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Brehms Tierleben, Band 2: Die Säugetiere II

PDF document770 original pagesPublished 1890
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geringste Wahrnehmung von ihrem Hauptfeinde erlangt haben. Für gute Hunde aber scheint es kein größeres Vergnügen zu geben als die Wolfsjagd, wie ja überhaupt die Hunde sich dadurch auszeichnen, daß sie gerade die gefährlichste Jagd am liebsten betreiben. Schwer begreiflich oder doch merkwürdig ist, daß der Haß zwischen zwei so nahen Verwandten, wie Hund und Wolf es sind, so groß werden kann. Ein scharfer Hund, welcher auf eine Wolfsfährte gesetzt wird, vergißt in seinem Jagdeifer alles und ruht nicht eher, als bis er seinen Feind am Kragen hat. Dann achtet er keine Verwundung, nicht einmal den Tod seiner Gefährten. Noch sterbend sucht er sich an dem Wolfe festzubeißen. Doch nehmen keineswegs alle Hunde eine Wolfsfährte auf; viele kehren im Gegenteile sofort um, wenn sie den verhaßten Wolf wittern. Die Größe der Rüden kommt weniger in Betracht als die Rasse oder Abstammung und die Schule, welche sie durchgemacht haben. Kleine Kläffer sind nicht selten viel erbittertere Gegner des Raubtieres als große, nicht von dem nötigen Mute beseelte Beißer.

Auch andere Haustiere wissen sich gegen den Wolf zu verteidigen. „In den südrussischen Steppen“, sagt Kohl, „wohnen die Wölfe in selbstgegrabenen Höhlen, die oft klaftertief sind. Kaum sind sie irgendwo häufiger als in den waldigen und buschigen Ebenen der Ukraine und Kleinrußlands. Jede menschliche Wohnung ist dort eine wahre Festung gegen die Wölfe und mit 4—5 m (?) hohen Dornmauern umgeben. Diese Tiere umschleichen in der Nacht immerfort die Herden der russischen Steppen. Den Pferdeherden nahen sie sich mit Vorsicht, suchen einzelne Füllen wegzuschnappen, welche sich zu weit von der Herde weggewagt haben, oder beschleichen auch einzelne Pferde, springen ihnen an die Gurgel und reißen sie nieder. Merken die übrigen Pferde den Wolf, so gehen sie ohne weiteres auf ihn zu und hauen, wenn er nicht weicht, mit den Vorderhufen auf ihn los, ja die Hengste packen ihn auch mit den Zähnen. Oft wird der Wolf schon auf den ersten Schlag erlegt, oft aber macht er eine schnelle Wendung, packt das angreifende Pferd an der Gurgel und reißt es zu Boden. Auch viele zugleich erscheinende Wölfe sind nicht im stande, eine Pferdeherde zum Weichen zu bringen, kommen im Gegenteile, wenn sie sich nicht bald zurückziehen, in Gefahr, umringt und erschlagen zu werden.“ In ebenso mißliche Lage gerät Isegrim, wenn er versucht, in den Waldungen Spaniens oder Kroatiens sich einen Schweinebraten zu holen. Ein vereinzeltes Schwein wird ihm vielleicht zur Beute; eine größere, geschlossene Herde dagegen bleibt, wie man mir in Spanien und Kroatien übereinstimmend versicherte, regelmäßig von Wölfen verschont, wird von ihnen sogar ängstlich gemieden. Die tapferen Borstenträger stehen mutig ein für das Wohl der Gesamtheit, alle für einen, und bearbeiten den bösen Wolf, welcher sich erfrechen sollte, unter ihnen einzufallen, mit den Hauzähnen so wacker, daß er alle Räubergelüste vergißt und nur daran denkt, sein aufs höchste bedrohtes Leben in Sicherheit zu bringen. Versäumt er den rechten Augenblick, so wird er von den erbosten Schweinen unbarmherzig niedergemacht und dann mit demselben Behagen verzehrt, welches ein Schweinebraten bei ihm erwecken mag. So erklärt es sich, daß man da, wo Schweine im Walde weiden, fast nie einen Wolf spürt, und andererseits wird es verständlich, daß der Jäger, welcher mit seinen Hunden zufällig in die Nähe einer Schweineherde gerät, nicht minder ernste Gefahr läuft als die Wölfe. Denn die Schweine sehen in fremden Hunden so nahe Verwandte der von ihnen gefürchteten Raubtiere, daß sie sich ebensogut auf jene stürzen wie auf diese und, einmal wütend geworden, auch den zum Schutze seiner treuen Gehilfen herbeieilenden Jäger nicht schonen. Selbst einzelne Schweine kämpfen auf Leben und Tod, ehe sie sich dem Wolfe ergeben. Nur die Schafe fügen sich ergeben in das Unvermeidliche. „Hat der Wolf bemerkt“, schildert Kohl weiter, „daß Schäfer und Hunde nicht zur Hand sind, so packt er das erste, beste Schaf und reißt es nieder. Die übrigen fliehen 200 —300 Schritt weit, drängen sich dicht zusammen und gaffen mit

den dümmsten Augen der Welt nach dem Wolfe hin, bis er kommt und sich noch eins holt. Nun reißen sie wieder einige hundert Schritt aus und erwarten ihn abermals.“ An die Rindviehherden wagt sich gewöhnlich kein Wolf, weil die Gesamtheit sich gleich über ihn hermacht und ihn mit den Hörnern zu spießen sucht. Er trachtet nur danach, abgesonderte Rinder oder Kälber zu erlegen, und springt diesen ebenso an die Kehle wie dem Pferde. Schwächere Haustiere find verloren, wenn fie nicht rechtzeitig einen sicheren Zufluchtsort erreichen können, und der Räuber folgt ihnen auf seiner Jagd durch Sumpf und Moor, ja selbst durch das Wasser. Der Wolf besitzt alle Begabungen und Eigenschaften des Hundes: dieselbe Kraft und Ausdauer, dieselbe Sinnesschärfe und denselben Verstand. Aber er ist einseitiger und erscheint weit unedler als der Hund, unzweifelhaft einzig und allein deshalb, weil ihm der erziehende Mensch fehlt. Sein Mut steht in gar keinem Verhältnis zu seiner Kraft. Solange er nicht Hunger fühlt, ist er eines der feigsten und furchtsamsten Tiere, welche es gibt. Er flieht dann nicht bloß vor Menschen und Hunden, vor einer Kuh oder einem Ziegenbocke, sondern auch vor einer Herde Schafe, sobald die Tiere sich zusammenrotten und ihre Köpfe gegen ihn richten. Hörnerklang und anderes Geräusch, das Klirren einer Kette, lautes Schreien ꝛc. vertreibt ihn regelmäßig. In der Tierfabel wird er als tölpelhafter Geselle dargestellt, welcher sich von Vetter Reineke fortwährend überlisten und betrügen läßt: dieses Bild entspricht der Wirklichkeit jedoch durchaus nicht. Der Wolf gibt dem Fuchse an Schlauheit, List, Verschlagenheit und Vorsicht nicht das geringste nach, übertrifft ihn vielmehr in allen diesen Stücken. In der Regel benimmt er sich den Umständen angemessen, überlegt, bevor er handelt, und weiß auch in bedrängter Lage noch den rechten Ausweg zu finden. Eine Beute beschleicht er mit ebensoviel Vorsicht wie List; selbst gejagt, kommt er äußerst bedachtsam herangetrabt. Sein Geruch, Gehör und Gesicht sind gleich vortrefflich. Es wird behauptet, daß er nicht bloß spüre, sondern auch auf große Strecken hin wittere. Ebenso versteht er genau, welchem Tiere eine Fährte angehört, die er zufällig auf seinen Streifereien gefunden hat. Er folgt dieser dann, ohne sich um andere zu bekümmern. Seine Feigheit, seine List und die Schärfe seiner Sinne zeigt sich bei seinen Überfällen. Er ist dabei überaus vorsichtig und behutsam, um ja seine Freiheit und sein Leben nicht aufs Spiel zu setzen. Niemals verläßt er seinen Hinterhalt, ohne vorher genau ausgespürt zu haben, daß er auch sicher sei. Mit größter Vorsicht vermeidet er jedes Geräusch bei seinem Zuge. Sein Argwohn sieht in jedem Stricke, jeder Offnung, in jedem unbekannten Gegenstande eine Schlinge, eine Falle oder einen Hinterhalt. Deshalb vermeidet er es immer, durch ein offenes Thor in einen Hof einzudringen, falls er irgendwie über die Einfriedigung springen kann. Angebundene Tiere greift er ebenfalls nur im äußersten Notfalle an, jedenfalls weil er glaubt, daß sie als Köder für ihn hingestellt worden sind. Sieht er ein, daß ihm der Rückzug verschlossen ist, so kauert er sich selbst im Schafstalle feig in eine Ecke, ohne dem Viehe etwas zuleide zu thun, und wartet angsterfüllt der Dinge, die da kommen sollen. Ganz ebenso ist sein Gebaren in anderen unangenehmen Lagen seines Lebens, beispielsweise in Fallgruben, welche seinen eifrigen Jagden ein jähes Ende bereiteten. Er denkt hier nicht an Raub und Mord, vielmehr einzig und allein an Rettung. Der alte Gesner gibt einen Bericht Justinus Geblers mit folgenden Worten wieder: „Es begab sich, daß, als sein Vatter, der sonderliche Lust und Belieben zum Jagen hatte, etliche Gruben und Löcher machen lassen, umb allerley Wild darinnen zu fahen, auff eine Nacht drey oder vier wiederwärtige und ungleiche Thiere in eine solche Grube fielen; das erste war ein altes Weib, welches gegen Abend auß einem Garten kommen, und Kraut, Rüben und Zwiebeln heim tragen wollen: die übrigen aber waren ein Fuchs und ein Wolff. Alle diese dreye blieben jegliches an seinem Orte, wohin sie gefallen, und hielten sich die

Wolf: Wesen. Begabung. Fortpflanzung. ET

ganze Nacht stille, vielleicht auß Furcht, ja selbst der Wolff, der doch das grimmigste unter ihnen war, war nun ein sanfftmüthiges Schaaff worden, und that keinem kein Leid, nichts destoweniger war das Weib, als das verständigste, von Furcht und Schröcken, gantz grau und kraftloß worden, und mehr einem todten als lebendigen Menschen gleich. Wie nun der Vatter, deß Morgens früh, nach seiner Gewohnheit, und auß Begierde nach dem Wilde, die Gruben zu besichtigen außgeht, ersihet er diesen seinen wunderbarlichen Fang, erschrickt darüber und spricht doch dem Weibe zu, welches durch solche Menschen-Stimme gleichsam als vom Todte erwachte und ein wenig zu sich selber kam. Der Haußvatter sprang, als ein behertzter Mann, hierauf in die Grube, und stach erstlich den Wolff, den Fuchs aber schlug er zu todte, und das halb⸗todte Weib nahm er auf seine Achsel, trug sie auff einer Leiter auß der Grube, und brachte sie wieder nach Hause, mit höchster Verwunderung, daß ein so schädliches und gefrässiges Thier, als der Wolff, beydes deß Weibes und auch deß Fuchses verschonet hatte.“ Anders benimmt sich der Wolf, wenn ihn der quälende Hunger zur Jagd treibt. Dieser verändert das Betragen und läßt ihn Vorsicht und List ganz vergessen, stachelt aber auch seinen Mut an. Der hungerige Wolf ist geradezu tollkühn und fürchtet sich vor nichts mehr: es gibt für ihn kein Schreckmittel.

Bei älteren Wölfen beginnt die Ranzzeit Ende Dezember und währt bis Mitte Januar; bei jüngeren tritt fie erst Ende Januar ein und währt bis Mitte Februar. Die liebesbrünstigen Männchen kämpfen dann untereinander auf Tod und Leben um die Weibchen. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 63 — 64 Tagen, welche also der unserer größeren Hunderassen genau entspricht, bringt die Wölfin an einem geschützten Plätzchen im tiefen Walde 3—9, gewöhnlich 4— 6 Junge zur Welt. In Kurland wählt fie, nach einer brieflichen Mitteilung des Kreisförsters Kade, zu ihrem Wochenbette erhabene, dicht mit Holz bestandene Stellen in den großen Morästen, welche nicht leicht von Menschen oder Weidevieh betreten und von den Jägern Traden, d. h. Aufenthaltsorte der Wölfe, genannt werden; im Süden Europas wölft sie in selbstgegrabenen Löchern unter Baumwurzeln oder auch wohl in einem erweiterten Fuchs⸗ und Dachsbaue. Die Jungen bleiben auffallend lange, nach den von Schöpff im Tiergarten zu Dresden gemachten Beobachtungen 21 Tage, blind, wachsen anfänglich langsam, später sehr rasch, betragen sich ganz nach Art junger Hunde, spielen lustig miteinander und katzbalgen zuweilen unter lautem, auf weithin hörbarem Geheul und Gekläff. Die Wölfin behandelt sie mit aller Zärtlichkeit einer guten Hundemutter, beleckt und reinigt sie, säugt sie sehr lange, schafft reichliche, dem jeweiligen Stande des Wachstums entsprechende Nahrung für sie herbei, ist fortwährend ängstlich bestrebt, sie nicht zu verraten, und trägt sie, wenn ihr Mißtrauen erregt wurde oder Gefahr droht, im Maule nach einem anderen ihr sicher dünkenden Orte. Die Jungen wachsen bis ins dritte Jahr und werden in diesem fortpflanzungsfähig. Das Alter, welches sie überhaupt erreichen, dürfte sich auf 12 bis 15 Jahre belaufen. Viele mögen dem Hungertode erliegen; andere sterben an den vielen Krankheiten, denen die Hunde überhaupt ausgesetzt sind. „In der Nähe seiner Traden“, schreibt mir Kade, „raubt der Wolf nie, weshalb Rehe und junge Wölfe harmlos in einem und demselben Treiben erwachsen. Bei den meisten Wolfsjagden habe ich in demselben Treiben junge Wölfe und junge Rehe erlegt und erlegen sehen. Diesen niedlichen Tieren kann aber die Nähe der Wölfe unmöglich unbekannt bleiben, da letztere schon Ende Juli zu heulen beginnen.“ Daß die Wölfin ihre Jungen verschleppt, hat man vielfach beobachtet. Aber nicht allein sie, sondern auch der Wolf nimmt sich, laut Kade, der letzteren an. Die wiederholte Angabe, daß er seine Jungen auffresse, wo er sie finde, scheint nur bedingungsweise richtig zu sein. „Abgesehen davon“, schreibt Kade, „daß es einer Wölfin wohl ganz unmöglich wäre, ihr Gewölfe vor des Alten Spürnase zu verbergen und vor seinen Zähnen zu retten, möchte ich fragen: warum frißt kein Wolf die

Leichen der auf einer Jagd erlegten und hingeworfenen Wölfe, welche noch dazu abgefellt sind? Als junger Mann habe ich das furchtbare, wehklagende Heulen der alten Wölfe an den Leichnamen ihrer Jungen einmal gehört und das Verfahren der älteren Jäger verdammt, auch nicht nachgeahmt.“ Dieser Mitteilung stehen andere entgegen: Junge Wölfe, deren Mutter man getötet hatte, verschwanden spurlos und fanden höchst wahrscheinlich in den Magen älterer Artgenossen ihr Grab. Wenn junge Wölfe im Baue oder Lager von älteren nicht behelligt werden, so dürfte dies wohl mehr der mißtrauischen Vorsicht der Mutter als der Vaterliebe des Wolfes zu danken sein. Kade scheint die Meinung zu hegen, daß letzterer zur Ernährung der Jungen mit beitragen helfe, unterstützt seine Ansicht jedoch nicht durch überzeugende Belege, so daß ich auch diesen Punkt noch keineswegs als erledigt betrachte. Erst später, nachdem die Jungen bereits den älteren Wölfen zugeführt worden sind, nehmen diese sich ihrer an, beantworten mindestens gewissenhaft ihr ungefüges Geplärr mit schulgerechtem Geheul, warnen und leiten sie bei Gefahr und klagen erbärmlich über ihren Verlust. Durch vielfache Versuche ist es zur Genüge festgestellt, daß durch Paarung des Wolfes mit der Hündin oder des Hundes mit der Wölfin Blendlinge entstehen, welche wiederum fruchtbare Junge erzeugen. Diese Bastarde halten nicht immer die Mitte zwischen Wolf und Hund, und auch die Jungen eines Wurfes sind sehr verschieden. In der Regel ähneln sie mehr dem Wolfe als dem Hunde, obwohl ebenso hundeähnliche vorkommen. Ungeachtet aller Abneigung, welche zwischen Wolf und Hund besteht, paaren sich beide, und zwar ebensowohl in der Gefangenschaft wie im Freien, ohne Zuthun des Menschen. In galizischen Walddörfern stellt sich zuweilen ein Wolf als Mitbewerber bei einer läufischen Hündin ein, und ebenso sollen Hunde manchmal brünstigen Wölfinnen nachgehen. Die Wolfsähnlichkeit vieler Haushunde in Ungarn, Siebenbürgen, Rußland und Sibirien wird auf derartige Kreuzungen zurückgeführt. Jung aufgezogene und verständig behandelte Wölfe werden sehr zahm und zeigen innige Anhänglichkeit an ihren Herrn. Cuvier berichtet von einem Wolfe, welcher wie ein junger Hund aufgezogen worden war und nach erlangtem Wachstum von seinem Herrn dem Pflan-zengarten geschenkt wurde. „Hier zeigte er sich einige Wochen lang ganz trostlos, fraß äußerst wenig und benahm sich vollkommen gleichgültig gegen seinen Wärter. Endlich aber faßte er eine Zuneigung zu denen, welche um ihn waren und mit ihm sich beschäftigten, ja es schien, als hätte er seinen alten Herrn vergessen. Letzterer kehrte nach einer Abwesenheit von 18 Monaten nach Paris zurück. Der Wolf vernahm seine Stimme trotz dem geräuschvollen Gedränge und überließ sich, nachdem man ihn in Freiheit gesetzt hatte, Ausbrüchen der ungestümsten Freude. Er wurde hierauf von seinem Freunde getrennt, und von neuem war er wie das erste Mal tiefbetrübt. Nach dreijähriger Abwesenheit kam der Herr abermals nach Paris. Es war gegen Abend und der Käfig des Wolfes völlig geschlossen, so daß das Tier nicht sehen konnte, was außerhalb seines Kerkers vorging; allein sowie es die Stimme des nahenden Herrn vernahm, brach es in ängstliches Geheul aus, und sobald man die Thür des Käfigs geöffnet hatte, stürzte es auf seinen Freund los, sprang ihm auf die Schultern, leckte ihm das Gesicht und machte Miene, seine Wärter zu beißen, wenn diese versuchten, ihn wieder in sein Gefängnis zurückzuführen. Als ihn endlich sein Erzieher wieder verlassen, erkrankte er und verschmähte alle Nahrung. Seine Genesung verzögerte sich sehr lange; es war dann aber immer gefährlich für einen Fremden, sich ihm zu nähern.“

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