gefolgt von Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (11,3 %). „Andere Diagnosen“, denen auch COVID-19 zuzurechnen ist, wurden bei 3,1 % aller Krankenstände ärztlich attestiert. Ihre Zahl hat sich im Vergleich zu 2023 mehr als halbiert (von 435 351 auf 184 209 Fälle), was u. a. mit der Mitte 2023 aufgehobenen Meldepflicht zusammenhängt. Verletzungen und Vergiftungen belegten im Jahr 2024 den fünften Platz im Häufigkeitsranking (6,6 % der Krankenstände). Im Schnitt war eine erwerbstätige Person im Jahr 2024 rund 15 Tage lang in Krankenstand (Männer: 14,5; Frauen 15,9 Tage). Damit bleibt die durchschnittliche Zahl an Krankenstandstagen pro erwerbstätiger Person überdurchschnittlich hoch: In den Jahren 2002 bis 2021 bewegte sie sich auf einem niedrigeren (relativ gleichbleibenden) Niveau von etwa 12 bis 13 Tagen (Grafik 4). Gleichzeitig hat die durchschnittliche Dauer eines Krankenstandes in den letzten Jahrzehnten kontinuier- lich abgenommen. Betrug sie im Jahr 1975 noch 16,8 Tage, dauerte ein Krankenstand 2024 im Mittel nur mehr 9,2 Tage (−1,1 % im Vergleich zum Vorjahr). Nur in den Jahren 2020 und 2021 waren die Kranken- stände aufgrund von zahlreichen langwierigen COVID-19-Verläufen vorübergehend länger (11,7 bzw. 10,3 Tage). Naturgemäß zeigen sich in Abhängigkeit vom Alter der betroffenen Personen und von der zugrunde- liegenden Diagnose beträchtliche Unterschiede: Dauerte bei den 20- bis 34-Jährigen ein Krankenstand im Jahr 2023  6,6 Tage, so waren es in der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen mehr als doppelt so viele Tage (nämlich 14,6). Was die Diagnosen anbelangt, so dauerten Krankenstände bei Krebserkrankungen und anderen Neubildungen (43,9 Tage im Schnitt) und bei psychischen Erkrankungen (36,7 Tage) mit Abstand am längsten. Gesundheit 2024
    Gesundheitszustand der Bevölkerung 15 Grafik 4