STATISTIK AUSTRIA Gesundheit 2024 STATreport
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Der STATreport Gesundheit hat mit dem Berichtsjahr
2024 das Gesundheitsstatistische Jahrbuch abgelöst.
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Inhalt
Überblick
5
1 Demographie und Gesundheit
8
1.1
Lebendgeborene nach medizinischen Merkmalen
8
1.2
Sterblichkeit und Todesursachen
9
2 Gesundheitszustand der Bevölkerung
14
2.1
Stellungsergebnisse
14
2.2 Krankenstände
15
2.3 Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten
16
2.4
Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit
bzw. der dauernden Erwerbsunfähigkeit
17
2.5 Krebs
18
2.6
Anzeigepflichtige Krankheiten
24
3 Gesundheitsversorgung in Österreich
25
3.1
Gesundheitspersonal
25
3.2 Ausbildung im Gesundheitswesen
26
3.3 Krankenanstalten und Betten
27
3.4
Stationäre Versorgung in Krankenanstalten
28
3.5 Vorsorgeuntersuchungen
33
4 Gesundheitsausgaben
34
5 Weiterführende Informationen
36
5.1
Methodik und Hinweise zur Dateninterpretation
36
5.2
Weitere Webangebote zum Thema Gesundheit
40
5.3 Abkürzungen
41
Tabellenteil
42
Gesundheit 2024
Inhalt 3
Grafiken
1
Kaiserschnittquote 1995 und 2024 nach Bundesland – in Prozent
9
2
Gestorbene 2024 nach Geschlecht und Todesursache – in Prozent
10
3
Gestorbene 2024 nach Alter – in Prozent
13
4
Krankenstandsfälle und -tage seit 2000 nach Geschlecht
16
5
Neuzugänge an Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw. der dauernden Erwerbs
unfähigkeit 2024 nach Diagnose und Geschlecht
18
6
Häufigste Krebsneudiagnosen 2024 nach Tumorlokalisation und Geschlecht – in Prozent
19
7
Krebsprävalenz zum 31.12.2024 nach ausgewählten Tumorlokalisationen und Geschlecht
22
8
Relatives 5-Jahres-Überleben nach einer Krebsdiagnose 1983 bis 2020 – in Prozent
23
9
Häufigste anzeigepflichtige Krankheiten 2024
24
10
Vollstationäre und tagesklinische Aufenthalte sowie während eines Spitalsaufenthalts
Verstorbene seit 2000
29
11
Operative Leistungen 2024 nach Geschlecht
32
12
Vorsorgeuntersuchungen 1990 bis 2024
33
13
Laufende Gesundheitsausgaben in Österreich laut System of Health Accounts 2010 bis 2024
34
Übersichten
1
Lebendgeborene 2014 und 2024
8
2
Gestorbene und altersstandardisierte Sterberaten 2014 und 2024 nach Geschlecht und
Todesursache
11
3
Gestorbene 2024 nach Alter und Todesursache – in Prozent
12
4
Stellungspflichtige des Geburtsjahrgangs 2006 nach Bundesland
14
5
Versicherungsfälle in der gesetzlichen Unfallversicherung 2014 und 2024
17
6
Krebsneuerkrankungen 2014 und 2024 nach Geschlecht und Lokalisation
20
7
Personal im Gesundheitswesen 2014 und 2024
25
8
Medizinstudierende an Universitäten sowie Ausbildungsstätten für nichtärztliche
Gesundheitsberufe im Studienjahr 2023/24
27
9
Einrichtungen des Gesundheitswesens 2014 und 2024
28
10
Stationäre Versorgung in Krankenanstalten seit 2000
28
11
Stationäre Spitalsaufenthalte in Akutkrankenanstalten 2024 nach Diagnose und
Aufenthaltsdauer
30
12
Stationäre Spitalsaufenthalte in Akutkrankenanstalten 2024 nach Diagnose, Alter
und Geschlecht
31
Gesundheit 2024
Inhalt
4
Überblick
Der vorliegende STATreport bietet einen kompakten Überblick über
zentrale Gesundheitsdaten in Österreich. Für Neugeborene und für
Gestorbene liegen gesundheitsdemographische Informationen vor.
Gemeldete Krankheiten sowie die Ergebnisse der Krebs- und Spitals-
entlassungsstatistik beleuchten den Gesundheitszustand und die
Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Über den Gesundheits-
zustand 18-jähriger Österreicher geben zudem die Ergebnisse der
Stellungsuntersuchung Auskunft. Ergänzt wird das Informations-
spektrum mit Daten zu Arbeit und Gesundheit, zur Infrastruktur des
Gesundheits wesens und zu den Gesundheitsausgaben.
Im Jahr 2024 wurden in Österreich 76 534 Kinder von Müttern mit öster-
reichischem Wohnsitz lebend geboren, die meisten davon (98,5 %) in einem
Krankenhaus. Die Kaiserschnittquote lag bei 32,5 %. Der überwiegende Teil
dieser Neugeborenen (93,4 %) war normalgewichtig, 92,8 % waren Termin-
geburten.
Von den 89 760 Sterbefällen im Jahr 2024 waren 34,3 % auf Kreislauf -
erkrankungen und 24,3 % auf Krebs zurückzuführen. Die übrigen Sterbefälle
verteilten sich auf Verletzungen und Vergiftungen (6,1 %), Krankheiten der
Atmungsorgane (6,2 %), Krankheiten der Verdauungsorgane (3,7 %) sowie
sonstige Krankheiten (25,3 %). Bei der Gruppe der sonstigen Krankheiten
sind besonders die endokrinen Krankheiten mit 5,1 %, die psychischen
Krankheiten mit 5,3 % und die Krankheiten des Nervensystems mit 4,1 %
erwähnenswert.
Im Jahr 2024 erkrankten 48 360 Menschen an Krebs (2014: 41 529). Die ab-
solute Zahl der Neuerkrankungen stieg in den vergangenen Jahren vor allem
aufgrund der demographischen Entwicklung. Das Erkrankungsrisiko ver-
ringerte sich von 2014 bis 2024 bei Männern um 0,6 %, bei den Frauen stieg es
leicht an (+0,7 %). Das Risiko an Krebs zu sterben, verringerte sich in diesem
Zeitraum deutlich (Männer −13,7 %; Frauen −10,6 %). Im Jahr 2024 starben
21 345 Personen an Krebs. Damit lebten zu Jahresbeginn 2025 in Österreich
408 613 Menschen, die eine Krebsdiagnose erhalten haben. Bei mehr als
einem Drittel von ihnen wurde die Diagnose in den letzten 5 Jahren gestellt
(5-Jahres-Prävalenz: 147 238).
Gesundheit 2024
Überblick 5
Q: STATISTIK AUSTRIA , Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung, Todesursachenstatistik, Österreichisches Krebsregister (12.01.2026),
Spitalsentlassungsstatistik, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, eigene Berechnungen/Schätzungen, Rechnungsabschlüsse, Geschäfts -
berichte; Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Diagnosen- und Leistungsberichte (jeweils
Stand Herbst des auf das Berichtsjahr folgenden Jahres). – 1) Im Inland geborene Kinder von Müttern mit österreichischem Wohnsitz. – 2) Alters-
standardisierte Rate (ASR) jeweils auf 100 000 Personen, Europäische Standardbevölkerung 2013. – 3) Personen mit malignen invasiven Tumoren
(Zählung exkl. Mehrfachtumore) jeweils am 31.12. – 4) Diagnosestellung im Zeitraum der letzten 5 Jahre bis zum 31.12.2024. – 5) Aufenthalte (mit
mind. 1 Übernachtung im Spital) pro Einwohner:in. – 6) Aufenthalte (ohne Übernachtung im Spital) pro Einwohner:in. – 7) Pro Aufenthalt.
Lebendgeborene
Ausgewählte Todesursachen
in Prozent
Krebs
Stationäre Aufenthalte in Akutkrankenanstalten Veränderung in Prozent
Laufende Gesundheitsausgaben in Mrd. Euro
Lebendgeborene 1
insgesamt
76 534
Gestorbene 88 486
Kaiserschnittquote
32,5 %
Termingeborene
92,8 %
durchschnittliches
Geburtsgewicht
3 330 g
Frühgeborenenquote
6,8 %
durchschnittliche
Körperlänge
50,8 cm
2000 2024
+45,8
2000
50
2024
+26,3
Krebserkrankungen
Prävalenz 3
Risiko an Krebs zu sterben 2
Veränderung in Prozent
2014 2024
Frauen −10,6
2014 2024
Männer −13,7
öffentlich
43,8
Kreislauferkrankungen
36,7
32,0
Krebs
22,4
26,3
Krankheiten der
Atmungsorgane
6,1
6,4
Krankheiten der
Verdauungsorgane
3,3
4,1
psychische Krankheiten
6,3
4,4
Selbsttötung
0,7
2,3
Transportmittelunfälle
0,2
0,7
FrauenMänner
11,7 % des BIP
vollstationäre Aufenthalte 5 stationäre Behandlungen u.
Untersuchungen 7 tagesklinische Aufenthalte 6
41 529
2014
48 360
2024 2014 2024
316 581
118 116 147 238
408 613
5-Jahres-Prävalenz 4
75,7 %
privat
14,0
24,3 %
2000 2024
−22,2
200
Gesundheit 2024
Überblick6
Webangebote zum Thema Gesundheit
Themenseiten auf unserer Website www.statistik.at → Statistiken:
• Gesundheit
• Bevölkerung
• Arbeit und Gesundheit
• Behinderung und Teilhabe
Statistische Datenbank STATcube auf www.statistik.at → Datenbanken:
• Geborene nach demographischen und medizinischen Merkmalen
• Todesursachenstatistik
• Krebsstatistik
• Spitalsentlassungen
• Laufende Gesundheitsausgaben SHA
Artikel im STATjournal auf www.statistik.at → Services/Tools:
• Krebsstatistik – Wie die Wahl der Standardbevölkerung
die Krebsinzidenzraten verändert. STATjournal Nr. 6 2025
• Hitze-assoziierte Übersterblichkeit. STATjournal Nr. 4 2025
• Krebs und Erwerbstätigkeit – Auswirkungen einer Krebsdiagnose auf
die Erwerbstätigkeit in Österreich. STATjournal Nr. 1 2025
2024 gab es 2 166 338 Spitalsentlassungen aus Akutkrankenanstalten, das
entspricht etwa 231 Spitalsaufenthalten auf 1 000 Einwohner:innen. Unter
Berücksichtigung der wachsenden Bevölkerung gingen die Spitalsaufent
halte seit dem Jahr 2000 um 16,5 % zurück; die Zahl der vollstationären
Akutaufenthalte verringerte sich um 22,2 %, während tagesklinische Akut
aufenthalte um 26,3 % zunahmen. Trotz der sinkenden Zahl an Spitalsauf
enthalten wurden im Jahr 2024 aber deutlich mehr stationäre Behandlungen
und Untersuchungen durchgeführt als noch im Jahr 2000 (+41,3 %).
Die laufenden Gesundheitsausgaben machten im Jahr 2024 57,8 Mrd. Euro
aus, das sind 11,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2024. Die öffentlichen
laufenden Gesundheitsausgaben des Bundes, der Länder, der Gemeinden
und der Sozialversicherungsträger betrugen 43,8 Mrd. Euro bzw. 75,7 % aller
laufenden Gesundheitsausgaben. Die privaten laufenden Gesundheitsaus
gaben der privaten Haushalte, der Versicherungsunternehmen, der privaten
Organisationen ohne Erwerbszweck (POoE) sowie der Unternehmen für
betriebsärztliche Leistungen beliefen sich auf 14,0 Mrd. Euro bzw. 24,3 % der
laufenden Gesundheitsausgaben.
Gesundheit 2024
Überblick 7
1 Demographie und Gesundheit
1.1 Lebendgeborene nach medizinischen Merkmalen
1 Die Zahlen in diesem Abschnitt beziehen sich auf im Inland geborene Kinder von Müttern mit österreichischem Wohnsitz, weil nur für
diese alle medizinischen Angaben verfügbar sind. Seit November 2014 werden in der Geburtenstatistik allgemein Auslandsfälle mit -
erfasst; im Jahr 2024 betrug deren Anzahl 704 (Lebendgeborene insgesamt: 77 238). Der Vergleich mit dem Jahr 2014 in Übersicht 1 ist
durch diese definitorischen Änderungen nicht beeinträchtigt.
Im Jahr 2024 wurden 76 534 Kinder lebend geboren (ohne Auslandsgeburten von Müttern mit österreichi -
schem Wohnsitz)1, um 5 188 Kinder weniger als 2014 (−6,3 %). Das Krankenhaus war der weitaus häufigs-
te Entbindungsort (98,5 % der Lebendgeborenen), bei Hausgeburten kamen 1,2 % der Kinder zur Welt
(Übersicht 1). Die österreichweite Kaiserschnittquote lag 2024 mit 32,5 % um 0,1 Prozentpunkte über dem
Vorjahreswert und hat sich somit seit dem Jahr 1995 (12,4 %) beinahe verdreifacht (Grafik 1). Der Anteil
der primären, geplanten Kaiserschnitte an allen Sectiones lag 2024 bei 50,5 %.
Übersicht 1
Lebendgeborene 2014 und 2024
Medizinisches Merkmal
2014 2024
absolut Anteil in % absolut Anteil in %
Lebendgeborene insgesamt 1 81 722 100,0 76 534 100,0
Entbindungsort
Krankenanstalt 80 486 98,5 75 360 98,5
Entbindungsheim, Hebammenpraxis 185 0,2 184 0,2
Wohnsitz der Mutter 938 1,1 895 1,2
Am Transport 25 0,0 28 0,0
Sonstiger Entbindungsort 88 0,1 67 0,1
Art der Entbindung
Spontangeburt 52 457 64,2 45 826 59,9
Kaiserschnitt 24 346 29,8 24 863 32,5
primär (vor Geburtsbeginn, geplant) . . 12 568 16,4
sekundär (während der Geburt, nicht geplant) . . 12 295 16,1
Saugglocke 4 797 5,9 5 817 7,6
Zangengeburt 57 0,1 20 0,0
Manualhilfe 65 0,1 8 0,0
Geburtsgewicht
Untergewichtige (unter 2 500 g) 5 403 6,6 4 433 5,8
Normalgewichtige (2 500 bis < 4 500 g) 75 587 92,5 71 495 93,4
Übergewichtige (4 500 g und mehr) 732 0,9 606 0,8
Schwangerschaftsdauer (Wochen und Tage)
Unter 22+0 46 0,1 65 0,1
Frühgeburt (22+0 bis 36+6) 6 480 7,9 5 231 6,8
Termingeburt (37+0 bis 41+6) 74 805 91,5 71 010 92,8
Übertragene Geburt (42+0 und mehr) 391 0,5 228 0,3
Q: STATISTIK AUSTRIA , Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung.
- Lebendgeborene ohne Auslandsgeburten von Müttern mit österreichischem Wohnsitz.
Gesundheit 2024
Demographie und Gesundheit8 Der überwiegende Teil der Lebendgeborenen (93,4 %) hatte ein Geburtsgewicht von 2 500 g bis unter 4 500 g (Normalgewicht), 5,8 % waren untergewichtig. Die Geburt erfolgte bei 92,8 % der Lebendgeborenen in der 37. bis zur vollendeten 41. Schwangerschaftswoche (Termingeburt), 6,8 % der Lebendgeborenen wurden in der 22. bis zur vollendeten 36. Schwangerschaftswoche (Frühgeburt) geboren (Übersicht 1). Grafik 1
Kaiserschnittquote 1995 und 2024 nach Bundesland – in Prozent Q: STATISTIK AUSTRIA , Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung. 1.2 Sterblichkeit und Todesursachen Im Jahr 2024 starben in Österreich 88 486 Personen, davon 44 036 Männer (49,8 %) und 44 450 Frauen (50,2 %). Obwohl in absoluten Zahlen fast gleich viele Männer wie Frauen verstarben, war bei Berück- sichtigung der wachsenden Zahl älterer Menschen die Sterblichkeit (altersstandardisierte Sterberate) bei den Männern höher als bei den Frauen (Männer: 1 112,2 Sterbefälle, Frauen: 765,0 Sterbefälle je 100 000 der Bevölkerung gleichen Geschlechts, Übersicht 2). Ausgehend von 98 819 Fällen im Jahr 1970 verringerte sich die Zahl der Sterbefälle in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich, erreichte 2004 den bislang niedrigsten Wert (74 292 Sterbefälle), stieg aber seither wieder an. Dies ist vor allem auf die Altersstruktur der Bevölkerung mit zunehmend größeren Kohorten im Sterbealter zurückzuführen. 2020, 2021 und 2022 waren zweifelsohne Ausnahmejahre im Sterblichkeitsgeschehen: Es gab in allen 3 Jahren mehr Sterbefälle (91 599, 91 962 bzw. 93 332) als in den Jahren vor der Pandemie (Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019: rund 83 000 Sterbefälle). Die zusätzlichen Sterbefälle wurden erwartungsgemäß überwiegend von COVID-19 verursacht. Insgesamt verstarben in den Pandemiejahren 2020 bis 2022 zusammen fast 21 000 Personen aufgrund von COVID-19 (52,7 % Männer, 47,3 % Frauen). 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 Ö Bgld. Ktn. NÖ OÖ Sbg. Stmk. T Vbg. W 1995 2024 12,1 11,0 11,7 12,5 32,5 12,4 13,6 33,0 13,6 33,7 33,1 29,1 27,8 38,2 14,3 33,5 8,8 28,6 13,5 32,8 Gesundheit 2024
Demographie und Gesundheit 9 2023 war die Anzahl der Sterbefälle bereits deutlich geringer als in den Pandemiejahren, folgte aber dem langfristigen Trend eines kontinuierlichen Anstiegs beginnend vor den Pandemiejahren. 2024 setzte sich diese Entwicklung fort. Bedingt durch die stetig zunehmende Zahl von Personen höheren Alters ver starben sowohl Männer als auch Frauen häufiger an Krankheiten, die im Alter vermehrt vorkommen. Die zwei häufigsten Todesursachengruppen Herz-Kreislauf-Krankheiten (30 386 Sterbefälle oder 34,3 %) und Krebs (21 521 Sterbefälle oder 24,3 %) verursachten im Jahr 2024 zusammen knapp 6 von 10 Sterbefällen. Die übrigen verteilten sich auf nichtnatürliche Todesursachen (Verletzungen und Vergiftungen, 6,1 %), auf Krankheiten der Atmungsorgane (6,2 %), der Verdauungsorgane (3,7 %) und auf sonstige Krankheiten (25,3 %). Bei der Gruppe der sonstigen Krankheiten sind besonders die endokrinen Krankheiten mit 5,1 %, die psychischen Krankheiten mit 5,3 % und die Krankheiten des Nervensystems mit 4,1 % erwähnenswert (Übersicht 2 und Grafik 2). Grafik 2