Bevoelkerungsprognose_2025_barr.pdf

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Bevölkerungsentwicklung der Bundesländer 2024–2080 (mittleres Szenario), Indexwert (2024=100) – in Tausend Q: STATISTIK AUSTRIA, Bevölkerungsprognose 2025. 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 80 85 90 95 100 105 110 115 120 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 80 85 90 95 100 105 110 115 120 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 80 85 90 95 100 105 110 115 120 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 80 85 90 95 100 105 110 115 120 2024 2031 2038 2045 2052 2059 2066 2073 2080 Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Österreich Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien 80 85 90 95 100 105 110 115 120 80 85 90 95 100 105 110 115 120 80 85 90 95 100 105 110 115 120 80 85 90 95 100 105 110 115 120 80 85 90 95 100 105 110 115 120 Bevölkerungsprognose 2025
Bundesländerergebnisse (Hauptszenario) 22

Burgenland Laut Hauptszenario der Bevölkerungsvorausschätzung wird das Burgenland mittelfristig leicht wachsen, langfristig sinken die Bevölkerungszahlen. Bis 2040 wächst die Bevölkerung um 0,4 %. Ab 2040 setzt ein fallender Trend ein, bis 2080 geht die Bevölkerung des Burgenlandes um 7,3 % zurück. Demnach reduziert sich die Bevölkerungszahl des östlichsten Bundeslandes zwischen 2024 und 2080 von 302 000 auf 280 000 Personen. Kärnten Die Bevölkerungszahl Kärntens ist zuletzt zwischen 2009 und 2012 jährlich um rund 1 000 Personen ge - sunken. Seither kam es wieder zu einer leichten Bevölkerungszunahme. Zukünftig ist jedoch wieder mit Bevölkerungsverlusten zu rechnen, da die internationale Zuwanderung die Binnenwanderungsverluste und negativen Geburtenbilanzen langfristig nicht kompensieren kann. In der aktuellen Prognose sinkt die Bevölkerungszahl Kärntens von 570 000 im Jahr 2024 bis 2040 auf 550 000 (–3,5 %), bis 2080 schließlich auf 477 000. Das wäre gegenüber 2024 ein Minus von 16,3 %. Niederösterreich Die Bevölkerungszahl des Bundeslandes Niederösterreich bleibt in den kommenden Jahren relativ kons - tant. Die Bevölkerung wächst ausgehend von 1,73 Mio. (2024) bis 2040 um 1,5 % auf 1,75 Mio. an. Ab 2040 sind gemäß der Prognose stagnierende Einwohner:innenzahlen zu erwarten, gefolgt von einem leichten Abwärtstrend. 2080 werden in Niederösterreich noch 1,70 Mio. Menschen leben, etwas weniger als 2024. Oberösterreich Laut Prognose ist bei der Bevölkerungsentwicklung von Oberösterreich bis 2040 noch mit einem leichten Anstieg von 1,5 Mio. (2024) auf 1,57 Mio. im Jahr 2040 (+2,2 %) zu rechnen. Ab 2040 wird die Bevölkerungs- zahl in Oberösterreich zurückgehen, bis auf 1,49 Mio. Menschen im Jahr 2080. Das ist ein Rückgang um 2,9 % seit 2024. Salzburg Salzburgs Bevölkerung geht kontinuierlich zurück. Ausgehend von den derzeit 572 000 im Land lebenden Personen werden es 2040 mit 567 000 um 0,8 % weniger und 2080 mit 522 000 um 8,7 % weniger sein. Steiermark Bis 2040 sinkt die Bevölkerungszahl der Steiermark von derzeit 1,27 Mio. auf 1,26 Mio. (–0,5 %). 2080 wird das Land gemäß mittlerem Szenario der vorliegenden Prognose eine Bevölkerung von 1,14 Mio. zählen, was gegenüber 2024 ein Minus von 9,9 % bedeutet. Bevölkerungsprognose 2025
Bundesländerergebnisse (Hauptszenario) 23 Tirol Bis 2040 bleibt die Bevölkerungszahl Tirols nahezu konstant: Von derzeit 777 000 Personen (2024) wächst sie geringfügig auf 779 000. Ab 2040 schrumpft die Bevölkerung Tirols: Im Jahr 2080 wird sie 706 000 Per - sonen betragen (–9,1 %). Dies entspricht einem ähnlich starken Rückgang wie in Salzburg und der Steier- mark. Vorarlberg Vorarlberg ist neben Wien das einzige Bundesland, dem ein länger anhaltendes Bevölkerungswachstum prognostiziert wird. Die Bevölkerung nimmt von 411 000 Personen (2024) bis zum Jahr 2040 um 3,7 % auf 426 000 zu. In Folge geht sie bis 2080 wieder leicht zurück auf 415 000 Personen, bleibt aber um 1 % höher als im Ausgangsjahr 2024. Wien Wien wird künftig weiter stark anwachsen und sich gleichzeitig zum Bundesland mit der jüngsten Alters - struktur entwickeln. Grund dafür ist die starke Zuwanderung: Knapp 40 % der Zuwandernden aus dem Ausland siedeln sich in der Bundeshauptstadt an. Auch hatte Wien zwischenzeitlich nicht mehr die niedrigste Fertilitätsrate aller Bundesländer (seit 2024 laut Tabelle 8 wieder). Im Jahr 2023 hat die Be- völkerungszahl die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Bis 2030 wächst die Bevölkerung von 2,02 Mio. (2024) auf 2,11 Mio. (+ 4,4 %). Im Jahr 2040 wird sie mit 2,2 Mio. um 9,2 % größer sein als 2024. Bis 2080 wächst die Bevölkerung der Bundeshauptstadt auf 2,34 Mio. an; das wäre gegenüber 2024 ein Plus von 15,9 %. 2.2 Künftige Veränderungen der Altersstruktur in den Bundesländern In allen neun Bundesländern wird die Bevölkerung analog zum Bundesdurchschnitt deutlich altern. Aller- dings sind im Alterungsprozess regionale Unterschiede zu beobachten (Tabelle 6). Die Anteile der 65- und Mehrjährigen werden, wie Grafik 8 zeigt, auch zukünftig im Osten und Süden Öster - reichs tendenziell höher sein als im Westen. Eine deutliche Ausnahme in der Ostregion bildet die Bundes- hauptstadt Wien, wo der Anteil der älteren Menschen von derzeit 16 % (2024) nur auf 18 % (2030), auf 19 % (2040), auf 22 % (2060) und bis 2080 auf 25 % steigen dürfte. Das wäre zu diesem Zeitpunkt der niedrigste Anteil über 65-Jähriger aller Bundesländer, deren Wert sonst überall zwischen 29 % und 37 % liegen wird. Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei der Betrachtung der Veränderungen der absoluten Zahl der über 65-jährigen Bevölkerung. Hier sind die stärksten Zuwächse im Prognosezeitraum bis 2080 in Wien (+76 %) und Vorarlberg (+58 %) zu erwarten. Dies sind zugleich die beiden einzigen Bundesländer mit einer höher prognostizierten Bevölkerungszahl für 2080 als im Basisjahr 2024. In Niederösterreich (+49 %), Oberösterreich (+44 %), Tirol (+42 %) , und im Burgenland (+41 %) ist der An- stieg dagegen annähernd so stark wie im Bundesdurchschnitt mit 47 %; in Salzburg (+34 %), der Steiermark (+30 %) und in Kärnten (+19 %) ist die prognostizierte Zunahme der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2080 Bevölkerungsprognose 2025
Bundesländerergebnisse (Hauptszenario)24 teilweise deutlich niedriger als für Österreich insgesamt. In diesen Bundesländern wird allerdings die Be - völkerung insgesamt zurückgehen, so ein Zuwachs immer noch für eine starke Alterung steht. Steigenden Anteilen älterer Personen steht in allen Bundesländern ein Rückgang des Anteils der unter 20-Jährigen gegenüber. Vorarlberg wies 2024 mit 21 % den höchsten Anteil der unter 20-Jährigen auf. Das entsprach 87 000 Kindern und Jugendlichen. Auch Oberösterreich verzeichnete mit 20 % (309 000 Kindern und Jugendlichen) einen im Vergleich zu Österreich insgesamt (19 %) leicht überdurchschnittlichen Wert. In der Steiermark (18 %), in Kärnten (18 %) und im Burgenland (18 %) lagen die Anteile dagegen unter dem Österreich-Durchschnitt. Vorarlberg und Oberösterreich weisen zum Ende des Prognosezeitraums 2080 die höchsten Anteile an Kin - dern und Jugendlichen auf: Mit 17 % (2040: 19 %) und 18 % (2040: 18 %) sind die höchsten Anteile im Jahr 2080 allerdings auf dem Niveau der niedrigsten Anteile im Ausgangsjahr 2024. In Kärnten beträgt der Anteil der Kinder und Jugendlichen 2080 nur mehr 15 %. Grafik 8
Bevölkerungsentwicklung 2024–2080 nach breiter Altersgruppe und Bundesland
(mittleres Szenario) – in Prozent Q: STATISTIK AUSTRIA, Bevölkerungsprognose 2025. Die Bevölkerung im Haupterwerbsalter (20 bis unter 65 Jahre) nimmt gemäß dem mittleren Szenario der Prognose nur in Wien zu. In allen anderen Bundesländern ist vorerst mit einer Stagnation und längerfristig mit mehr oder weniger starken Rückgängen zu rechnen. So wird die Absolutzahl dieser Altersgruppe 2040 in Kärnten um 13 % niedriger sein als 2024, in Wien hingegen um 7 % höher. Bis 2080 sinkt die Zahl der 20- bis unter 65-Jährigen in Kärnten um über ein Fünftel (–27 % bezogen auf 2024), in der Bundeshauptstadt steigt sie in diesem Zeitraum hingegen um 7 % seit 2024. Der Anteil an Personen im Alter von 20 bis unter 65 Jahren lag im Jahr 2024 zwischen 58 % (Burgenland) und 64 % (Wien). Bis 2040 wird die Spannweite der Werte von 51 % (Burgenland) bis 63 % prognostiziert (Wien), für 2080 schließlich Werte von 48 % (Burgen- land) bis 59 % (Wien). 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Bis 19 Jahre 20 bis 64 Jahre 65 Jahre u. mehr 2024 2030 2040 2060 2080 Ö W V T O S NSt K B Ö W V O S TStN K B Ö W V O S T NStK BÖ W V T O S NSt K B Ö W VO S T NSt K B Bevölkerungsprognose 2025
Bundesländerergebnisse (Hauptszenario) 25 3 Bandbreite der künftigen
Bevölkerungsentwicklung Um denkbare Entwicklungen beschreiben und die Bandbreite möglicher Entwicklungen abschätzen zu können, werden neben dem Hauptszenario (mittleres Szenario) auch alternative Szenarien der Be- völkerungsvorausschätzung gerechnet. Das Hauptszenario kombiniert die mittleren Annahmensets zu Fertilität, Mortalität und Migration. Demgegenüber stehen das Wachstumsszenario, welchem jene Annahmen zugrunde liegen, die langfristig zur größten Bevölkerungszahl führen, sowie das Alterungsszenario, welches die stärkste Alterung der Bevölkerungsstruktur beinhaltet. Ein weiteres Szenario lässt alle Prognoseparameter auf dem Stand von 2024 konstant. Dieses Status-quo-Szenario misst somit den demographischen Einfluss der aktuellen Be - völkerungsstruktur auf die künftige Entwicklung. Darüber hinaus werden noch einige Szenarien gerechnet, bei denen gegenüber dem Hauptszenario jeweils nur ein Prognoseparameter ausgetauscht wird. So zeigen beispielsweise das obere und das untere Lebens- erwartungsszenario den Einfluss einer stärker bzw. schwächer steigenden Lebenserwartung als im Haupt - szenario auf die Bevölkerungsentwicklung und den Alterungsprozess auf, wobei die übrigen Prognose- parameter (Fertilität und Migration) gegenüber dem Hauptszenario unverändert bleiben. Im Folgenden werden die neun Alternativszenarien bezüglich der Entwicklungen der Gesamtbevölkerung und des Anteils der über 65-Jährigen kurz vorgestellt (Tabelle 5 sowie Grafiken 9 und 10). Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Szenarien und den zugrundeliegenden Annahmen sind im Kapitel „Weiterführende Informationen“ zu finden. Im ausführlich beschriebenen Hauptszenario (mittleres Szenario) ergibt sich langfristig bis 2080 einen
Bevölkerungsrückgang auf 9,07 Mio. (–1 % gegenüber 2024) und ein Anstieg des Anteils über 65-Jähriger von dzt. 20 % auf 29,7 %. Das stärkste Bevölkerungswachstum ergibt sich für das Wachstumsszenario, welches die oberen An - nahmen zu Fertilität, Lebenserwartung und Zuwanderung kombiniert. In diesem Szenario steigt die Bevölkerungszahl Österreichs bis 2080 gegenüber 2024 um 25 % auf 11,45 Mio., der Anteil der Bevölkerung 65+ infolge höherer Kinderzahlen und stärkerer Zuwanderung auf bloß 28,2 %. Das Alterungsszenario, welches eine Annahmenkombination unterstellt, in der die Bevölkerung besonders stark altert, führt langfristig zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang. Unter den Bedingungen einer sinkenden Fertilität, einer stark steigenden Lebenserwartung und niedriger Zuwanderung beträgt die Be - völkerung im Jahr 2040 8,87 Mio. (–3 % gegenüber 2024), liegt 2080 bereits mit 7,42 Mio. um 19 % unter dem Niveau von 2024. Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren an der Gesamtbevölkerung steigt hier bis 2080 auf einen Anteil von 36,7 % über 65-Jähriger an der Gesamtbevölkerung; ein geringfügig höherer Anteil wird nur noch bei völligem Ausschluss von Zuwanderung erreicht (siehe auch „Szenario ohne Wanderungen“). Bevölkerungsprognose 2025
Bandbreite der künftigen Bevölkerungsentwicklung26 Das obere Wanderungsszenario, welches im Gegensatz zum Hauptszenario unter sonst identischen Rahmenbedingungen langfristig mit einem um 42 000 Personen höheren Zuwanderungsniveau rechnet, mündet im Jahr 2080 in einer Bevölkerungszahl von 10,33 Mio. (+13 % gegenüber 2024). Unter der An- nahme schwächerer Zuwanderung (langfristig jährlich 42 500 Personen weniger als in dem Hauptszenario; unteres Wanderungsszenario) wird die Bevölkerungszahl mittelfristig bereits stark sinken: 2050 beträgt sie 8,74 Mio., ein Minus von 5 % gegenüber 2024; danach sinkt sie bis 2080 weiter auf 7,81 Mio. (–15 % gegen- über 2024). Mit 28,4 % liegt der Anteil der über 65-Jährigen im Jahr 2080 in dem oberen Wanderungs- szenario um einen Prozentpunkt unter dem Hauptszenario, in dem unteren Wanderungsszenario hingegen mit 31,5 % um beinahe zwei Prozentpunkte darüber. Das Szenario mit hoher Kinderzahl (oberes Fertilitätsszenario) führt zu einem weniger starken Be - völkerungswachstum (+7 % bis 2080 auf 9,82 Mio. Personen) als das Szenario mit hoher Zuwanderung. Der Anstieg des Anteils über 65-Jähriger bis 2080 auf 27,5 % ist hier bis auf den Sonderfall des Status-quo- Szenarios der geringste aller gerechneten Szenarien. In dem Szenario mit niedriger Kinderzahl (unteres Fertilitätsszenario) hingegen sinkt die Bevölkerungszahl bis 2080 um 9 % auf 8,33 Mio. Diese Prognose ist um eine halbe Million Personen höher als im unteren Wachstumsszenario. Der Anteil der über 65-Jährigen beträgt hier 32,4 %. Der Einfluss der Mortalität auf die Bevölkerungsentwicklung ist deutlich geringer als jener von Fertili - tät und Migration. In dem oberen Lebenserwartungsszenario liegt das Bevölkerungswachstum bis 2080 mit 2,1 % auf eine Bevölkerungszahl von 9,37 Mio. bloß um 3 Prozentpunkte über dem Hauptszenario, in dem unteren Lebenserwartungsszenario mit –4,5 % auf 8,77 Mio. hingegen nur um etwa 3 Prozentpunkte darunter. Der Anteil der über 65-jährigen Bevölkerung ist in dem hohen Szenario der Lebenserwartung 2080 mit 31,8 % um etwa 2,1 Prozentpunkte höher als in dem mittleren Szenario (29,7 %), in dem niedrigen Szenario der Lebenserwartung hingegen mit 27,6 % um 2,1 Prozentpunkte niedriger. Falls sich künftig an den demographischen Prozessen nichts ändern sollte und alle Prognoseparameter (Fertilität, Mortalität und Migration) auf dem Niveau von 2024 konstant bleiben, hätte Österreich im Jahr 2080 eine Bevölkerungszahl von 8,88 Mio., sie wäre also um 3 % niedriger als heute. Die höhere Zahl von jährlich Zuwandernden (166 000 gegenüber 143 500 im Hauptszenario) kompensiert die höhere Zahl an Sterbefällen und die niedrigen Geburtenraten. Infolge der Absenz von Verbesserungen in der Lebens - erwartung fällt in diesem Prognoseszenario der Anstieg des Anteils der über 65-jährigen Bevölkerung (auf 25,2 % im Jahr 2080) am schwächsten aus. Stark nachgefragt wird in der politischen und ökonomischen Diskussion immer wieder ein Szenario, das zukünftige Zuwanderungen ausschließt. Das dafür gerechnete Szenario ohne Wanderungen ergibt einen drastischen Rückgang der Bevölkerung: Die zu erwartenden Geburtendefizite können durch die fehlende Zuwanderung nicht kompensiert werden. 2080 wäre demnach die Bevölkerungszahl mit 6,17 Mio. um 33 % niedriger als derzeit. Der Ausschluss von Migration bringt aber auch einen extrem verstärkten Alterungs - prozess mit sich: Der Anteil der über 65-jährigen Menschen steigt hier bis 2030 auf 23,6 % und bis 2080 sogar auf 39,3 % an. Das sind die höchsten Anteile aller gerechneten Szenarien. Gemeinsam ist allen Szenarien die längerfristige Alterung der Bevölkerung, die vor allem durch den derzeit aktuellen Altersaufbau bestimmt ist. Veränderungen von Fertilität, Migration und Lebenserwartung kön - nen zwar abschwächend oder verstärkend wirken, den Alterungsprozess aber nicht nachhaltig umkehren. Somit wird der Anteil der Menschen im Alter von 65 und mehr Jahren von derzeit 20 % langfristig bis 2080 in allen hier gerechneten Szenarien auf einen Wert zwischen 25,2 % (Status-Quo-Szenario) und 39,3 % (keine Wanderung) ansteigen. Bevölkerungsprognose 2025
Bandbreite der künftigen Bevölkerungsentwicklung 27 Grafik 9