Arbeitsmarkt_QSB-Q3-2025.pdf

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STATISTIK AUSTRIA Mikrozensus‑Arbeitskräfteerhebung Statistik im Fokus – SB 5.8 Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025

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Inhaltsverzeichnis C Arbeitsvolumen nach ILO-Konzept C1 Durchschnittliche wöchentliche Normalarbeitsstunden nach Vollzeit, Teilzeit     44 C2 Durchschnittliche wöchentliche Normalarbeitsstunden nach beruflicher Stellung     45 C3 Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen) nach Haupt-, Zweittätigkeit bzw. Beschäftigungsausmaß     46 C4 Durchschnittliche tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche nach Haupt-, Zweittätigkeit bzw. Beschäftigungsausmaß     47 C5 Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen) nach beruflicher Stellung     48 C6 Durchschnittliche tatsächlich geleistete Arbeitsstunden nach beruflicher Stellung     49 C7 Durchschnittliche Anzahl der pro Woche sowie Gesamtzahl der pro Quartal geleisteten Über- bzw. Mehrstunden      50 D Arbeitslose nach ILO-Konzept D1 Arbeitslose nach Alter und Geschlecht     51 D2 Arbeitslosenquoten nach Alter und Geschlecht     52 D3 Arbeitslose und Arbeitslosenquoten nach Staatsangehörigkeit, Geburtsland und Geschlecht     53 D4 Arbeitslose und Arbeitslosenquoten nach Migrationshintergrund und Geschlecht     54 D5 Arbeitslose nach höchster abgeschlossener Bildung und Geschlecht      55 D6 Arbeitslosenquoten nach höchster abgeschlossener Bildung und Geschlecht     56 D7 Arbeitslose nach Dauer der Arbeitslosigkeit und Geschlecht     57 D8 Arbeitslose nach Art der gesuchten Tätigkeit und Geschlecht     58 E Nicht-Erwerbspersonen nach ILO-Konzept E1 Nicht-Erwerbspersonen ab 15 Jahren nach Alter und Geschlecht     59 E2 Nicht-Erwerbspersonen ab 15 Jahren nach ihrem Lebensunterhalt (LUK) und Geschlecht     60 E3 Nicht-Erwerbspersonen (ILO) von 15 bis 74 Jahren als stille Reserve (internationale Definition) nach Geschlecht     61 F Bevölkerung nach Lebensunterhalt (LUK) F1 Bevölkerung nach dem Lebensunterhalt und Geschlecht     62 F2 Bevölkerung nach dem Lebensunterhalt, Alter und Geschlecht – 3. Quartal 2025     63 F3 Bevölkerung nach dem Lebensunterhalt, höchster abgeschlossener Bildung und Geschlecht – 3. Quartal 2025     64 G Ergebnisse für Bundesländer G1 Bevölkerung nach dem Erwerbsstatus (ILO-Konzept), Bundesland und Geschlecht     65 G2 Merkmale der Erwerbstätigkeit (ILO-Konzept) nach Bundesland und Geschlecht – 3. Quartal 2025     68 G3 Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen) nach Bundesland und Geschlecht – 3. Quartal 2025     70 G4 Durchschnittliche tatsächlich geleistete Arbeitsstunden nach Bundesland und Geschlecht – 3. Quartal 2025     70 G5 Durchschnittliche wöchentliche Normalarbeitsstunden nach Bundesland und Geschlecht – 3. Quartal 2025     71

Inhaltsverzeichnis Annex 1: Stichprobenfehler und Konfidenzintervalle Unsicherheitsbereich ausgewählter Schätzwerte in der Mikrozensusstichprobe – Absolutwerte 3. Quartal 2025     72 Unsicherheitsbereich ausgewählter Schätzwerte in der Mikrozensusstichprobe – Prozentwerte 3. Quartal 2025     74 Unsicherheitsbereich ausgewählter Schätzwerte in den Bundesländerstichproben des Mikrozensus – Absolutwerte 3. Quartal 2025     75 Unsicherheitsbereich ausgewählter Schätzwerte in den Bundesländerstichproben des Mikrozensus – Prozentwerte 3. Quartal 2025     76 Unsicherheitsbereich der Veränderung ausgewählter Schätzwerte – Absolutwerte vom 3. Quartal 2025 und 2. Quartal 2025     77 Unsicherheitsbereich der Veränderung ausgewählter Schätzwerte – Prozentwerte vom 3. Quartal 2025 und 2. Quartal 2025     77 Unsicherheitsbereich der Veränderung ausgewählter Schätzwerte – Absolutwerte vom 3. Quartal 2025 und 3. Quartal 2024     78 Unsicherheitsbereich der Veränderung ausgewählter Schätzwerte – Prozentwerte vom 3. Quartal 2025 und 3. Quartal 2024     78 Annex 2: Qualität der Stichprobe Feldbericht I: Die Stichprobe der Arbeitskräfteerhebung (Haushalte) nach Bundesland – 3. Quartal 2025     79 Feldbericht II: Die Stichprobe der Arbeitskräfteerhebung (Haushalte) nach Erhebungswelle – 3. Quartal 2025     80 Die Response der Arbeitskräfteerhebung (Haushalte) nach Bundesland – 3. Quartal 2025     81 Selbst-/Fremdauskunft von Personen im Alter von 18 oder mehr Jahren nach Bundesland – 3. Quartal 2025     81

Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Methodische Anmerkungen 7 Methodische Anmerkungen Pro Quartal rund 20 000, pro Woche 1 500 Stichprobenhaushalte Der vorliegende Schnellbericht beinhaltet Hauptergebnisse der Arbeitskräfteerhebung des 3. Quartals 2025.1 Diese Erhebung stellt einen echten Quartalsdurchschnitt dar, d. h. die rund 20 000 Haushalte der Stichprobe verteilen sich den Vorgaben der Europäischen Union entsprechend gleichmäßig auf alle Kalenderwochen des Quartals. Pro Woche werden damit österreichweit für rund 1 500 Haushalte Informationen zur Erwerbstätig ‑ keit und zur Arbeitssuche gesammelt. Das Jahr 2025 hat 52 Kalenderwochen, die Quartale umfassen jeweils 13 Wochen. Den zu befragenden Haus ‑ halten wird jeweils eine bestimmte Referenzwoche zugeteilt. Der Referenzzeitraum für das 3. Quartal 2025 lief vom 30. Juni 2025 (Montag) bis zum 28. September 2025 (Sonntag). EU-weite Konzepte und Definitionen Das zentrale Element der Arbeitskräfteerhebung bilden die Daten zu Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Diese Daten beruhen in der gesamten Europäischen Union (und darüber hinaus) auf einheitlichen Definitio ‑ nen von Arbeitslosigkeit, Erwerbstätigkeit und Nicht ‑Erwerbstätigkeit nach dem Konzept der Internationa ‑ len Arbeitsorganisation (ILO; siehe dazu die Erläuterungen im Glossar zu „ ILO‑Konzept“). Von Eurostat, dem Statis tik amt der Europäischen Union, werden aus den Ergebnissen der einzelnen Länder vergleichende Statis ‑ tiken und Gesamtwerte erstellt und regelmäßig publiziert. Detaillierte Definitionen die sich aus der EU‑Sozial‑ statistikverordnung ergeben, sind dem Glossar zu entnehmen. Bevölkerung in Privathaushalten Entsprechend den Vorgaben von Eurostat wird in den hier präsentierten Auswertungen nach dem ILO‑Konzept nur die Bevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz‑ und Zivildiener berücksichtigt. Erhebungstechnik Die Erstbefragungen finden im Wesentlichen mittels eines Face ‑to‑Face‑Interviews (CAPI = Computer Assisted Personal Interviewing ) statt. Alle Personen, die in der ausgewählten Wohnung leben, werden erfasst, Fremd ‑ auskünfte sind möglich. Die Folgebefragungen erfolgen entweder telefonisch (CATI = Computer Assisted Tele‑ phone Interviewing ) bzw. kann der Fragebogen der Folgebefragung seit 2021 (2. Quartal) auch online selbst ausgefüllt werden (CAWI = Computer Assisted Web Interviewing ). Im 3. Quartal 2025 haben insgesamt 46,2 % der befragten Haushalte den Fragebogen zur Arbeitskräfteerhebung online ausgefüllt. Hochrechnung Die Hochrechnung der Stichprobe erfolgt auf den jeweiligen Bevölkerungsstand lt. statistischem Bevölke ‑ rungsregister der Statistik Austria (POPREG) zu Quartalsbeginn. Bei der Hochrechnung der Ergebnisse wird an die Bevölkerung nach Bundesland, Alter, Geschlecht, Staatsbürgerschaftsgruppen und einen Erwerbsstatus aus Verwaltungsdaten (DV ‑Qualifikationen bzw. AMS ‑Vormerkungen) sowie nach Bundesland und Haushalts ‑ größe lt. Haushaltsprognose der Statistik Austria gebunden. Die Bevölkerung in Anstaltshaushalten wird ent ‑ sprechend den Ergebnissen der Register‑ und Anstaltenzählungen anteilsmäßig abgezogen. 1 Eine detaillierte Beschreibung der Erhebungsmethode sowie eine Erklärung der verwendeten Konzepte findet sich in der Standard‑ dokumentation . Ebenfalls abrufbar ist der verwendete Fragebogen . Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Methodische Anmerkungen 8 Fehlerrechnung Zur Berechnung des Stichprobenfehlers wird ein „Bootstrap“‑Verfahren angewandt, das keine symmetrischen Konfidenzintervalle liefert. Spezifische Kennzeichnung großer Schwankungsbreiten bzw. nicht signifikanter Veränderungen Für jeden einzelnen Tabellenwert (inkl. der Veränderungswerte) wird eine Fehlerrechnung durchgeführt. Die Kennzeichnung der als „stark zufallsbehaftet“ geltenden Werte (Variationskoeffizient über 17 %) bzw. als „nicht interpretierbar“ geltenden Werte (Variationskoeffizient über 25 %) erfolgt somit spezifisch für jeden Wert durch ( ) oder (x). Bei den Veränderungswerten werden nicht signifikante Veränderungen mit * gekenn ‑ zeichnet. Anmerkungen zu den Tabellen Rundungsdifferenzen werden nicht ausgeglichen. Wo keine Angabe aus sachlichen Gründen erfolgt, wird ein „ . “ gesetzt. Wie erwähnt, werden Werte mit Variationskoeffizienten über 17 % in ( ) dargestellt, bei über 25 % wird (x) gesetzt. Nicht signifikante Veränderungswerte sind mit * markiert. Informationen zur Stichprobe, zum Stichprobenfehler und zu den Konfidenzintervallen sind in Annex 1 ent‑ halten. In Annex 2 stehen zusätzliche Informationen aus dem Erhebungsbereich in einem Feldbericht zur Ver ‑ fügung. In der Publikation finden sich neben den Tabellen zu Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit nach dem ILO ‑Kon‑ zept auch Tabellen, die die Bevölkerung nach dem Lebensunterhaltskonzept (LUK) abbilden. In diesen Aufstel‑ lungen werden die Präsenz‑ und Zivildiener ebenfalls berücksichtigt. Änderungen 2024 Um die Qualität der Fragen nach etwaigen Abwesenheiten aufgrund von Urlaub, Feiertag, Zeitausgleich, Krankheit oder aus anderen Gründen weiter zu verbessern, wurden im 1. Quartal 2024 die Fragestellungen dazu adaptiert. Im Zuge dessen wurde auch die Datenaufarbeitung angepasst: Wenn Befragte zu Beginn der Befragung angaben, in der Referenzwoche gearbeitet zu haben, bei der Frage nach der Anzahl der in dieser Woche geleisteten Stunden jedoch 0 Stunden angaben, wurden bisher plausible Stunden imputiert, da die Ein‑ stiegsfrage nach der Arbeit in der Referenzwoche priorisiert wurde. Aufgrund der Verbesserung der Fragen zu den Abwesenheitsgründen werden seit dem 1. Quartal 2024 die 0 Stunden unter gewissen Voraussetzungen (z. B. wenn eine Person normalerweise 5 Tage pro Woche arbeitet und 5 Urlaubstage angegeben hat) nicht mehr imputiert, sondern – je nach Zahl der Abwesenheitstage – beibehalten. Aufgrund dieser Änderungen ist die tatsächlich geleistete Wochenarbeitszeit zurückgegangen. Einen minimal gegenteiligen Effekt hat, dass bei Personen, die aufgrund von beruflicher Aus ‑ oder Weiterbildung in der Referenzwoche gar nicht gearbeitet haben (aber normalerweise einer Arbeit nachgehen), die Stunden in der beruflichen Bildungsmaßnahme seit dem 1. Quartal 2024 ebenfalls als Arbeitsstunden zählen. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Hauptergebnisse 9 Hauptergebnisse Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-jährigen Frauen stieg erneut deutlich Im 3. Quartal 2025 waren durchschnittlich 4 539 500 Personen ab 15 Jahren nach internationaler Definition erwerbstätig, davon 2 386 900 Männer und 2 152 600 Frauen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal blieb die Anzahl der Erwerbstätigen damit nahezu unverändert (+2 600). Tabelle: Indikatoren zum Arbeitsmarkt – 3. Quartal 2025 (nicht saisonbereinigt) Merkmal Einheit Aktueller
Wert Veränderung (absolut bzw. in %‑Punkten) zum Vor quartal zum Vorjahres quartal Erwerbspersonen 15 Jahre und älter 1 000 4 802,1 41,3 20,0* Erwerbsquote der 15 ‑ bis 64‑Jährigen % 79,4 0,7 0,5* Erwerbstätigkeit Erwerbstätige 15–64 Jahre 1 000 4 434,0 32,0 −4,9* Erwerbstätigenquote der 15 ‑ bis 64‑Jährigen % 75,0 0,7 0,2* Erwerbstätige 15 Jahre und älter 1 000 4 539,5 39,7 2,6* Unselbständig 1 000 3 985,6 28,2 3,5* Selbständig/Mithelfend 1 000 553,9 11,6* −0,9* Vollzeiterwerbstätige 1 1 000 3 147,9 36,6 22,4* Teilzeiterwerbstätige 1 1 000 1 391,6 3,1* −19,8* Teilzeitquote1 % 30,7 −0,2* −0,5* Arbeitslosigkeit Arbeitslose 1 000 262,6 1,6* 17,4* Arbeitslosenquote % 5,5 0,0* 0,3* Langzeitarbeitslosenquote 2 % 1,4 0,2* 0,1* Arbeitslosenquote Jugendlicher (15–24 Jahre) % 11,6 0,1* 0,7* Arbeitslosenquote Älterer (55–64 Jahre) % 3,5 −0,6* −0,1* Vorgemerkte Arbeitslose lt. AMS 3 1 000 296,9 −2,0 16,1 Arbeitslosenquote nach nationaler Definition 4 % 6,9 −0,1 0,3 Nichterwerbspersonen 15 Jahre und älter 1 000 2 923,4 −39,1 −1,4* Nichterwerbspersonen 15–74 Jahre 1 000 2 086,3 −42,4 −15,2* Stille Reserve, nicht verfügbar 5 1 000 73,5 −3,5* −2,6* Stille Reserve, verfügbar 6 1 000 90,1 0,2* −7,1* Offene Stellen (ÖNACE 2008 B–S) 1 000 138,1 −9,8* −29,7 Offene‑Stellen‑Quote7 % 3,2 −0,2* −0,7 Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus‑Arbeitskräfteerhebung (Quartalsdurchschnitt). Bevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz‑/Zivildiener; zur Definition des Erwerbsstatus nach dem ILO‑Konzept siehe Glossar. Nicht signifikante Veränderungen sind durch * gekennzeichnet. – Offene Stellen‑Erhebung (Quartalsdurchschnitt) – AMS (Durchschnitt der Monatsendbestände im jeweiligen Quartal).

  1. Basis ist die direkte Frage nach Arbeit in Vollzeit oder Teilzeit. – 2) Dauer der Arbeitslosigkeit 12 Monate und mehr; die Arbeitslosigkeitsdauer ist definiert als die kürzere der folgenden 2 Perioden: 1. Zeitdauer seit der letzten Erwerbstätigkeit, 2. Dauer der Arbeitssuche; Langzeitarbeits‑ lose bezogen auf alle Erwerbspersonen ab 15 Jahren. – 3) Durchschnitt der jeweiligen 3 Monatsendbestände. – 4) Anteil der Zahl der beim AMS registrierten arbeitslosen Personen am unselbständigen Arbeitskräftepotenzial (beim AMS vorgemerkte arbeitslose Personen und beim Dach‑ verband der Sozialversicherungsträger erfasste unselbständig Beschäftigte). – 5) Nicht‑Erwerbspersonen (15–74 Jahre), die Arbeit suchen bzw. bereits eine Zusage haben, aber nicht innerhalb von 2 Wochen verfügbar sind. – 6) Nicht‑Erwerbspersonen (15–74 Jahre), die zwar keine Arbeit suchen, aber grundsätzlichen Arbeitswunsch äußern und innerhalb von 2 Wochen verfügbar sind bzw. eine bereits zugesagte Stelle erst in mehr als 3 Monaten antreten und kurzfristig verfügbar sind. – 7) Anzahl der offenen Stellen × 100 ÷ (Anzahl der offenen Stellen + Quartalsdurchschnitt der Beschäftigungsfälle aus Monatsendbeständen, inkl. geringfügig Beschäftigte sowie freie Dienstnehmer:innen lt. Dachverband der Sozialver‑ sicherungsträger). Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Hauptergebnisse 10 Die Erwerbstätigenquote – der Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren – stieg gegenüber dem Vorjahr leicht auf 75,0 % (+0,2 Prozentpunkte). Signifikant erhöhte sich erneut die Quote der 55 ‑ bis 64 ‑Jährigen: Im 3. Quartal 2025 waren 62,0 % dieser Altersgruppe erwerbstätig, das sind 2,4 Pro ‑ zentpunkte mehr als im Vorjahr. Dabei waren es im aktuellen Quartal ausschließlich die Frauen, die zugelegt haben. Ihre Erwerbsbeteiligung stieg infolge des seit 01.01.2024 erhöhten gesetzlichen Pensionsantrittsalters innerhalb eines Jahres um 4,7 Prozentpunkte auf 56,8 %. Die Erwerbstätigenquote der gleichaltrigen Männer blieb hingegen unverändert bei 67,2 %. Gegenüber dem Vorquartal stieg die Erwerbstätigenquote, der 15 ‑ bis 64‑Jährigen mit einem Plus von 0,7 Pro‑ zentpunkten signifikant an, was auf die saisonale Entwicklung, die jeden Sommer zu verzeichnen ist, zurück ‑ zuführen ist. Teilzeitquote der Frauen deutlich gesunken Generell sind es überwiegend Frauen, die einer Teilzeiterwerbstätigkeit nachgehen. Im 3. Quartal 2025 gaben 1 056 900 oder 49,1 % aller erwerbstätigen Frauen an, in Teilzeit zu arbeiten (direkte Frage nach Teilzeiter ‑ werbstätigkeit). Bei den erwerbstätigen Männern spielt Teilzeitarbeit noch eine eher untergeordnetere Rolle: Im aktuellen Quartal waren 334 700 Männer oder 14,0 % in Teilzeit beschäftigt. Ein Vergleich mit den letzten 20 Jahren zeigt jedoch die wachsende Bedeutung von Teilzeit für beide Geschlechter. So betrug die Teilzeit ‑ quote der Frauen im 3. Quartal 2005 noch 39,3 %, jene der Männer lag bei 6,2 %. Seit Jahresbeginn geht die Teilzeitbeschäftigung von Frauen jedoch spürbar zurück. Die Zahl der Frauen in Teilzeit ist im 3. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 33 400 (−3,1 %) signifikant gesunken, wäh‑ rend die Anzahl der vollzeiterwerbstätigen Frauen um 38 600 (+3,7 %) gestiegen ist. Bei Männern zeigte sich in diesem Quartal das Gegenteil: Insgesamt arbeiteten weniger Männer in Vollzeit und mehr in Teilzeit, diese Veränderungen waren allerdings nicht signifikant. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war bei Frauen damit ein signifikanter Rückgang der Teilzeitquote zu verzeichnen (−1,7 Prozentpunkte), bei Männern kam es zu einem leichten Anstieg (+0,6 Prozentpunkte). Im 2. Quartal 2025 2 haben hierzulande 30,9 % aller Erwerbstätigen auf Teilzeitbasis (nach Selbstzuordnung) gearbeitet. Österreich lag damit im Europavergleich hinter Deutschland (31,3 %) auf dem dritten Rang aller EU‑27‑Staaten, gefolgt von Dänemark (27,8 %) und Belgien (26,7 %). Unangefochten an der Spitze waren er ‑ neut die Niederlande mit 43,9 %. Im EU‑Durchschnitt betrug die Teilzeitquote im letzten Quartal gerade einmal 18,9 %. Fast 9 von 10 Erwerbstätigen arbeiten als unselbständig Beschäftigte Nach beruflicher Stellung betrachtet, ging das Gros der Erwerbstätigen einer unselbständigen Tätigkeit nach (3 985 600 bzw. 87,8 %), 506 800 Personen waren Selbständige, weitere 47 100 arbeiteten unbezahlt im Fami ‑ lienbetrieb als mithelfende Familienangehörige. Damit betrug der Anteil der Selbständigen an allen Erwerbs ‑ tätigen 11,2 %, jener der Mithelfenden 1,0 %. Frauen sind mit 90,1 % etwas häufiger unselbständig erwerbstä ‑ tig als Männer (85,7 %). Durchschnittliche Wochenarbeitsstunden gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen Im 3. Quartal 2025 arbeiteten Vollzeiterwerbstätige in ihrer Haupttätigkeit durchschnittlich 33,1 Stunden (Männer: 33,9; Frauen: 31,7). Teilzeiterwerbstätige erbrachten eine durchschnittliche Wochenarbeitsleistung von 17,0 Stunden (Männer: 17,0; Frauen: 17,0). Ungeachtet von Vollzeit/Teilzeit ergab das eine durchschnittliche Wochenarbeitsleistung von insgesamt 28,2 Stunden in der Haupttätigkeit, um 0,4 Stunden mehr als im Vor ‑ 2 Für das aktuelle Quartal stehen die Ergebnisse für die EU ‑27 Staaten noch nicht zur Verfügung. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Hauptergebnisse 11 jahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal wurden deutlich weniger Stunden pro Woche gearbeitet (−1,5 Stun‑ den), was aber der Urlaubszeit geschuldet ist. Arbeitsvolumen von 1 Mrd. 667 Mio. Arbeitsstunden – um 23 Mio. Stunden mehr als im Vorjahr In ihrer Hauptbeschäftigung wurden von den Erwerbstätigen im 3. Quartal 2025 insgesamt 1 Mrd. 643 Mio. Arbeitsstunden erbracht, weitere 24 Millionen Stunden wurden in einer etwaigen Zweitbeschäftigung tatsäch ‑ lich geleistet. Insgesamt wurden somit 1 Mrd. 667 Mio. Stunden gearbeitet, um knapp 23 Millionen Arbeitsstun‑ den mehr als im Jahr zuvor. Dieser Anstieg ist dabei überwiegend auf die Frauen zurückzuführen: Im 3. Quar‑ tal 2025 leisteten weibliche Erwerbstätige rund 20 Millionen Arbeitsstunden mehr als im Vorjahresquartal, während ihre männlichen Kollegen lediglich um 2 Millionen Stunden zulegten. Verglichen mit dem 3. Quartal 2023 blieb das aktuelle Gesamtarbeitsvolumen allerdings weiterhin deutlich unter dem damaligen Niveau (−44,9 Mio. Stunden). Im Arbeitsvolumen enthalten sind auch 42 Millionen Über‑ bzw. Mehrstunden, die im 3. Quartal 2023 geleis ‑ tet wurden. Dabei wurden im aktuellen Quartal pro Überstundenleistende:n und Woche durchschnittlich 6,5 Überstunden erbracht, aber nicht immer wurden diese auch entsprechend bezahlt oder durch einen Zeit ‑ ausgleich mit Zuschlägen abgegolten. Im 3. Quartal 2025 wurden von den durchschnittlich 6,5 Überstunden nur 4,8 Stunden auch bezahlt. So blieb im 3. Quartal gut jede vierte Überstunde (26,5 %) unbezahlt. Der Anteil unbezahlt geleisteter Überstunden lag bei Frauen mit 31,9 % dabei über jenem der Männer (23,7 %). 7 % mehr ILO-Arbeitslose als im Vorjahresquartal Im 3. Quartal 2025 waren insgesamt 262 600 beschäftigungslose Personen aktiv auf Arbeitssuche und für eine Arbeitsaufnahme verfügbar, um 7,1 % bzw. 17 400 mehr als im 3. Quartal 2024. Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg damit gegenüber dem Vorjahresquartal leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 %. Dabei war bei Frauen ein stärkerer Zuwachs (+0,6 Prozentpunkte auf 5,3 %) zu verzeichnen als bei Männern (+0,1 Pro‑ zentpunkte auf 5,7 %). Bei ausländischen Staatsangehörigen war der Anstieg der Arbeitslosenquote nach ILO ‑Definition mit einem Plus von 1,7 Prozentpunkten auf 10,4 % ebenfalls deutlich. Bei Österreicher:innen war ein minimaler Rückgang festzustellen (−0,1 Prozentpunkte auf 4,0 %). Überdurchschnittlich stark ist die Arbeitslosenquote auch bei Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss auf 13,0 % (+1,5 Prozentpunkte) gestiegen. Langzeitarbeitslosigkeit leicht angestiegen Zum Zeitpunkt der Befragung waren 99 400 bzw. 37,9 % der Arbeitslosen erst seit weniger als 3 Monaten arbeitslos, für 17,7 % (46 400) dauerte die Arbeitslosigkeit bereits 3 bis unter 6 Monate und bei 19,6 % (51 300) schon 6 bis unter 12 Monate. Anteil und Anzahl der Langzeitarbeitslosen (Arbeitslosigkeit seit mindestens 1 Jahr) lagen insgesamt bei 24,9 % bzw. 65 400 Personen. Die Langzeitarbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1 Prozentpunkte minimal auf 1,4 % angestiegen. Fast jede:r vierte Arbeitslose sucht ausschließlich einen Teilzeitjob Insgesamt wünschte sich im 3. Quartal 2025 deutlich mehr als die Hälfte der arbeitslosen Personen (54,7 %) ausschließlich eine Vollzeitbeschäftigung, für weitere 21,6 % spielte es keine Rolle ob Vollzeit ‑ oder Teilzeitjob. 23,7 % suchten ausschließlich eine Teilzeittätigkeit, um 1,2 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor (3. Quar‑ tal 2024: 24,9 %). Die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich des gesuchten Arbeitszeitausmaßes sind dabei groß: So suchten 63,6 % der arbeitslosen Männer aber nur 44,1 % der Frauen ausschließlich eine Vollzeittätigkeit. Teilzeitarbeit wiederum wird vor allem von Frauen nachgefragt: 37,3 % suchten ausschließlich nach einem Teilzeitjob, bei den Männern waren es 12,3 %. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Hauptergebnisse 12 296 900 Arbeitslose nach nationaler Definition (AMS) Das Arbeitsmarktservice (AMS) verzeichnet bereits seit 10 Quartalen (Vorjahresvergleich) stärker steigende Arbeitslosenzahlen. Auch im 3. Quartal 2025 war die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition mit insge ‑ samt 6,9 % um 0,3 Prozentpunkte höher als im Jahr zuvor. Ein Vergleich zwischen internationaler und nationaler Definition ist schwierig, denn obwohl sich die Zahl der Arbeitslosen laut AKE dem nationalen Wert des AMS angenähert haben 3, handelt es sich dennoch um unter ‑ schiedliche Konzepte. So reicht eine Arbeitslosenmeldung bei den nationalen Arbeitsmarktagenturen (in Öster reich beim AMS) nicht aus, um Arbeitslosigkeit international zu vergleichen. Die wichtigsten Kriterien für Arbeitslosigkeit laut internationaler Definition sind die aktive Suche nach Arbeit und die Bereitschaft, eine Arbeitsstelle innerhalb von 2 Wochen anzutreten. Deutlich weniger Nicht-Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren 1 218 100 Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren waren sogenannte Nicht ‑Erwerbspersonen, 59,2 % (721 100) davon Frauen, 40,8 % (497 000) Männer. Dieser Begriff umfasst die unterschiedlichsten Personengruppen, wie z. B. Schüler:innen ab 15 Jahren und Studierende, Pensionist:innen, haushaltsführende Personen sowie Menschen, die aus anderen Gründen nicht erwerbstätig sind und auch nicht aktiv nach einer Beschäftigung suchen. Die Zahl der Nicht ‑Erwerbspersonen im Haupterwerbsalter (15 bis 64 Jahre) ist im Vergleich zum Vor ‑ jahresquartal erneut signifikant gesunken (−35 000). Der Hauptanteil dieses Rückgangs geht auf das Konto der Frauen, was auf das gestiegene Regelpensionsalter zurückzuführen ist (−26 000). Ungenütztes Arbeitskräftepotenzial Der Indikator „ungenütztes Arbeitskräftepotenzial“ (labour market slack) liefert einen Überblick über das Aus ‑ maß des dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden, aber nicht oder nicht vollständig genützten Arbeits ‑ kräfte potenzials. Im 3. Quartal 2025 wurden insgesamt 533 400 Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren zum ungenützten Arbeitskräftepotenzial gezählt (3. Quartal 2024: 523 700). Knapp die Hälfte (262 600) davon waren Arbeitslose gemäß ILO‑Definition, weitere 107 200 waren Teilzeit‑Unterbeschäftigte, d. s. Teilzeiterwerbstätige, die gerne mehr Stunden arbeiten würden und dafür auch innerhalb von 2 Wochen verfügbar wären. Diese bei ‑ den Gruppen zählen zu den Erwerbspersonen. Insgesamt 163 600 befanden sich im Pool der stillen Reserve, nicht verfügbar bzw. verfügbar, und zählten als eigentliche Nicht ‑Erwerbspersonen zur erweiterten Erwerbs ‑ bevölkerung. 90 100 Personen davon gaben an, zwar nicht nach Arbeit zu suchen, aber arbeiten zu wollen und auch kurzfristig beginnen zu können (stille Reserve, verfügbar). Weitere 73 500 erklärten, nach Arbeit zu su ‑ chen, aber nicht innerhalb von 2 Wochen mit einer Arbeit beginnen zu können (stille Reserve, nicht verfügbar). 3 Seit 2021 werden auch nach internationaler Definition saisonarbeitslose Personen häufig als arbeitslos gezählt. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Glossar 13 Glossar Anstaltshaushalt Einrichtung, die überwiegend der Unterbringung und Versorgung von bestimmten Personengrup - pen dient. Im Wesentlichen handelt es sich um Inter- nate, Studentenheime, Alten- und Pflegeheime, Klöster, Kasernen, Justizanstalten, Flüchtlingsun - terkünfte und ähnliche Einrichtungen. Anstaltshaus - halte werden in der vorliegenden Publikation nicht berücksichtigt. Arbeitslose Nach dem ILO-Konzept (auch Labour-Force-Konzept, LFK) gelten jene Personen zwischen 15 und 74 Jah - ren als arbeitslos, die • nicht erwerbstätig im Sinne der ILO sind, • während der Referenzwoche und den 3 Wochen davor aktiv eine Arbeit gesucht haben, oder bereits eine Stelle gefunden haben und diese
    in maximal 3 Monaten antreten, • und innerhalb der nächsten beiden Wochen nach der Referenzwoche eine Arbeit aufnehmen können Zu beachten ist, dass arbeitssuchende Personen, die ansonsten die Kriterien der Arbeitslosigkeit erfül - len (aktive Arbeitssuche, Verfügbarkeit), nach dieser Definition nicht als arbeitslos gelten, wenn sie eine oder wenige Stunden in der Referenzwoche gear - beitet haben. Bis 2020 wurden Personen, die keine Arbeit suchen, weil sie auf ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, als Nicht-Erwerbstätige eingestuft. Ab 2021 wird nicht mehr unterschieden zwischen Per - sonen, die eine neue Tätigkeit gefunden haben und Personen, die auf ihren alten Arbeitsplatz zurück - kehren. Als arbeitslos gelten alle nicht-erwerbstäti - gen Personen, die keine Arbeit gesucht haben, weil sie eine Jobzusage haben, den Job in max. 3 Mona - ten antreten und innerhalb von 2 Wochen verfügbar sind. Einige Personen die auf ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, wandern somit aus der Gruppe der „stillen Reserve“ zu den Arbeitslosen. Dies erhöht die Zahl der Arbeitslosen. Personen die saisonbedingt vom Arbeitsplatz abwe - send sind, jedoch in der Nebensaison regelmäßig für das Unternehmen arbeiten, werden ab 2021 als erwerbstätig gezählt. Die Teilnahme an Schulungs - maßnahmen und Ausbildungen wird nicht als Form der Arbeitssuche betrachtet. In Anstaltshaushalten lebende Arbeitslose werden in dieser Publikation nicht ausgewiesen. Arbeitslosenquote nach internationaler (Eurostat-)Definition (ILO-Konzept) Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeits - losen nach ILO-Konzept an der Zahl der Erwerbsper - sonen nach ILO-Konzept, jeweils im Alter von 15 bis 74 Jahren. Arbeitslosenquote nach nationaler Definiti- on (AMS-Arbeitslose) Bei der nationalen Berechnung der Arbeitslosen - quote wird der Bestand arbeitsloser Personen ins Verhältnis zum Arbeitskräftepotenzial gesetzt. Das Arbeitskräftepotenzial ist die Summe aus Arbeits - losen und unselbständig beschäftigten Personen laut Dachverband der Sozialversicherungsträger. Arbeitssuche, aktiv Personen, die zumindest eine der folgenden Aktivitä- ten der Arbeitssuche in der Referenzwoche und den 3 Wochen davor angeben: „Stellenanzeigen im Inter- net oder in Zeitungen studiert“, „Verwandte, Freunde oder Bekannte gefragt“, „Bewerbung auf Stellen - anzeigen oder selbst Inserate aufgegeben“, „das Arbeitsmarktservice (AMS) kontaktiert“, „ein Bewer - bungsgespräch geführt oder einen Aufnahmetest gemacht“, „Arbeitgeber direkt kontaktiert (Blindbe - werbung)“, „den Lebenslauf ins Internet gestellt oder aktualisiert“, „Vorbereitungen für eine selbständige Tätigkeit getroffen“ oder „eine private Arbeitsver - mittlung kontaktiert“. Arbeitssuche, passiv Personen, die zwar angeben, Arbeit zu suchen, jedoch in der Referenzwoche und den 3  Wochen davor keine der aktiven Schritte zur Arbeitssuche unternommen haben. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Glossar 14 Arbeitsvolumen Das Arbeitsvolumen ist die Gesamtzahl an tatsäch - lich geleisteten Arbeitsstunden in einem bestimm - ten Zeitraum. Es wird für ein Quartal folgenderma - ßen ermittelt: tatsächlich geleistete Arbeitsstunden in der jeweiligen Referenzwoche × 13, bzw. für ein Jahr × 52. Bevölkerung Personen, die ihren Hauptwohnsitz (Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen) in Österreich haben. Bevölkerung im Haupterwerbsalter Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren. Dauer der Arbeitslosigkeit Die Dauer der Arbeitslosigkeit ist definiert als die kürzere der folgenden 2 Perioden:
  1. Dauer seit der letzten Erwerbstätigkeit bzw.
  2. Dauer der Arbeitssuche. Dispersion regionaler Erwerbstätigen- quoten Die Streuung regionaler Erwerbstätigenquoten (NUTS-Ebene 2) der Altersklasse 15 bis 64 Jahre zeigt die regionalen Unterschiede bezüglich der Erwerbs - tätigkeit zwischen den Bundesländern. Die Streuung regionaler Erwerbstätigenquoten ist null, wenn die Erwerbstätigenquoten in allen Bundesländern iden - tisch sind (Strukturindikator der EU, Langliste). Elternkarenz Vorübergehendes Ausscheiden aus dem Erwerbs - leben nach der Geburt eines Kindes. Personen in Elternkarenz werden dann zu den Erwerbstätigen gezählt, wenn sie Kinderbetreuungsgeld beziehen und ein Rückkehrrecht zum Arbeitgeber haben oder die Karenzierung nicht länger als 3  Monate andau - ert. Personen, die neben der Elternkarenz gleichzei - tig tatsächlich aktiv erwerbstätig sind, werden ent - sprechend der Definition von Erwerbstätigkeit nach dem ILO-Konzept in jedem Fall den Erwerbstätigen zugerechnet. Erstmals Arbeitssuchende Alle nach ILO-Konzept erfassten arbeitslosen Perso - nen, die angegeben haben, dass sie noch nie zuvor erwerbstätig waren. Die Quote wird berechnet als Anteil aller Arbeitslosen des betreffenden Quartals. Erwerbspersonen Die Zahl der Erwerbspersonen ist die Summe der Erwerbstätigen und Arbeitslosen. Erwerbspersonen sind somit alle, die am Erwerbsleben teilnehmen oder dies aktiv anstreben. Erwerbsquote Die Erwerbsquote ist der Anteil der Erwerbsper - sonen (Summe der Erwerbstätigen und Arbeits - losen) an der Bevölkerung in Privathaushalten, ohne Präsenz- und Zivildiener. Dieser Wert wird gewöhn - lich für die 15- bis 64-Jährigen oder für detailliertere Altersgruppen berechnet (z. B. Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen). Erwerbsstatus Einteilung der Bevölkerung nach dem ILO-Konzept in eine der folgenden 3 Gruppen: • Erwerbstätige, • Arbeitslose, • Nicht‑Erwerbspersonen. Erwerbstätige Nach dem ILO-Konzept gelten Personen dann als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche min - destens eine Stunde als Unselbständige, Selbstän - dige oder mithelfende Familienangehörige gear - beitet haben. Haben sie nur aufgrund von Urlaub, Zeitausgleich, Altersteilzeit, anderer Arbeitszeit - regelung, Krankheit, beruflicher Aus- und Weiterbil - dung oder Mutterschutz/Papamonat nicht gearbei - tet, gehen aber ansonsten einer Arbeit nach, gelten sie ebenfalls als erwerbstätig. Personen in Eltern - karenz mit Kinderbetreuungsgeldbezug und Rück - kehrrecht zum Arbeitgeber bzw. jene, deren Karen - zierung nicht länger als 3 Monate dauert, Personen, die aus sonstigen Gründen maximal 3 Monate nicht arbeiten, Saison arbeitskräfte, die zwar saisonbe - dingt in der Referenzwoche nicht gearbeitet haben, aber in der Nebensaison regelmäßig für den Betrieb tätig sind sowie Lehrlinge zählen ebenfalls zu den Erwerbstätigen. Präsenz- und Zivildiener sind aus - geschlossen. In dieser Publikation sind nur Erwerbs - tätige ausgewiesen, die in Privathaushalten leben, Anstaltshaushalte sind nicht berücksichtigt. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Glossar 15 Erwerbstätigenquote Die Erwerbstätigenquote ist der Anteil der Erwerbs - tätigen an der Bevölkerung in Privathaushalten, ohne Präsenz- und Zivildiener. Die Erwerbstätigen - quote wird üblicherweise für die Bevölkerung im Haupterwerbsalter (15- bis 64-Jährige) ausgewiesen. Gliederungen nach anderen Altersgruppen werden ebenfalls publiziert, z. B. für die 20- bis 64-Jährigen. Freistellungsquote Umfasst alle Personen, die angegeben haben, dass das Ende ihrer letzten unselbständigen Erwerbs - tätigkeit höchstens 2  Monate zurückliegt und der Grund für das Ende der Tätigkeit entweder die Kündi- gung seitens des Arbeitgebers oder der Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrages war. Die Quote wird berechnet als Anteil aller unselbständig Erwerbstä - tigen des Vorquartals. Haupttätigkeit Damit ist diejenige Erwerbstätigkeit gemeint, für die üblicherweise die meiste Zeit aufgewendet wird (dies muss nicht unbedingt in der Referenzwoche der Fall sein). Die Zuordnung bleibt der Einschätzung der Befragten überlassen. ILO-Konzept Beim ILO-Konzept (auch Labour Force-Konzept bzw. LFK) basiert die Zuordnung von Personen zu Erwerbstätigen, Arbeitslosen und Nicht-Erwerbs - personen auf den Richtlinien der internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Als erwerbstätig gilt eine Person, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet hat, als arbeitslos, wenn sie in diesem Sinne nicht erwerbstätig war, aktuell aktive Schritte zur Arbeitssuche getätigt hat und kurzfris - tig zu arbeiten beginnen könnte. Die genauen defini - torischen Kriterien finden sich im Glossar unter den Stichworten „Erwerbstätige“, „Arbeitslose“, „Nicht- Erwerbspersonen“ und bilden die Grundlage für die internationale Vergleichbarkeit. Sie sind internatio - nal maßgebend für Statistiken der Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit. ISCED Die Klassifikation ISCED ( International Standard Classification of Education) wird für die international standardisierte Zuordnung von nationalen Ausbil - dungsgängen zu Ausbildungsstufen verwendet. Seit dem Jahr 2014 erfolgt die Zuordnung nationaler Bil - dungsabschlüsse auf Basis der ISCED 2011 (weitere Informationen). • ISCED 0–2 umfasst in der nationalen Gliederung
    Pflichtschulen und berufsbildende mittlere Schulen (kürzer als 2 Jahre). • Die Ausbildungsstufen ISCED 3–4 umfassen Lehre, berufsbildende mittlere Schulen (ab 2 Jahren), Abschlüsse der 3. Klasse an berufs ‑ bildenden höheren Schulen (BHS), Lehre mit Matura (Berufsreifeprüfung), Matura an allge ‑ meinbildenden höheren Schulen, universitäre Lehrgänge und Diplomkrankenpflege. • In ISCED 5 werden Matura an BHS, Kollegs/ Abiturientenlehrgänge an BHS, Akademien sowie Meister‑ und Werkmeisterprüfungen zusammengefasst. • Abschlüsse an Universitäten und (Fach ‑)Hoch‑ schulen entsprechen der Gruppe ISCED 6–8 (ISCED 6: Bachelor/Bakkalaureat; ISCED 7: Master‑, Magister‑, Diplomstudium, Doktorat als Erstabschluss, postgraduale Universitäts ‑ lehrgänge; ISCED 8: Doktorat nach akademi ‑ schem Erstabschluss). ISCO ISCO ist die internationale Berufsklassifikation (International Standard Classification of Occupa - tions), derzeit gültig in der Fassung von 2008. Sie umfasst 4 Gliederungstiefen: • Berufshauptgruppen, • Berufsgruppen, • Berufsuntergruppen und • Berufsgattungen. In Österreich wurde die europäische Klassifikation übernommen. Seit dem 1. Quartal 2018 wird das Diplomkrankenpflegepersonal der ISCO 08 Berufs - hauptgruppe 2 („Akademische Berufe“) zugeordnet. Davor wurden sie unter der ISCO 08 Berufshaupt - gruppe 3 („Techniker:innen und gleichrangige nicht - technische Berufe“) erfasst. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Glossar 16 Langzeitarbeitslosenquote Personen, deren Dauer der Arbeitslosigkeit 12  Monate und mehr beträgt, bezogen auf die Zahl der Erwerbspersonen (15 bis 74 Jahre). Die Dauer der Arbeitslosigkeit ist definiert als die kürzere der fol - genden 2 Perioden:
  3. Dauer seit der letzten Erwerbstätigkeit bzw.
  4. Dauer der Arbeitssuche (Strukturindikator
    der EU). Lebensunterhaltskonzept (LUK) Beim Lebensunterhaltskonzept (LUK) geben die Befragten selbst an, welcher der folgenden sozia - len Gruppen sie angehören: erwerbstätig (auch Lehr- ling), arbeitsuchend/arbeitslos, in Pension, dauer - haft arbeitsunfähig, in Ausbildung, haushaltsfüh - rend und sonstiges. Die Antwortkategorie „in Eltern - karenz“ entfällt ab 2021. Wo sich Personen in Eltern - karenz zuordnen, bleibt ab 2021 der Selbsteinschät - zung der Befragten überlassen. Diese Einstufung wird von den Befragten in der Regel nach dem Überwiegensprinzip getroffen. Beispiels - weise wird sich eine studierende Person, die in der Referenzwoche wenige Stunden arbeitet, als Stu - dent:in einordnen, trotz Erwerbstätigkeit nach dem ILO-Konzept. Hier weichen die Begriffe der Erwerbs - tätigkeit, Arbeitslosigkeit etc. von den ansonsten im Glossar angeführten Definitionen und damit auch von den Richtlinien der ILO ab. Mithelfende Familienangehörige Personen, die unbezahlt im Betrieb von Familienan - gehörigen mithelfen, vorausgesetzt, sie gelten nicht als Arbeitnehmer:innen. Für ihre Tätigkeit erhalten mithelfende Familienangehörige kein Gehalt und sind nicht eigenständig sozialversichert. Sie müssen dabei nicht im selben Haushalt mit den Selbständi - gen leben, bei denen sie mithelfen. Nach dem ILO- Konzept gelten sie als Erwerbstätige. Neueinstellungsquote Umfasst alle Personen, die angegeben haben seit höchstens 2 Monaten einer unselbständigen Erwerbs- tätigkeit nachzugehen. Die Quote wird berechnet als Anteil aller unselbständig Erwerbstätigen des betref- fenden Quartals. Nicht-Erwerbspersonen Nach dem ILO-Konzept zählen zu den Nicht-Erwerbs- personen all jene, die nach der jeweiligen Definition weder erwerbstätig noch arbeitslos sind. Normalarbeitszeit, wöchentliche Als wöchentliche Normalarbeitszeit werden die durchschnittlich normalerweise geleisteten Wochen- arbeitsstunden bezeichnet. Regelmäßig geleis - tete Über- und Mehrstunden sind darin enthalten. Mittagspausen über 30  Minuten, egal ob bezahlt oder unbezahlt, sind nicht einzurechnen. Bei stark schwankenden Arbeitszeiten ist bei der Angabe der normalerweise geleisteten Wochenstunden ab 2021 an die letzten 3 Monate zu denken, die Antwortkate - gorie „stark schwankend“ entfällt. Offene Stellen Die Offene-Stellen-Erhebung wird von Statistik Aus - tria seit dem 1. Quartal 2009 für die ÖNACE 2008 Abschnitte B bis S durchgeführt. Die Erhebung ist seit dem 1. Quartal 2010 für alle Länder der Europäi - schen Union verpflichtend. Es ist eine Stichproben - erhebung bei 6 000 Unternehmen, bei der Unterneh - men kontinuierlich gefragt werden, ob sie derzeit aktiv auf der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen sind. Die Offene-Stellen-Quote berechnet sich aus der Anzahl der offenen Stellen × 100 ÷ (Anzahl der offenen Stellen + Quartalsdurchschnitt der Beschäf - tigungsfälle aus Monatsendbeständen, inkl. gering - fügig Beschäftigte sowie freie Dienstnehmer:innen lt. Dachverband der Sozialversicherungsträger). ÖNACE Die ÖNACE ist die österreichische Variante der inter - nationalen Klassifikation der Wirtschaftszweige NACE ( Nomenclature générale des activités écono - miques dans les Communautés Européennes ). Seit 2008 gilt die NACE Rev. 2 bzw. die ÖNACE 2008, die im Vergleich zur ÖNACE 2003 durch eine größere Detail - liertheit gekennzeichnet ist. In der Arbeitskräfteer - hebung werden die Wirtschaftstätigkeiten auf 4-Stel- ler-Ebene erfasst. Die ÖNACE 2008 besteht aus 615 Klassen, 88 Abteilungen und 21 Abschnitten (A bis U). Seit der Publikation der Ergebnisse 2008 erfolgt die Gliederung der Wirtschaftszweige nach ÖNACE 2008. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Glossar 17 Personen in erwerbslosen Haushalten Der Anteil an Erwachsenen zwischen 18 und 59 Jah - ren in Privathaushalten, in denen kein Mitglied einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Haushalte, in denen ausschließlich Studierende leben, sind hierbei ausgenommen. Privathaushalte Privathaushalte umfassen die als Wohngemeinschaft zusammenlebenden Personen, wobei Verwandt - schaftsbeziehungen für die Abgrenzung eines Haus - haltes keine Rolle spielen. Befragt werden Personen, die in der Referenzwoche im Haushalt lebten oder nur kurzfristig abwesend waren. Referenzwoche Jedem Haushalt wird bereits im Zuge der Stichpro - benziehung eine bestimmte Woche im Jahresver - lauf zugewiesen, auf die sich die Befragung bezieht. Diese Woche wird als Referenzwoche bezeichnet. Die Befragung soll spätestens 5 Wochen nach deren Ende stattfinden. Stille Reserve (nicht verfügbar) Zur nicht verfügbaren stillen Reserve zählen nach Eurostat-Definition jene Nicht-Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 74  Jahren, die in der Referenzwo - che und den 3Wochen davor nach Arbeit gesucht haben, aber nicht innerhalb der nächsten 2 Wochen nach der Referenzwoche verfügbar sind, also nicht zu arbeiten beginnen könnten. Ebenso dazu gehö - ren Personen, die keine Arbeit gesucht haben, weil sie bereits eine Jobzusage haben aber innerhalb der nächsten 2  Wochen ebenfalls nicht verfügbar sind. 2022 wurde dieses Merkmal entsprechend der Euro - stat-Definition neu eingeführt und bis 2004 rückwir - kend berechnet. Stille Reserve (verfügbar) Zur verfügbaren stillen Reserve zählen nach Euro - stat-Definition Nicht-Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 74  Jahren, die gerne arbeiten würden und innerhalb der nächsten 2  Wochen verfügbar sind, aber in der Referenzwoche und den 3 Wochen davor nicht aktiv nach Arbeit gesucht haben. Ebenso dazu gehören Personen, die verfügbar sind und bereits eine Jobzusage haben, diese Stelle aber erst in mehr als 3 Monaten (oder zu einem noch unbekann - ten Zeitpunkt) antreten. Diese Definition ersetzt die bis 2021 verwendete nationale Definition der „stil - len Reserve“ und wurde bis 2004 rückwirkend neu berechnet. Tatsächlich geleistete Arbeitszeit Als tatsächlich geleistete Arbeitszeit werden die tat - sächlich in einer bestimmten Referenzwoche geleis - teten Wochenarbeitsstunden bezeichnet. Über - stunden und Mehrstunden werden eingerechnet, Fehlstunden abgezogen, Personen in Elternkarenz werden nicht berücksichtigt. Mittagspausen über 30  Minuten, egal ob bezahlt oder unbezahlt, sind nicht einzurechnen. Teilzeit Teilzeitarbeit kann nach 2 unterschiedlichen Konzep- ten definiert werden:
  5. Auf Basis der direkten Frage nach Vollzeit‑ oder
    Teilzeiterwerbstätigkeit.
  6. Auf Basis der normalerweise pro Woche geleis‑ teten Arbeitsstunden, einschließlich regelmäßig geleisteter Überstunden und Mehrstunden.
    Als teilzeitbeschäftigt gelten jene, die weniger
    als 36 Stunden pro Woche arbeiten. Teilzeitquote Anteil der Personen an den Erwerbstätigen, die bei der direkten Frage nach Arbeit in Vollzeit oder Teil - zeit eine Teilzeiterwerbstätigkeit angeben. Teilzeit-Unterbeschäftigte
    (bzw. Teilzeit-Unterbeschäftigtenquote) Teilzeit-Unterbeschäftigte sind nach Eurostat-Defi - nition Teilzeiterwerbstätige (nach Selbstzuordnung) im Alter von 15 bis 74  Jahren, die mehr Stunden arbeiten wollen und für zusätzliche Arbeitsstunden auch innerhalb von 2 Wochen verfügbar sind. Diese Definition ersetzt die bis 2021 verwendete natio - nale Definition der arbeitszeitbezogenen Unterbe - schäftigung (ab 15  Jahren, Normalarbeitszeit unter 40  Stunden/Woche, Wunsch nach mehr Wochen - stunden, kurzfristig verfügbar) und wurde bis 2004 rückwirkend neu berechnet. Die Teilzeit-Unterbeschäftigtenquote ist der Anteil der Teilzeit-Unterbeschäftigten an allen Erwerbstäti- gen im Alter von 15 bis 74 Jahren. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Glossar 18 Überstunden/Mehrstunden Von Überstunden wird gesprochen, wenn über das Ausmaß der Vollzeiterwerbstätigkeit hinausgehend zusätzliche Stunden gearbeitet werden. Mehrstun - den sind zusätzliche Stunden von Teilzeitbeschäftig - ten bzw. bei – aufgrund des Kollektivvertrags – ver - kürzter Normalarbeitszeit bis zum Ausmaß der Voll - zeiterwerbstätigkeit. Zusätzliche Stunden, die im Rahmen von Gleitzeitregelungen erbracht werden, gelten nicht als Über- oder Mehrstunden. Überstun - den/Mehrstunden werden zusätzlich zur kollektiv - vertraglich oder betrieblich vereinbarten Normalar - beitszeit geleistet. Dabei ist es nicht entscheidend, ob sie bezahlt oder nicht bezahlt werden. Bezahlte Überstunden werden mit Zuschlägen abge- golten (Bezahlung mit Zuschlag oder z. B. durch 1 : 1,5 Zeitausgleich); unbezahlte Überstunden wer - den nicht abgegolten (auch nicht durch Zeitaus - gleich 1 : 1). Vollzeit Arbeitszeitausmaß das über die Teilzeitbeschäfti - gung hinausgeht (siehe Teilzeit). Wirtschaftsbereiche Zusammenfassung der ÖNACE 2008 in die 3 Bereiche: • Land‑ und Forstwirtschaft (Abschnitt A), • Industrie und Gewerbe (Abschnitte B–F) und • Dienstleistungen (Abschnitte G–U). Zweittätigkeit (zweite Tätigkeit) Üben Befragte neben ihrer Haupttätigkeit weitere Tätigkeiten aus, wird im Rahmen der Arbeitskräfte - erhebung nach der wichtigsten gefragt, definiert als jene, für die am meisten Zeit aufgewendet wird. Die Einschätzung, welche Tätigkeit die Haupt- und wel - che die Zweittätigkeit ist, nehmen die Befragten selbst vor. Arbeitsmarktstatistik 3. Quartal 2025 – Erwerbstätigkeit nach dem ILO ‑Konzept 19 Erwerbstätigkeit nach dem ILO-Konzept (seit 2021)
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