Statistik Austria
November 2024
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Zahlenspiegel
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Zahlenspiegel
November 2024
Finanzielle Belastung von Alleinerzieherinnen
seit Ende 2021 gestiegen
Die laufenden Kosten nicht mit dem Haushaltseinkom
men decken zu können, betrifft weibliche Alleinerziehen
de wesentlich stärker als die Gesamtbevölkerung. Das
geht aus dem Bericht zu Krisenfolgen und der sozialen
Lage von Frauen hervor, der die Lebenssituation von
Frauen in Österreich im Zeitraum Ende 2021 bis Anfang
2024 untersuchte. Der Bericht wurde von Statistik Austria
im Auftrag der Caritas Österreich erstellt.
In den vergangenen Jahren haben besonders Alleinerzie
herinnen eine Verschlechterung ihrer Situation wahrge
nommen. Während zu Jahresende 2021 mit 19 % rund ein
Fünftel der Alleinerzieherinnen angaben, Schwierigkeiten
zu haben mit ihrem Einkommen auszukommen, verdop
pelte sich dieser Wert zum 3. Quartal 2022 auf beinahe
38% und lag zu Jahresbeginn 2024 noch immer bei knapp
32 %. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung zwischen
18 und 74 Jahren lag der Anteil derer, die Schwierigkeiten
hatten mit ihrem Einkommen auszukommen, zwischen
Jahresende 2021 und 2023 fast gleichbleibend bei rund
16 % und ging im 1. Quartal 2024 auf 13 % zurück.
Höhere Wohnkostenbelastung bei Alleinerzieherinnen
Die finanzielle Belastung durch Wohnkosten bei Haus
halten mit Alleinerzieherinnen stieg im untersuchten
Zeitraum. Ende 2021 gaben 24 % dieser Gruppe an,
die Wohnkosten als sehr belastend zu empfinden. Zu
Jahresbeginn 2024 betrug der Anteil 42 %, dies ist ein
Anstieg von 18 Prozentpunkten. Auch im Vergleich
zur Gesamtbevölkerung (19 % mit sehr starker Wohn
kostenbelastung im 1. Quartal 2024) zeigt sich eine
überdurchschnittliche Betroffenheit für Haushalte von
Alleinerzieherinnen. Neben vermehrten finanziellen
Schwierigkeiten zeigte sich seit dem 4. Quartal 2021
bei den Personen in Alleinerzieherinnen-Haushalten
auch ein Rückgang der allgemeinen Lebenszufrieden
heit. Zu Jahresende 2021 gaben 46 % dieser Gruppe
an, sehr zufrieden mit ihrem Leben zu sein – zu Beginn
2024 waren es nur noch 34 %.
Zahlenspiegel November 2024 STATISTIK AUSTRIA 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Q4/21 Q1/22 Q2/22 Q3/22 Q4/22 Q1/23 Q2/23 Q3/23 Q4/23 Q1/24 4,1 5,9 7,9 9,8 10,6 10,4 8,8 6,8 5,4 4,3 Person in Haushalt mit weibl. Alleinerzieherin Gesamtbevölkerung Inflaonsrate 19,2 15,5 37,5 31,6 13,0 Anteil der Personen, die von Einkommensschwierigkeiten berichten, im Zeitverlauf in Prozent Q: STATISTIK AUSTRIA: „So geht’s uns heute“. Fragestellung: „Wie schwer oder leicht können Sie mit Ihrem Haushaltseinkommen die lau fenden Ausgaben Ihres Haushalts tätigen?“ Antworten: sehr schwer/schwer. Datenstand: 24.06.2024. – Verbraucherpreisindex (VPI/HVPI).
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Knapp zwei Drittel informieren sich online
über Gesundheit
65 % der 16- bis 74-Jährigen in Österreich informieren
sich online über Gesundheitsthemen, wie aktuelle
Ergebnisse von Statistik Austria aus der Erhebung
über den Einsatz von Informations- und Kommunika-
tionstechnologien (IKT) in Haushalten zeigen. Andere
gesundheitsbezogene Online-Aktivitäten sind weniger
verbreitet. So vereinbart etwa eine von vier Personen
ärztliche Termine online (28 %) oder fragt Befunde
bzw. persönliche Gesundheitsdaten online ab (23 %).
Weniger als eine von zehn Personen nimmt im Internet
andere Online-Dienstleistungen anstelle eines ärztlichen
Termins oder Krankenhausbesuchs in Anspruch (7 %).
Höhere gesundheitsbezogene Internetnutzung
unter Jüngeren, Frauen und Höhergebildeten
Die österreichische Bevölkerung unterscheidet sich in
der gesundheitsbezogenen Internetnutzung vor allem
nach Alter, Geschlecht und Bildung. Der Erwerbsstatus
spielt hingegen eine untergeordnete Rolle. So suchen
etwa Frauen (72 %) eher als Männer (58 %) im Internet
nach Gesundheitsinformationen. Zudem gilt: Je höher
der Bildungsabschluss ist, desto eher wird das Internet
für gesundheitsbezogene Online-Aktivitäten genutzt.
Personen mit Hochschulabschluss (78 %) oder Matura
(75 %) nutzen das Internet eher für eine Suche nach
Gesundheitsinformationen als jene mit Lehr- bzw. BMS-
Abschluss (61%) oder Pflichtschulabschluss (49 %).
Die Internetsuche nach Gesundheitsinformationen
hängt auch mit dem Alter zusammen. Der Anteil ist
tendenziell höher unter Personen jüngeren Alters.
16- bis 24-Jährige (64 %) informieren sich eher als
55- bis 64-Jährige (56 %) und 65- bis 74-Jährige (51 %)
über Gesundheitsthemen im Internet. Die höchsten
Anteile verzeichneten allerdings Personen in den mittle-
ren Altersgruppen 25 bis 34 Jahre (76 %), 35 bis 44 Jahre
(74 %) und 45 bis 54 Jahre (66 %).
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Q: STATISTIK AUSTRIA, Erhebung über den IKT-Einsatz in Haushalten 2024.
Gesundheitsbezogene Online-Aktivitäten 2024 von Personen,
die das Internet in den letzten drei Monaten nutzten
in Prozent
0 10 20 30 40 50 60 70 80
online suchen Ärztliche Termine online vereinbaren Befunde oder persönliche Gesundheits- daten online abfragen Andere Online-Dienstleistungen anstelle eines ärztlichen Termins oder Krankenhausbesuchs nutzen
Männer Frauen STATISTIK AUSTRIA Zahlenspiegel November 2024 Rekordsommer für die österreichische Luftfahrt Der Sommer 2024 hat den österreichischen Flughäfen einen Passagierrekord gebracht: 7,3 Mio. Fluggäste (inkl. Transit) wurden im Juli und August 2024 be fördert – so viele wie noch nie in einem Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen 1955. Die Zahl der Flug gäste erreichte 102,8 % des Vor-Corona-Niveaus und lag damit um 199 580 Passagier:innen über dem Wert des Rekordsommers 2019. Im Vergleich zum Sommer 2023 stieg die Zahl der Fluggäste heuer um 6,3 % bzw. 433 953 Personen. Der Höhenflug der heimischen Luft fahrt ist vor allem auf das kräftig gestiegene Passagier aufkommen des Flughafens Wien zurückzuführen. Bei den Flugbewegungen im Linien- und Gelegenheits verkehr wurden im Sommer 2024 auf den Flughäfen Wien, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg mit 51 857 Starts und Landungen um 4,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum registriert, jedoch 12,2 % weniger als im Juli und August 2019. Im Sommer 2024 wurden bei der Anzahl der Fluggäste nicht auf allen sechs österreichischen Flughäfen Steigerungen registriert. Während die Anzahl der beförderten Personen im Vergleich zum Sommer 2023 auf den Flughäfen Wien, Graz und Salzburg anstieg, gab es bei den Flughäfen Innsbruck, Linz und Klagenfurt Rückgänge. Der Flug hafen Wien erreichte im Sommer 2024 mit jeweils über 3,3 Mio. Personen die höchsten Fluggastzahlen seit Beginn der Aufzeichnungen 1955. Frachtaufkommen gestiegen, Postaufkommen gesunken Auf den sechs österreichischen Flughäfen wurde im Juli und August 2024 ein Luftfrachtaufkommen von 43 697 t erbracht (+18,5 % zum Vorjahreszeitraum; +7,0 % zum Sommer 2019). Die mit Abstand größte Tonnage ent fiel dabei mit einem Anteil von 93,8 % bzw. 40 977 t auf den Flughafen Wien (+17,2 % zum Sommer 2023). Das Luftpostaufkommen im Sommer 2024 sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 % auf 845 t (-65,2 % zum Sommer 2019).
Zahlenspiegel November 2024 STATISTIK AUSTRIA Q: STATISTIK AUSTRIA, Zivilluftfahrtstatistik. – Vorläufige Werte für das Berichtsjahr 2024. Verkehrsleistung der österreichischen Flughäfen insgesamt im Sommer 2019, 2023 und 2024
59 093 49 575 51 857
7 103 082 6 868 709 7 302 662
40 832 36 877 43 697
2 428 854 845 Juli und August 2024 Juli und August 2023 Juli und August 2019 Flüge Fluggäste Fracht in Tonnen Post in Tonnen
STATISTIK AUSTRIA Zahlenspiegel November 2024 Energieverbrauch 2023 gesunken Der energetische Endverbrauch in Österreich sank 2023 im Vergleich zu 2022 um 4 % auf 1 034 Petajoule (P J) und lag damit sogar um rund 2 % unter dem Niveau des Pan- demiejahres 2020. Gründe dafür waren die wärmere Wit- terung, das gesunkene Produktionsniveau in der Industrie und der vermehrte Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger. Der energetische Endverbrauch der Indus- trie fiel um etwa 7 %, während bei den Dienstleistungen ein weniger stark ausgeprägter Rückgang um etwa 3 % zu beobachten war. Der Energieeinsatz im Straßenverkehr verringerte sich um 1 %. Im Flugverkehr stieg der Energie- verbrauch hingegen um 40 %, den zweithöchsten Wert in der österreichischen Luftfahrtgeschichte. Der Verbrauch der privaten Haushalte ging vor allem aufgrund des geringeren Einsatzes von Heizenergieträgern um etwa 5 % zurück. Der geringere Energieeinsatz im Vergleich zu 2022 spiegelt sich auch bei einzelnen Energieträgern wider. Der Verbrauch von Ölprodukten ging bedingt durch den verminderten Verbrauch als Heizenergieträger zurück. Erdgas wurde neben der verringerten Nachfrage in den Privathaushalten als Heizenergieträger (−9 %) auch in der Industrie für die Erzeugung von Prozesswärme (−13 %) weniger eingesetzt. Bei den biogenen Energieträgern stieg der Verbrauch gegenüber 2022 um 2 %. Über alle Wirtschaftssektoren gesehen, hatten die Erdölprodukte mit 36 % den größten Anteil am energetischen Endver- brauch, gefolgt von elektrischer Energie (21 %), den erneuerbaren Energieträgern (18 %) und Erdgas (16 %), der Anteil der erneuerbaren Energieträger war damit erstmals seit 1970 höher als der Anteil an Erdgas. Österreich als Netto-Stromexporteur Die inländische Erzeugung von Rohenergie lag 2023 mit 549 P J um etwa 7 % über der Erzeugung des Vorjahres. Die Förderung der fossilen Energieträger Erdgas und Erdöl ging um 11 % bzw. 10 % zurück. Bei der Erzeugung von erneuerbaren Energieträgern war ein Anstieg um 10 % v. a. durch die höhere Produktion aus Wasserkraft zu beobachten. Die gesamte Produktion von elektri- scher Energie stieg um 9 % auf 254 P J, insbesondere aus Wasserkraft (+17 %), Windkraft (+11 %) sowie Fotovoltaik (+69 %), wodurch Österreich erstmals seit 2000 wieder einen Stromüberschuss erzielte. Zahlenspiegel November 2024 STATISTIK AUSTRIA Q: STATISTIK AUSTRIA, Energiebilanz. Energetischer Endverbrauch 2023 in Terajoule 0 100 Tsd. 200 Tsd. 300 Tsd. 400 Tsd.
Verkehr Produzierender Bereich Private Haushalte Öffentliche und private Dienstleistungen Landwirtschaft
STATISTIK AUSTRIA Zahlenspiegel November 2024 Zahl fertiggestellter Wohnungen 2023 leicht zurückgegangen 2023 wurden in Österreich 70 071 neue Wohnungen fertiggestellt, das sind um 3,0 % weniger als 2022, in dem so viel neuer Wohnraum geschaffen wurde wie nie zuvor. In den kommenden Jahren werden deutlich weniger neue Wohnungen auf den Markt kommen, da die Baubewilligungen seit 2020 rückläufig sind. 2023 wurden 23 614 Gebäude (-5 % zu 2022) errichtet, davon waren 17 900 Wohngebäude, wobei der Großteil auf Ein- und Zweifamilienhäuser (15 189) entfiel. Im Vergleich 2022 wurden um 5,0 % weniger Ein- und Zweifamilien häuser fertiggestellt. Die Zahl fertiggestellter Mehr parteienhäuser sank um 4,2 % auf 2 711, die Fertig stellungen anderer Gebäude gingen um 5,6 % auf 5 714 zurück. In den neu errichteten Gebäuden wurden 57 490 neue Wohnungen geschaffen. Zusätzlich wurden 12 581 Wohnungen im Zuge von An-, Auf- und Umbautätig keiten fertiggestellt, wobei in Wien die durch An-, Auf-, Umbautätigkeit an bestehenden Gebäuden entstande nen Wohnungen nicht in den Daten enthalten sind. Fertigstellungen lagen deutlich über Bewilligungen Von 2005 bis 2006 sowie 2010 bis 2021 lag die Zahl der baubewilligten Wohnungen stets über jener der fertig gestellten Wohnungen, da nicht jedes bewilligte Bau vorhaben auch ausgeführt wird. Nach den Spitzenjahren bei den Baubewilligungen 2017 und 2019 gingen die Bewilligungszahlen 2020 leicht zurück und stagnierten 2021. 2022 gab es einen stärkeren Rückgang (−18,5 % auf 64 194) und 2023 erreichten die Baubewilligungen den zweitniedrigsten Wert (−27,5 % auf 46 565) seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Die Baufertigstellun gen stiegen hingegen 2022 weiter an (+2,6 % auf 72 245), gefolgt von einem leichten Rückgang 2023 (−3,0 %). Das führte dazu, dass die Baufertigstellungen in den Jahren 2022 und 2023 die Baubewilligungen überstiegen. Die Differenz zwischen Fertigstellungen und Baubewilligun gen ist auf 23 506 Wohnungen angewachsen – größer war diese Lücke noch nie. Dass die Baufertigstellungen die Baubewilligungen überhaupt übersteigen, war zuletzt in der Finanzkrise 2007 und 2008 der Fall.
Zahlenspiegel November 2024 STATISTIK AUSTRIA
Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Oberösterreich
Salzburg
Steiermark
Tirol
Vorarlberg
Wien
6,1
6,0
6,7
8,1
7,4
8,5
8,3
9,3
8,0
Österreich
7,7
Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes; Baumaßnahmenstatistik – mit Ergebnissen, die in Bezug auf die bis
zum Datenabzug vom 15.09.2024 registrierten Nachmeldungen aufgeschätzt sind und keine in Wien durch An-, Auf-, Umbautätigkeit
fertiggestellten Wohnungen beinhalten.
2023 baufertiggestellte Wohnungen (Fertigstellungsrate)
je 1 000 Einwohner:innen nach Bundesland
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Grafik: STATISTIK AUSTRIA.
Wie wohnt Österreich?
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Quelle und Grafik: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus Wohnen 2023. Quelle und Grafik: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus Wohnen 2023.
Im Schnitt 1,8 Wohnräume pro Person
2023
Wohnungen ohne Wohnsitzmeldung
zum 31.10.2022, in Prozent
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Quelle und Grafik: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus Wohnen 2023. Quelle und Grafik: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus Wohnen
2023. – Sonstige: z. B. Untermiete oder Dienstwohnungen.
Hauseigentum
Gemeinde-/
Genossenscha/f_tswohnung private Hauptmiete
sonstige
Wohnungseigentum
36,2
23,6
11,8
9,1
19,3
Fast 400 000 Wohnungen von Feuchtigkeit
oder Schimmel befallen
Wohnprobleme in Haushalten 2023, in 1 000
Knapp die Hälfte der Haushalte lebt im Eigentum
Rechtsverhältnis von Hauptwohnsitzwohnungen 2023,
in Prozent
Impressum
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